XGIMI präsentierte auf der IFA 2025 erstmals den neuen Titan Installationsprojektor sowie eine neue Modellreihe kompakter All-in-One-Lösungen Horizon 20 mit drei unterschiedlichen Modellen. Heimkinofans sollten diese 4K-Projektoren mit Dualer und Triple-Laser-Lichtquelle im Auge behalten.
Auf Europas größter Elektronikmesse durften wir erstmals das neue 4K-Projektoren-Line-up von XGIMI bestaunen. Dabei handelt es sich nicht nur um einen lieblosen Refresh der bestehenden Projektorenauswahl, sondern eher um eine komplette Neuausrichtung im Heimkinosegment. Insgesamt vier 4K-Laser-Projektoren wurden vorgestellt, die die Ansprüche der meisten Heimkino-Fans bedienen dürften. Starten wir mit den kompakten All-In-One-Lösungen der Horizon-Modellreihe, die sich als 20er-Serie neu definieren und auch Schwächen des Vorgängers adressieren.
Xgimi Horizon 20 (Pro/Max): Jetzt mit Lens-Shift und Triple-Laser

Die Horizon-Serie wird mit drei Modellen, Horizon 20, Horizon 20 Pro und Horizon 20 Max erweitert. Untereinander unterscheiden sich diese lediglich in zwei Belangen: bei der maximalen Helligkeit und natürlich dem Preis. Der Horizon 20 soll eine maximale Helligkeit von 3.200 ISO-Lumen bieten, die Pro-Variante satte 4.100 ISO-Lumen und der Horizon 20 Max liefert ganze 5.700 ISO-Lumen für euer Heimkino.
Die unverbindlichen Preisempfehlungen für die 4K-Laser-Projektoren betragen 1.699 Euro (Standard), 2.099 Euro (Pro) und 2.999 Euro (Max). Je nachdem, für welchen Einsatzzweck oder welche Nutzungsumgebung ihr einen Horizon-Heimkinoprojektor benötigt, könnt ihr das passende Modell auswählen. Wobei für eine normale Heimkino-Nutzung in einem abgedunkelten Raum die Standard-Variante bereits einen sehr guten Bildeindruck vermitteln dürfte, wie die Spezifikationen nahelegen.
Neue 3-Laser-Lichtquelle für bis zu 5.700 ISO-Lumen

Die nachfolgenden Ausstattungsmerkmale gelten nämlich für alle drei Modelle und offenbaren uns eine ganze Reihe Verbesserungen, die die Horizon-Plattform deutlich aufwerten. Wichtige Optimierungen betreffen unserer Auffassung nach die Lichtquelle und die Optik der Heimkinoprojektoren. Xgimi wechselt bei den neuen Horizon 20 4K-Beamern von der „Dual-Light-Engine“ welche einen Laser mit einem LED-Lichtsegment kombiniert, zu einer reinen RGB-3-Laser-Lichtquelle. Diese hat nicht nur einen großen Anteil an der hohen Helligkeit von bis zu 5.700 ISO-Lumen, sondern lässt sich für die Kontrast- und Farbdarstellung auch besser steuern. Viel Helligkeit hilft jedoch nichts, wenn diese dann am Ende vom Pixel-Shifting 4K-Chipsatz (TI 0.47″ DMD Pixel-Shifting) und/oder einer schlechten Optik geschluckt wird. Und genau hier kommt die zweite große Neuerung ins Spiel.
9-Linsen-Objektiv aus reinem Spezialglas

Das neue X-Master Red Ring-Objektiv hat eine Lichtdurchlässigkeit von über 99 Prozent, was bis zu 32 Prozent mehr Helligkeit auf die Leinwand wirft, verglichen mit regulären Optiken. Das Objektiv besteht aus 9 hochreinen Spezialglas-Elementen, die sphärische Aberrationen, also die Abweichung von Farbe, Kontrast oder Detailgrad an den Rändern, deutlich reduzieren. Mit der neuen Optik hält auch endlich ein optischer Lens-Shift Einzug in einen Xgimi Horizon-Projektor.

