Hobbit-Trilogie auf 4K Blu-ray im Test: Die Reise lohnt sich!

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Ab nach Mittelerde:
Ab nach Mittelerde: "Der Hobbit" Trilogie im 4K Blu-ray Test!

Inhalt (80-90%)

Neun Jahre waren vergangen, nachdem Gollum mitsamt dem Einen Ring in die glühende Lava des Schicksalsbergs gefallen war. Neun Jahre, in denen sich die Herr-der-Ringe-Trilogie mehr und mehr zum absoluten Kult-Event steigerte und bei jedem „echten“ Fan mindestens einmal im Jahr für knapp elf Stunden Unterhaltung pur sorgt.
Witzigerweise hatten Peter Jackson und seine Partnerin Fran Walsh schon 1995 die Idee, den Hobbit zu inszenieren. Seinerzeit als ersten Film einer Trilogie, der dann zwei Teile Herr der Ringe folgen sollten. Doch Rechteprobleme führten zu einem Umdenken und dem Verlauf, wie wir ihn kennen.

Dass es mit der Verfilmung der Hobbitse dann doch noch etwas länger dauerte, liegt auch an einem kurzzeitigen Zerwürfnis zwischen Jackson und New Line Cinema. Nachdem man sich aber im ausgehenden ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends wieder lieb hatte, konnte die Produktion voranschreiten. Peter Jackson zog es jedoch vor, als Produzent in den Hintergrund zu treten. Guillermo del Toro sollte für ihn auf den Posten des Filmdirigenten nachrücken. Jackson und del Toro hatten schon für die (leider) nie realisierte Produktion des Computerspiels Halo in Verbindung gestanden. Doch die Produktions-Vorphase zog sich und del Toro setzte sich zudem selbst unter Druck, da er die damals geplanten zwei Filme komplett selbst (also ohne Assistant Director) realisieren wollte. Am Ende zog er sich zurück. Und nachdem Kollegen wie Neill Blomkamp oder Brett Ratner genannt wurden, sprang am Ende doch Jackseon ein und gab kurz darauf auch bekannt, dass es drei Filme statt derer zwei geben werde.

Ein langes Vertragswerk will studiert werden

Als die Premiere dann Ende 2012 gefeiert wurde, waren die Tolkien- und Herr-der-Ringe-Fans weltweit in Aufruhr. Und kaum vergingen ein paar Minuten des Films, war man wieder mittendrin. Schon beim ersten Anblick auf Beutelsend, beim ersten Erspähen der saftigen grünen Wiesen des Auenlands wurde es dem Herr-der-Ringe-Fanherz wieder ganz warm.
Zunächst leitet Jackson geschickt mit zwei altbekannten Figuren ein, um die Ringe-Fans abzuholen und schwenkt dann 60 Jahre in der Zeit zurück. Von nun an konzentriert er sich auf den jungen Bilbo, der noch nicht vom Ring korrumpiert war, kann aber so richtig auch nicht davon ablassen, wie er seinerzeit Die Gefährten eingeleitet hatte.

Denn über weite Strecken wirkt gerade die erste Stunde von Eine unerwartete Reise wie ein Quasi-Remake des ersten HdR-Films – nur mit anderen Figuren. Der Fairness halber sollte allerdings erwähnt werden, dass die Romanvorlage das auch so vorgibt. Und es ist ja auch eigentlich gar nicht schlimm, vertrautes Terrain zu betreten, von dort aus aber eine andere Geschichte zu erzählen. Vertrautheit liefert natürlich vor allem Sir Ian McKellen als Gandalf, der seinerzeit schon immens beliebt war und neben Viggo Mortensen der heimliche Star der Ringe-Filme. Doch während die HdR-Trilogie nicht in jeder Rolle glücklich besetzt war (nicht wahr, Elijah Wood?), so gelang den Casting-Directors mit Martin Freeman der genialste Coup der Trilogie. Während McKellen als Gandalf gesetzt war und die Verbindung zur HdR-Reihe darstellt, bleiben die Zwerge bis auf wenige Ausnahmen durch alle Filme hindurch etwas blass. Zum einen sind’s einfach zu viele Charaktere, um ihnen allen gerecht zu werden, zum anderen ist es nicht eben leicht, ihnen individuelle Züge zu verleihen, wenn sie ihr Gesicht unter langen Haaren und Bärten verbergen. Immerhin Richard Armitage als Thorin ist eine charismatische Figur.

Ein alter Bekannter tritt auf

Aber über allen steht besagter Martin Freeman als Bilbo Beutlin. Während Ian Holm als älterer Onkel von Frodo spröde und kühl, bisweilen (verdorben durch den Einen Ring) sogar dunkel und bösartig schien, ist Freemans Bilbo noch vollkommen frei von den späteren Erlebnissen. Ein etwas naiver Hobbit, den schon kleine Dinge aus seinem relativ strukturierten und betont entspannten Alltagstrott heraus zu reißen vermögen. Freemans Reaktionen auf die Schweinereien der Zwerge sind göttlich. Keiner kann Entsetzen und Erstaunen mit so einer herrlichen Unbedarftheit darstellen wie der britische Darsteller, der durch die Sherlock-Holmes-Serie weltbekannt wurde. Freeman gibt den Hobbit-Filmen eine Leichtigkeit, die nie die Grenze zum Albernen überschreitet, aber ein perfektes Gegengewicht zur Düsternis des Zwergenschicksals darstellt. Gleichzeitig schafft er es, während der kommenden zwei Filme glaubwürdig zu vermitteln, dass er mutiger und wehrhafter wird. Ohne Freeman wären die Filme der Hobbit-Trilogie möglicherweise sogar gescheitert.

