LG Smart TVs schalten bei Amazon Prime Video automatisch in den Filmmaker Mode

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LG-TVs schalten auf Wunsch bei Amazon Prime Video automatisch in den Filmmaker Mode.
LG-TVs schalten auf Wunsch bei Amazon Prime Video automatisch in den Filmmaker Mode.

LG ermöglicht es an seinen Smart TVs nun, dass beim Streaming-Anbieter Amazon Prime Video automatisch der Filmmaker Mode zugeschaltet wird.

Zur Erinnerung: Der Filmmaker Mode ist ein spezieller Bildmodus, der alle „Verschlimmbesserer“ wie Zwischenbildberechnung und Filterung deaktiviert. Außerdem soll hier automatisch der akkurateste Bildmodus des jeweiligen TVs gewählt werden. Im Ergennis soll ein Film bzw. eine Serie möglichst naturgetreu wiedergegeben werden.

Eingeführt wurde dieser Bildmodus mit viel Tamtam auf der CES 2020. Insbesondere Kreative aus Hollywood, darunter auch Größen wie Christopher Nolan („Tenet“) oder J. J. Abrams („Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“) hatten den Filmmaker Mode verlangt und beworben. Anschließend wurde es etwas ruhig um die Funktion, die es vor allem Laien erlauben soll, mit nur einem Knopfdruck ohne viel Gefrickel in den Menüs ein natürliches Bild zu erhalten.

Filmmaker Mode UHD Alliance
Die UHD Alliance verriet alle Details zum Filmmaker Mode auf der CES 2020

Das Update, welches den Filmmaker Mode automatisch für Inhalte von Amazon Prime Video aktivieren kann, soll noch diese Woche in die Verteilung gehen. Es wird alle 4K- und 8K-Tvs des Unternehmens aus den Jahren 2020 und 2021 erreichen. Konkret handelt es sich um die Fernsehgeräte mit webOS 5.0 und webOS 6.0.1.

Filmmaker Mode bleibt optional

Wer den Filmmaker Mode gar nicht nutzen möchte, sollte sich keine Sorgen machen: Die Verwendung bleibt natürlich freiwillig. So wird über ein Pop-up-Fenster nachgefragt, ob ihr den Filmmaker Mode beim Start von Inhalten bei Amazon Prime Video aktivieren wollt. Ihr könnt das dann entweder bestätigen oder auch ablehnen. Bleibt allerdings zu hoffen, dass man dies vielleicht dauerhaft speichern kann. Solle bei jedem neuen Start eines Films oder einer Serie so ein Fenster aufploppen, wäre das eher als „nervig“ zu verbuchen.



QUELLELG
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

27 KOMMENTARE

  1. Du wärst überrascht wie nah das Bild im optimierten Heimkino auf der richtigen Leinwand mit entsprechendem Projektor an High End TVs rankommt was Kontrast und Schwarzwert angeht. 😉

  2. Total nervig! Immer wenn man beim LG auf Amazon Prime geht, wird der fm aktiviert. Gerade im Geschäft getestet. Man muss dann manuell auf das Bildprofil zurück stellen, was man sonst immer eingestellt hat. Die Panasonic tvs machen das nicht. Finde der user sollte selber entscheiden dürfen was man sehen will. So Automatismen nerven total! Und alles nur weil es Leute gibt die den TV so vertrimmen das gar nix mehr passt. Ganz ehrlich! Dann haben die auch nix anderes verdient als ein verkurbeltes bild zu sehen. Für Profis sind diese Automatismen nur ärgerlich. Nebenbei. LG würde ich sowieso nie kaufen weil Panasonic viel mehr profieinstellungen bietet, ein besseres os hat und vieles mehr was LG gar nicht bietet siehe sat-ip Server Client Anbindung. Für calman Kalibrierung sind die tvs auch besser vorbereitet. Nebenbei: LG hab ich noch nie in Hollywood gesehen. Panasonic und Sony aber schon. Das sollte einem zu denken geben, wer näher am Film geschehen und know how dran ist….

