Schnüffelei durch Smart-TVs: Texas hat die Schnauze voll und verklagt LG, Samsung, Sony und Co.

Dass Smart-TVs ihre Nutzer regelrecht bespitzeln, ist schon lange bekannt. In den USA strengt ein Generalstaatsanwalt deswegen nun sogar eine Klage an.

So verklagt der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, gleich fünf große TV-Hersteller in separaten Verfahren. Getroffen hat es nicht nur die beiden südkoreanischen Anbieter LG und Samsung, sondern auch die Japaner von Sony sowie die beiden chinesischen Firmen Hisense und TCL. Stein des Anstoßes: Die Technik Automated Content Recognition (ACR). Diese fertigt teilweise mehrmals in der Sekunde im Stillen Screenshots an, um euer Nutzungsverhalten genau zu analysieren.

TVs als Datenkraken – jedoch sind nicht alle gleich

Grundsätzlich sind leider alle Smart-TVs diesbezüglich Datenkraken. Pikant ist daher ein wenig, dass die US-Klage sich nur gegen ausländische TV-Hersteller richtig, den amerikanischen Anbieter Vizio, der ebenfalls Nutzerdaten zusammenrafft, aber ausklammert. Stattdessen will sich der Generalstaatsanwalt von Texas speziell Hisense und TCL genauer unter die Lupe nehmen. Denn beide Hersteller müssten aufgrund der chinesischen Gesetzgebung US-Nutzerdaten bei entsprechenden Anfragen auch an die chinesische Regierung herausgeben.

Hisense verlängert die Herstellergarantie auf ausgewählte Premium-TVs auf 5 Jahre.
Hisense verlängert die Herstellergarantie auf ausgewählte Premium-TVs auf 5 Jahre – um länger eure Daten zu horten?

Entsprechend markig fällt die Ansage aus Texas aus: Einen Smart-TV zu besitzen, sei nicht damit gleichzusetzen, sein Recht auf Privatsphäre an Big-Tech-Unternehmen und ausländische Gegenspieler abzutreten. Das Vorgehen der Hersteller sei irreführend und man werde rechtlich dagegen vorgehen. Die Hersteller würden die User nicht ausreichend aufklären und keine ausreichenden Zustimmungen der TV-Besitzer dafür einholen, deren Daten zu sammeln.

TV-Hersteller verdienen auch nach dem Kauf noch mit euch Geld

Letzten Endes verdienen die Hersteller von Fernsehgeräten mit euch bzw. euren Daten auch nach dem eigentlichen Kauf des Geräts noch Geld. Denn sie nutzen die erhobenen Daten nicht nur selbst, sondern verkaufen jene auch an die Werbeindustrie. In Texas behauptet man dabei, dass die Sammelei auch sensible Nutzerdaten in Gefahr bringe. Etwa könnten durch ACR auch sensible Informationen wie Passwörter, Banking-Informationen und mehr einem Risiko ausgesetzt werden.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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