Okay, und ohne Neuseeland. Die Tatsache, dass ein Protest unterschiedlicher Schauspieler-Gewerkschaften für einen kurzen Moment dazu führte, dass überlegt wurde, die Produktion nach Osteuropa zu verlegen, konnte keinem Fan gefallen. Nichts gegen Osteuropa. Aber das einzigartige Flair, das die vielfältige Natur Neuseelands mitbringt, ist an keinem anderen Fleck der Erde in dieser Form und Diversität anzufinden. Mittelerde lebt erst durch die Landschaften des Zwei-Insel-Landes im Pazifik. Und in Zusammenarbeit mit der visuellen Umsetzung der Gebäude, die erneut auf Zeichnungen von John Howe und Alan Lee basieren, haben auch die Hobbit-Filme diese epische Qualität.

Die Zwerge trinken gerne das eine oder andere Gläschen

Dass die Story des relativ schmalen Buchs auf drei Filme ausgebreitet wurde, liegt zwar darin begründet, dass Jackson auch die „Anhänge“ der Ringe-Bücher integrierte, führte aber durchaus – gerade im ersten Teil – zu einer gewissen Ereignislosigkeit. Sonderlich viel passiert nicht, auf der unerwarteten Reise. Sodass in Rückblicken geschilderte Auseinandersetzungen oder kurze Begegnungen für Kurzweil sorgen müssen. Das gelingt meist unterhaltsam. Ja, okay, die Sequenz mit den drei Trollen ist grenzwertig albern – in der deutschen Synchro noch etwas mehr als im Original. Denn wo die drei dort einen passenden, harten englischen Arbeiterakzent sprechen, warten sie im Deutschen mit Sprachfehlern auf, was sie arg ins Lächerliche zieht. Und auch die Fässer-Floß-Fahrt im zweiten Teil kam nicht ohne Kritik aus. Zumal die vermehrte Anzahl visueller Effekte auch nicht immer ganz glücklich machte. Schön wäre es schon gewesen, wenn man noch mehr praktische Masken eingesetzt hätte – auch wenn die animierten Monster und vor allem der weiße Orc-Gigant Azog der Schänder wirklich hervorragend animiert sind.

Im zweiten Teil, der in Summe am besten funktioniert, tritt dann zudem ein Drache Smaug auf, der nicht nur fantastisch animiert ist, sondern vor allem im Original mit Benedict Cumberbatches Stimme für Gänsehaut sorgt. Sobald der feuerspeiende Kerl zu sprechen beginnt, sitzt man gebannt vor dem jeweiligen Wiedergabemedium. Auch gefällt die etwas düsterere Stimmung in Smaugs Einöde mehr und stellt (nicht zuletzt durch Legolas) eine angenehme Querverbindung zum Herrn der Ringe her. Dass der dritte Teil dann trotz epischer Schlacht etwas abfällt, liegt möglicherweise auch daran, dass man sich nach sechs Filmen und mittlerweile über 16 Stunden (im Falle der Extended Editions) an all dem etwas sattgesehen hatte.

Der Hobbit: Die Spielfilm Trilogie - Extended Edition [4K UHD] [Blu-ray]
Preis: 51,99 €
(Stand von: 2021/12/05 12:35 am - Details
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Bildqualität Eine unerwartete Reise (90%)

Peter Jackson drehte – im Gegensatz zur HdR-Trilogie – die Hobbit-Filme digital. Zum Einsatz kam hier die Red Epic, die in 5K aufzeichnet. Zudem ließ Jackson stereoskopisch und obendrauf erstmalig mit höherer Bildwiederholfrequenz drehen. Damit seine 3D-Aufnahmen bewegungsglatter und flüssiger erschienen, wählte er für die Kino-Auswertung 48 fps. Bevor es in die Qualität der neuen 4K-Scheiben geht, soll deshalb noch kurz klar gestellt werden: Blu-ray und UHD-Blu-ray ist für 48 fps nicht spezifiziert. Mit dieser Frame Rate hätte man die UHD-BDs also gar nicht mastern können. Es wäre möglich gewesen, sie auf 50 fps zu beschleunigen, was allerdings ebenso andere Probleme mit sich gebracht hätte, wie eine Hochkonvertierung auf 60 fps, was zu einem unschönen Ruckeln geführt hätte. Entsprechend liegen die 4K-Scheiben nun mit typischen 24 Bildern pro Sekunde vor.
Für die Blu-rays wurde seinerzeit lediglich ein 2K Digital Intermediate erstellt, was schon alleine aufgrund der in 2K gerenderte VFX Sinn gemacht hat. Nach derzeitigem Stand der Informationen wurde von dem 5K-Material ein neues 4K-DI produziert, während man die 2K gerenderten VFX entsprechend hochskalierte.