  3. „LG ermöglicht es an seinen Smart TVs nun, dass beim Streaming-Anbieter Amazon Prime Video automatisch der Filmmaker Mode zugeschaltet wird.“
    Heißt das, immer wenn man beim LG TV die Amazon Prime App benutzt, unabhängig von Filmmaker Mode Metadaten? Mein CX hat schon lange eine Einstellung, die FM-Inhalte mithilfe der Metadaten automatisch erkennen soll, egal, was die Bildquelle ist. Der ist bei mir auch eingeschaltet, aber aktiv geworden ist er noch nie.
    Darum frage ich mich, was der konkrete Unterschied sein soll und auch ob das auch bei Prime Video über HDMI-Verbindungen zum LG funktionieren sollte.

    • Was du beschreibst, ist auch zu keiner Zzeit das Thema des Filmmaker Mode.

      Wenn du selbst an deinem TV aber die Farben zerschießt und das Bild dadurch völlig anders aussieht, als von den Kreativen intendiert, dann erhältst du eben nicht die Erfahrung, die du eigentlich haben könntest. Darum gehts – Originaltreue. Das ist Kreativen natürlich wichtig und einigen Zuschauern (ich zähle mich dazu) auch.

      Der Filmmaker Mode richtet sich dabei an Laien, die ihren TV nicht fein selbst einstellen (können) – eine einfache Lösung um ein einigermaßen originalgetreues Bild zu erhalten.

      • Die Zwischenbildberechnung kann man selbst im Filmmaker Mode aktivieren, einfach AI im System deaktivieren (Lg 1 Oleds). Korregiert mich wenn das falsch ist.

        • Beim CX geht das auch. Ich habe es gerade mit SDR und HDR ausprobiert. Und es ist von der AI anscheinend auch unabhängig. Gut, das zu wissen. Ich war immer davon ausgegangen, dass der Filmmaker Mode jede Zwischenbildberechnung verhindern würde, aber das tut er erfreulicherweise nicht.
          Andererseits läuft es natürlich dem Sinn des Filmmaker Modes zuwider, wenn man ihn zu sehr modifiziert.

      • Die Kreativen schauen und produzieren ihr Zeug auf Profiequipment was auch professionell kalibiert ist. Und bei allen anderen Geräten kann es dann nie so aussehen wie es die Kreativen wollen, wenn man nicht dasselbe Equipment nutzt.
        Wenn ein HDR Film auf 4000 oder 10000 Nits gemastered ist, weil es die Kreativen so wollten, dann müsste man ja auch einen TV haben der diese hohe Helligkeit darstellen kann, was es aber nicht gibt. ….

        • In der Post-Produktion und beim Coloring stehen meist kalibrierte OLED-TVs namhafter Hersteller wie LG oder Panasonic im „Kämmerchen“. Zu behaupten, es würde nur auf teurem Mega-High-End-Equipment gemastert, stimmt so leider nicht. Man ist sich schon bewusst, dass die meisten TV-Geräte immer noch keine 1000 nits erreichen und der Großteil der 4K Filme sind meines Wissens auch auf 1000 nits gemastert. 4.000 oder 10.000 nits Mastering ist eher die Ausnahme, kann von den TV-Geräten aber entsprechend skaliert werden, z.B. von einem OLED, der ja einen sehr niedrigen Schwarzwert erreicht, die Spitze dann jedoch bei 700-780nits endet.

          • „Man ist sich schon bewusst, dass die meisten TV-Geräte immer noch keine 1000 nits erreichen und der Großteil der 4K Filme sind meines Wissens auch auf 1000 nits gemastert.“

            Kann ich nach meiner Erfahrung bestätigen.

