Kino und Corona: Bericht zeigt die drastischen Folgen im Jahr 2020

Es ist kein Geheimnis, dass die Corona-Pandemie dem Kino zu schaffen gemacht hat. Das Statistische Bundesamt zeigt die Folgen im Jahr 2020 in einem Bericht jetzt genauer auf.

So mussten Kinos und Theater in Deutschland im Jahr 2020 im direkten Vergleich mit 2019 rund zwei Drittel weniger Besuche hinnehmen. Das war die Folge der Lockdowns und präventiven Maßnahmen, die auch nach der Wiedereröffnung nur eingeschränkte Kapazitäten zuließen. Um 68 % sanken deswegen die Besucherzahlen – auf 38,1 Millionen Besuche (2019: 118,6 Millionen). Dies entsprach 0,5 Besuchen je Einwohner in Deutschland.

2019 waren die Einwohner noch durchschnittlich 1,4 Mal ins Kino gegangen. Nicht nur Kinos waren fairerweise in dieser Weise betroffen. Auch Theater und Museen hatten es beispielsweise ähnlich schwer. 2021 gab es dann eine leichte Besserung. Es gab ca. 4 Mio. mehr Kinobesuche als noch 2020. Letzten Endes sollte man aber mal abwarten, wie die Zahlen für 2022 ausfallen. Dazu gibt es noch keine abschließenden Angaben – aber einige Hinweise.

So sind 2022 noch einige Familienfilme, die als potenzielle Hits gehandelt worden sind, gefloppt. Dazu zählt Pixars „Lightyear“ genauso wie Disneys „Strange World“, der schon bald ins Streaming-Angebot von Disney+ wandert. In diesem Bereich konnte sich lediglich „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ gegen den Trend stemmen und fast 940 Mio. US-Dollar einspielen.

Familien scheuen noch das Kino

Generell ist jedoch erkennbar, dass viele Familien noch Kinobesuche zu scheuen scheinen. Allerdings läuft aktuell sehr erfolgreich „Avatar: Der Weg des Wassers“ im Kino und scheint eine regelrechte Wiederbelebung herbeizuführen – auch wenn die professionellen Kritiken ähnlich durchschnittlich ausfallen, wie beim Vorgänger. Allerdings gab es auch 2021 einige Hits, wie „James Bond: Keine Zeit zu Sterben“ oder „Spider-Man: No Way Home“. Sicherlich hoffen viele Kinobetreiber darauf, dass 2023 wieder ein „normales“ Kinojahr in alter Stärke wird.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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24 Kommentare
  1. puh. ziemlich peinliche kommentare hier. guckt doch zu hause filme, fresst zu hause, macht musik zu hause. wenn es nach euch ginge, müsste man gar nicht mehr nach draußen gehen. es gibt aber menschen die leben wollen. die am we in einem schönen lokal essen wollen, danach ins kino gehen und danach noch clubben. aber ist natürlich zuviel „leben“ und könnte ja spass machen.

    • hehe, es gibt aber auch menschen die….das hört nie auf :))) zuviele menschen :)) ich finde , daß es im prinzip keine peinlichen kommentare gibt – das ist eben die freie meinungsäusserung. Kommentar ist Kommentar würde isch sagen – jeden Menschen bewegt eben etwas..sogar dich :)) die leute reden doch bloß…ist doch toll….besser als wenn gar keiner mehr etwas sagen würde :))

  2. Ich war schockiert, als ein Kumpel und ich am Dienstag nach der Premiere von Black Panther 2 in’s Cineplex Pforzheim (Kino 1, also ein großer Saal) gegangen sind und wir nur zu viert im Saal saßen… wie soll sich das Kino bei solchen Zahlen noch lange halten? Und ich hatte die Woche vorher sogar noch Tickets gekauft, um uns die besten Plätze zu sichern…

    • Ist halt ein Dienstag. Was erwartet man da. Da die meisten Leute in der Woche arbeiten, ist da dann natürlich auch weniger los. Das war früher schon nicht anders. Stoßzeiten sind immer Freitage, Samstage und Sonntage (zumindest bestimmte Uhrzeiten).

      • Außer es handelt sich um Moby Dick in Space von James Cameron in 13k mit 2643 fps und 3D, dann rennen die Menschen wie blöde rein, egal welcher Tag.