Die UHD-BDs locken mit sehr dynamischem HDR bei hervorragender Durchzeichnung in hellen und dunklen Flächen

Im laufenden Bild zeigt sich zunächst, dass Jackson und seine Kollegen der Park Road Studios das Grading etwas in Richtung Neutralität angepasst haben. Ähnlich dem ersten Herr-der-Ringe-Teil war auch Eine unerwartete Reise etwas grüntendiert. Dies ist nun zugunsten eines natürlicheren Looks geändert worden. Bei der Schärfe gibt es ab und an den Eindruck, als hätte man ganz leicht rauschgefiltert. Schon Bilbo wirkt zu Beginn etwas weich. Auch sieht Gandalfs Hand am Stab bei 14’23 etwas softer aus als über die Blu-ray. Es kann aber auch nur eine Entlarvung der Nachschärfung der BD sein. In Summe ist sein Bart tatsächlich gleichmäßiger und nicht so überkrisp wie bei der Blu-ray.

Zumal auf der anderen Seite die Halbtotale mit Gandalf und Bilbo fast jeden Grashalm im Hintergrund einzeln erkennen lässt. Und wenn die Kamera den jungen Bilbo fokussiert, meint man das Brokatmuster auf seiner Weste ertasten zu können. So viel Dreidimensionalität konnte die Blu-ray bei Weitem nicht. Allerdings ist das nicht der einzige Hinweise darauf, dass hier wirklich ein komplett neues 4K-DI angefertigt wurde. Denn wenn man auf dem Markt genau hinschaut, hat der Käse bei 17’58 einen Namen. Die Schrift auf dem Schild ist nun deutlich klarer zu lesen, was nicht alleine vom HDR-Effekt kommt, sondern weil in der Tat mehr Details vorhanden sind. Dazu komme die viel höhere Laufruhe. Keine Kleinstartefakte mehr, wenn sich Grashalme etwas bewegen, während die Kamera an grünen Hügel vorbei schwenkt, keine leichten Artefaktkränze um Bewegtobjekte mehr.

Einige VFX wirken über die 4K-Scheiben etwas zu plastisch und herausgestellt

Und wenn man sich dann die HDR-Funktionalität anschaut, ist das schon über HDR10 absolut beeindruckend. Trotz verbessertem Schwarzwert ist auch die Detailtiefe in dunklen Bildbereichen besser. Auch die hellen Bildbereiche glänzen. Was nach 41’16 an Licht durch das runde Fenster fällt, wirkt über die BD im Vergleich fad und flau. Die UHD-BD strahlt hier um die Wette, grenzt aber gleichzeitig die eingelassenen Gitter viel klarer und plastischer ab. Wie gut das HDR mit Spitzlichtern umgeht, sieht man beim nächtlichen Bruchtal. Die Schindeln auf dem Dach bei 94’10 sowie die einzelnen Lichter auf dem Dachfirst sind spektakulär und strahlend schön. Dort kann man übrigens auch erneut schön sehen, wie viel besser die Auflösung ist. Einfach mal das Balkongeländer im Vergleich mit der Blu-ray anschauen. Dolby Vision, im Übrigen, betont die Highlights etwas mehr und strahlt noch ein bisschen deutlicher. HDR10 ist für sich genommen aber bereits ziemlich atemberaubend.

Dennoch gibt’s auch Kritik. Die Tatsache, dass Gandalfs Hand bei 14’23 etwas soft wirkte, wird bei einigen Close-ups deutlicher. Nimmt man sein Auge in der Naheinstellung bei 78’52 hat die Blu-ray zwar mit ganz leichten Artefaktkränzen zu kämpfen, aber die UHD übertreibt es hier etwas. Sowohl die Furche unter seinem Tränensack als auch die Haare wirken etwas gefiltert und anschließend geschärft. Das führt in den Haaren zu leichten Überschärfungen und die Hautoberfläche wirkt trotz (auf Abstand gesehen) beeindruckender Detailtiefe etwas wachsig. Außerdem wirken diverse VFX zu isoliert vordergründig und wie „ausgeschnitten“. Man kann dem Bild deshalb einen etwas zu digitalen Look vorwerfen und auch, dass es hier und da nicht ohne DNR und Nachschärfung ausgekommen zu sein scheint. Das wird all jenen nicht gefallen, die es lieber filmisch mögen.

Bildqualität Smaugs Einöde (90%)

Auch beim zweiten Teil macht es den Anschein, dass man noch mal an die RAW-Files ging, um ein neues 4K-DI zu erstellen, dem dann die VFX hochskaliert hinzugefügt wurden. Gegenüber Eine unerwartete Reise beginnt Smaugs Einöde wesentlich düsterer. Es ist also zunächst einmal kein Helligkeitsgewinn zu sehen. Dafür aber außerordentlich prägnante Spitzlichter auf den Reflexionen der Schwerter oder auch in den Augen der Gemeinschaft nach etwa neun Minuten. Bei 9’40 knallt die Wildwiese dafür umso deutlicher dem Betrachter entgegen. Diese Pracht entfaltet die Blu-ray zu keiner Zeit. Ob’s erneut eine Spur Nachschärfung ist oder einfach der gewollt digitale Look, der nun per (möglichem) 4K-DI zum Betrachter gelangt – das Close-up von Beorn nach 18’34 ist schon krass scharf.