  4. Auf einem TV mit 60 Hz Panel sieht ein 24p Film aufgrund des 3:2 Pulldown leider oftmals zum kotzen aus. Und bei den Voreinstellungen mit denen die TVs ausgeliefert werden hat das ganze oftmals auch nichts mit „naturgetreu“ zu tun.
    Würden Nolan und Abrams mal ihren Standpunkt nicht anhand von ultrateurem und kalibriertem Equipment betrachten, dann hätten die sowas sicherlich nicht gefordert und beworben.
    Mit naturgetreu hat das ganze jedenfalls nichts zu tun, höhsten man geht mit Wahrnehmungststörungen durchs Leben .
    Selbst mit meinem neuen Panasonic OLED sind Kamerafahrten und Bewegungen im FM schon bei vielen Filmen, hautpsächlich Actionlastige, unerträglich.

    • Ich glaube, Letzteres hat damit zu tun, dass bei OLEDs im Allgemeinen das 24fps-Ruckeln stärker auffällt als bei LCD-TVs, weil die Pixel nicht nachleuchten. Mein LG CX mit 120fps refresh rate hat das Problem auch. Und BFI hilft da meiner Erfahrung nach gar nichts.
      Der Rest des Filmmaker Mode ergibt m. E. Sinn, aber gerade für OLEDs ist er nicht so gut geeignet, weil er Zwischenbildberechnungen unterbindet.

      • Ich habe den Panasonic HZW2004:
        Die Zwischenbildberechnung kann man bei diesem Modell und ich glaube auch bei anderen Panasonic Geräten auch im Filmmaker Mode einschalten!

        Ich schaue aktuell immer im Filmmaker Mode ohne Zwischenbildberechnung, man muss sich zunächst dran gewöhnen, aber dann fand ich es sehr gut, halt so wie der Filmemacher es wollte!

        Aber ist halt Geschmackssache!

        • Ich weiß natürlich nicht, wie das beim HZW2004 genau aussieht, aber bei horizontalen Kameraschwenks ist das 24fps-Ruckeln auf meinem CX für mein Empfinden oft ganz klar störend. Dazu kommt noch, dass man bei mit 12fps animierten Cartoons wie The Simpsons oder Futurama bei entsprechendenen Bewegungen gar nichts mehr erkennen kann. Manchmal sogar, wenn sich etwas horizontal durchs Bild bewegt.
          Ich bin im Prinzip dafür, Inhalte so zu gucken, wie die Filmemacher es wollen, aber ich glaube, kaum, dass sie dabei an solche Probleme gedacht haben.
          Darum brauche ich Zwischenbildberechnung ganz klar als Option und es ist auch einer der Gründe, warum ich Filme mit HFR mag.

          • Deswegen hat man im richtigen (Heim)kino ja einen Projektor, bei dem recht selten störendes Ruckeln auffällt.
            HFR sieht einfach nur billig aus, als würde man eine Telenovela sehen, die dazu passenden konstruiert wirkenden Familiendrama-Momente hat ein Gemini Man dann ja auch geliefert.
            Wenn dann das CGI in Actionszenen auch noch so furchtbar aussieht, möchte man am liebsten seinen Controller auspacken um das auf der Leinwand präsentierte Videospiel zu zocken.
            Nur mit 24p gibt’s echten Kinolook.
            Aber den kann ein OLED ohnehin nicht bieten, er ist blaustichig, hat immer mit Vertical Banding zu kämpfen, clipt ab dunkelgrau alles ins Schwarz damit die Near-Black-Artefakte-Problematik verschleiert werden kann, und ist für Sport aufgrund der Nachzieheffekte unbrauchbar.
            Hatte mal im Wohnzimmer einen, wurde aber recht schnell gegen einen deutlich helleren LCD FALD umgetauscht.
            Wieso die Dinger so gehyped werden hab ich nie verstanden, bei so vielen Nachteilen, und das alles nur für perfektes schwarz.
            OLEDs haben (noch) keinerlei Daseinsberechtigung, für ein Wohnzimmer nicht hell genug, für ein Heimkino zu klein und zu viele Kinderkrankheiten die stören.

