PlayStation 5: Sony stellt am 4. Juni 2020 „die Zukunft des Spielens“ vor (UPDATE)

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PS5 Future of Gaming
Die PS5 soll die Zukunft des Spielens sein

Sony hat es offiziell bestätigt: Am 4. Juni 2020 wird man neues Material zur PlayStation 5 enthüllen. Primär soll es an jenem Datum um die Spiele gehen.

Update I: Sony hat das angekündigtes PlayStation-Event abgesagt um den Protesten in den USA mehr Gehör zu verleihen. In einem Twitter-Post wendete sich Sony an seine Fangemeinde und gab an, dass man versteht, dass Gamer weltweit PlayStation 5 Spiele sehen möchten, das Unternehmen habe jedoch nicht das Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Feierlichkeiten ist. Man möchte Platz machen um wichtigere Stimmen zu Wort kommen zu lassen.

Originalbeitrag: Zuvor hatte es Gerüchte um ein Event am 3. Juni gegeben, es wird nun aber stattdessen der 04.06.2020 sein – 1:00 pm Pacific Time. Das entspricht allerdings 22 Uhr für unsere Breitengrade. Sony erklärt dabei, dass keine Konsole ohne Games etwas wert sei. Deswegen werde es am genannten Datum um die Launch-Titel der PS5 geben. Und da hat Sony tatsächlich reichlich Spielraum, um zu punkten.

So fiel das erste Gameplay-Event zur Xbox Series X mehr als enttäuschend aus: Gameplay im eigentlichen Sinne gab es nämlich kaum zu sehen, es dominierten Trailer mit Material aus Cutscenes. Deswegen prasselte auch auf Ubisoft viel Ärger herein, die Gameplay zu „Assassin’s Creed: Valhalla“ präsentieren wollten und dem Versprechen nicht wirklich nachkamen. Somit hat Microsoft den Ball hier an Sony abgeben – und die exklusiven Spiele waren schon zu PS4-Zeiten die große Stärke des Unternehmens.

Folgerichtig wirbt Sony dann eben auch mit der Zukunft des Spielens. Was wird uns erwarten? Mancher hofft sicherlich auf ein neues „Horizon Zero Dawn“. Doch da lässt Sony sich noch nicht in die Karten schauen. Zumindest soll das digitale Event rund eine Stunde gehen – viel Zeit um Games vorzustellen.

Sony plant exklusive PS5-Spiele

Microsoft hat erklärt, dass alle First-Party-Spiele im ersten Jahr neben der Xbox Series X auch für die Xbox One erscheinen werden. Das haben einige Gamer enttäuscht zur Kenntnis genommen, da sie fürchten, dass dadurch die alte Konsole die neue Generation ausbremst. Dazu hat wiederum Jim Ryan, der PlayStation-Chef, eine abweichende Strategie bei Sony bestätigt. Sony werde sehr wohl Games veröffentlichen, die dann nur auf der PS5 laufen und nicht mehr die PS4 beehren.

Laut Ryan wolle man den Spielern Erfahrungen anbieten, die in jener Form eben nur auf der PS5 möglich seien. Man glaube an den Generationssprung und exklusive Vorteile, die nur mit der neuen Hardware notwendig seien. Deswegen wolle man Spiele entwickeln, die die PS5 auch voll auskosten. Hier weichen die Strategien von Microsoft und Sony dann eben erheblich ab.

Microsoft hat da auch stärker seine Dienste wie den Xbox Game Pass oder das Cloud-Gaming-Angebot xCloud im Kopf. Bei Sony hingegen wirkt das schon länger bestehende PlayStation Now eher wie ein Stiefkind. Zumal Microsoft eben im Gegensatz zu Sony auch im PC-Markt stark verankert ist – das erklärte die unterschiedlichen Herangehensweisen.

4 KOMMENTARE

  1. Das Argument mit dem Ausbremsen ist doch Unsinn. Auf dem PC Spielemarkt werden Spiele seit eh und je hoch und runterskaliert mittels Einstellungsoptionen. Warum das nicht auch auf der Konsole funktionieren soll, muss mir bitte einer erklären.

    • Das Argument ist tatsächlich kein Blödsinn. Ich empfehle dazu auch mal diverse Videos von Digital Foundry über die Next-Gen Konsolen.

      Wenn Devs mehrere Plattformen unterstützen müssen, dann bedeutet das unterm Strich mehr Aufwand und weniger Zeit sich auf eine Plattform zu konzentrieren. Das sieht man bei First Party Titeln ziemlich gut. Sei es nun God of War, Uncharted 4, The Last of Us Part II, HZD etc.. 3rd Party Developer haben da immer mehr Aufwand, da sie mehrere Plattformen unterstützen müssen. Mit R* gibt es hier zwar auch ein Ausnahmestudio, was auf mehreren Plattformen grandios abliefert. Die sind hier aber definitiv in der Minderheit und erkaufen sich das auch durch sehr lange Entwicklungszeiten. Das können, noch wollen das aber alle Devs machen. Das hier ist auch bspw. immer der Grund, wieso PCler sich beschweren, dass Konsolen den Fortschritt aufhalten. Anders ausgedrückt: Die Devs wollen die PC Versionen nicht so verbessern, dass es auf dem PC um lichtjahre besser aussieht. (Dabei wird dann aber gerne vergessen, dass ein großer Teil der Steam Spieler auf einer Kartoffel spielt. Aber das ist ein anderes Thema).

      Jetzt kommt bei der „Next Gen“ dazu, dass sowohl MS und v.A. auch Sony extrem am rumgeiern sind mit ihren SSDs. Und was für einen Einfluss die auf das Level Design bzw. das komplette Spieldesign hat. Da hatte Mark Cerny in der PK im März das Beispiel mit Jak & Daxter zu gebracht. Eventuell einfach noch mal angucken. Die Kurzfassung wäre hier dann einfach: Kannst du jetzt bspw. ausschließlich für die Series X entwickeln, dann kannst du das komplette Spieledesign auch an die Hardware anpassen. Musst du jetzt aber zeitgleich für eine XBox One entwickeln, dann bist du hier einfach in deinen Möglichkeiten eingeschränkt was bspw. das Level Design angeht.

      Das geht hier also auch primär nicht um einfaches verändern von simplen Grafiksettings. Sondern schon um die ganze Gestaltung von Spielen usw.. Ein RDR2 würdest du bspw. nie auf der PS2 zum laufen bekommen, ohne dass du komplette Mechaniken, Spielelemente (Animationen etc.) usw. ändern würdest. Dann wäre es unterm Strich eben ein komplett anderes Spiel.

  2. Solange uns Sony keine In-Engine Trailer präsentiert, die auf einer RTX 2080 Ti laufen,
    wird das wohl relativ gut werden.
    Aber man hat ja schon Gerüchte gehört, dass Sony dahingehend nicht
    den Fehler machen will, den MS gemacht hat und sie deswegen nur Material kommt,
    dass direkt von der PS5 kommt.
    Ich bin mal gespannt.

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