Private Satelliten-Programme nur noch gegen Zahlung?

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SES Astra Satellite
SES testet 8K-Fernsehübertragungen via Satellit auf seinen Industry Days

Die die Zeitschrift „InfoDigital“ berichtet, überlegen sich die Privatsender nach der DVB-T2 Umstellung auch für Satellitenübertragungen Gebühren zu erheben. Zukünftig könnte es RTL, ProSieben, Vox und co. nur noch in einer kostenpflichtigen HD-Option geben.

Schock für Nutzer die ihr TV-Programm über Satellit empfangen. Nachdem sich die privaten Sender ihr HD-Angebot bereits bezahlen lassen, soll nun auch noch das kostenlose SD-Programm entfernt werden. Somit wären die Sender nur noch gegen Zahlung des HD+-Abonnements (ca. 75 EUR im Jahr) empfangbar. Die Öffentlich-Rechtlichen Sender wie ARD, ZDF usw. blieben davon natürlich unberührt. Angeblich wurde bereits eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Öffentlich-Rechtlichen, Prosiebensat1 und RTL gebildet haben um das Vorhaben umzusetzen.

Umstellung bereits 2019?

Als Umstellungstermin wird bereits 2019 ins Auge gefasst. Experten warnen aber davor, dass bis dahin noch viele TV-Haushalte nicht über TV-Geräte und/oder Set-Top-Boxen verfügen würden, die auch in der Lage sind das HD-Fernsehen zu empfangen. Es zeichnet sich ein Ende des kostenlosen Privatfernsehens ab und Nutzer des Satellitenfernsehens wären fast dazu gezwungen, ein HD+ Abonnement abzuschließen. Als Alternative bliebe nur der Verzicht auf Formate wie „Germanys next Topmodel“, „Deutschland sucht den Superstar“ und „Grill den Henssler“.

Private Satelliten-Programme nur noch gegen Zahlung?
3.5 (70%) 4 Bewertung[en]

15 KOMMENTARE

  1. Gerechter geht es doch nicht. Der, der es sehen will, der zahlt. Der, der es nicht sehen will, zahlt nicht.
    Jeder gibt sein Geld für das aus, was er konsumieren will.

    Anders als der offensichtlich und offenkundig und für jeden in den Gesetzen nachlesbar gegen geltendes Recht verstoßende und daher rechtswidrige Öffentlich Rechtliche Rundfunk, gegen den momentan rund 50 Verfassungsbeschwerden vorliegen. Das BVerfG müsste schon eigenen, früheren Urteilen widersprechen und wie bisher die tieferen Instanzen rechstaatliche Grundsätze und höherwertige Gesetze über den Haufen werfen um den ÖR das Prädikat „Grundgesetzkonform“ zu bestätigen.
    Selbst eine Richterin kommentierte wohl schon bei einem Prozess mit den Worten „politisches Skandalom“
    Wenn laut repräsentativer Umfragen über 70% der Bevölkerung gegen den ÖR sind, stellt sich die Frage nach dem Satz „Im Namen des Volkes ergeht volgendes Urteil“ wenn es nicht in deren Namen ist und die repräsentative Politik das Volk nicht repräsentiert.

  2. Wir leben im 21. Jahrhundert. Jeder kann sich sein eigenes Fernsehprogramm zusammenstellen und braucht dann nur das sehen, was er will. Und zwar auch kostenlos, ohne Netflix, Amazon und CO. Die Junge Generation schaut eh kaum noch TV. Nur die parteitreuen ZDF Mumien sorgen NOCH für Einschaltquten, währen die Jungen das teuer bezahlen.
    Netzkino, Clipfish, Youtube etc auch als APP auf modernen TV bieten massig kostenlose, ganze Filme und Inhalte wie zB auch „Welt der Wunder“ etc. Nicht die allerneusten Filme aber einige brauchbare. Die Filme im TV sind ja auch nicht alle neu.

    Außerdem ist weniger Fernsehen auch nicht das schlechteste, man hat wieder Zeit für anderes UND so erhalten auch neue TV- und Radio-Sender und Internetdienste die Chance sich zu entwickeln. Dann schaue ich eben zB TV Potsdam. Auf BibelTV kommen auch Serien und Filme. TV Berlin konnte sich ja gegen die Übermacht der bestehenden Sender nicht durchsetzen genau wie Servus TV Deutschland.

  3. Vergessen ist das Versprechen der Privaten, sich selbst durch Werbeeinnahmen zu finanzieren. Der unverschämte Griff ins Portemonnaie der Bürger ist einfach zu verlockend.

