„2001: Odyssee im Weltraum“ 4K Blu-ray im Test: Ein zeitloses Meisterwerk

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Die 4K Restaurierung von
Die 4K Restaurierung von "2001: Odyssee im Weltraum" konnte in unserem Test überzeugen!

Die 4K Blu-ray von „2001: Odyssee im Weltraum“ zeigt, wie eine UHD-Restauration auszusehen hat. Unser Test zeigt, wieso sich die 4K-Blu-ray dieses Science-Fiction-Klassikers wirklich lohnt!

Inhalt (100%)


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Der Name Stanley Kubrick und das Wort „Meisterwerk“ wird bei seinen Filmen immer wieder in den Raum geschmissen. Doch auf keinen Film trifft dies in unserer Auffassung mehr zu als auf „2001: Odyssee im Weltraum“ (OT: 2001: A Space Odyssey). Ja klar es gibt es auch „Uhrwerk Orange“ oder „Full Metal Jacket“ (Bitte gleich als nächste 4K Restauration anstoßen – Danke!), aber der Einfluss den dieser Film auf andere Regisseure und die Filmindustrie hatte, sucht doch seinesgleichen. Der Film startete 1968 im Kino, nachdem der Produktionsplan weit überzogen wurde. Das war vor 50 Jahren. Fast zehn Jahre vor Krieg der Sterne (Episode IV) der 1977 in die Kinos kam. Und behält man sich das im Hinterkopf, dann fallen einem auf einmal Parallelen zwischen Kubricks Science-Fiction-Epos und dem ersten Star Wars Film auf. Man könnte noch unzähliges über die Geschichte um den Film erzählen, aber wir möchten uns jetzt der eigentlichen Story widmen.

Der schwarze Monolith im Zenith mit Sonne und Mond
Der schwarze Monolith im Zenith mit Sonne und Mond

Zu Beginn gibt es erst einmal ein schwarzes Bild – 3 Minuten lang. Ähnlich war es auch in der Kinoversion. Was das für eine Stimmung gewesen sein muss, im komplett dunklen Kinosaal zu sitzen um dann vom Basscrescendo von „Also sprach Zarathustra“ aus den Sitzen gerüttelt zu werden. Nach dem Sonnenaufgang befinden wir uns unverkennbar in Afrika, der Wiege der Menschheit. Das erste Kapitel heißt auch passend „Aufbruch der Menschheit“. Es zeigt den Uberlebenskampf der Vormenschen – Menschenaffen. Da wird schon einmal ein Mitglied des „Familie“ von einem Gepard gerissen oder es gibt Kämpfe mit anderen Affen-Clans am Wasserloch. Eines Tages, wird die Gruppe in Aufruhr versetz. Ein schwarzer Monolith ist in mitten ihres Reviers aufgetaucht. Nach anfänglicher Aufregung und Skepsis nähern sich die Menschenaffen dem Stein. Was dieser dort macht oder welchen Zweck er erfüllt, kann man bis dahin nur erahnen. Bei einem der Affen scheint die Begegnung aber sein Wesen zu beeinflussen. Als er auf der Suche nach Nahrung einen Knochen eines Skeletts nimmt und begreift, dass dieses als Waffe eingesetzt werden kann, ändert sich alles. Der Affen-Clan gewinnt nicht nur die Überhand gegen die Rivalen, die anderen Pflanzenfresser (in diesem Fall Tapire) werden auf einmal als Beute angesehen. Fleisch steht fortan auf dem Speiseplan. Das tierische Eiweiß trägt auch dazu bei, dass sich das Gehirn der Vormenschen weiterentwickelt.

Dann nach 20 Minuten geht es einige Jahre in die Zukunft, ins Jahr 1999 um genau zu sein. Der Knochen der noch in der letzten Szene durch die Luft geflogen ist, ist nun ein futuristischer Satellit. Nach ein paar beeindruckenden Weltraum-Shots sieht man auch bereits ein Orion III-Raumschiff von der Fluggesellschaft Pan American (die es übrigens nur bis 1991 geschafft hat). Im Flieger sitzt Dr. Heywood R Floyd der zu einer Raumstation reist, die als Zwischenstation für die Mondstation Clavius dient. An Bord herrscht keine Gravitation und man sieht den Füllfederhalter von Floyd im Inneren des Raumschiffs umherfliegen. Die Stewardess schafft es aber mit ihren „Grip Shoes“ an Bord ganz normal fortzubewegen. Man erkennt wie viel Gedanken sich Produzent und Regisseur um das Thema Raumfahrt gemacht haben. Auch die ikonische Raumstation die aussieht wie ein Rad und durch ihre Drehbewegung eine Gravitation im Außenring erzeugt zeigt, dass man es sich nicht einfach gemacht hat. Man hätte es sich auch einfach machen können uns sagen „es gibt etwas wie einen „Graviationsgenerator“. Nicht aber Kubrick.

