Netflix kämpft mit härteren Bandagen gegen Raubkopien

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Netflix Raubkopien
Netflix stemmt sich schärfer gegen Raubkopien

Kein Studio sieht es gerne, wenn die eigenen Produktionen als illegale Kopien im Netz landen. Netflix verschärft da aktuell seinen Kampf gegen die unerlaubte Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte.

So hat Google innerhalb von nur einer Woche über eine halbe Million Takedown-Aufrufe von Netflix erhalten. Regulär schickt Netflix wöchentlich „nur“ rund 20.000 solcher Anfragen an Google. In erster Linie zielte man damit dieses Mal wohl auf einige berüchtigte Streaming-Websites aus Frankreich ab. Vielleicht steckt aber sogar etwas mehr dahinter.

Netflix hat, wie auch andere Studios wie Warner Bros., Disney oder Sony, ein Interesse daran seine Inhalte zu schützen. Schließlich sollen Formate wie „The Witcher“, Stranger Things“ oder auch „Glow“ neue Abonnenten anlocken und an die Plattform binden. Landen die Exklusivinhalte stattdessen widerrechtlich auf anderen Websites, dann versucht man da natürlich einzuschreiten.

Netflix betreibt deswegen mittlerweile in-house ein eigenes Team, dass sich ausschließlich mit Raubkopien beschäftigt. Auch mit externen Firmen kooperiert man. Dabei geht es weniger darum einzelne Nutzer ausfindig zu machen, die Streams abrufen, und mehr darum, die Uploader ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Netflix will seine Eigenproduktionen stärker schützen

Seit März 2020 hat Netflix nun seine Bemühungen verschärft. Beispielsweise übermittelte man an Google alleine in der ersten Maiwoche 100.000 URLs von der Streaming-Website „serie-streaming.net“. Ander Domains, die Netflix auf dem Kieker hat, sind „hdpstream.la“, „ds-streamingvf.com“ und „voirseriestreaming.com“. Dabei hat man aber auch schon die Theorie entwickelt, dass rivalisierende Websites ihre Konkurrenz möglicherweise ausmerzen wollen.

Aktuell sieht es aber erst einmal danach aus, als würde Netflix selbst sein Vorgehen verschärfen. Sollten es wiederum Dritte sein, dann dürfte das dem Streaming-Anbieter sicher nicht unpässlich erscheinen. So oder so kann man Nutzern ohnehin nur abraten derlei Sites zu besuche und dort Streams abzurufen. Denn auch das Zwischenspeichern urheberrechtlich geschützter Inhalte, wie es eben beim Streaming vorgenommen wird, kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

6 KOMMENTARE

  1. das mit dem illigalen stream wird noch groß werden, je mehr konzerne sich denken
    „och ich mach auch ma jetzt ein streamingportal“
    durch netflix und amazon hatte man mit den günstigen streaminganbietern echt das piraterie krams gut im griff.
    schließlich hatte man dort bessere qualität für kleines geld als ewig mit werbung und schlechter quali der streamingseiten die auch viren und anderes nachher im computer einschleusten + die gefahr von der polizei besuch zu bekommen.

    in 5 – 10 jahren werden die anbieter rum heulen, dass das illegale wieder so stark geworden is

  2. Richtig gut. Ich hasse diese Verbrecher von Raubkopieren. Die kapieren nicht, dass es dadurch für alle teurer wird.

  3. Seit 40 Jahren lese ich von Raubkopien, habe aber noch nie eine einzige gesehen. Ich behaupte sogar, dass es womöglich gar keine Raubkopien gibt. Illegale Kopien / Vervielfältigungen ja, Raubkopien nein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da jemand Netflix eine Knarre an den Kopf hält und eine Kopie verlangt. DAS wäre eine Raubkopie, da Raub eine Entwendung unter Gewaltandrohung impliziert.

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