Netflix Gaming: Interesse der Abonnenten an Spielen ist überschaubar

Netflix bietet seinen Abonnenten seit einiger Zeit auch Spiele an. Doch die Resonanz bleibt bisher offenbar sehr verhalten.

So kommt Netflix für seine Spiele aktuell laut Apptopia weltweit nur auf ca. 1,7 Mio tägliche Nutzer – was weniger als 1 % der Abonnentengesamtmenge entspricht. 23,3 Mio. Menschen sollen die Android-Spiele von Netflix heruntergeladen haben. Netflix verfügt derzeit über ca. 221 Mio. Abonnenten.

Dennoch sieht Netflix Spiele weiterhin als einen wichtigen Bereich an. Investoren teilte man kürzlich mit, dass man letzten Endes nicht nur mit anderen Streaming-Anbietern um die Aufmerksamkeit der Kunden konkurriere. Auch die Kurzvideo-Plattform TikTok sowie den Spiele-Store Epic Games nannte man als zentrale Rivalen. Dennoch sind Spiele für Netflix aktuell nur ein Experiment, mit dem man noch nicht so richtig auf Kurs kommt, wie die Adoption zeigt.

In der EU könnte man Streaming-Anbieter wie Netflix zu einer Daten-Maut verpflichten.
Netflix bietet für Android auch Spiele als Teil des Abonnements an.

Netflix hat sogar bereits Spieleentwickler übernommen, beschränkt sich aber eben derzeit noch darauf Mobile Games für Android zu kredenzen. Vielleicht wäre man erfolgreicher, würde man Cloud-Gaming anbieten oder auch Core-Games ins Programm aufnehmen. Letzteres hält sich der Streaming-Anbieter zumindest offen. Man ziehe aktuell in Erwägung, bekannte Marken großer Publisher zu lizenzieren.

Netflix will mit Gaming die Abonnenten halten

Wir nehmen an, dass viele Abonnenten gar nicht wissen, dass Netflix überhaupt Spiele anbietet. Denn die jeweiligen Android-Games müssen separat als einzelne Apps heruntergeladen werden. Zumindest will man bis Jahresende auf 50 Titel kommen, die Bestandteil des Abonnements sein sollen. Ziel ist es, so die eigenen Marken noch besser im Alltag der Menschen zu verankern.

Netflix nimmt im August 2022 wieder neue Filme und Serien ins Programm auf.
Netflix nimmt im August 2022 wieder neue Filme und Serien ins Programm auf.

Letzten Endes kann man sich fragen, ob es da nicht besser wäre, mehr auf Merchandise zu setzen. Denn die Spieleentwicklung ist zeit- und kostenintensiv. Netflix könnte zudem seine Marken wie „Stranger Things“ oder „Cobra Kai“ verstärkt an externe Partner lizenzieren, so würde man noch Einnahmen erwirtschaften und das Risiko auslagern.

QuelleCNBC
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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