Die "Zwischenstation" auf dem Weg zur Mondbasis Clavius
Die „Zwischenstation“ auf dem Weg zur Mondbasis Clavius

Nach der Ankunft auf der Raumstation wird Floyd von russischen Kollegen angesprochen, die sich um die Sicherheit ihrer nahegelegenen Basis sorgen. Es gab seit 10 Tagen keinen Kontakt mehr mit Clavius und es gibt das Gerücht, dass die Basis von einer Epidemie erfasst wurde. Floyd äußert sich gegenüber den russischen Kollegen nicht zu diesem Fall. Wie sich später herausstellt ist die Epidemie auch nur ein Vorwand um die wahren Geschehnisse auf Clavius vor der Öffentlichkeit verborgen zu halten. Auf dem Mond hat man nämlich einen schwarzen Monolithen gefunden, genau so einen wie im ersten Kapitel. Dieser sendet ein Signal Richtung Jupiter. Ein Kommunikationsmittel von Außerirdischen? Die Wissenschaftler begeben sich zur Ausgrabungsstätte wo der Monolith gefunden wurde. Ein beklemmendes Gefühl, begleitet von den vokalen, wirren Arien macht sich breit. Kurz nachdem der Stein berührt wurde, sendet der Stein wieder ein Signal aus und die Menschen in den Raumanzügen verziehen vor Schmerzen das Gesicht – CUT

Die Ausgrabungsstätte auf dem Mond in der der schwarze Monolith gefunden wurde
Die Ausgrabungsstätte auf dem Mond in der der schwarze Monolith gefunden wurde

18 Monate später befindet sich das Raumschiff „Discovery One“ auf den Weg Richtung Jupiter. Viele hochrangige Wissenschaftler befinden sich auf dem Schiff, die meisten von ihnen wurden jedoch in einen Kälteschlaf versetzt. Lediglich Dr. Dave Bowman und Dr. Frank Poole kümmern sich um die Raumstation. Achja und natürlich der Supercomputer HAL 9000. Die künstliche Intelligenz der 9000er Reihe hatte sich noch nie geirrt und somit ist es der perfekte Begleiter um alle wichtigen Funktionen der Raumstation zu steuern. Menschen machen Fehler, eine 9000er-Einheit nicht. Die Konversation zwischen HAL (dessen englischer Originalsprecher Douglas Rain ist übrigens erst vor kurzem am 11. November 2018 verstorben) und den Wissenschaftlern verläuft eigentlich wie mit einem Menschen. HAL wird blind vertraut und als der Supercomputer einen Defekt in einem Bauteil der Raumstation voraussagt, zögern die Crewmitglieder nicht und bergen das defekte Gerät mittels einer Gondel (kleine Raumsonde). Es stellt sich jedoch heraus, dass das Bauteil komplett funktionstüchtig ist. Hat sich die HAL 9000-Einheit geirrt? Die Wissenschaftler sind sich ihrer Abhängigkeit von HAL bewusst, versuchen in einer Raumkapsel darüber zu diskutieren was sie tun sollen. HAL deaktivieren? In der Raumkapsel kann man sie nicht hören, doch HAL verfolgt die Lippenbewegungen und was dann geschieht… das sollte man sich auf jeden Fall selbst ansehen.

HAL 9000 kann die Besatzung der "Discovery One" nicht nur hören, sondern auch sehen
HAL 9000 kann die Besatzung der „Discovery One“ nicht nur hören, sondern auch sehen

Inhaltlich ist „2001: Odyssee im Weltraum“ einfach großartig. Es ist anders, es ist spannend und auch geistig herausfordernd. Über den Sinn und Zweck diverser Story-Elemente lässt sich gerne stundenlang diskutieren. Es gibt auch noch so viele kleine und große Bestandteile des Films, die alleine einen ganzen Absatz füllen würden. Der Film war einfach seiner Zeit voraus. Ein geniales Science-Fiction-Abenteuer, dem wir vielleicht sogar das Star Wars Universum zu verdanken haben!