Wie schon im ersten Teil bieten die Silberfäden, die Gandalf in seinem Schal verarbeitet hat, immer wieder Anlass für leuchtende HDR-Momente. Die höhere durchschnittliche Helligkeit gegenüber dem ersten Teil erspäht man dann immer wieder, wenn die Gemeinschaft bei Tageslicht über die Wiesen und Hügel reitet. Gegenüber der Blu-ray ist das schon beträchtlich viel dynamischer. Grandios ist der HDR-Effekt aber auch beim Blick aus dem Wald auf die kleine Lichtung. Während sämtliche Bäume durchzeichnet sind, obwohl es im Vordergrund dunkel ist, sieht man die hell leuchtenden Reflexionen im Moos und die im hellen stehende Gemeinschaft unserer Helden. Nichts reißt aus, nichts säuft ab – genau so muss HDR aussehen. Dolby Vision, im Übrigen, bietet auch hier noch mal etwas mehr Kraft in den helleren Bereichen, was hin und wieder aber schon mal etwas zu aggressiv wirkt.

Azog der Schänder sieht auch über die UHD-Blu-ray fantastisch aus

In puncto Farben gibt’s ebenfalls viel Wunderbares zu erblicken. Wenn Bilbo seinen Kopf aus den Bäumen streckt, leuchtet das Blattwerk in allen möglichen Herbsttönen. Fast überreal wirkt das Geschehen über die UHD-BD. Im Inneren des Waldes sind die Kontraste etwas steiler, etwas harscher. Das passt gut zum Look des Films und bietet gegenüber Eine unerwartete Reise eine gewisse Abwechslung. Abwechslung gibt es auch in der Menschenstadt Bree, die wahlweise in Grautönen gehalten ist oder in wunderbar orangefarbenes Licht getaucht wird, wenn die Sonne tief über dem Horizont steht. Die Farbdifferenzierung gelingt der UHD-BD wunderbar. In Summe gibt’s hier auch etwas weniger offensichtliches DNR zu bemängeln. Das Bild des zweiten Teils erscheint etwas weniger prozessiert als die UHD-BD von Teil I. Zumindest in Close-ups.

Denn was man durchaus bemängeln muss, ist eine teilweise Filterung der Oberflächen in schnelleren Actionszenen und bei den VFX. Während bspw. das Laub auf den Bäumen bei 75’50 etwas aquarellig wirkt, sehen einige VFX- Bäume durch HDR und Filterung arg gemalt aus. Allerdings ist das erneut das einzige Manko des Films. Denn alleine für sämtliche Szenen mit Smaug lohnt sich die Hobbit-4K-Box. Die Szenen in seiner Goldhöhle sind der Blu-ray um ein Vielfaches überlegen. Wo die HD-Variante mit SDR-Farbraum das Gold eher wie uraltes Blech erscheinen lässt, fühlt man sich nun mittendrin in Dagobert Ducks Goldspeicher. Was hier an Farben gezeigt wird, ist absolut intensiv und funkelt durch den HDR-Effekt wunderschön. Man kann Smaug verstehen, dass er dem Gold verfallen ist. Der Drache selbst erhält viel mehr Farbnuancen, ist nicht nur grüngrau, sondern hat viel mehr lebhafte Orange- und Rotanteile. Außerdem stechen seine Schuppen plastischer hervor. Spätestens, wenn man ihn Feuer speien sieht, wird die Blu-ray einfach weg gefegt. Was über die BD dort viel zu hell und undifferenziert ist und auf Details Vordergrund keinerlei Details mehr zulässt, wird nun kräftig orange und überstrahlt zu keiner Zeit mehr. Das ist Feuer, wie man es sich vorstellt.

Bildqualität Die Schlacht der fünf Heere (85%)

Auch bei Die Schlacht der fünf Heere kommen einige der frühen Szenen schon sehr digital rüber. Manchmal hat man das Gefühl, dass Figuren im Vordergrund vor einer Bluescreen stehen. Obwohl sie das nicht tun, treten sie krass aus dem Bildschirm hervor. Bei den VFX führt auch das schon mal zu scherenschnittartiger Herausarbeitung. Möglicherweise auch ein Überbleibsel des nativ in 3D-48fps gedrehten Films. Allerdings war das bei der BD schon sehr ähnlich und wird durch HDR noch etwas verstärkt. Der sehr digitale Look nimmt vor allem in der letzten Stunde noch mal stärkere Formen an, wenn die VFX-dominierte Schlacht zelebriert wird. Hier wirken nicht nur die CGI-Charaktere, sondern auch die Gesichter der Darsteller etwas flach und wachsig (die am Boden liegende Tauriel während ihres Kampfes mit Bolg). Demgegenüber stehen Close-ups von Bilbo, die dermaßen plastisch sind, dass es schon überreal wirkt (22’56).