            • Und wieder das alte, reaktionäre Gewäsch.
              Das muss aber ein schrottiger OLED gewesen sein, den Du da hattest. Die Near-Black-Artefakte Problematik habe ich beim CX, den ich seit Januar habe, nie gehabt. Near Blacks sind da auch sonst kein Problem. All Deine anderen Behauptungen hier sind ebenfalls Schwachsinn, veraltet, oder mit dem gemäßigten Einsatz von Zwischenbildberechnung lösbar.
              Klar ist ein LCD FALD in helleren Räumen etwas besser, aber darum gucke ich meistens im Dunkeln, weil ich das unter Kinofeeling verstehe. Als ich noch einen LG SK85 hatte, (auch ein LCD FALD mit NanoCell-Technik), habe ich den daher auch mehr im Dunkeln benutzt. Der CX liefert da für mein Empfinden ein deutlich besseres Bild.
              Wer Bock auf Projektor-Schrott hat, kann ja einen benutzen.
              Für jemanden, der behauptet, nur sein Hobby genießen zu wollen tust Du aber jede Menge, um uns Allen den Spaß daran zu verderben. Das ist echt eine Riesenheuchelei. Und die Behauptung, Deine Mutter wäre vor Kurzem gestorben, entschuldigt das auch nicht, selbst dann, wenn Sie wahr sein sollte.

        • „Die Zwischenbildberechnung kann man bei diesem Modell und ich glaube auch bei anderen Panasonic Geräten auch im Filmmaker Mode einschalten!“
          Das geht beim CX auch, wie ich gerade festegestellt habe.

          • Jedem das seine, bei mir ist es Fernseher bei Tageslicht und Abends Beamer, egal ob Heimkino oder das abgespeckte Wohnzimmerkino.
            Ohne Beamer kein Kinofeeling, das ist aber nur meine Meinung, dessen bin ich mir bewusst.
            Es war übrigens ein LG OLED C8.
            Mittlerweile steht da ein Sony VA FALD.
            Dass ein IPS Panel im dunklen Raum kein gutes Bild erzeugt ist ja klar.

            • Abgesehen davon, dass Kinofeeling offensichtlich subjektiv ist, sind auch hier viele Leute, inklusive mir, der Meinung, dass Kinos nicht unbedingt das beste Bilderlebnis bieten. Für mich bedeutet Kinofeeling vor allem, dass ich mich voll auf den Film konzentrieren kann und von nichts Anderem abgelenkt werde, außer vielleicht anderen Leuten, die zu doof sind, ihr Smartphone auszuschalten oder in Dialogszenen quatschen müssen. Ein anderer Vorteil ist wiederum, dass man selbst mal eine gute Ausrede hat, das eigene Smartphone ganz auszuschalten und nicht erreichbar zu sein.

          • Alleine schon wegen der Größe bevorzuge ich ein projiziertes Bild, selbst ein 88 Zoll Fernseher wäre mir da zu klein um mich „voll auf den Film konzentrieren [zu können]“.
            Auch der Sound ist besser, ich muss keine Kompromisse eingehen, und kann den Center perfekt zentriert hinter der Leinwand anbringen, während die Fronts exakt am linken/rechten Rand stehen, nicht wie beim Fernseher daneben.
            Der Ton kommt exakt aus der Richtung aus der er kommen soll, keine Dialoge von unten oder von oben, keine Stereoeffekte, die optisch im Bild zu sehen sind, akustisch jedoch beim Fernseher Setup außerhalb des Bildes passieren.
            Ein TV Setup ist immer ein Kompromiss.

            • Größe ist relativ zum Abstand und bei meiner X4500H basierten Anlage kommt der Ton aus der Richtung, aus der er kommen soll. Man muss sich nur die Mühe machen, das Ganze mit Audyssey einzumessen. Wenn ich als Amateur das schaffe, dann können es die meisten anderen Leute hier auch.

            • Stimmt schon, aber dieser Kompromiss stört mich persönlich weniger als der Bildqualitäts-Kompromiss bei Projektoren.

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