LG: Finales Update soll „Dolby Vision-Bug“ auf OLED TVs beheben

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Wenn Schwarz nicht Schwarz ist: LG hat immer noch mit dem "Dolby Vision-Bug" zu kämpfen

Wie das forbes-Magazin berichtet, möchte LG mit einem zweiten und finalen Update dem „Dolby Vision-Bug“ endgültig den gar ausmachen. Die neue Firmware für die OLED Fernseher aus 2016 und 2017 befindet sich bereits in internen Tests. 


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Update 16-06-2018: Es ist ein neues Beta-Update für die B6, C6 und E6 Modelle veröffentlicht worden. Der „Raised Black“ oder „Dolby Vision“-Bug soll endlich behoben worden sein!

Originalbeitrag: LG residiert gerade in Madrid, zeigt geladenen Fachjournalisten das neue Audio- und Video-Lineup und versorgt die Kollegen auch mit zusätzlichen Informationen. In diesem Fall konnten Mitarbeiter von LG freudige Neuigkeiten zum Thema „Dolby Vision-Bug“ übermitteln. Es war herausgekommen, dass Dolby Vision in den 2016 und 2017er OLEDs nicht ganz sauber implementiert wurde. Die Schwarzwerte wurden nicht korrekt interpretiert, wodurch dunkle Farben oder die Darstellung von absolutem Schwarz eher Grau erschien. Schnell legte LG ein Update nach, welches aber das Problem nur zum Teil behob. Um eine zufriedenstellende Lösung zu gewährleisten, mussten die Hersteller von Zuspielern (Apple TV 4K, Oppo UBP-203 usw.) ein Low-Latency Profile über ein Update einspielen, um den Fernseher bei der Berechnung von Dolby Vision zu unterstützten.

Update in „absehbarer Zeit“

Ohne diese „Unterstützung“ war das Problem der fehlerhaften Schwarzdarstellung immer noch existent. Dolby Vision hat LG ein neues Profile zur Verarbeitung der Dolby Vision Daten zur Verfügung gestellt. Interne Tests sollen bereits angelaufen sein. Die Geräte aus dem letzten Jahr werden hoffentlich innerhalb der nächsten Wochen das Firmware-Update über die automatische Update-Funktion erhalten.

Dolby Vision Problem Schwarzwert Update
Wie bei dieser Dolby Vision Demo kann es zu einem Grauschleier bei dunklen Bildbereichen kommen. Das Problem soll mit einem Update behoben werden

Besitzer eines 2016er OLEDs müssen sich gedulden

Wer im Besitz eines 4K OLED Fernsehers aus 2016 ist, muss sich womöglich noch etwas länger gedulden. Die ersten Updates werden wohl für die 2017er Modelle veröffentlich, nachdem diese sich auch weitaus besser verkauft haben. LG versichert aber, dass die älteren Geräte aber auf jeden Fall mit einem Update versorgt werden. Wer mit einem neuen OLED aus 2018 liebäugelt, der muss übrigens keine Angst haben. Die neuen Modelle unterstützen bereits das neue „Profile“ ab Werk.

LG: Finales Update soll „Dolby Vision-Bug“ auf OLED TVs beheben
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12 KOMMENTARE

  1. Update zum Stand der Dinge!
    Laut Forbes Redakteur John Archer erhielt LG die Zweite (Neuere) Dolby Vision HDMI Profil Datenbank am 20. März. Zuerst bekommen doch die 2018 TVs das Update (Also haben die doch noch die Alte). Dann die 2017 und dann Später (wenn Zeit ist) die 2016 Modelle. Angeblich gibt es bei LG nur eine geringe Anzahl an Software Programmierer/Entwickler.

  2. Mir stellt sich nur die Frage was dort explizit so lange getestet werden muss ,wenn lediglich ein anderes DV-Profil geliefert/implementiert werden muss – aber scheint ja eher Komplex zu sein wenn das ein herstellerübergreifendes Thema ist.

  3. Sind die Premium LED Fernseher mit Dolby Vision aus 2016 auch von dem Problem betroffen? Da hier nie was von gesagt wird. Wenn doch, wäre da auch ein Update geplant?

    • Afaik betrifft das ausnahmslos alle DV-fähigen TV Geräte, da das an die Hersteller gegebene DV-Profil selbst fehlerhaft ist.

  4. Warum sollte man 1,5 Jahre nach Kauf eines Premium-Fernsehers denn noch zeitnah mit Updates versorgt werden? Nach dem LG UP970-Fiasko und dem Streichen der 3D-Funktionalität passt das aber eh ins schwache LG-Bild.

    • Das dauert bei allen Herstellern, die das DV-Problem fixen müssen so lange. Die DV-Implementierung an sich scheint sehr komplex zu sein, kein Hersteller (außer LG) hatte das DV z.B. direkt an Board, egal ob TV, UHD Player, AVR oder sonst was (beim apple TV 4K bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, ob es zum Verkaufsstart drin war). Sony, Loewe, Oppo, Denon, etc. alle haben es erst z.T. Monate nach Verkaufsstart nachgeliefert.

      • Ja, hast schon Recht, die Sony-Besitzer sind ja auch sehr geplagt. Man würde sich halt manchmal wünschen, dass man nicht nur das Gefühl hat, dass die Hersteller das Nötigste tun. Bei LG bspw. kann die Youtube-App bis heute kein HDR.

        • Ich persönlich kann mich nicht beklagen und finde den Support von LG was die Firmwareupdates angeht vorbildlich. Es kamen ja nachträglich neben Bugfixes z.B. HLG, ein HDR Gamemode und jetzt fixen sie als erster von allen Herstellern das DV-Problem. Nach den Ankündigungen musste man nie lange auf diese Änderungen warten.

          Was Yt HDR betrifft, so liegt das Problem nicht in der Unlust dies in die Firmware zu implementieren, sondern am verwendeten SoC im B6, C6 und E6, die alle kein VP9 Profile 2 beherrschen, dies kann nur der G6. Ab den 7ern wird dies aber unterstützt. Wie es im LCD-Lager aussieht kann ich nicht sagen, aber ich vermute es ist dort das selbe Bild.

          • Interessant, das wusste ich nicht. Vielleicht habe ich das auch nur alles nicht mitbekommen, weil ich einen der letzten 65E6 bekommen habe, da gab es nach dem Anschließen ein Firmware-Update und fertig. Mein nächstes LG-Gerät war dann der UP970, bei dem LG sich dann aber auch wirklich nicht mit Ruhm bekleckerte. Nicht umsonst wurde der zu Dutzenden als Amazon Warehouse Deal verramscht.

          • Beim LG UJ 6309 (LCD 2017) geht HDR in Verbindung mit youtube, beim UHD Player benutz ich die App nicht.

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