Legolas kämpf auf der Seite des Hobbits

Kann man über die Detailauflösung und den sehr rundgelutschten Digitallook noch geteilter Meinung sein, so sind die Farben hier wieder durchweg besser getroffen. Von den etwas neutraleren Graueinstellungen über die sichtbar satteren Kontraste in sämtlichen Szenen bis hin zu den erneut viel leuchtenderen Orangetönen während des Feuerangriffs von Smaug zu Beginn des Films. Was hier an Strahlkraft erzeugt wird, ist erneut grandios. HDR knallt auch im dritten Teil der Hobbits massiv und sorgt für einen beständig eindrucksvollen Look.

Während der kompletten Schlacht, die am Nachmittag zu beginnen scheint, ist die Stimmung mit goldgelben Farben im Himmel, innerhalb der Feuer und auch auf den Wiesenflächen angereichert. Was über die Blu-ray fast ausnahmslos farbarm war, bekommt nun wunderschöne Nuancen und Differenzierungen. Hautfarben sind wärmer und authentischer, nicht mehr so gräulich. Das sorgt durchweg für mehr Atmosphäre im Getümmel. Während also die Farbgebung durchweg stimmiger ist und einige Realszenen knackscharf erscheinen, zudem HDR und Dolby Vision gleichermaßen abliefern, bleibt ein höherer Anteil an sehr digital-geglätteten Szenen und Shots, die in Summe (auf hohem Niveau) das „schlechteste“ Bild der Trilogie liefern. „Schlecht“ aber ausdrücklich in Anführungszeichen.

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Tonqualität Eine unerwartete Reise (90%)

Die UHD-BDs übernehmen die bekannten 7.1-DTS-HD-Master-Spur der damaligen Blu-rays, während fürs Englische eine Atmos-Fassung aufgefahren wird. Trotzdem schade ist, dass die deutsche Tonausgabe keinen 3D-Sound bekam, ist die DTS-HD-Spur immer noch klasse. Erster dedizierter Surroundeffekt ist das feine Klöppeln und Hämmern der Zwerge, während sie die Goldadern abbauen. Die beiden Ambosse, die kurz darauf gegeneinander stoßen, sorgen für eine erste Duftmarke auf dem Sub. Räumlich wird es erneut, wenn der Sturm nach sechs Minuten einsetzt und vom Drachen verkündet. Smaug feuert daraufhin wirklich wuchtig seine Salven auf die Stadt. Und wenn er das Tor zum Zwergenpalast zerstört, ist das durchaus heftig. Vielleicht fehlt’s im Tiefbass ein wenig an Präzision. Vielleicht sind ein paar der Sounds etwas undifferenziert, aber was die Räumlichkeit angeht, ist das durchaus hervorragend.

Klasse auch die Dynamik, mit der das Feuerwerk nach knapp zehn Minuten über Beutelsend losgeht – nur damit es kurz darauf wunderbar still wird und die Vögel leise zwitschern. Oft sind es die dezenten und leisen Töne, die viel Freude bereiten und für Abwechslung sorgen, nachdem es zuvor brachial zuging. Herausragend sind aber auch die warmen und kräftigen Dialoge, die klar aus dem Center kommen, gerne aber auch mal über die Speaker wandern, wenn Stimmen aus Nebenräumen kommen. Apropos Stimmen: Wenn Thorin nach 40 Minuten einen Gesang anstimmt, ist das Gänsehaut pur – eine der besten, klarsten und voluminösesten deutschen (Sing)Synchros überhaupt. Während der Regen-Sequenzen nach etwa 53 Minuten fällt das kühle Nass äußerst räumlich und lässt im Heimkino frösteln. Schaurig klingen dann die Geräusche der großen Spinne, die Radagast dem Braunen einen kurzen Besuch abstattet. Radagast gehört auch das nächste Sound-Highlight, wenn er nach 78 Minuten auf den krächzenden Nekromanten trifft, dessen Atem sich kalt über alle Speaker legt. Erneute Demonstration für die mögliche Dynamik der Tonspuren gibt’s während des Kampfes der Steinriesen. Zwar dürfte es auch hier noch etwas weiter in den Tiefbasskeller gehen, doch Spaß macht die Szenen nach rund 110 Minuten durchaus.

In den Massenszenen langt der Sound ordentlich zu

Die englische Atmos-Fassung gab’s seinerzeit bereits im Kino, weshalb es durchaus nachvollziehbar und lobenswert ist, dass sie nun den Weg auf die UHD-BDs befunden hat.
Gegenüber der bisherigen dts-HD-Master-Fassung ist die reguläre Ebene sogar noch voluminöser geworden. Teils gibt es ganz neue LFE-Sounds wie das tieffrequente Grollen des überfliegenden Felsbrockens, den der Steinriese bei 115’10 wird. Die alten dts-HD-Master-Spuren lieferten hier bei beiden Sprachen keine entsprechenden Tiefbass-Signale, die Atmos-Spur lang hier noch mal richtig zu. Klasse! Ohnehin ist diese Sequenz auch in puncto 3D-Sounds schon ein echter Traum. Was hier an Felsgeröll, Zischgeräuschen und raunender Atmosphäre der Giganten über das gesamte Setup kommt, ist phänomenal. Waren zuletzt Atmos-Upgrades von altbekannten dts-HD-Master-Spuren eher durchschnittlich gelungen – gerade auf der regulären Ebene, wirkt sich die neue Abmischung hier hervorragend aus.

