KTC H32S17 im Test: Dieser 32 Zoll Curved-Gaming-Monitor ist ein Preisbrecher

Im Test: Der KTC H32S17 Gaming-Monitor mit 32 Zoll Curved-Display und 165Hz. Wir verraten euch, wie sich der Preis-Leistungs-Champion KTC H32S17 im täglichen Einsatz schlägt.

Unboxing, Lieferumfang und Aufbau

Der Lieferumfang des KTC H32S17 Curved Gaming-Monitors
Der Lieferumfang des KTC H32S17 Curved Gaming-Monitors

Geliefert wird der KTC H32S17 in einem unauffälligem, braunem Karton mit schwarzer Aufschrift. Im Vergleich zu den Premium-Varianten spart sich KTC einen mehrfarbigen Druck mit Glanz-Optik. Macht Sinn, denn der Karton verschwindet nach dem Auspacken eh meist in der Ecke oder gar im Müll. Viel wichtiger ist uns sowieso, dass die Komponenten im Karton erneut KTC-typisch gut verpackt sind. Da dürfte auch eine etwaige ruppige Fahrweise des Lieferdienstes keine bleibenden Schäden beim Display hinterlassen.

Der KTC H32S17 WQHD Gaming Monitor komplett aufgebaut
Der KTC H32S17 WQHD Gaming Monitor komplett aufgebaut

Nach dem Auspacken offenbart sich uns auch bereits der komplette Lieferumfang des Gaming-Monitors. Dieser ist überschaubar, beinhaltet jedoch alle wichtigen Komponenten. Da hätten wir einmal das gebogene 32 Zoll-Display, der zweiteilige Standfuß, ein Netzteil samt passenden Kaltgerätestecker, zwei Schrauben sowie ein passender Schraubendreher. Für die Verbindung von Signalquellen liegt lediglich ein Displayport-Kabel bei. Zuletzt noch eine kurze Bedienungsanleitung, ein Quick-Start-Guide sowie die Garantiekarte. Ach, und vier Abstandshalter-Schrauben, um eine VESA-Halterung an den KTC H32S17 anzubringen. Also nichts Überflüssiges, was am Ende den Preis in die Höhe treibt und am Ende eh nicht gebraucht wird.

Der aufgebaute Standfuß des KTC H32S17 bestehend aus einem Fußteil und dem Arm mit Halterplatte
Der aufgebaute Standfuß des KTC H32S17 bestehend aus einem Fußteil und dem Arm mit Halterplatte

Zum Aufbau gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. In 2 Minuten ist der Monitor startklar, denn nachdem die Standbeine mit zwei Schrauben am Arm befestigt wurden, wird der komplette Standfuß einfach mit der Halterplatte am Monitor eingerastet. Ein hörbares Klicken verrät uns, dass die Sicherung auch eingerastet ist. Mit dieser Sicherung an der Unterseite des Haltetellers, lässt sich Arm und Monitor auch binnen Sekunden voneinander trennen, z.B. für den Transport. Jetzt schließen wir eigentlich nur noch die Signalquelle sowie das Netzteil an und los geht’s.

Der KTC H32S17 in der Seitenansicht
Der KTC H32S17 in der Seitenansicht

Lieferumfang (zusammengefasst):

  • KTC H32S17 Bildschirm
  • Standfuß bestehend aus Arm + Standbeinen
  • DisplayPort-Kabel
  • Netzteil
  • Kaltgerätestecker
  • Quick Starting Guide (Englisch)
  • Bedienungsanleitung (Englisch)
  • Garantiekarte (Englisch)

Technische Daten des KTC H32S17:

Geekbuying hat uns freundlicherweise den KTC H32S17 als Testgeräte zur Verfügung gestellt
Geekbuying hat uns freundlicherweise den KTC H32S17 als Testgeräte zur Verfügung gestellt

Bevor wir euch unsere Ergebnisse vom Test präsentieren, gehen wir doch noch einmal über die technischen Daten des KTC H32S17. Allein daran lässt sich erkennen, dass KTC hier großen Wert darauf gelegt hat, auch die wichtigsten Features und Funktionen für preisbewusste Käufer bereitzustellen. Wir blicken auf einen 32 Zoll Gaming-Monitor mit VA-Panel mit einem gebogenen Display (Curved). Die Biegung beträgt 1500R. Der Bildschirm löst mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auf, im typischen Bildverhältnis 16:9. Als Hintergrundbeleuchtung kommt ein EDGE-LED-Backlight zum Einsatz, welches die Helligkeit auf bis zu 380 cd/m² hochschraubt. Die Farbtiefe beträgt 8bit mit dem sich 16.7 Millionen verschiedene Farben darstellen lassen. Das Display ist zusätzlich mit einer Anti-Reflexions-Beschichtung überzogen, welche im Vergleich zu einem glänzenden Display einfallendes Licht gut „schluckt“.

