Hobbs & Shaw 4K Blu-ray im Test: Launiges Spin-off mit tollem Bild

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Test Fast Furious Hobbs Shaw 4K Blu-ray
Hobbs & Shaw lassen es richtig krachen inkl. großartigem Bild!
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Bereits etwas länger gab es Ideen, das Fast&Furious-Franchise um Spin-offs zu erweitern. Relativ nahe liegend war da, dass man sich zunächst die Streithähne Hobbs & Shaw aussuchen würde. Nicht nur, weil sie von zwei immens beliebten Schauspielern verkörpert werden, sondern weil ihre Figuren so extrovertiert sind und locker einen eigenen Film tragen könnten. Während sich nach und nach die Besetzung und Story-Idee herauskristallisierten, stieß David Leitch als Regisseur zum Team hinzu, was schon im Vorfeld als absolut passend angesehen wurde. Immerhin hatte Leitch als Co-Regisseur von John Wick und Haupt-Regisseur von Atomic Blonde sowie Deadpool 2 bewiesen, dass er gerade im Feld von abgedrehten Actionfilmen einiges auf dem Kasten hat. Und das Publikum dankte es ihm. Trotz des Fehlens des Hauptcasts der FF-Filme gelang Hobbs & Shaw ein weltweites Einspiel von ~760 Mio. Dollar. Die Gewinnerstraße wurde also ohne Probleme erreicht. Und selbst wenn Vin Diesels nackter Charakterkopf sich hier nicht dem Betrachter entgegenstreckt, hat man ja in Bösewicht Idris Elba, CIA-Kontaktmann Ryan Reynolds und der quirligen Vanessa Kirby adäquaten Ersatz gefunden.

Hobbs & Shaw, die beiden Zicken des FF-Franchise || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Abgesehen davon ist es schwierig genug, neben Jason Statham und Dwayne Johnson überhaupt noch auf der Leinwand wahrgenommen zu werden – immerhin füllen die beiden Muskelpakete die Screen im Alleingang aus. Dass es aber nicht nur auf Kraft ankommt, zeigt eben jene Besetzung mit Vanessa Kirby als Deckards Schwester und MI6-Agentin Hattie. In ihrer Kampfszene mit Dwayne Johnson mag der Wrestler coole Sprüche liefern, für die Überraschungen sorgen aber Kirbys Fight-Skills. Es ist schon ein Augenschmaus, sich die fließenden Bewegungen ihres schlanken Körpers anzuschauen, wie dieser den 120kg-Koloss ein ums andere Mal zu Fall bringt. Denn auch wenn man Hobbs & Shaw durchaus vorwerfen kann, dass er (wie die Filme des Haupt-Franchises auch) einfach zu lange läuft (136 Minuten, um genau zu sein), sind die Actionszenen wirklich atemberaubend.

Richtig klasse sind auch die Szenen, die auf dem Gelände von Tschernobyl spielen (gedreht auf einem Ex-Kohlekraftwerk östlich von Leeds) und in denen ein LKW, ein Buggy und (erneut) Brixtons Bike eine Rolle spielen. Schön viel Staub wird hier aufgewirbelt und in toll choreografierten Szenen geht’s mächtig zur Sache. Natürlich ist das „over the top“ und hanebüchen. Aber wer erwartet von einem Film aus dem FF-Franchise schon Realismus?

Hattie Shaw heizt nicht nur ihren Widersachern ganz schön ein || © Bild: Universal Pictures Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten! 

Was neben der Action wirklich super funktioniert, ist das Buddy-Cop-Verhältnis zwischen Hobbs und Shaw. Haben sie sich in FF8 schon die nettesten Nettigkeiten an den Kopf geworfen, dürfen sie hier noch einmal weiter ausholen und sich mit den allerhübschesten Schimpfwörtern bedenken. Besonders witzig jene Szene, in der Hobbs und Shaw in zwei Räumen parallel voneinander eine Tür öffnen müssen und Shaw dafür sämtliche Gegner „ausprobieren“ muss. Aber es sind nicht nur die beiden Streithähne, die für gepfefferte Dialoge und Slapstick sorgen. Auch die großartige Vanessa Kirby tut ihren Teil dazu. Nicht nur agiert sie in den Kampfszenen elegant und überlegen, nimmt man ihr genauso ab, wenn sie Hobbs vorwirft, dass er zwar ein „Gebäude hochheben“ könnte, aber lieber mal den größten Muskel im Körper trainieren sollte: Das Gehirn. Es sind diese Frotzeleien, die einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausmachen. Ein absoluter Gewinn ist überdies Ryan Reynolds. Schon sein erster Auftritt und das Herumflachsen mit Hobbs und seiner Tochter sprühen vor Witz. Seitdem Reynolds seine selbstironische Seite entdeckt hat und in Filmen zur Schau stellt, kann man ihn nur noch mögen. Und dann ist da noch Idris Elba. Seine Figur des Brixton mag überhöht sein und ein bisschen zu nahe am Superhelden-Universum. Aber in Sachen Charisma, Präsenz und Boshaftigkeit macht ihm so schnell keiner was vor. Tatsächlich ist er der mit Abstand böseste und gleichzeitig coolste aller bisherigen Schurken in den FF-Filmen. Und wie wir alles wissen: Ein Film mit Helden ist immer nur so gut wie der Bad Guy.

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5 KOMMENTARE

  1. Blöd das es keine 16 Version fürs Heimkino gibt!! Bei den Kampfszenen ist es schon ganz schön zu merken das es auf Fsk 12 geschnitten wurde!

  2. Kleine Anmerkung zu dem Feld Technische Daten: bei Dolby Atmos und DTS-X wäre jeweils die Angabe des Core-Formates nicht schlecht.

      • Danke. Ist auch eher als Vorschlag für zukünftige Tests gedacht. Angaben zur Bitrate sind zwar für einen geringen Personenkreis durchaus interessant, aber schwer zu ermitteln.

        Auf jeden Fall sieht man hier, dass es auf technischer Seite durchaus anders laufen kann, als bei Disney!

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