Und das gleich mit 120 Grad (+/-) vertikal und 45 Grad (+/-) horizontal. Dazu der optische Zoom mit 1.2 bis 1.5:1 der sich mit dem digitalen Zoom kombinieren lässt. Erhalten bleibt dagegen die komplette Auswahl der ISA 5.0-Features bestehend aus einer automatischen Trapezkorrektur (auf Wunsch dauerhaft und in Echtzeit), Autofokus, einer intelligenten Hindernisvermeidung, der automatischen Bildausrichtung auf die Leinwand und einer Wandfarbenanpassung.

Es sind also alle Voraussetzungen für eine optimale Bildqualität vorhanden, welche vom fortschrittlichen MediaTek 9679-Chipsatz und dem Dynamic Black Level Enhancement (DBLE) umgesetzt werden. Das System besitzt nämlich eine maximale Spitzenhelligkeit von 3.200 bis 5.700 ISO-Lumen, deckt 110% des BT.2020-Farbraums ab und liefert einen nativen Kontrast von unglaublichen 20.000:1 (dynamisch 1.000.000:1). Das alles bei einer Farbtreue mit einem Delta E-Wert von unter 0,9, also für das menschliche Auge nicht erkennbaren Fehlfarben.
HDR10, HDR10+, Dolby Vision, IMAX Enhanced

Die Spezifikationen lesen sich wirklich hervorragend, doch wie sieht es mit der Interpretation von Bild- und Audiosignalen aus? Wie sind da die Horizon 20 4K-Laser-Projektoren aufgestellt? Sehr gut, wie wir feststellen durften. HDR10, HDR10+, Dolby Vision, IMAX Enhanced und der Filmmaker-Mode bilden den Branchenstandard ab. Bei der Klangwiedergabe darf man sich auf Dolby Digital+ und DTS-Audiosigale inkl. DTS Virtual:X freuen. Eine native Darstellung von Dolby Atmos oder DTS:X funktioniert dagegen wohl nicht. Dafür soll sich das Audiosignal via eARC an ein kompatibles Soundsystem/Soundbar weiterleiten lassen. Apropos weiterleiten: Audiovisuelle Signale lassen sich über einen der HDMI 2.0-Anschlüsse, den optisch-digitalen oder analogen (3.5mm Klinke) Audioeingänge verarbeiten. Zudem stehen zwei USB-A-Ports (USB 2.0 + USB 3.0) bereit.

Via HDMI 2.0 werden werden 4K-Videosignale mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde (inkl. HDR) unterstützt oder Full-HD-Signale mit bis zu 240Hz und das mit aktivem VRR und ALLM. Gamer sollten bei der Ausstattung der Xgimi Horizon 20 Beamer ebenfalls aufhorchen. Denn die maximale Bildwiederholungsrate mit nativer Ausspielung des DMD-Chipsatzes und einen extrem geringen Input Lag von nur rund 1 ms bieten die perfekte Voraussetzung für Konsolen- und PC-Gamer.
Google TV für Streaming und 3D-Filme
Bleibt eigentlich nur noch die Bedienung und Audioausstattung des All-In-One-Projektors. Als Betriebssystem bleibt Xgimi der Google TV-Plattform treu. Diese bietet euch eine breite Auswahl an Streaming-Apps inkl. Prime Video, Apple TV+, Paramount+, Netflix usw., eine flotte und intuitive Bedienung und genug Einstellungsmöglichkeiten, um den 4K Projektor an eure Vorlieben anzupassen. Und wer möchte nicht einmal auf einer Projektion mit bis zu 300 Zoll (7,62 Meter) in der Diagonalen zocken? Und weil es immer noch ein Thema ist, die Projektoren unterstützen 3D-Filme mit kompatiblen, aktiven 3D-Brillen.