Auch in den Höhlen dieses unangenehmen Artgenossen lebt der Ton dynamisch auf

Große Klasse sind auch hier die Klopfgeräusche der schürfenden Zwerge bei 3’42, die von überall her zu kommen scheinen. Das Geräusch der Seile sowie der Wind kurz darauf kommen wunderbar atmosphärisch rüber und Smaug feuert seine Strahlen direkt aus den Heights auf die Zuhörer. Dabei nutzt die Atmos-Spur alle vier Höhen-Lautsprecher dediziert. Immer wieder wandern die Geräusche von einem zum anderen, werden auf die linke oder rechte Seite übergeben und gehen wieder zurück. Sobald dann sein Grollen von oben vernehmbar ist, bevor er sich das Gold krallt, geht man unwillkürlich in Deckung – wow, was für ein akustisches Fest.

Dass es auch feiner geht, zeigen die zahlreichen Tier-/Vogelgeräusche in Hobbingen, die schön aufgelöst von oben erklingen. Wie im Vogelzoo geht’s dann zu, wenn kurz darauf die Szenerie zu Radagast wechselt und immer wieder unterschiedliche Vögel aus den Heights zu hören sind. Die Spinnenbeine und ihr Raunen im Anschluss sorgen dann für echten Grusel und die sich anschließenden Stimmen verströmen Geisterstimmung. Die Fliegen beim Eintritt in die Höhle nach 71’40 sind gruselig realistisch und die Stimmen hallen dort unten authentisch nach. Sensationell ist Gollums letztes Rätsel bei 138’50, das er über seine heiser flüsternde Stimme in der Höhle verteilt. Wenn sich seine Stimme über alle vier Deckenkanäle bewegt, ist das richtig klasse.

  • Deutsch: DTS-HD Master: (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos: (100%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos: (80%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos: (95%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Tonqualität Smaugs Einöde (90%)

Akustisch glänzt auch der zweite Teil mit seinem 7.1 dts-HD-Master-Sound und vermittelt durchweg Gänsehaut pur. Eine Räumlichkeit, die nur selten erreicht wird, lässt Mittelerde im Heimkino entstehen. Wenn der Necromancer zu Azog spricht, füllt seine Stimme den ganzen Raum auf bedrohliche Art und Weise und wenn Beorn als Bär seine Zähne zeigt und auf den Boden stampft, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Der Subwoofer könnte erneut vielleicht noch einen Ticken kräftiger zupacken, doch das ist Mäkeln auf hohem Niveau. Stimmen gelangen perfekt verständlich ans Ohr und die Soundeffekte suchen in ihrer Qualität und Innovation ihresgleichen.

Ein schönes Beispiel dafür ist das wabernde Geräusch, das Bilbo im Dunkelwald mit den Spinnweben erzeugt oder auch die sich spannenden Elbenbögen in dem Moment da Legolas auftaucht. Wenn Bilbo dann nach all den Gefahren auf Smaug trifft, lässt dessen Stimme den Boden erzittern. Sein Organ hallt aus sämtlichen Lautsprechern wider und trifft tief in die Magengrube. Hier vor allem lässt sich auf der englischen Spur noch die Nuance herauskitzeln, die eine bessere Wertung der Originalfassung rechtfertigt, denn Benedict Cumberbatch klingt einfach noch den Hauch voluminöser als dessen deutsche Synchro.

Wenn Smaug über die Städte fegt, brennt der englische Atmos-Sound ein echtes Feuerwerk ab

Auch hier zeigt sich das gleiche Bild wie bei den anderen beiden Hobbit-UHD-Blu-rays: Der deutsche Ton verharrt beim bekannten 7.1-dts-HD-Master, während fürs Englische eine Dolby-Atmos-Fassung integriert wurde. Und auch hier zeigt sich recht früh, dass der LFE-Kanal noch tiefer herabreicht als er das zuvor beim englischen dts-HD-MA tat. Auch hier hat man das Sounddesign noch mal richtig und konsequent angefasst und nicht nur simpel ein paar Höhensignale produziert. Denn auch die reguläre Ebene und der Tiefbass bekommen noch mal ein echtes Update mit dedizierteren Signalen. Nehmen wir die Höhen-Signale hinzu, plätschert direkt zu Beginn der Regen. Allerdings hat man das halbwegs authentisch gemacht. Man hört ihn nicht einfach nur fallen, sondern immer dann intensiver, wenn Thorin entlang eines Daches läuft, auf das der Regen fällt. Die dicke Biene nach 10’20 sorgt für einen kurzen „Huch“-Moment und bei 12’40 kracht es ordentlich im Gebälk, wenn Bolg auf seinem Wolfsviech auftaucht.

