Captain Marvel 4K Blu-ray im Test: Marvels Antwort auf Wonder Woman

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Im Test: Captain Marvel 4K Blu-ray
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Man mag es ja kaum glauben: Wo das MCU in der direkten Konkurrenz zwischen Marvel und DC (zumindest während der letzten elf Jahre) doch in allen Belangen Vorreiter und Wegbereiter zu sein schien, hinkte es in einem Punkt tatsächlich hinterher. Denn wo man bei DC mit Wonder Woman mutig auf die Zugkraft einer weiblichen Heldin setzte, brauchte es im Marvel Cinematic Universum tatsächlich 20 Filme, bevor man im 21. dann ebenfalls eine Heroine präsentierte. Und das mit höchster Not. Denn nach all der Vorbereitung durch die 20 Werke der MCU-Abschnitte I – III war es höchste Zeit, Carol Danvers zu etablieren. Immerhin sollte sie in Avengers: Endgame eine wichtige Rolle übernehmen. Ohnehin würde die späte Einführung und das „aus dem Hut zaubern“ in Endgame zu möglichen Fragen führen. Brie Larson darf sich nun stolz auf die Fahne schreiben, den bisher erfolgreichsten Superheldinnen-Film auf ihren Schultern getragen zu haben.

Captain Marvel lässt es blitzen

Sie war ohnehin praktisch erste Wahl und sie ist schlicht großartig in der Rolle. Ohne ihr Schicksal verdrängen zu wollen, geht sie zwar zielstrebig auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, tut das jedoch mit einer gewissen Leichtigkeit. Denn was auch hier wieder äußerst gut funktioniert (und das nicht das erste Mal), ist der Humor. In Larson hat man eine Darstellerin gefunden, die gleichzeitig Figurentiefe, Coolness und Witz in ihre Rolle bringt. Allerdings darf Ben Mendelsohn als Bösewicht mal langsam in Rente gehen. Nach Rogue One, Ready Player One und Robin Hood scheint es fast so, als hätte Hollywood keine anderen Darsteller mehr für fiese Intriganten – selbst wenn seine Auftritte (ohne Maske) hier relativ kurz sind.

Gegen solche Makel setzt Captain Marvel vor allem auf das Aufnehmen von losen Fäden, die auch hier noch einmal für nachträglich erkennbare Zusammenhänge sorgen. Ob das nun die Einführung von Fury und Agent Coulson ist, die (rein chronologisch betrachtet) hier erstmalig in Erscheinung treten oder die Erklärung zum Tesserakt.

Da war er noch jung und beidäugig: Nick Fury

Nur logisch ist übrigens, dass Fury hier noch ein ziemlich positiver und gutmütiger Witzbold ist – immerhin hat er das Leid der kommenden 20 Jahre noch nicht gesehen.

Insgesamt ist der Film als Origin-Story nicht ganz so abwechslungs- und temporeich wie andere Superhelden-Einführungsfilme, was für die eine oder andere Länge im Mittelteil sorgt. Doch wenn es um Schauwerte geht, steht auch Captain Marvel den anderen Filmen kaum nach. Die Eröffnung auf den Planeten der Kree ist schon großartig und die späteren Actionszenen in Mar-Vells Schiff sind spektakulär – wenngleich Actionszenen eher etwas zurückgefahren wirken.

Das ist dann aber fast vergessen, wenn Vers aka Carol Danvers aka Captain Marvel nach gut 100 Minuten die Schiffe von Ronan zerstört. Hier sieht nicht nur DCs Superman aus wie ein Vorschulkind, sondern wird auch endlich klar, warum diese Heldin die wohl stärkste des MCU ist. Schade, dass man ihre Aktivierung (ziemlich künstlich) hinaus gezögert hat und es ist durchaus fraglich, ob ihr Einsatz nicht in Infinity War schon für einen anderen Ausgang gesorgt hätte.
Aber halt: Dann wäre es ja nicht zu Endgame gekommen …

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Der echte Filmfan bleibt im Heimkino: Das Bild ist besser, der Sound unmittelbarer und die Sitznachbarn angenehmer - Timo rezensiert seit 2002 mit Leidenschaft (fast) durch alle Genres. Aktuelle Rezensionen findest du auf blu-ray-rezensionen.net

7 KOMMENTARE

  1. Die Mikey Maus muss sich mal paar YouTube Videos rein ziehen,damit Sie wissen wie viele Heimkinofans bei uns ein Atmossetup und mehr haben.Die denken anscheind wir sitzen noch in der Höhle.andere wie z.b. Dreamworks haben das kappiert und haben eine deutsche Atmos Tonspur drauf.

    • Na das ist für mich nicht so wichtig… Für mich muß es 3d sein…. Die normale Blu Ray scaliert mir mein Panasonic Player super hoch. Und Uhd Blu Ray macht für mich halt auch nur richtig Sinn wenn in UHD gedreht wurde…

  2. Was Disney mit der deutschen Tonspur macht ist einfach ne Frechheit! Eigentlich sollte auf alle Scheiben Atmos sein oder wenigstens DTS Master HD… Zum Anfang haben Sie es ja auch hinbekommen!
    Der an sich gefällt mir. Ist mal etwas ruhiger aber weiß trotzdem zu gefallen. Aber zurück zur Tonspur! Warner schafft es ja auch auf der normalen Blu Ray, Atmos zu packen!

  3. Nach Endgame habe ich „Captain Marvel“ gleich mit „Supergirl“ von der DC Konkurrenz verglichen. Die hatte nicht nur Iron Man gerettet, sondern eigentlich auch Thanos im Alleingang erledigt.
    Sie mit „Wonderwoman“ zu vergleichen passt dagegen nicht. Denn in „Justice Legue“ hat sie keine Chance gegen Superman.
    So hat jetzt das Marvel Universum eine echte Superheldin.

  4. Ich habe auf die 4k Disk lang gewartet weil ih 0 Bock auf Kino hatte.
    Nun ist sie da und ich muss sagen, der Film hat mich mehr als Black Panther gelangweilt :-(((
    Der Endkampf ist zwar recht Spektakulär aber die 100 Min davor….war echt nix!

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