Was die Akustik anbelangt, hat Xgimi bei den Horizon 20-Modellen wohl das Maximum herausgeholt. Wir konnten die Geräte einer ersten Hörprobe unterziehen, in der IFA-Halle war es dann aber doch etwas zu laut, um die Klangqualität final einschätzen zu können. Mit drei Lautsprechern für die Höhen und Mitten und einer Klangleistung von 24 Watt darf man aber davon ausgehen, dass der Projektor ab Werk eine anständige Verarbeitung der Audioquellen schafft. Zudem soll das System tiefe Frequenzen ab 55 Hz wiedergeben können, damit auch der Bassbereich für Filme und Serien abgedeckt werden kann. Ein optionales Audioupdate via Bluetooth oder HDMI eARC ist jederzeit möglich.
Aktionsseite HORIZON 20 im Webshop von XGIMIXGIMI Titan Profi-Projektor mit 5000 ISO-Lumen

Kommen wir zum Xgimi Titan, einer der wohl größten Überraschungen am Stand von Xgimi. Das Beste an diesem Projektor ist sicherlich, dass Xgimi alle Kompromisse, die man bei den Horizon 20-Modellen aufgrund der kompakten Bauweise eingehen musste, über Bord werfen kann. Der Xgimi Titan hat die Maße eines professionellen Installationsprojektors (441 x 345 x 158 mm / B x T x H – 11.5 kg) und ist auch als solcher konzipiert. Wobei Xgimi das Gerät wohl nicht nur im professionellen Umfeld wie Messen, Kunstinstallationen oder Events sieht, sondern vor allem im Heimkino.
0.78 Zoll Chipsatz + selbstentwickelte Optik

Der chinesische Elektronikspezialist zieht beim Titan auch alle Register und stattet das System mit einem fortschrittlichen 0.78 Zoll-Chipsatz (4K UHD Pixel-Shifting) aus, der einen extrem hohen Lichtdurchsatz ermöglicht. Befeuert wird der Chipsatz mit einem 2-Laser-System, das mit einem Phosphor- und Farbrad zusammenarbeitet. Das Bild wird dann über ein selbst entwickeltes Objektiv auf die Leinwand gebracht, welches aus über 12 hochreinen Glaslinsen besteht. Diese Kombination erreicht eine maximale Lichtleistung von 5.000 ISO-Lumen.
XGIMI X1 AI Bildprozessor
Für die perfekte Interpretation der Bildinhalte fehlt jedoch noch ein Baustein, den Xgimi ebenfalls selbst liefert. Der X1 AI Image Chip stimmt das Zusammenspiel der Komponenten so aufeinander ab, um einen dynamischen Kontrast von bis zu 5.000.000:1 auf die Leinwand zu bringen. Eine Qualitätsansage, die wir nach unserer eigenen Sichtung auch so glauben möchten. Denn die Heimkino-Präsentation mit dem Xgimi Titan (im abgedunkelten Raum) war wirklich beeindruckend. Und weil es bei einem Heimkino-Beamer nicht ganz unwichtig ist, läuft der Xgimi Titan im Standard-Bildmodus mit extrem leisen 25 dB aus einer Distanz von einem Meter – ganz nach dem Motto: Hört den Film, nicht den Projektor.

Doch nicht nur der Kontrasteindruck, auch die Farbdarstellung war auf einem hohen Niveau und soll laut Hersteller 150% des DCI-P3-Farbraums erreichen. Das Ganze findet auf einer Projektionsfläche zwischen 100 Zoll (2,54 Meter) und 250 Zoll (6,35 Meter) statt. Diese Projektionsdiagonalen erreicht der Xgimi Titan aufgrund seines fortschrittlichen optischen Zooms von 1.2-1.5:1 mit einem Abstand zwischen 2.7 bis 6.7 Meter zur Projektionsfläche. Bei der Ausrichtung auf die Leinwand hilft zudem der dynamische Lens-Shift mit 120 Grad vertikal (+/-) und 45 Grad horizontal (+/-).
HDR10, HDR10+, Dolby Vision & 3D-Filme
Bei der Verarbeitung der Signalquellen zeigt sich der Xgimi Titan ebenfalls äußerst flexibel. 4K-Videosignale können HDR10, HDR10+, Dolby Vision und IMAX Enhanced verarbeitet werden. Der Filmmaker Mode sorgt dagegen dafür, dass die Bildinhalte so dargestellt werden, wie von den Künstlern beabsichtigt. Auch 3D-Filme werden mit kompatiblen, aktiven 3D-Brillen unterstützt. Xgimi attestiert dem Titan auch eine gute Gaming-Funktionalität, jedoch fehlen uns hier noch die Daten zur maximalen Bildwiederholungsrate und zum Input Lag. Wir würden vermuten, dass wir uns hier ebenfalls im Bereich 4K@60Hz und 1080p@240Hz mit einem geringen Input-Lag von unter 5 ms bewegen. Wir warten hier aber noch auf eine Bestätigung seitens Xgimi.

