Netflix: Werbefinanzierter Tarif kommt ohne Download-Möglichkeit

Netflix kommender, werbefinanzierter Tarif wird leider die Download-Option streichen. Das verrät bereits der Code der iPhone-App.

So hat sich der Kollege Steve Moser mal die neueste Version der iPhone-App für Netflix genauer angeschaut. Im Code konnte er bereits Verweise auf den werbefinanzierten Tarif entdecken, der Anfang 2023 starten soll. Netflix hat ja bereits bestätigt, dass in diesem Tarif einige Inhalte fehlen werden. Das ist aber keine absichtliche Kürzung, sondern hängt mit den lizenzrechtlichen Vereinbarungen mit Partnern zusammen.

Leider wird Netflix aber eine andere, absichtliche Streichung vornehmen: Der werbefinanzierte Tarif entfernt die Chance, Inhalte herunterzuladen. Diese Option ist natürlich für Pendler hilfreich, die auf dem Weg zur Arbeit vielleicht gerne mal eine Serienfolge ansehen, ohne dann damit das mobile Datenvolumen belasten zu müssen. Auch auf Reisen, bei denen Wi-Fi-Netzwerke und mobile Datenverbindungen möglicherweise instabil sind, etwa Kreuzfahrten, ist die Download-Option willkommen.

Netflix offline nutzen - nicht mit dem werbefinanzierten Tarif.
Netflix offline nutzen – nicht mit dem werbefinanzierten Tarif.

Letzten Endes wird für Interessierte dann nur die Möglichkeit verbleiben, zu einem teureren Tarif zu greifen, wenn auch die Offline-Nutzung von Netflix eine Rolle spielt. Das könnte in Zukunft natürlich teurer werden, denn schließlich will der Streaming-Anbieter auch das Account-Sharing über einen Haushalt hinaus mit einem Obolus belegen. Aktuell ist diese Verfahrensweise laut AGB bereits untersagt, wird aber noch stillschweigend geduldet.

Netflix will die Einnahmen unbedingt steigern

Auch bekannt, aber keineswegs überraschend: Werbung, die bei Netflix eingespielt wird, wird sich nicht überspringen lassen. Während des Abspielens von Werbespots wird die Wiedergabesteuerung temporär deaktiviert. Das liegt nahe, damit die Clips nicht einfach vorgespult werden können. Generell kann man festhalten, dass Netflix bisher einen kontinuierlichen Wachstumskurs gefahren ist, aber seit dem Verlust von Abonnenten Anfang des Jahres nun nach neuen Einnahmequellen im Streaming-Krieg fahndet.

Man sollte abwarten, ob der Plan des Unternehmens aufgeht. Viel wird von dem Preis des werbefinanzierten Angebots und den weiteren, enthaltenen Features abhängen. Wie wir nun wissen: Downloads werden jedenfalls nicht dabei sein.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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