    So endet wieder einmal der vielbeschworene Wettbewerb in einem wichtigen Marktsegment in Deutschland. Denn statt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen, bedeutet es viel weniger Anstrengung und Kosten für die Privatsender, sich zu einem Oligopol zusammenzuschließen und die so gewonnene Marktstellung dazu zu gebrauchen, gemeinsam die Verbraucher abzukassieren. Man muß auch kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass die neue Gebühr für Privatsender so beschaffen sein wird, dass der Verbaucher keine Wahl haben wird, welche Privatsender er sich freischalten möchte und welche nicht. Nach dem Vorbild der öffentlich-rechtlichen GEZ-Gebühren wird es eine Einheitsgebühr für das gesamte Privatfernsehen sein, welche die Sender dann unter sich aufteilen. Die Verteilung des Kuchens werden sie der Öffentlichkeit als harten wirtschaftlicher Wettkampf verkaufen, obwohl die Gebührenfinanzierung doch in Wahrheit der enscheidende Schritt hinaus aus dem wirtschaftlichen Wettberb ist.

    Es ist auch schon jetzt voraussehbar, dass in allerkürzester Zeit die Gebühr fürs Privatfernsehen auch auf die Internetnutzung der Privatsender ausgeweitet werden wird, wieder nach dem Vorbild der GEZ Gebühr. Wer glaubt, das Thema gehe ihn nichts an, weil er ja kein klassisches Fernsehen mehr schaut, sondern Internet, ist naiv. Jeder Haushalt wird die Folgen im Portemonnaie zu spüren bekommen, – wie bei Stromabgaben, PKW-Maut und GEZ. Es wird, so fürchte ich, wieder einmal in Deutschland keine Behörde und kein Gericht geben, die den freien Wettbewerb des Marktes und den Bürger vor den Begehrlichkeiten mächtiger Wirtschaftsvereinigungen schützt. Das ist vielleicht das Schlimmste an dieser Entwicklung.

    Würden Sie Busgeld akzeptieren, auch wenn Sie nicht Bus fahren wollen? Bei Fernsehgebühren tun wir das, denn sie ähneln heute schon fast Sonderabgaben. Sie werden allgemein von jedem Haushalt erhoben -ob dort konkret Empfangsgeräte sind oder nicht- und ohne die Inanspruchnahme einer konkreten Gegenleistung, vielmehr allein schon für die abstrakte Möglichkeit der Teilhabe am Fernsehprogramm. Die Öffentlich-rechtlichen Sender unterliegen wenigstens noch jedoch einem Bildungsauftrag und gesellschaftlich breiter Mitwirkung an der Programmgestaltung, weshalb die Bürger die GEZ-Gebühren tolerieren

    Wenn die Privaten sich aus Gebühren finanzieren dürfen, dann wäre es an der Zeit, im Gegenzuge dafür Regelungen zum Schutz der Zuschauer vor der nervtötenden Werbung zu erlassen, die durchaus die Form von Gesetzen haben sollten. Das Zerschneiden und Kürzen von Filmen durch Werbeeinblendungen beeinträchtigt das Urheberrecht und sollte zumindest in der Hauptsendezeit endlich wieder beendet werden. Sonst werden wir vielleicht bald nur noch auf dem halben Bildschirm das Programm und auf der anderen Hälte durchgängige Werbebotschaften sehen. Hier läge für die politischen Parteien ein echtes Wahlkampfthema.

  4. Das Thema Werbung und die Qalität der privaten Sender ist abschreckend. Für so viel Werbeunterbrechung und Einblendungen sowie die vielen Fake-Shows auch noch Geld zu verlangen ist eine Zumutung. Ich für mein Teil schalte immer öfters weg oder sogar ab und merke, wie meine Lebensqualität wieder steigt. Es geht nicht nur ohne Privat-TV, sondern es geht einem sogar besser! Wir bekommen eine 2/3 Gesellschaft. 1/3 wird verdummen und sich alles ansehen, 2/3 werden sich befreien und neue Qualitäten in ihrem Leben endecken. Denen wünsche ich ein lebendiges und erfülltes Leben! Die anderen werden leiden und haben es nicht besser verdient. Zur Zeit bin ich 3 Wochen fernsehfrei! Es werden noch viel mehr werden. Versprochen!