Die maximale Bildwiederholungsrate des KTC H32S17 beträgt 165Hz, welches über einen der beiden Displayports erreicht werden kann. Via HDMI 2.0 können lediglich 144Hz bei voller Auflösung und HDR wiedergegeben werden. In beiden Fällen können VRR-Features wie AMD FreeSync Premium und Nvidia G-Sync über die Einstellungen zugeschaltet werden. Das Kontastverhältnis wird vom Hersteller mit 3.500:1 angegeben. Das System soll auch 99% des SRGB-Farbraums abdecken. Die Reaktionszeit wird zwischen 1-3ms angegeben. Der von uns gemessene Input-Lag lag laut Bodnar Testgerät bei 5ms (120Hz bzw. 144Hz bei 1440p). Unterstützt werden übrigens auch HDR-Signalquellen mit HDR10. In den Einstellungen hat man zudem Zugriff auf Features wie MPRT, Overdrive oder diverse Gaming-Helferlein, wie einen FPS-Counter oder ein eingeblendetes Fadenkreuz.

Monitor und Standfuß vereinen sich zu einer starren Einheit. Bedeutet, das Display kann nicht gedreht, in der Höhe verstellt oder gar hochkant betrieben werden. Die Neige-Funktion hat sich KTC dann doch nicht nehmen lassen (-5° bis +15°). Im Standby verbraucht das Gerät knapp unter 0.5 Watt (welche vom Hersteller angegeben wurden), der Stromverbrauch im aktiven Zustand schwankt je nach Inhalt, übertrifft die 70 Watt jedoch eher selten. Zuletzt: Der gebogene Gaming-Monitor H32S17 verfügt über keine internen Lautsprecher.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des KTC H32S17 Gaming-Monitors inkl. HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2
Die Anschlüsse des KTC H32S17 Gaming-Monitors inkl. HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2

Auch in puncto Anschlüsse, liefert uns KTC beim H32S17 nur das, was wichtig und sinnvoll ist. Auf der Rückseite des Bildschirms finden sich alle Anschlüsse wieder, klassisch nach unten ausgerichtet. Von links nach rechts (Abbildung) gibt es einen Netzanschluss, einen USB 2.0-Port für Firmware-Updates, ein HDMI 2.0-Anschluss, zwei Displayports (1.2) sowie ein Audio-Ausgang für 3.5mm Klinkenstecker. Das ist eigentlich alles, was ihr benötigt, um das Display mit WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) und bis zu 165Hz auszureizen.

Technische Daten (zusammengefasst):

  • Hersteller: KTC (Key To Combat)
  • Modellname: H32S17
  • Bildverhältnis: 16:9
  • Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel
  • Hintergrundbeleuchtung: ELED (Edge-LED)
  • Dimming-Zonen: Frame Dimming
  • Farbfilter: Keine gesonderten
  • Farbtiefe: 8Bit 
  • Maximale Bildwiederholungsrate: 165Hz (144Hz mit aktiviertem HDR)
  • VRR: HDMI VRR / AMD FreeSync Premium, Nvidia G-Sync
  • Helligkeit: typisch 300 cd/m²
    • maximal: 380 cd/m², minimal: 200 cd/m²
  • Kontrast: 3.500:1 (statisch)
  • Reaktionszeit: 1-3ms
  • Input-Lag: 5ms
  • 1x HDMI 2.0
  • 2x DisplayPort 1.2
  • 1x USB 2.0
  • 1x Audio-Ausgang (3.5mm Klinke)
  • DC-In

Das OSD-Menü des Monitors

Wer schon einen KTC-Monitor hat/hatte, findet sich sofort im OSD-Menü des H32S17 zurecht
Wer schon einen KTC-Monitor hat/hatte, findet sich sofort im OSD-Menü des H32S17 zurecht

Im OSD-Menü gewährt euch KTC Zugriff auf alle Einstellungsmöglichkeiten und Features des gebogenen Gaming-Bildschirms. Wie auch bei den anderen Geräten muss ich wieder die Steuerung über den Knopf auf der Rückseite des Bildschirms monieren. Nicht, dass diese nicht funktionieren würde, lediglich die Auswahl der Menüpunkte ist sehr gewöhnungsbedürftig und entspricht unserer Erfahrung nacht nicht dem Branchenstandard. Denn wer eine Option ändern oder bestätigen möchte, klickt nach rechts weiter, anstatt die Einstellung mit auf den „Enter“-Knopf zu bestätigen. Letzterer schmeißt euch nämlich wieder aus dem Menü – ärgerlich.