Der Installationsprojektor nutzt im Gegensatz zu den kompakten Horizon 20-Varianten nicht das Google-TV-Betriebssystem, sondern eine auf Funktion ausgelegte Plattform. Externe Signalquellen können über einen der zwei HDMI 2.0-Anschlüsse, einen optischen Audioeingang, USB 3.0 oder USB 2.0 auf den Titan gebracht werden. Wie es sich für einen professionellen Heimkinoprojektor gehört, gibt es noch viele weitere Funktionsanschlüsse wie einen Service-Eingang (Mini-USB), einen Audio-Ausgang mit 3.5 mm Klinke, einen RS232-Port zur Steuerung des Systems sowie einen LAN-Eingang.
Xgimi Titan ab Dezember 2025 für 3.999 Euro

Xgimi betritt mit dem Titan neues Territorium und dementsprechend ist es nicht untypisch, dass noch ein paar Angaben zur Ausstattung fehlen. Zwei nicht ganz unwichtige Infos haben wir dann aber noch für euch. Der Xgimi Titan soll erste Vorbesteller im Dezember 2025 erreichen. Zum Preis hat sich Xgimi nicht offiziell geäußert, das Modell wird aber schon von ersten Onlineshops für 3.999 Euro gelistet. Diesen Preis haben wir auch so kommuniziert bekommen.
Aktionsseite TITAN im Webshop von XGIMISpannende Heimkino-Jahre 2025/2026 bei XGIMI
Mit der Horizon-20-Serie (Standard/Pro/Max) und dem Installationsprojektor Titan hat XGIMI auf der IFA 2025 mehr als nur ein Refresh gezeigt: Die strategische Neuausrichtung spannt den Bogen vom kompakten All-in-One-Beamer bis hin zur Profi-Klasse. Triple-Laser-Lichtquellen, das neue 9-Linsen-Objektiv mit optischem Lens-Shift, Google TV sowie breite HDR-Unterstützung (HDR10, HDR10+, Dolby Vision, IMAX Enhanced) adressieren zentrale Wünsche vieler Heimkino-Fans — inklusive Gaming-Features mit hohen Bildraten und sehr niedrigen Latenzen.
Preislich positionieren sich die Horizon-20-Modelle bei 1.699 / 2.099 / 2.999 Euro, während der Titan mit 5.000 ISO-Lumen, 0,78-Zoll-Chip, eigens entwickelter Optik und X1-AI-Bildprozessor als neues Flaggschiff für voraussichtlich 3.999 Euro (ab Dezember 2025) antritt. Gelingt die Übersetzung der Messe-Performance in die Wohnzimmer, dürften 2025/2026 zu äußerst spannenden Heimkino-Jahren für XGIMI werden — mit mehr Auswahl, mehr Bildqualität und deutlich mehr Flexibilität bei Aufstellung und Einsatz.


VRR mit HDMI 2.0, wer kennt’s nicht? 😉
Und wieso sollte VRR nicht mit HDMI 2.0 mit 48-60Hz funktionieren?
Nativer Kontrast von 20.000:1? Niemals! Nur mit Dimming-Getrickse, so dass das Gesamtbild und die Farbhelligkeit extrem darunter leiden. Die Physik bei DLP-Geräten ist, wie sie ist.