Netflix übernimmt bekanntermaßen Warner Bros. Discovery. Vorab gibt es bereits schlechte Nachrichten für Kinofans.
Es ist kein Geheimnis, dass der Streaming-Dienst das Kino bestenfalls als notwendiges Übel ansieht. So hatte das Management von Netflix in der Vergangenheit immer wieder durchschimmern lassen, dass man das Kinomodell eher als veraltet einstuft. Der Fokus liegt logischerweise auf der eigenen Plattform, mit welcher man die Kunden direkt zu Hause erreicht. Deswegen überrascht es nicht, dass das Unternehmen offenbar nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery das exklusive Kinofenster deutlich zusammenstreichen möchte.
Kinofenster soll auf 17 Tage schrumpfen
Laut aktuellen Medienberichten soll Netflix vorhaben, die Filme von Warner Bros. Discovery im Idealfall nur noch für 17 Tage exklusiv im Kino zu zeigen. Aktuell ist das exklusive Kinofenster mit 45 Tagen deutlich länger. Offiziell bestätigt ist diese Angabe allerdings noch nicht. Der Streaming-Dienst hatte in der Vergangenheit diesbezüglich verlauten lassen, die Filme des Hollywoodstudios weiterhin im Kino mit „verbreiteten Fenstern“ zeigen zu wollen.
Allerdings wäre es nicht überraschend, sollte Netflix mit diesen Aussagen die Kartellwächter beruhigen wollen, um nach dem Durchwinken der Übernahme schnell die Pläne zu ändern. Ähnlich lief es schon etliche Male bei ähnlichen Deals. So beharren einige Quellen darauf, dass Netflix nach Abschluss der Übernahme von Warner Bros. definitiv das exklusive Kinofenster kürzen werde.
Kinobranche steckt in der Krise
Sollte Netflix das Kinofenster tatsächlich auf 17 Tage reduzieren, dann dürfte das die Kinobranche empfindlich treffen. Noch mehr Haushalte dürften sich dann den Kinobesuch sparen, um entsprechende Filme stattdessen zeitnah im Heimkino zu konsumieren. Allerdings müsste diese Kürzung nicht zwangsweise bedeuten, dass die Filme von Warner Bros. nach 17 Tagen direkt bei Netflix im Abo landen. Die Plattform könnte es vorziehen, die Filme zuvor z. B. über Premium-Käufe auszuwerten. Damit hatte etwa Universal während der Corona-Pandemie experimentiert.
Netflix würde entsprechende Anpassungen frühestens ab 2027 durchführen können. Zum einen muss die Übernahme von Warner Bros. Discovery erst in trockenen Tüchern sein. Zum anderen steht die Planung für 2026 bereits.
| # | Vorschau | Produkt | Preis | |
|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
Barry Lyndon (Limitiertes Steelbook, 4K-UHD+Blu-ray) |
34,99 EUR |
Bei Amazon kaufen |
| 2 |
|
Barry Lyndon [Blu-ray] | 8,99 EUR 4,31 EUR | Bei Amazon kaufen |
| 3 |
|
Barry Lyndon [Blu-ray] |
12,59 EUR |
Bei Amazon kaufen |
Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn ihr auf diese klickt, werdet ihr direkt zum jeweiligen Anbieter weitergeleitet. Falls ihr einen Kauf tätigt, bekommen wir eine geringe Provision. Für euch bleibt der Preis unverändert. Vielen Dank für eure Unterstützung!


finde es immer ziemlich beschränkt hier immer nur die Schuld bei Netflix / Streaming zu suchen, anstatt mal zu überlegen warum die Menschen nicht mehr zusammen was erleben wollen oder vielleicht können weil das Preisleitungs Angebot vielleicht nicht mehr passt zu der Lebenssituation der Menschen, ich sag nur 1 Film Abend mit der vier köpfigen Familie 100 Euro
Ich kann das Gejammere über die Preise echt nicht mehr hören. Man muss das alles mal in Relation setzen und vor allem die Gründe für den Preisanstieg beachten. Die Reallöhne sind seit 2008 um ca 11% gestiegen. Das führt zu höheren Personalkosten, aber der potenzielle Kinogänger hat halt auch mehr Geld in der Tasche. Filme werden im Durchschnitt länger was zu höheren Produktionskosten führt und diese sind sowieso durch diverse Faktoren gestiegen. Die gestiegene Laufzeiten bedeuten für die Kinos weniger Vorstellungen am Tag. Dazu kommen hohen Fixkosten für Energie, Reinigung, Miete und das der Verleih von den Ticketeinnahmen gerade bei neuen Filmen über 40% haben möchte. Ausserdem sind Filme ein Ergebnis der Arbeit von ein paar hundert Leuten. Die halt auch alle bezahlt werden wollen. Kann es immer mal wieder Dämpfer gibt steigt die Kaufkraft seit Jahrzehnten unaufhörlich. Im Vergleich zu 1960 hat sich die Kaufkraft verdreifacht. Ein Warenkorb, für den man damals noch eine Stunde arbeiten musste, ist heute bereits in 19 Minuten verdient. Das Gefühl, dass früher alles besser und günstiger war, trifft nur in ganz wenigen Fällen zu. Da der Kinobesuch im Vergleich zur jeweiligen Zeit schon immer seinen Preis hatte, liegt das Problem wohl nicht am Preis selbst. Es handelt sich vielmehr um ein Wertproblem. Die Bereitschaft der Menschen, für Kunst und Kultur angemessen zu zahlen und sie nicht möglichst kostenlos konsumieren zu wollen, ist massiv.