Das Blöde daran, als Gamer kann man das OSD-Menü eigentlich nicht ignorieren. Denn AMD FreeSync Premium oder Nvidia G-Sync schalten sich nicht automatisch hinzu, sondern müssen über das Menü aktiviert werden. Auch 2-3 weitere Features müssen so aktiviert bzw. eingestellt werden. Wenigstens gibt es eine „Automatisch“-Option für HDR. Wenn HDR aktiviert ist, habt ihr übrigens keinen Zugriff auf alle Display- und Farbeinstellungen. Also wenn dieses ausgegraut ist, HDR temporär deaktivieren.

Das Quick-Menü für die Gaming-Features „Timer“, „Crosshair“ und „FPS-Counter“ erreicht man bei unserem Modell mit einem Klick nach links auf dem Steuerknopf. Dieses Quick-Menü kann auch mit anderen Einstellungen belegt werden. Wir würden uns wünschen, dass Hinweise eingeblendet werden, wieso bestimmte Funktionen ausgegraut sind und eine Abänderung der Menüführung, bei der der Enter-Knopf auf bestätigt, würden wir sehr begrüßen.

Einsatz für Arbeit und Gaming

Der Kontrast des KTC H32S17 kann sich bei entsprechenden Bildquellen auf jeden Fall sehen lassen.
Der Kontrast des KTC H32S17 kann sich bei entsprechenden Bildquellen auf jeden Fall sehen lassen.

Wir können uns gut vorstellen, dass nicht nur Gamer einen Blick auf den KTC H32S17 geworfen haben. Auch für Büro und Home-Office dürfte das Modell aufgrund seines niedrigen Preispunkts und den Komfort-Features „Flicker Free“ und „Low Blue Light“ eine gute Figur machen. Und wer eine hohe Bildwiederholungsrate von anderen Systemen gewohnt ist, der möchte in der Arbeit vielleicht nicht mit 60fps herum-stottern. Auch die angenehme Maximalhelligkeit erlaubt es unserer Meinung nach, mehrere Stunden vor dem Bildschirm zu verbringen, ohne, dass die Augen zu schnell ermüden. Doch am Ende des Tages, freut sich nicht nur der Nutzer, sondern wohl auch der Monitor darüber, wenn dieser an seine Grenzen gebracht wird.

Die Farbdarstellung des KTC H32S17 ist überraschend gut, für die vorgegebenen Spezifikationen
Die Farbdarstellung des KTC H32S17 ist überraschend gut, für die vorgegebenen Spezifikationen

Diese liegen, wie schon angemerkt, bei 165Hz via DisplayPort oder 144Hz via HDMI. In beiden Fällen präsentieren sich unsere Spiele reaktionsschnell und dank VRR (Variable Refresh Rate) ohne Schlieren oder grobe Bildfehler – z.B. horizontal, zerteilte Bilder. Wer sich im Sweet-Spot vor dem KTC H32S17 Curved-Gaming-Monitor befindet, der wird auch bei der Farbdarstellung (vor allem bei HDR-Quellen) positiv überrascht. Natürlich ist hier noch Luft nach oben. Eine flache oder triste Farbdarstellungen, wie man es von Business-Monitoren her kennt, wird einem nicht geboten. Von der Seite lässt sich erkennen, dass Farben und Kontrast leiden können. Doch, aus so einem steilen Blickwinkel, wird man definitiv nicht auf den Monitor blicken.

