Universal schickt Kinofilme 45 Tage nach Start zu Peacock

NBCUniversal hat angekündigt, dass man das Kinofenster für seine Filme von 120 auf nur noch 45 Tage verkürzen wird. Nach jener Zeitspanne werden die Streifen beim hauseigenen Streaming-Angebot Peacock landen.


Ausnahmen hält man sich jedoch offen. Die neue Strategie werde ab 2022 für die Filme der Universal Filmed Entertainment Group (UFEG) gelten. Eine Überraschung ist diese Entscheidung freilich nicht. Auch andere Hollywood-Studios wie Disney hatten schon ein verkürztes Kinofenster bestätigt. Auch im Falle von Disney sind es nur noch 45 Tage, bevor die Filme im Heimkino aufschlagen.

Eingeschlossen sind bei NBC Universal dann Filme von Untermarken wie Universal Pictures, Focus Features, Illumination und DreamWorks Animation. Universal lobt sich hier natürlich selbst und erklärt, man werde mit der angepassten Strategie sowohl den Kinobetreibern als auch den Anforderungen des Streaming-Marktes gerecht. Allerdings dürften Kinobetreiber sicherlich weniger angetan vom verkürzten Kinofenster sein.

Sky-Kunden erhalten bald kostenfreien Zugang auf Peacock.
Sky-Kunden erhalten bald kostenfreien Zugang auf Peacock.

In Deutschland hat man sich mit Sky zusammengetan, um Peacock ohne Mehrkosten zu Abonnenten des Pay-TV-Anbieters zu schubsen. So eine Partnerschaft ist auch für Sky Deutschland von großem Vorteil, muss man aktuell doch sehr um seine Abonnenten kämpfen. Das versucht man verstärkt mit Sky Originals sowie natürlich den Sportrechten.

Streaming-Markt: Wachstum, aber auch Fragmentierung

Der Streaming-Markt wächst und wird langfristig wohl das lineare Fernsehen mehr und mehr verdrängen. Allerdings herrscht zunehmende Fragmentierung, denn neben Amazon Prime Video und Netflix gibt es mittlerweile etliche Einzelangebote von Studios wie HBO Max (Warner), Paramount+ (Paramount), Disney+ (Disney) oder eben Peacock (NBCUniversal). Dazu gesellen sich weitere Plattformen wie Apple TV+. Wer also am liebsten alles sehen möchte, wird in Zukunft entweder um hohe monatliche Kosten oder ein regelmäßiges Angebots-Hopping nicht herumkommen.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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1 Kommentar
  1. Ich bin für Angebots-Hopping, auch aus Prinzip. Dann strengen die Streaming-Anbieter sich mehr an.
    Irgendwie ist Peacock für mich nicht interessant. Universal hat zwar einige gute Inhalte, aber die habe ich im Prinzip schon alle auf Scheibe. Außerdem will ich mich so nicht zu Sky locken lassen, so lange die kein monatlich buchbares Streaming in guter Qualität anbieten.

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