Das liegt dann aber vielleicht auch daran, dass man das Ganze nicht wirklich als „Event“ sieht. 2 Stunden in eine Therme gehen, kostet auch um die 20 Euro pro Person und dann sind da noch nicht einmal Getränke und/oder Snacks dabei. Und es gibt ja auch günstigere Kinos/Vorstellungen. Ich verstehe, dass es für viele auch einfach nicht drin ist, mal 100 Euro für zwei Stunden herauszublasen, aber die steigenden Kosten haben wir ja alle zu verantworten. Wären Kinos so gut wie früher besucht, wäre der Konkurrenzkampf mit den Kartenpreisen sicherlich höher. Jetzt geht es nur noch darum, die laufenden Kosten zu decken und dann noch kleine Gewinne einzufahren. Früher waren die laufenden Kosten fürs Jahr womöglich schon mit den Januarvorstellungen gedeckt (übertriebene Spekulation). Die Streaming-Craze hat dann doch ganz schön viel zerstört.
Zu beachten ist auch, daß sich das Konsumverhalten gewandelt hat. In jetziger Zeit, braucht man in einer Familie 5 Smartphones in Inet-Flat Tarifen, Spotify usw…dazu die Smarthome Sachen wie Amazon , Waipu , Sky und wer weiß was noch alles dazu…Da kommt einiges im Monat zusätzlich zusammen. Das meiste muss ich fast jeder Haushalt in irgendeiner Weise leisten – egal wie hoch der Verdienst ist. Dann lieber eben woanders sparen. Früher gab es das alles ja nicht und die Lohn-Preis Spirale hat sich auch weiter gedreht. Da gab es nur die GEZ – dazu Telefon – später gewisse DSL Verträge – aber die monatlichen Fixkosten haben sich in Grenzen gehalten. Nebenbei haben auch die Klamotten bei intensiver Nutzung länger gehalten.
Ich vermute, niemand „braucht“ unbedingt alles, was du aufgezählt hast. Und viele Familien, können/wollen sich das auch nicht leisten. Aber ja, man ist definitiv verwöhnt von einer Zeit, als man noch das Gefühl hatte, die Unternehmen arbeiten für die Kunden und nicht nur für die Anteilhaber an der Börse. Und alles, was du aufgezählt hast, wäre auch sicher drin, müssten nicht manche 50-60% ihres Gehalts direkt an eine Wohngesellschaft abgeben. Da liegt doch im Prinzip das Problem. Steigende Kosten für Dinge, die, wie du sagst, damals einfach bezahlbar waren, weil der Lohn nicht so ungleich gestiegen ist. Wir meckern hier ja immer noch auf einem hohen Niveau. Während einige darüber nachdenken, welchen Streaminganbieter sie diesen Monat abonnieren, denken andere darüber nach, ob es am Monatsende noch was zu Essen gibt. Klamotten waren damals übrigens auch verhältnismäßig teurer, aber man konnte es sich halt leisten, weil diese auch länger getragen werden konnten. Und das Kinoproblem wird halt von Netflix und Co. verschärft und die Kinobetreiber können es sich am Ende nur vom Kunden zurückholen, bis die Rechnung irgenwdann nicht mehr aufgeht.
Kommt drauf an ob man Marken Klamotten gekauft hat oder einfache aus dem Supermarkt. Ich weiß eben auch wie es z.b früher war (ohne Bewertung). Man musste gleichfalls u.U einiges vom Gehalt abgeben, ebenfalls gab es auch Preissteigerungen. Gestiegen ist schon immer alles. Gestiegen ist aber auch der Konsum. Aber auch gab es meist in einer Familie z.B nur ein KFZ (wir hatten z.b gar keines – was auch wieder Kosten spart) , ein Festnetztelefon und 3 Programme. Später mal 5 oder 7 , und DSL. Also waren die monatlichen Fixkosten sehr überschaubar. Damals waren wir dafür öfter im Kino oder ein Eis essen. Das gehörte damals zu den monatlichen Fixkosten. Ergo ist z.b Netflix ned die Ursache , sondern die Wirkung. Der Mensch ist die Ursache, weil viele sich immer andere Prioritäten setzen , und alles mögliches Zeugs für wichtiger halten, als Kino. Ich habe mal dazu in der Fa herum gefragt – es ist tatsächlich so. …Kernaussagen im Prinzip „Warum soll ich denn in das Kino gehen, es gibt doch genug anderes“…
100 Euro sind aber auch etwas übertrieben. Die meisten Kinos bieten Familientickets, da kostet es dann bei 2 Erwachsenen und 2 Kindern zwischen 30-35 Euro fürs Ticket. Und gerade Familienfilme sind quasi die letzte Bastian für die Kinos, die laufen immer noch recht gut. Die Zuschauer sind eher bei anderen Filmen weggebrochen.
Wenn Netflix für die Warner Filme verantwortlich ist, ist es doch sowieso egal. Der Schund muss nicht ins Kino, das schmälert zudem die Qualität des Kinos. 😉