Klar, aus einem extremen Blickwinkel, werden Farben verfälscht dargestellt und der Kontrast leidet, auch beim KTC H32S17
Klar, aus einem extremen Blickwinkel, werden Farben verfälscht dargestellt und der Kontrast leidet, auch beim KTC H32S17

Wir haben das System mehrere Tage für reguläre Büroarbeit, Erstellung von Artikeln und ein bisschen Video-Schnitt genutzt. Letzteres ist auf Dauer vielleicht nicht zu empfehlen, zumindest nicht, wenn man versucht seinen Zuschauern Inhalte so realitätsnah wie möglich zu transportieren. Abseits des Gamings bekommt der KTC H32S17 von uns definitiv einen Daumen nach oben.

Halo Infinite auf dem KTC H32S17 WQHD-Curved-Gaming-Monitor
Halo Infinite auf dem KTC H32S17 WQHD-Curved-Gaming-Monitor

Wir haben viele Games auf dem KTC H32S17 ausprobiert, einige davon sind visuell vielleicht nicht ganz so beeindruckend, verdeutlichen jedoch, wie gut der Monitor arbeitet. Oben haben wir die Kampagne in Halo Infinite angespielt und ja, First-Person-Shooter kann der WQHD-Monitor mit 165Hz definitiv. Schnelle Bildschwenks machen dem Gerät nichts aus und Bildartefakte nimmt man nur wahr, wenn man den Monitor bewusst quält oder sein gesamtes Augenmerk darauf lenkt. Übrigens haben wir, wie auch bei den anderen, getesteten Monitoren von KTC, etwas in den Einstellungen herumgespielt. Wir finden, Features wie „Overdrive“ oder „MRPT“ sollte man so belassen, wie sie von Werk eingestellt sind. Der Bildeindruck kann sich ein/zwei Einstellungen eher verschlechtern als verbessern. Und wir sehen eigentlich keine Not, für eine Optimierung der Bilddarstellung bei 144Hz bzw. 165Hz.

Age Of Empires Enhanced Edition auf dem KTC H32S17 Curved-Gaming-Monitor
Age Of Empires Enhanced Edition auf dem KTC H32S17 Curved-Gaming-Monitor

Age of Empires 2 (Enhanced Edition) erscheint dem ein oder anderen zu Oldschool, um einen Monitor an seine Grenzen zu bringen. Doch wer schon einmal vor einem „schlechten“ Gaming-Monitor gesessen hat, wird sich noch an das Screen-Tearing und die verwaschenen Details erinnern, wenn man durch die Map scrollt. Auch in diesem Fall bietet sich uns ein tolles Bilderlebnis ohne störende Artefaktbildung, womit der Spielspaß auf einem hohen Niveau verweilt. Eine kürzliche Obsession, die ich wieder angefangen habe, war „Vampire Survivor“. Auch hier ist es eine wahre Freude sich durch die Level zu schnetzeln und in der Bibliothek ohne Pause in eine Richtung zu sprinten.

Macht der Monitor eigentlich überhaupt nichts falsch? Doch, aber nicht offensichtlich. Helle Bildbereiche auf einem dunklen Hintergrund können definitiv Blooming aufweisen. Dieses fällt eher auf, wenn man von der Seite auf den Monitor blickt, oder diesen in absoluter Dunkelheit nutzt. Bei einer leichten oder hellen Umgebungsbeleuchtung fallen solche Probleme nicht groß ins Gewicht. Klar, die EDGE-LED-Hintergrundbeleuchtung schafft es hier einfach nicht, die Bildbereiche fein genug abzudunkeln. Und es muss sich ja noch ein Unterschied zu teureren Geräten ergeben, sonst hätte bald jeder den KTC H32S17 auf seinem Schreibtisch stehen.

Testfazit KTC H32S17 Curved-Gaming-Monitor:

KTC hat es sich mit dem H32S17 zur Aufgabe gemacht, einen bezahlbaren Gaming-Monitor mit Curved-Display auf den Markt zu bringen. Dabei kam der Rotstift mit Bedacht zum Einsatz und was übrig geblieben ist, stellt die Quintessenz dessen dar, was man als moderner Konsolen- oder PC-Gamer benötigt. Wer nicht allzu viel Geld für einen Gaming-Monitor ausgeben möchte bzw. ausgeben kann, dafür jedoch alle wichtigen Features mitnehmen möchte, der ist mit dem KTC H32S17 sehr gut beraten. Ein Preis-Leistungs-Kracher, der sich die oben abgebildeten Awards absolut verdient hat. Ihr benötigt doch etwas mehr und seid auch bereit dafür tiefer in die Tasche zu greifen? Wir haben auch diese Varianten von KTC getestet:

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse
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