Die Szenen mit den Spinnen im Düsterwald leben von ihrer akustischen Präsenz

Richtig brutal wird’s, wenn Azog  bei 14’38 eine Unterredung mit der unheilvollen Macht hat. Dessen Stimme tönt heftig über die Heights, sodass man ein Frösteln kaum verhindern kann. Wunderschön und schmeichelnd hingegen die Stimme von Galadriel nach 24’34, die Gandalf in seiner Erinnerung hört. Klasse auch, wenn die Zwerge im Bug des Bootes sind und an Deck allerhand los ist, bis sich die Fische über ihren Köpfen ergießen (ab 82’10).
Ab Minute 93 fliegt dann immer mal wieder ein Drache wuchtig über Thal, was vom Ton dynamisch über die Höhen-Speaker transportiert wird. Dazu das fortwährende leise Knarzen der Balken in der Wasserstadt.

Manchmal hat man das Gefühl das Geschehen spiele auf einer Galeere und der Mast knarzt bedrohlich vor sich hin. Wenn bei 113’30 die Druckwelle durchs Heimkino fegt, gehört das auf allen Ebenen zu einem der genialsten Atmos-Momente überhaupt. Ab 137’30 geht es dann immer mal wieder in die Unsichtbarkeits-Sicht und Smaugs Organ, bzw. Cumberbatches Stimme ertönt äußerst voluminös über die Heights. Dazu liefert der Sub eine eindrucksvolle Performance ab. Nach 161 Minuten bebt das Heimkino dann endgültig und feuert aus allen Rohren. Wenn Smaug noch einmal so richtig loslegt, grunzt und kreischt es von oben und vibriert es von unten – das hat durchaus Referenzqualitäten.

  • Deutsch: DTS-HD Master: (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos: (100%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos: (75%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos: (95%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Tonqualität Die Schlacht der fünf Heere (90%)

Wirklich gut schlägt sich mal wieder der Sound in Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere. Schon das ferne Flügelschlagen Smaugs erfüllt den Raum mit wuchtigem Druck und wenn er eine Brandschneise in die Seestadt schlägt, scheinen die Speaker selbst Feuer zu fangen. Gerade haarscharf am Rande des leichten Verzerrens entlang pustet er seine Feuerstöße in die Holzhäuser und sorgt so für ein Donnerwetter gleich zu Beginn. Ebenso wie erneut seine Stimme extrem voluminös aus den Lautsprechern erklingt.

Oft sind es aber die feinen Geräusche, die noch mehr Spaß machen: ein leichtes Säuseln rund um Gandalfs Holzgefängnis, ein Windhauch oder das Echo, das ertönt, wenn die Zwerge aus Seestadt zurück zu Smaugs Refugium kommen und in die Hallen hineinrufen. Geradezu gänsehauterregend ist der Moment, in dem hunderte Elbenschützen ihre Bogen rasselnd zurück in die Rüstung stecken. Wenn dann die Werwürmer aus dem Berg herausbrechen, läuft man im Heimkino Gefahr, von den gelösten Felsen erschlagen zu werden. Allerdings könnte noch ein wenig mehr Tiefbass diese vehementen Biester unterstützen. Während die Surroundkulisse praktisch allgegenwärtig ist, fehlt’s dem LFE-Kanal doch ein bisschen an letzter Konsequenz.

Jedes Mal, wenn Smaug spricht, bekommt der LFE-Kanal gut zu tun

Auch hier zeigt sich das gleiche Bild wie bei den anderen beiden Hobbit-UHD-Blu-rays: Der deutsche Ton verharrt bei 7.1-dts-HD-Master, während fürs Englische eine Dolby-Atmos-Fassung integriert wurde. Und auch hier: Die Atmos-Fassung geht spürbar dynamischer und druckvoller zu Werke als die alte und bisherige DTS-HD-Master-Kodierung. Schon der Angriff von Smaug direkt nach drei Minuten geht wesentlich weiter in den Tiefbasskeller und sorgt für ein stärkeres Fundament. Wenn er im Anflug auf die Stadt seine riesigen Flügel schlägt, wackeln die Hosenbeine. Aber auch die generelle Räumlichkeit über ALLE Speaker ist mit der Atmos-Version schöner und bedeutend anders als mit der herkömmlichen 7.1-Spur. Wenn bspw. Bolgs Stimme mit mehr Nachhall über das weite Feld erklingt anstatt „nur“ über den Center wie bei der DTS-HD-Master-Fassung, sorgt das für erheblich mehr Raum und Weite.

Die Höhen-Ebene spielt von Beginn an munter mit, wenn die glockenartige Filmmusik ertönt und gibt die Kirchturmglocken direkt danach sehr deutlich von oben hinzu. Was dann beim Angriff von Smaug auf Seestadt folgt, ist Dynamik auf allen Spuren pur. Überfliegt er die Kamera, sucht man unweigerlich Deckung. Immer wieder hört man Feuer und knarzendes Holz von oben, nimmt die Kirchturmglocken mal mehr mal weniger wahr und findet sich in einer Atmos-Szene wieder, die auf allen Ebenen Referenzwerte erreicht.