2001: Odyssee im Weltraum (4K Ultra HD) (Limited Edition) [Blu-ray]

Preis: EUR 116,95

4.1 von 5 Sternen (434 Rezensionen)

2 Neu & Gebraucht erhältlich ab EUR 116,95

Bildqualität (90%)

„2001: Odyssee im Weltraum“ ist ein Paradebeispiel, wie eine hochwertige 4K-Restauration auszusehen hat! Man muss dem Film aber auch zu gute halten, dass das Negativ-Material sicherlich eine gewisse Qualitätsstufe vorgelegt hat. Zudem war Kubrick Perfektionist und das sieht man auch an den Bildern. Nach 50 Jahren muss man aber dennoch ganz schön viel Arbeit reinstecken, um das Videomaterial in ein so gutes 4K-Master mit erweitertem Dynamikumfang (HDR10 und Dolby Vision) zu überführen.

Die Screenshots die wir angefertigt haben, werden der realen Bildqualität in keinster Weise gerecht (Bilder könne auch kein HDR)
Die Screenshots die wir angefertigt haben, werden der realen Bildqualität in keinster Weise gerecht (Bilder könne auch kein HDR)

Der Detailgrad der 4K Blu-ray lässt alle bislang veröffentlichten Versionen „alt“ aussehen. Selbst neue Produktionen aus dem Science-Fiction und Fantasy-Genre können meist nicht mit so feinen Details aufwarten. Aufgrund des Alters gibt es natürlich ein paar „Schwächen“ bei der Parbpalette, die in der Restaurierung aber sehr gut korrigiert wurden. Auch der Einsatz des erweiterten Dynamikumfangs macht das Bild viel lebendiger lässt alles weitaus plastischer wirken. Die Dolby Vision HDR-Variante hat und dabei etwas besser gefallen, es gibt aber auch beim dynamischen Format ein paar Fehler. Z.B. gibt es eine Szene, in der langsam von der Erde weg in Richtung Weltraum geschwenkt wird, in dem dann die Raumfähre zu sehen ist. In diesem Shot kann man erkennen, dass die Spitzenhelligkeit langsam nach „oben gedreht wurde“. Das Schwarz des Weltalls verlagert sich langsam in ein Grau. Das sind aber nur eine der wenigen negativen Beispiele die wir nennen können. In einigen Szenen fällt vielleicht noch das Filmkorn etwas deutlicher auf, z.B. beim schwarzen Monolithen. Sonst verhält sich das Filmkorn aber recht subtil, was auch an dem hohen Detailgrad der Aufnahmen liegen kann. Womöglich hat man auch etwas digital „drüber gebügelt“. Beweise können wir dafür aber nicht liefern.

Detailreichtum und die ein oder andere Inspiration für Star Wars kann in vielen Szenen entdeckt werden.
Detailreichtum und die ein oder andere Inspiration für Star Wars kann in vielen Szenen entdeckt werden.

„2001: Odyssee im Weltraum“ zeigt nicht nur wie gut eine 4K Blu-ray aussehen kann, die Restauration sollte auch Zweifler verstummen lassen, die in der Wiederveröffentlichung von Klassikern eine reine Geldmacherei sehen. Natürlich gibt es auch bei den restaurierten Filmen „schwarze Schaafe“, jedoch präsentiert sich Stanley Kubricks Film als fast perfektes, weißes Schaaf!

PS: Die visuelle Präsentation kann in Bildern sowie dem unten verlinkten Trailer leider nicht so gut vermittelt werden. Man muss es einfach selbst gesehen haben!

2001: Odyssee im Weltraum (4K Ultra HD) (Limited Edition) [Blu-ray]

Preis: EUR 116,95

4.1 von 5 Sternen (434 Rezensionen)

2 Neu & Gebraucht erhältlich ab EUR 116,95

Tonqualität (70%)

Während die Bildqualität die große Offenbarung für uns bereithält, ist der Ton leider eine kleine Enttäuschung. Wobei Enttäuschung nicht ganz stimmt. Die deutsche und englische Tonspur klingt gut, Dialoge sind klar verständlich und die musikalische Untermalung und die Soundeffekte sorgen für Gänsehaut. Die Audio-Ausstattung hat sich jedoch zur regulären HD Blu-ray nicht geändert. Die überarbeitete englische Tonspur im DTS-HD MA 5.1 Format hat uns etwas besser gefallen, dass kann aber auch an der persönlichen Vorliebe für den Originalton liegen. Was aus den 50 Jahre alten Audiospuren herausgeholt wurde, verdient dennoch Respekt. Womöglich war es besser so, die bereits guten Sound-Mixe der Blu-ray zu übernehmen, anstatt ein gekünsteltes und ggf. verzerrtes Tonformat auf die 4K-Disc zu bringen, dass unter Umständen den Spaß am Film verdorben hätte.

