Xiaomi präsentiert OLED-TV mit HDMI 2.1 und Dolby Vision als echten Preiskracher

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Xiaomi OLED
Xiaomi startet mit seinem ersten OLED - und der hat es in sich

Xiaomi hat seinen ersten OLED-TV vorgestellt. Der hat es in sich, denn er bietet HDMI 2.1, Dolby Vision und sogar HDR10+ – zu einem sehr aggressiven Preis!

So kostet der Xiaomi Mi TV Lux mit 65 Zoll Diagonale und natürlich Ultra HD / 4K in China gerade einmal ca. 1.632 Euro. Das ist ein sehr aggressiver Launch-Preis, der hierzulande sicherlich viele Käufer locken würde. Allerdings ist zu bedenken, dass der neue OLED-Fernseher von Xiaomi bei einer Veröffentlichung in Deutschland mit Sicherheit eine ganze Ecke teurer starten würde. Leider ist derzeit auch völlig offen, ob Xiaomi seinen Mi TV Lux in Europa auf den Markt bringen wird.

Der Xiaomi Mi TV Lux decke laut Hersteller 98,3 % des DCI-P3-Farbraumes ab und erreiche dabei eine Genauigkeit von Delta E<1.5. Weil HDMI 2.1 als Schnittstelle mit von der Partie ist, untersützt dieser OLED-Fernseher auch ALLM (Auto Low Latency Mode), VRR (Variable Refresh Rate), HDMI eARC (Enhanced Audio Return Channel) und 4K bei 120 Hz. Damit kommen auch Gamer offenbar voll auf ihre Kosten.

Xiaomis Mi TV Lux bietet HDMI 2.1
Xiaomis Mi TV Lux bietet HDMI 2.1

Außerdem setzt Xiaomi auf Unterstützung für Dolby Atmos und ein Lautsprechersystem mit 9 eunzelnen Speakern und einer Leistung von 65 Watt. Als SoC hält ein Prozessor von MediaTek mit vier Kernen her, der MPU 9650. Ihm stehen 3 GByte RAM und 32 GByte Speicherplatz zur Seite. Xiaomi setzt auf MIUI for TV als Betriebssystem, was eine Abwandlung von Android TV darstellt. Für eine verbesserte Bewegtbilddarstellung ist MEMC integriert.

Xiaomi will bei Audio und Video vorne mitspielen

Um den Sound weiter aufzupeppen, nutzt man AI Master for Audio. Damit meint Xiaomi ein Feature, das am Mi TV Lux automatisch Audioinhalte erkennen soll und dann zwischen 5 Modi umschalten kann: Filme, Musik, Nachrichten, Sport und Sonstiges. In China wird der neue OLED-TV von Xiaomi bereits ab dem 3. Juli 2020 zu haben sein. Er hat natürlich auch Wi-Fi 802.11 ac und Bluetooth 5.0 an Bord. Auch die Remote arbeitet im Übrigen mit Bluetooth. Kritisieren könnte man lediglich, dass nur drei HDMI-Anschlüsse vorhanden sind.

Xiaomi OLED
Xiaomi Mi TV Lux: Wird er nach Deutschland kommen?

In China wird der Mi TV Lux in Xiaomis AIoT-Ökosystem eingebunden und unterstützt auch den Sprachassistenten des Unternehmens. Nun können wir nur hoffen, dass Xiaomi mit seinem OLED-TV mit HDMI 2.1 eventuell auch versucht in Europa Druck aufzubauen.

13 KOMMENTARE

  1. Es ist schon faszinierend, wie diese Narrative durch Framing in den Medien in die Köpfe vieler Menschen implementiert werden.
    Dabei wurde die Weltöffentlichkeit doch durch das Handeln von sehr mutigen Menschen darüber aufgeklärt, dass diese US-Unternehmen (Google,Facebook,etc.) mit den großen Überwachungsprofis (CIA,NSA,etc.) zusammenarbeiten und nicht nur vorhaben gezielte Werbung zu verbreiten.
    Also haben wir auf der einen Seite Beweise für die Bespitzelung und auf der anderen Seite Behauptungen und Vermutungen.
    Sicherlich werden auch chinesische Unternehmen ähnlich agieren, aber wieso ist die eine Seite gut und die andere böse?
    Ich persönlich finde diese Überwachung erschreckend, aber das gute an einem Fernsehgerät ist, dass man es nicht mit dem Internet verbinden muss.
    Zum Thema: Der Xiaomi OLED sieht schon interessant aus. Ich würde mich sehr über einen Vergleichstest freuen, insbesondere im Bereich der Spitzenhelligkeit und der Bewegungsschärfe.

    • Der Unterschied ist, dass CIA und NSA sich nur dann für Dich interessieren, wenn Du ihnen negativ auffällst. Chinesische Geheimdienste interessieren sich schon für Dich, wenn Du existierst. Das beweist der Big Brother Staat in der Volksrepublik.

      • Gegen so eine stichhaltige Argumentation kann man natürlich nichts erwidern. 😉
        Aber man sollte bedenken, dass all das Datensammeln möglicherweise auch darauf abzielt, Entscheidungs- und Handlungsmuster zu speichern.
        Des weiteren könnte man aus den daraus resultierenden Mustern erforschen, wie sich gewisse Handlungen/Entscheidungen beeinflussen lassen.
        Somit ist die Möglichkeit gegeben Menschen bis zu einem gewissen Grad indirekt zu lenken und zu kontrollieren.
        Ich bin der Meinung, dass man über das Datensammeln und mögliche Konsequenzen einmal kritisch in der Öffentlichkeit diskutieren sollte, aber die richtige Zeit hierfür wäre vor 25 Jahren gewesen.

  2. Endlich. Konkurrenz belebt das Geschäft. Kann es kaum erwarten, dass der nach hier kommt um auf LG OLED preislich Druck zu machen. Das wird gut für den Geldbeutel des Endverbrauchers.

    • Da ist die Menge an OLED Tvs von Xiaomi zuwenig um LG Konkurrenz zu machen, zudem müssen die Tvs erstmal um die halbe Welt versandt werden, der lokale Preis von den 1632€ ist ja nur umgerechnet auf Euro und würde nicht dem europäischen/deutschen Marktpreis entsprechen. Die LG OLED sind in China ja auch billiger als hier
      Zudem sind ja die Panels von LG, die lassen sich das Geschäft nicht von den eigen Abnehmer der Panels kaputtmachen

  3. Nachdem Xiaomi ja schon Handydaten (Mails, Bilder, alle besuchten Seiten und und und) ohne Erlaubnis des Nutzers eingesammelt hat, kaufe ich den Fernseher gerne, damit meine TV-Gewohnheiten die Datensammlung der Chinesen über mich komplettieren.

        • Korrekt. Hat sich beim Vor-Kommentator jedoch angehört, als wäre das nur ein Problem von Xiaomi… zumindest hatte ich das so aufgefasst. Wollte damit nur verdeutlichen, dass auch „vertrauenswürdige“ Marken Daten ohne Ende abgreifen.

      • Diese kommerziellen Firmen machen dann gezielte Werbung daraus. Aber beim Big Brother Staat China würde ich mich nicht darauf verlassen, dass die Auswertung nicht sehr viel politischer ist.

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