Corona-Film „Songbird“ von Michael Bay: Geschmacklos oder seiner Zeit voraus?

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Vor einigen Tagen wurde der erste Trailer zu Michael Bays neuem Filmprojekt „Songbird“ veröffentlicht. Der Film spielt im Jahr 2024 in dem bereits über 100 Millionen Menschen an Corona gestorben sind.

Irgendwie können wir uns nicht vorstellen, dass jemand Lust hat sich nach, oder noch während der Corona-Pandemie mit einem „postapokalyptischen“ Szenario derer auseinanderzusetzen. Filmproduzent Michael Bay (Transformers, Bad Boys, Armageddon) und Regisseur Adam Mason haben sich in ihrem neuen Filmprojekt bereits seit Juli 2020 (Drehstart) mit diesem allgegenwärtigen Thema auseinandergesetzt. Herausgekommen ist „Songbird“, dessen Trailer jetzt am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde.

2024: Pandemie mit über 100 Millionen Toten

Die Story führt uns ins Jahr 2024. Die Corona-Pandemie ist aufgrund von Virus-Mutationen noch gefährlicher geworden und mittlerweile sind um die 110 Millionen Menschen an dem Virus gestorben. Schauplatz ist Los Angeles. Über einen Teil der Stadt wird ein kompletter Lockdown verhängt, um die Pandemie einzudämmen. Für das Lovestory-Element sorgt die Beziehung zwischen Lieferbote Nico (K.J.Apa), selbst immun gegen das Virus und seiner Freundin Sara (Sofia Carson) die in der Lockdown-Zone Zuhause ist.

Über 8 Millionen Menschen sind allein im Filmjahr 2024 bereits an Corona gestorben
Über 8 Millionen Menschen sind allein im Filmjahr 2024 bereits an Corona gestorben

Nico legt sich für die Liebe mit dem geltenden Kriegsrecht und seiner Familie an (Die Mutter wird von Demi Moore gespielt), nur um seiner Sara nah zu sein. Also ein paar Elemente aus Romeo und Julia sich auch noch mit dabei.

Was haltet ihr von „Songbird“?

Wie findet ihr den Trailer bzw. das Filmprojekt als solches? Geschmacklos, da an der aktuellen Pandemie ja wirklich Menschen sterben, die trauernde Familienmitglieder, Freunde und Kollegen zurücklassen, oder könnt ihr dem Setting etwas abgewinnen? Uns stellt sich zudem die Frage, wer hat nach dem monatelangen Bombardement mit Corona-Nachrichten noch die Lust sich 2021 (sofern die Kinos überhaupt geöffnet werden) so einen Film zu geben? Ein Kinostart ist aufgrund der aktuellen Situation noch nicht fixiert.

11 KOMMENTARE

  1. Das Zdf hat es ja geschafft schon letztes Jahr ne Serie über eine Pandemie zu drehen, das finde ich fast noch erschreckender wie schnell uns die Realität eingeholt hat.

  2. Auf jedenfalls werde ich mir den Film ansehen. Corona ist noch viel schlimmer als wir denken. Warum sollen wir die Augen verschließen.
    Ein Film kann die wirkliche Tragödie aber nie darstellen. Die USA stehen ja vor dem Abgrund und wie können froh sein das der große Teich dazwischen liegt. Wenn die so weiter machen spielt der Film in Gegenwart.

  3. Ich finde, es ist eine gute Idee, so einen Film rauszubringen, solange er relevant ist. Ob das noch rechtzeitig passiert, ist natürlich unklar. Vielleicht schafft man es damit, manchen Leuten, die zu blöd sind, sich in einer solchen Krise vernünftig zu verhalten, klarzumachen, dass so eine Pandemie noch viel schlimmer werden kann, als Covid-19 aktuell ist.
    Die aktuellen Fallzahlen zeigen ja, dass es den Leuten noch nicht klar genug ist.
    Ob Viele diesen Film sehen wollen, ist natürlich eine ganz andere Frage.
    Der Vergleich mit 9/11 hinkt insofern, als dass das zu schnell vorbei war, als dass man einen Film hätte drehen können, der noch aktuell war. Aber es gab Filme über die Auswirkungen, auch wenn die nicht immer offensichtlich waren.

  4. Leider wird heutzutage jegliches pandemische Ereignis gleich filmisch verarbeitet. Ich werde mir diesen Film jedenfalls nicht ansehen.

  5. „This would be like releasing a 9/11 movie between the planes hitting and the towers collapsing.“

    Die Aussage trifft den Nagel auf den Kopf.

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