Der Ton unterstreicht "2001: Odyssee im Weltraum" perfekt. Klassische Musik, Passagen ganz ohne Dialog oder beklemmende vocale Arien machen richtig Stimmung
Der Ton unterstreicht „2001: Odyssee im Weltraum“ perfekt. Klassische Musik, Passagen ganz ohne Dialog oder beklemmende vocale Arien machen richtig Stimmung
  • Deutsch: Dolby Digital 5.1 (70%)
  • Englisch: DTS-HD MA 5.1 (80%)

Bonus (75%)

Das Bonus-Material der 4K Blu-ray von „2001: Odyssee im Weltraum“ ist vielfältig und umfangreich. Auf der UHD-Disc gibt es direkt einen Audiokommentar der Hauptdarsteller zu hören. Alle weiteren Extras wurden auf eine zusätzliche HD Blu-ray ausgelagert. Es gibt leider nichts neues, auch kein Special oder Featurette zur Restaurierung. Insgesamt gibt es mehrere Stunden Zusatzinhalte die in mehrere Specials aufgeteilt sind. Darunter auch Interviews mit Größen wie Steven Spielberg oder ein sehr interessanter Part „FX and Designwork“.

Weil wir nicht genug davon bekommen können, hier noch ein hochauflösender 4K Screenshot von "2001: Odyssee im Weltraum"
Weil wir nicht genug davon bekommen können, hier noch ein hochauflösender 4K Screenshot von „2001: Odyssee im Weltraum“

Gesamtbewertung 2001: Odyssee im Weltraum 4K Blu-ray (87%)

Ja wir sind begeistert. Gäbe es eine eigenständige Review-Kategorie für 4K Restaurierungen, dann würde der Science-Fiction-Klassiker von Stanley Kubrick sicherlich über 95% erreichen. Mit 87% spielt die „Weltraum-Arie“ aber ganz oben bei den Großen mit. Wer Zweifel hegt, dass ein alter Film durch den Ultra HD Standard überhaupt eine Verbesserung erfährt, kann mit diesem Film bekehrt werden. Eine fast perfekte visuelle Präsentation, ein guter Soundtrack und eine einzigartige Story machen diese 4K Blu-ray zu einem Juwel, den wir nur allzu gern in unsere Filmsammlung aufgenommen haben!

2001: Odyssee im Weltraum (4K Ultra HD) (Limited Edition) [Blu-ray]

Preis: EUR 116,95

4.1 von 5 Sternen (434 Rezensionen)

2 Neu & Gebraucht erhältlich ab EUR 116,95

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin:08. November 2018Review am:12. November 2018
Erscheinungsjahr Film:1968Laufzeit:149 Minuten
Filmstudio:Warner Home EntertainmentFSK:Ab 12 Jahren
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24pUntertitel:
Bildformat:
2.20:1 / 16:9Tonspur:
Deutsch Dolby Digital 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV:LG OLED55B7D
Testgerät Player:Panasonic DP-UB824

2001: Odyssee im Weltraum Trailer:

„2001: Odyssee im Weltraum“ 4K Blu-ray im Test: Ein zeitloses Meisterwerk
4.4 (88%) 5 Bewertung[en]

14 KOMMENTARE

  1. @Elfriede2000: Ich weiß, wie gut voll ausgereiztes 4K aussehen kann und ich stimme Dir zu, dass das Super Panavision 70 klar übertrifft. Ich habe selbst genug 4K-BDs, um das beurteilen zu können. Aber zu behaupten, die 2001 4K-BD hätte nur etwas bessere Qualität als eine DVD ist ganz einfach falsch. Für solche 70mm-Filme ist die 4K-BD trotzdem klar das beste Medium, wie diese Disk zeigt, auch wenn es nicht voll ausgereizt wird.

