Avengers: Endgame 4K Blu-ray im Test: Das Grande Finale!

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Avemgers: Endgame 4K Blu-ray Test
Das große Finale: "Avengers: Endgame" auf 4K Blu-ray im Test
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Da ist er, der erfolgreichste Film aller Zeiten und „Avatar“-Bezwinger. Der vielleicht am meisten erwartete Heimkino-Release 2019. Und das durchaus verdient. Immerhin kündigte sich dieses Finale dann über die 21 vorhergehenden Filme lange genug an und schürte entsprechende Erwartungen. Da brauchte es dann nur noch den ultragemeinen Cliffhanger aus Avengers: Infinity War und die Fangemeinde war angestachelt genug, um nun aber mal wirklich wissen zu wollen, wie Marvel das Ding noch drehen wollte. Dass man es irgendwie rumdrehen und ungeschehen machen wollte, schien außer Frage. Immerhin war klar, dass Endgame gut drei Stunden Zeit der Kinogänger in Anspruch nehmen sollte. Und das wäre dann doch ein bisschen viel gewesen, wenn man nur einem fett gewordenen Thor und einem Steve Rogers als Leiter einer Selbsthilfegruppe zugeschaut hätte.

Bruce Banner und Hulk haben sich vesöhnt ©Marvel Studios 2019

Die Brüder Russo, die erneut auf dem Regiestuhl Platz nahmen, behielten sich aber durchaus vor, den Abschluss der Saga mit einem Zeitsprung auszubremsen und eine völlig veränderte Welt zu präsentieren. Eine Welt, in der das Leben praktisch zum Erliegen kam: Dreck türmt sich auf den Straßen und gigantische Frachter liegen leblos in den Häfen. Eine Welt, in der Stark als liebender Familienvater zu sehen ist; in der Thor dem Alkohol frönt und Hawkeye zum gnadenlosen Rächer mutiert. Das gefiel im Kino nicht jedem. Vor allem der außer Form befindliche Thor mit hohem Albernheitsfaktor stieß vielen Zuschauern sauer auf und kratzt in diesem Punkt tatsächlich an der Glaubwürdigkeit der Figur. Dass sich aber ein Tony Stark mit seiner kleinen Familie vor den Gefahren irgendwelcher fixer Ideen schützen möchte, wirkt umso realistischer. Es mag ungewöhnlich sein, ihn plötzlich selbst als Vater zu sehen, wo seine Erinnerungen an die eigenen Eltern eher von deren Abwesenheit zeugten. Doch im Sinne einer Charakter-Entwicklung scheint das absolut glaubwürdig. Und es ist Zeit für diese Momente. Denn im Gegensatz zum Vorgänger Avengers: Infinity War muss Endgame nicht mehr den Überblick über zahlreiche Schauplätze und noch wesentlich mehr Figuren bewahren. Der Hauptteil des Films wird mit einem reduzierten Cast – in etwa auf dem Level des ersten Avengers-Film – bestritten, was zwar sicherlich ein paar reizvolle Charaktere sowie deren Fähigkeiten außer Acht lässt, aber eben konzentrierter und zielgerichteter wirkt.