Eine echte Bereicherung für die Hobbit-Filme: Evangeline Lilly als Tauriel

Später gibt’s dann ein paar coole 3D-Sounds während Gandalfs Folter und die gruselig dominante und verzerrte Stimme Galadriels, was zu einigen der bemerkenswertesten 3D-Klängen führt, seit es Dolby Atmos gibt (ab 34’00). In der Folge ist zwar eine Weile lang Ruhe, doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn wenn ab Minute 81 die Schlacht so richtig losgeht, gibt’s nicht nur vehementen Bass und nachhallende Schwerter von den Heights, sondern auch immer wieder sich spannende Gerätschaften, quietschend vertonte lange Speere oder über die Kamera fliegende Kreaturen.

Dass hier nicht permanent Dauerfeuer gegeben wird, liegt in der Natur des Filmens. Denn die meisten Kampfszenen sind frontal zur Kamera gefilmt. Die Position des Zuschauers ist nur selten so weit unten, dass dedizierte Geräusche von oben kommen müssten. Dennoch hört man immer mal wieder Schwerter und Hellebarden über den Köpfen zusammenkrachen. Innerhalb der Festung hallen zudem die Kampfgeräusche authentisch von den Wänden und Decken wider und der nach gut 87 Minuten hinzu kommende Score verkündet von der Dramatik der Schlacht.

  • Deutsch: DTS-HD Master: (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos: (100%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos: (85%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos: (100%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (0%)

Die Hobbit-Trilogie auf 4K UHD enthält keinerlei Bonusmaterial.

Gesamtbewertung Hobbit Trilogie (88%)

Peter Jackson hat mit der Hobbit Trilogie sicherlich nicht die gleichen Kultfilme erschaffen wie mit „Der Herr der Ringe“ zehn Jahre zuvor. Dennoch bieten die drei Hobbit-Filme durchweg gute, manchmal vielleicht etwas alberne Unterhaltung. Dass den Filmen am Ende etwas die Luft ausgeht, liegt vielleicht auch daran, dass man sich an den epischen Schlachten irgendwann sattgesehen hat.

Die Bildqualität der 4K UHD-Blu-rays kann durchweg mit sehr gut bewertet werden. Einzig die noch glatteren Texturen und der noch digitalere Look mit teils scherenartig ausgeschnitten wirkenden VFX könnte den einen oder anderen stören. Die Implementierung von HDR sowie die Farbgebung überzeugen jedoch praktisch auf ganzer Linie – ausgehend von den bereits sehr guten Blu-rays. Beim Ton bleibt es fürs Deutsche zwar alles beim Alten, was schade ist, denn die englische Atmos-Fassung ist eine Wucht. Aber die deutschen DTS-HD Master Spuren überzeugen dennoch nach wie vor.

Der Hobbit: Die Spielfilm Trilogie - Extended Edition [4K UHD] [Blu-ray]
Preis: 51,99 €
(Stand von: 2021/12/05 12:35 am - Details
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Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 03. Dezember 2020 Review am: 13. Dezember 2020
Erscheinungsjahr Film: 2012/’13/’14 Laufzeit: 183/187/164 Minuten (EE)
Filmstudio: Warner Home FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2,39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS HD Master 7.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10, Dolby Vision Ausstattung:
4K Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise Trailer:



Der echte Filmfan bleibt im Heimkino: Das Bild ist besser, der Sound unmittelbarer und die Sitznachbarn angenehmer - Timo rezensiert seit 2002 mit Leidenschaft (fast) durch alle Genres. Aktuelle Rezensionen findest du auf blu-ray-rezensionen.net

7 KOMMENTARE

  1. Wie Brotkruemel schon schrieb… Ich hasse diese Vorbehalte von Atmos für den Englischen Markt… Geht man hier davon aus das in DE kein Atmos vorhanden ist, oder warum ist das immer wieder der Fall. Stört mich wirklich seit Jahren. Nichtmal bei solchen großen releases bekommt manns gebacken/ will manns gebacken bekommen.
    Traurig…

  2. Leider kommt „Der Hobbit“ nicht annähernd an die HdR Trilogie heran, weder inhaltlich und dramaturgisch (aufgeblasen auf 8 Stunden, das kleine Buch), noch technisch. Was in den alten Filmen noch größtenteils mit Maske gemacht wurde (Uruk-Hais, Orks), ist hier leider vollkommen CGI und als solcher viel zu leicht zu erkennen (sieht selbst heute noch meistens billiger aus als Maske). Nachdem HdR so liebevoll und aufwendig gestaltet (und geschrieben) wurde, kam mir „Der Hobbit“ eher wie der Versuch vor, noch einmal richtig Geld mit Mittelerde zu machen.

  3. Schöne Rezension, Timo! Kann dir da nur beipflichten…Habe auch schon deine über HdR gelesen. Schade das sie da kein 4k Scan vom Original gemacht haben… Mal sehen wie das Bild trotzdem ist, wollte dem Ganzen dennoch ne Chance geben….

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