    • Bestes Medium, da stimme ich dir natürlich auch zu, HDR bringt gerade bei den Weltraumszenen eine tolle Abstufung der unterschiedlichen Helligkeiten. Das Problem war die Hoffnung auf Schärfe die enttäuscht wurde weil das meine erste Erfahrung mit Panav. 70mm Material @ 4K war. In Zukunft bin ich zumindest gewarnt: Eine BD ohne 4k mit einem halbwegs „modernen“ Film drauf ist idR. einiges schärfer. Konsequenterweise habe ich noch eins tiefer ins Spiel gebracht. Wenn man hier Screenshots zeigen könnte…

      • Damit hat auch sonst niemand viel Erfahrung. Vorher gab es ja anscheinend, laut Klaus, nur Flying Clipper auf 4K-BD und den kenne ich auch nicht. Mir war aber vorher klar, dass Super Panavision 70 nicht mit IMAX konkurrieren kann, weil IMAX viel mehr Fläche auf dem 70mm Film benutzt. Natürlich haben sich die Filmstreifen selbst seit den 60ern auch weiterentwickelt. Mich würde mal der erste Tron (1982) und Kenneth Brannaghs Hamlet (1996) in 4K interessieren. Das sind 70mm Filme aus späteren Jahrzehnten. Aber auch aus den 60ern interessieren mich noch einige 70mm Filme, weil die erfahrungsgemäß schon auf Full-HD-BD phantastisch aussehen.
        BDs ohne 4K, die noch schärfer sind als die 2001 4K-BD, sind dann aber auch in 4K gemastert. Das bringt oft überraschend viel Qualitätszuwachs.

  2. Habe mir aufgrund der überschwenglichen Rezension hier die 4k Blu Ray geholt – ja die Ausleuchtung profitiert von HDR, blasse Elemente können mit hell strahlenden koexistieren.

    Aber grosse Enttäuschung: die Schärfe ist ein bisschen über DVD Niveau! Also was immer behauptet wird aus 70mm Film könne locker 6k und mehr gezogen werden hängt wohl stark vom verwendeten Filmmaterial ab. Das einzige was bei der 2001 Odyssee 4K Blu Ray ungeheuer scharf ist ist das Bildrauschen. Also liebe Rezensenten – zwischen den Objekten im Film und dem Bildrauschen gibt es einen Unterschied. Nächstes mal bitte drauf achten und erwähnen das die tatsächliche Schärfe DVD Niveau hat!

    • Du willst mir erzählen, dass die 4K Blu-ray „ein bisschen über DVD Niveau“ liegt? Sorry, aber entweder möchtest du hier gewollt übertreiben, oder es wäre Zeit für eine neue Brille. Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass der 720p Videostream mit einer maximalen Datenrate von 11 Mb/s (MPEG-2 codiert) eine ähnliche Qualität abliefert wie die UHD Blu-ray?

      • Nein keine Übertreibung. Klemm dich mal näher vor den Screen (bei 4K muss 60° Sichtwinkel zum rechten und linken Rand des Screens sein = gleichseitiges Dreieck) und setz die stärkste Brille auf dann siehst du es auch 🙂

        Schau dir nur Totalen an wo winzig kleine Männlein in der Ferne rumlaufen oder die große runde Raumstation Walzer tanzt. Die Männlein und die Ränder/Stangen der Station müssten bei echtem 4K GESTOCHEN scharf sein, bei 1080p immernoch ziemlich scharf. Bei 2001 Odyssee 4K ist das leider reichlich matschig. Das Auge muß aber schon geschult sein was ich bei einem 4kfilme.de Redakteur voraussetze.

        Ich bin aber auch von vielen anderen modernen 4K Blu Rays enttäuscht, da ist 4K oft nur angekratzt. Die eizige die 4K besser ausreizte war bis jetzt die 7-teilige „Unser blauer Planet 2“ Blu Ray. Selbst da ist nach oben noch Potential. Schon die Fußball WM in Brasilien wurde 2014 schärfer aufgezeichnet.. (stop, könnte jetzt noch stundenlang.. 🙂

        • Ich habe mir gerade die betreffenden Szenen noch mal auf der 4K-BD und vergeichend auf der beiliegenden 2K-BD angesehen. Es stimmt, dass keine von Beiden mit nativem 4K ganz konkurrieren kann, aber wenn man genau hinguckt, gibt es schon Unterschiede, die nicht nur am HDR liegen, Was steht zum Beispiel auf dem Stift, der in der Passagierkabine des PAN AM Shuttles schwebt? Auf der 2K-BD kann man es vielleicht raten, auf der 4K-BD kann man es bei der zweiten Nahaufname ziemlich gut erkennen.
          Beide Versionen sind der besten DVD haushoch überlegen.
          Sorry, Elfriede2000, aber Tatsache ist, dass Du es bist, die die neue Brille braucht. Oder was Du sagst ist doch eine extreme Übertreibung.