          • Das soll ein Hate gegen Style Over Substance sein.
            Einen guten Film können sie meinetwegen auch in 1000fps filmen, aber diese Volksverdummung muss aufhören.
            Camerons neuestes Werk hat Handlung für eine Stunde, dauert aber 3.

            • Ich habe den Film nicht gesehen aber reviews sagten aus, dass sich der Film für seine Figuren und die Welt in der der Film spielt Zeit nimmt. Manche mögen das als langgezogen betrachten, anderen wiederum gefällt sowas. Die meisten Kinogänger sind sowieso Leute die eine Aufmerksamkeitsspanne von 15 Sekunden haben durch Tiktok und Instagram. Ich werde mich bald selbst von dem Film überzeugen lassen. Den ersten Teil fand ich jetzt auch nicht so toll. Der war für mich sozusagen eine Art Sci-Fi Pocahontas. Trotzdem ganz unterhaltsam.

          • Ich fand ihn einfach nur unerträglich lang und die Figuren könnten mir nicht egaler sein.
            Ich weiß jetzt schon keinen einzigen Namen mehr, das ist 20 Minuten Handlung auf 3 Stunden aufgeblasen.
            Und ich mag viele lange Filme sehr gerne.
            Es gibt einen Unterschied zwischen langsam erzählt wie im phantastischen The Batman und gar nichts erzählt wie in Avatar 2.
            Dabei sieht die Welt so phantastisch aus, gerade in 3D.
            Aber für 3 Stunden reicht mir das nicht, knackige 90 Minuten würden es auch tun.

  3. Etwas schade auch, dass einige den Bezug zum Kino verloren haben. Es gibt in allen größeren Städten auch noch richtig tolle, engagierte Kinos. Da wird OV gezeigt oder es gibt spezielle Filmabende mit Klassikern. Das ist Kultur, die da auch verloren geht.

  4. Ich bin ja schon überrascht, dass die Leute wie verrückt in Space Pocahontas 2 rennen, hat er doch abgesehen von visueller Brillianz nicht allzu viel zu bieten.

  5. Kitomy:

    Ticket => 21€ Dolby Cinema 3D
    An/Abfahrt => 31 Cent
    Snacks und co im Kino => 0 Cent

    Was macht da eine Familie mit 2 Kindern? => Kinder nicht zeugen

    Ich nehme immer meine Snacks und Getränke von zu Hause mit und zahle keinen 7-10 € für 1 l Cola! Jammern auf hohem Niveau.

  6. ganz ehrlich wer braucht heutzuage noch kino.
    bei oled tvs ab 65″ und hochwertigen surroundsystemen sehe ich da absolut keine Notwendigkeit mehr
    Deswegen werden die Zahlen auch mit der zeit immer weiter zurückgehen

    • nen 64 oder 77 Zoll Oled mit ner Kinoleinwand zu vergleichen, ist schon mal ein hartes Stück.
      Auf großer Leinwand wirkt jeder Film nochmal immersiver! Und komm mit jetzt nicht mit dem Schwarzwert. Das ist das einzige was die Oled Fanboys können.
      In einem guten Kino bekommst du auch gute Schwarzwerte geboten.
      Und na klar kostet der Besuch in einem guten Kino, Geld. Aber das macht man ja auch nicht jeden Tag und da kann es auch ruhig etwas mehr werden, inklusive Snacks. Wenn ich lese, ich nehm alles mit oder esse vorher zu Hause, kann ich mir nur an den Kopf fassen.
      Das ist ein Abend den ich mit Familie oder Freunde verbringe und mich gerne dran erinnere.

      • Ich denke man sollte nicht versuchen sich gegenseitig herabzustufen. Der eine geht gerne ins Kino, der andere eben nicht. Beide Seiten haben gute Argumente. Ich z. B. war das letzte Mal für „Joker“ im Kino“ und davor das letzte Mal für „The Dark Knight“ – daraus kann men in etwa meine Kino-Frequenz ableiten.

        Warum? Ich finde Kino ist kein guter, gemeinsamer Zeitvertreib, weil man eher passiv nebeneinander sitzt. Dann gehe ich mit meinen Freunden lieber ins Café wo man sich gut unterhalten kann, fahre gemeinsam mit dem Rad oder reise, besuche Naturgeschutzgebiete oder was auch immer.

