Netflix erwartet bis Ende 2023 40 Mio. Zuschauer im werbefinanzierten Tarif

Netflix könnte mit seinem werbefinanzierten Tarif möglicherweise noch im November 2022 loslegen. Es heißt, der Streaming-Anbieter rechne bis Ende 2023 mit 40 Mio. Zuschauern.

Wir hatten schon darüber berichtet, dass Netflix da angeblich Disney+ zuvorkommen möchte. Die werden, zumindest in den USA, im Dezember 2022 ihren werbefinanzierten Tarif ins Rennen schicken. Damit geht dann auch eine Preiserhöhung für das Angebot ohne Werbung einher. Wir rechnen damit, dass es in Europa sehr ähnlich laufen werde, denn Disney+ schreibt aktuell noch keine schwarzen Zahlen.

Jedenfalls soll Netflix laut The Wall Street Journal damit rechnen, für das werbefinanzierte Angebot bis Ende 2023 rund 40 Mio. Zuschauer zu verbuchen. Diese Anzahl an „Unique Viewers“ teilt man jedenfalls als Prognose potenziellen Werbekunden so mit. Als direkter Partner für die Umsetzung des werbefinanzierten Tarifs wurde ja bereits Microsoft bestätigt. Es hatte aber auch schon Gerüchte dazu gegeben, dass Netflix und Microsoft von Werbetreibenden wohl unverhältnismäßig hohe Gebühren verlangen, sodass die Annahme noch zögerlich sei.

Netflix nimmt im August 2022 wieder neue Filme und Serien ins Programm auf.
Netflix bald mit Werbung: Für dich eine Option?

Netflix hatte bisher 2022 mit sinkenden Aktienkursen zu kämpfen, denn erstmals seit Jahren musste man bei den Abonnenten einen Nettoverlust hinnehmen. Es kamen also weniger neue Kunden hinzu, als dass Bestandskunden kündigten. Die Ursachen dürften zum einen in den gestiegenen Preisen des Streaming-Anbieters liegen, aber auch in der gewachsenen Konkurrenz durch Disney+, Apple TV+, Paramount+ und mehr.

Netflix erhofft sich zusätzliche Einnahmen durch Werbung

Im Gegensatz zu Amazons Freevee wird das werbefinanzierte Angebot von Netflix nicht völlig kostenlos sein. Allerdings soll der Preis eben niedrigere sein als bei den anderen Tarifen. Neben den USA soll der neue Tarif im November angeblich direkt auch in Deutschland starten – bestätigt ist dies offiziell aber derzeit noch nicht. Wichtig zu wissen ist auch, dass Netflix mit den „Unique Viewers“ nicht die Anzahl der Abonnenten meint, die schätzt man niedriger. Vielmehr berechnet man da offenbar vage auch weitere Haushaltsmitglieder ein, die bei Abonnenten mitschauen.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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3 Kommentare
  1. Für mich absolut keine Option, ich habe streamingdienste weil sie frei von Werbung sind und ich mir mein programm selbst gestalten kann.

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