Wird Tony die Erde noch mal wiedersehen ©Marvel Studios 2019

Wenn es dann aber ab der 68. Minute losgeht, zieht Endgame mit einem Zeitreise-Element tatsächlich eine Trumpfkarte aus dem Ärmel. Zunächst könnte man noch denken, sie verwursten einfach alte Einstellungen aus den vorherigen Filmen. Doch gerade dieses Aufeinandertreffen der Figuren aus den unterschiedlichen Zeiten sorgt für amüsante und sehr charmante Rückblicke auf das MCU – ziemlich genial gemacht und erdacht. Denn, nicht, dass wir uns falsch verstehen: Avengers: Endgame ist kein redseliges Drama mit abgehalfterten Superhelden geworden. Und wenn die Russos eins in den vorherigen drei Marvel-Verfilmungen gelernt haben, dann ist es, Action in perfektem Maße zu inszenieren. Dennoch muss man in der ersten Stunde durchaus erst einmal damit zurechtkommen, dass die Grundstimmung deprimierend ist und es viele erzählerische Elemente gibt. Auch strukturell ist es ab und an etwas zerfahren, während die unterschiedlichen Gruppen auf die Suche nach den Steinen gehen. Immer wieder springt die Handlung von einer zur nächsten und wieder zurück. Das bremst mitunter den Erzählfluss. Immerhin bleibt man innerhalb seiner Zeitreise-Geschichte aber stringent und konsequent. Hier gilt es, besonders gut aufzupassen, wenn Bruce Banner seine Erklärung abgibt oder wenn die Älteste (Tilda Swinton) kurz darauf von den unterschiedlichen Zeitlinien spricht.

Ab durch die Zeit ©Marvel Studios 2019

Abgesehen vom (erneut) extrem ärgerlichen Product Placement einer bestimmten Automarke, gibt es nach 137 Minuten dann aber endlich diesen Gänsehautmoment, wenn sich die große Schlacht ankündigt. Ach was, 137. Minute … eigentlich ist der finale Kampf ein einziger Gänsehautmoment – bis hin zur Kamerafahrt nach 158 Minuten durch praktisch alle bisher an den Filmen beteiligten Helden und Nebenfiguren – herrlich. Die Choreografie der Actionszenen ist dabei so gelungen wie eh und je, wenn die Russos auf dem Regiestuhl sitzen. Ob das die gigantisch angelegte Schlacht ist oder auch der Kampf um den Handschuh. Einzig die große Stärke Thanos‘ stößt ein bisschen auf. Immerhin kämpft er noch ohne die Steine und wirkt aufgrund der konzertierten Aktionen diverser Avengers gegen ihn dann doch etwas zu wehrhaft. Dennoch: Visuell und in Sachen Bombast ist das ein absolutes Fest. Dass sich Avengers: Endgame zum Schluss noch mal etwas Zeit nimmt, um in ruhigeren Szenen abzuschließen, sorgt für ein paar sehr emotionale Momente und wird glücklicherweise auch nicht so ausgewalzt wie bei Herr der Ringe: Rückkehr des Königs. Am Ende ist Endgame vielleicht nicht der beste Film des MCU, aber ein sehr würdiger Abschluss einer Story, die vor mehr als 20 Filmen mit Iron Man begann.

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7 KOMMENTARE

  1. @Lutz, und weißt was andere wollen?! Top!
    Ich guck zum Beispiel, UHD und 3d! Ich finde solche Pakete super, weil da alles drin ist! Zum Beispiel Alita! Und wenn man alles guckt…. stimmt der Preis auch wieder!

  2. Super Abschluss der Reihe.Was mich am meisten stört ist die Verkaufspolitik der 4k UHD Scheiben,wer sich die UHD zulegt der braucht keine BD und auch keine 3 D BD.Noch dazu ist das ganze Paket total überteuert.Das ist nur bescheiden schön,da werd ich wieder zur BD greifen, da stimmt das Preis/Leistungsverhältnis wenigstens.

  3. Mein Versuch, den Film über Videoload (hatte noch Guthaben) zu gucken war eine Katastrophe. Stream mindestens 10 mal hängengeblieben….Nicht zu Ende gesehen. Und das bei einer 110 er Leitung…

  4. Ernsthaft: Ich bezweifle, dass hier irgendjemand den Unterschied einer sauber gemasterten Dolby Digital Plus-Spur mit 800 kbit/s und einem Lossless-Track bemerken würde. WENN ein Unterschied zu hören ist, liegt das in 99 % der Fällen daran, dass der komprimierte Track BEWUSST schlechter gemastert wurde, DAMIT er schlechter klingt, als der Lossless-Track.

  5. Mir hat der Film nicht so gut gefallen. Der Hype ist bei mir doch ziemlich verpufft. Einfach zu langatmig. Hatte mir mehr versprochen.

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