        Wenn wir doch mal zusammen einen Film schauen, dann lieber Zuhause, wo man auch gemütlich Tee und Kaffee trinken und miteinander schnacken kann, ohne den Sitznachbarn zu stören.

        Alleine schaue ich Filme auch lieber zu Hause, da ich die Bildqualität an meinem OLED deutlich überlegen finde und auch mal nen Film in 2 Etappen schauen kann. Außerdem müsste ich zum nächsten Kino erstmal 45 Minuten mit der U-Bahn fahren, die Zeit kann ich besser nutzen. Ich bin da aber auch nicht sehr ungeduldig. Dazu kommt, dass ich Filme nur im Originalton ansehe / anhöre, was eh die meisten Kinos ins Aus schießt.

        Das ist aber nur meine (!) Verfahrensweise und keine Bewertung davon, was andere mache. Es ist schade, dass bei solchen Gesprächen so schnell ein „Du bist doof!“, „Nein du!“, „Nein du!“ herauskommt. Ich kann sehr gut verstehen, dass einige Leute gerne ins Kino gehen und das genießen – denen lasse ich gerne die Freude daran.

        • mein letzter Kinofilm war „Flug zum Mond“: wir saßen oben, im letzten Drittel der Sitzreihen, aber noch immer nicht weit genug von der Leinwand entfernt,
          um das gezitter, dass die Kräfte vermitteln sollte, dass die Astronauten in der Kapsel auf dem Flug zum Mond ertragen mussten, selbst zu ertragen.
          Ich konnte das nicht hingucken, ohne das ich davon schlechte Laune bekam und ich mir schwor „nie wieder!“
          Ansonsten bin ich bei dir.

          Ich möchte mich im Kino auch nicht mehr respektlosen Menschen aussetzen, die mehr Aufmerksamkeit ihrem Telefon, statt dem Film widmen, sich laut unterhalten, oder Popcorn durch den Saal werfen .
          Macht keinen Spaß .
          Einen Stream oder eine BD kann man abbrechen, wenn der Film nicht das ist, was vielleicht Rezensionen versprochen haben, bei einem Film im Kino ist man nicht so leichtfertig, sondern am Ende der Vorstellung verärgert, über die Qualität, den Preis und das unbequeme Ambiente.

    • Naja nicht jeder hat ein Heimkino und gerade der Sound macht Kino für die meisten aus. Und da viele in einer Mietwohnung leben und sowieso kein Heimkino reinbauen können wegen der Nachbarn, kann man ins Kino gehen.

  7. Es ist einfach zu Teuer.

    Jetzt Avatar 2 haben wir zu zweit 70€ liegen lassen…

    Tickets 30€
    An/Abfahrt 20€
    Snacks und co 20€.

    Was macht da eine Familie mit 2 Kindern ….

    Mit den steigenden Energiepreisen, wird der Spaß ja dazu deutlich teurer werden.

    • Avatar 2 ist jetzt aber auch ein Extremfall, mindestens für Überlänge zahlst du Aufschlag, wahrscheinlicher jedoch zusätzlich noch HFR und 3D Aufschlag.
      Minions mit den kleinen war deutlich preiswerter.

    • Tipps dazu:
      1. Vorher oder hinterher zu Hause essen.
      2. Eine günstigere Methode finden, hinzukommen. Es kommt natürlich auf die Umstände an, wie das möglich ist. Wenn es keine gibt, hat man das Problem wahrscheinlich nicht nur bei Kinobesuchen.

        • Wieso genau muss man im Kino Snacks zu sich nehmen?
          Die nervtötenden Dinger machen jeden guten Horrorstreifen zunichte.
          Film: Angespannte Stimmung, alles ruhig.
          Kinosaal: „Schmatz, Schmatz… Raschel, Raschel, Rulps, (undefinierbare Fressgeräusche die klingen als würde Godzilla eine ganze Popcornfabrik verspeisen)

          • Eiskonfekt, Weingummi… Muss ja nicht immer Popcorn sein. Mein Kino gibt einem auch Schälchen mit, damit man nicht ständig in eine Tüte greifen muss. So ein bisschen knabbern gehört für mich dazu, solange ich eine große Geräuschkulisse vermeiden kann.

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