  5. Selbst wenn es solche Überlegungen gäbe…, die Sendergewaltigen täten gut daran, sie schleunigst fallen zu lassen, wenn sie ihre Existenz nicht aufs Spiel setzen wollen. Für die paar Shows/Eigenproduktionen, „kauft“ man sich kein ganzes Jahresabo… und Filme??? Wer schaut sich gegen Geld Filme an, die so zugerichtet sind, wie sie bei den Privaten zugerichtet sind. Und Serien ohne die nervige Werbung gibt’s ja auch für wenig Geld woanders. Privat-Pay-RTL & Co-TV käme für die Verantwortlichen einem Schuss ins Knie gleich. Aber wenn sie’s nicht anders wollen. Just do it!!

  6. Das war von vornherein abzusehen. Habs immer wieder diesen Tölpeln gepredigt, dass sie an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen, wenn sie sich HD+ buchen. Dazu alles noch mit den bekannten Gängelungen (kein Spulen, Timeshift etc.). Nicht u vergessen die überschwemmende Werbung! Wie blöde kann man eigentlich sein? Aber klar, wir holen uns ein bestimmtes Modul und dann ist alles okay. Aber auch das wird bald vorbei sein. Denn dann wird die Verschlüsselung im TV intergriert sein. Ganz einfach deshalb, weil man ja eh keine Wahl mehr hat und die Privaten standardmäßig nur noch gegen Bezahlung zu sehen sind. Den einzigen Sender von dem ganzen Schrott, den ich noch gucke, ist RTL. Aber auch darauf könnte ich noch verzichten. Ich gucke eh meist die Öffentlich Rechtlichen. Hoffentlich geht der Schuss nach hinten los und zig Werbeaufträge brechen denen weg. ICH zahle jedenfalls nicht fürs TV-Gucken welche werbefinanziert sind. Genauso wenig wie für diesen Streaming-Müll. Alles nur alter Sch**ss. Billige Qualität in Bild und vor allem auch im Ton.

  7. Unabhängig davon, dass diese Meldung blanker Unsinn ist, bin ich zum ersten mal seit ich euch lese überrascht, dass ihr in diesem Fall nicht besser recherchiert habt und die Infosat (die das eigentlich wissen sollten) auch nicht!?

    Es ist per Gesetz vorgeschrieben, dass die Privatsender bis 2023 unverschlüsselt senden müssen – also kann das niemals wahr sein!

  8. Diese Nachricht juckt mich nicht die Bohne. Ich sehe seit fast 2 Jahren kein normales Fernsehen mehr, hab nur Internet und Festnetz beantragt. Wenn ich will, kann ich in den Mediatheken stöbern, aber auch das fällt aufgrund uninteressanter Programme fast immer aus. Netflix und Amazon Video reichen, wenn man Filme und Serien schauen will (von Blu-Ray natürlich abgesehen).

  9. Von mir aus können sie die Schrottsender ruhig abdrehen; hab besseres zu tun, als mir den Müll anzusehen.

  10. Leider gibt es wahrscheinlich genug Menschen die für Werbung in HD und gekürzte Filme auch noch Geld ausgeben.

  11. Das was die Privaten an Eigenproduktionen zeigen ist doch eh größtenteils kostenlos Online verfügbar… was sich davon überhaupt anschauen lässt, ohne zu verblöden, ist eine andere Geschichte. Und mal ernsthaft, da ist die „Preis-Leistung“ der ÖR trotz GEZ doch sogar besser (m.M.). Will ich ordentliche Filme und Serien, bezahle ich lieber ein Abo für Amazon Prime, Netflix etc. Wer einen hochpreisigen TV hat, ist doch eh auf diese Inhalte „angewiesen“.

    • Wer einen hochpreisigen TV hat, ist eher auf Blu Rays und Uhd Blu Rays angewiesen, sonst hätte er nicht den Aufpreis für einen hochpreisigen TV zahlen müssen, wenn er dann eh nicht die volle Qualität nutzt 😉

  12. Dem stimme ich zu!
    Bei mir sind diese Sender bereits seit zwei Jahren aus der Programmliste verbannt. Sollen sie doch für Ihren Schrott abkassieren, von mir sehen sie jedenfalls keinen Cent.

  13. Die sollen ruhig für alles Geld verlangen und das ist ja wahrscheinlich nicht mal in Full HD dann. Mir persönlich sind die Sender egal ob in SD oder HD: Die Qualität der Sendungen ist schon lange ins „Hodenlose“ gerutscht. Die bringen nur noch Schrott. Da ich eh ein riesiges Blu-Ray/DVD/4K UHD Archiv habe, schaue ich lieber werbefreie Filme in beste Qualität an. 😉 Ich glaube im Bereich Kabelfernsehen nutzen die wenigsten Zuschauer die HD Programme, weil wenn man sich so umhört will keiner für den Mist zahlen und Werbung machen die Sender für ihre HD Bereiche auch nicht mehr.

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