          Übrigens gibt es auch Unterschiede zwischen verschiedenen 70mm-Formaten. Super Panavision 70, in dem auch 2001 gedreht wurde, ist ein 5-Perf-70mm-Format. Dagegen ist IMAX ein 16-Perf-70mm-Format, benutzt also mehr als die dreifache Fläche von Super Panavision 70. Deswegen sehen IMAX-Szenen auf 4K-BD oft so wahnsinnig gut aus. In 6K müssten sie immer noch phantastisch aussehen, auch wenn ich das persönlich noch nie gesehen habe.

          • >Es stimmt, dass keine von Beiden mit nativem 4K ganz konkurrieren kann< ist eben untertrieben. Ich spreche von GESTOCHEN scharf. Ich fürchte du hast halt noch nie gesehen wie scharf voll ausgereiztes 4K sein kann. Ziehe dir mal vieles von https://4kmedia.org/ damit du ein Gefühl dafür bekommst. Bleibe dabei immer dicht vor dem Screen. Das kommt mir manchmal vor als würde ich zum Fenster rausgucken und nicht in einen Bildschirm. Wenn S.Kubrick damals die Technik gehabt hätte, dann hätte er 4k garantiert voll ausgereizt, koste es was es wolle.

  3. Hallo, habe mir diesen Klassiker vor gerade mal 3 Tagen auch in 4K angesehen auf meinem LG OLED 65 E6D und kann die obige Rezension nur bestätigen. So gut habe ich den Film selbst im Kino damals nicht gesehen, soweit ich mich dunkel erinnern kann. Besonders aufgefallen ist mir der Qualitätsunterschied bei „Unheimliche Begegnung der 3. Art“, den ich 1 Tag später angesehen habe ebenfalls als 4K-BD. Der Unterschied selbst zum Kino ist schon frappierend, denn die hellen Lichter des gelandeten Mutterschiffs hatten im Kino einfach nur komplett überstrahlt, man sah fast keinerlei Details mehr, damals in 1977. Es lohnt sich also auf jeden Fall, alte Klassiker, gutes Ausgangsmaterial vorausgesetzt, zu restaurieren und auf 4K mit HDR herauszubringen.

    • Sehe ich genauso. Das analoge Material kann viel bieten, aber es kommt natürlich darauf an, wie gut fokussiert und belichtet wurde. Bei Action-Filmen wie einem Rambo ist es halt nicht möglich, ein so sauberes Bild darzustellen. Bei 2001: Odyssee im Weltraum liegt der Vorteil sicherlich darin, dass die Kamera meist fest installiert ist und somit auch perfekt fokussiert werden konnte.

  4. Der erste deutsche 70mm-Film von 1962 „Flying Clipper“ wurde schon als UHD-BD veröffentlicht von der „Busch Media Group“, einem Pionier der 3D- und UHD-Produktion aus Hagen…

    In der inhaltlichen Rezension oben wird die realistische Darstellung der Weltraumszenen gelobt – dafür hat der Ko-Autor von Kubrick gesorgt: Arthur C. Clarke, ein wissenschaftlich gebildeter Roman-Autor aus GB, der die heutige Erdsatellitentechnik quasi „erfunden“ hat. Heute abend ab 21.45h ist z.B. ein solcher geostationärer Satellitenstart in Florida live zu beobachten:

  5. Wie schon mehrmals gesagt, lohnen sich Filme dieser Art, die in 70mm-Formaten (in diesem Fall Super Panavision 70) gedreht sind, in 4K gegenüber einer 2K-Blu-ray. Das ist ähnlich wie ein digitaler Film in durchgehend nativem 4K. Das zeigen schon andere Filme, die z. B. teilweise in IMAX gedreht sind. Und diese Version bestätigt das alles. Allerdings ist 2011 meines Wissens der erste klassische 70mm-Film aus den 50ern und 60ern auf 4K-BD. Wenn diese Scheibe gut ankommt, hoffe ich, dass noch weitere 70mm-Klassiker in 4K folgen.

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