OLED kompakt: Gaming-TV mit 42 Zoll erscheint Anfang 2022

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LG will mit einem kompakteren OLED Gamer locken.
LG will mit einem kompakteren OLED Gamer locken.

LG wird wohl Anfang 2022 einen neuen Gaming-TV mit 42 Zoll Diagonale auf den Markt bringen. Dieser OLED-Fernseher soll insbesondere Besitzer der PS5 und Xbox Series X|S locken.

So heißt es, LG werde damit werben, dass der OLED-TV mit kompakterer Diagonale für die beiden Konsolen optimiert worden sei. Aktuell ist das kleinste OLED-Modell von LG mit 48 Zoll Diagonale ausgestattet. Spieler will man hier natürlich mit dem Standard HDMI 2.1 und somit Unterstützung für 4K bei 120 Hz, ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) abholen.

Vorher rechnete man damit, dass LG so einen 42-Zoll-OLED-TV noch in der zweiten Jahreshälfte 2021 veröffentlichen könnte. Offenbar änderten sich die Pläne jedoch. Aus LGs Sicht ergebe es mehr Sinn, den neuen Fernseher als Teil der neuen Generation im Jahr 2022 zu veröffentlichen. Die Massenproduktion wird aber wohl noch in diesem Jahr anlaufen. Auch für Dolby Vision Gaming wird der neue OLED dann natürlich geeignet sein.

LG CX
LG CX: Schon diese Reihe erschien 2020 erstmals mit 48 Zoll

Die OLED-TVs von LG sind bei Gamern aktuell sehr beliebt: LG war 2019 einer der ersten Hersteller, der frühzeitig HDMI 2.1 verwendete, was dem Hersteller bei Spielern rasch einen guten Ruf sicherte. Außerdem haben OLEDs für Horrorspiele aufgrund ihrer perfekten Schwarzwerte Vorteile. Auch in Sachen Input Lag und Reaktionszeiten platzieren sich die OLEDs mit an der Spitze.

Gaming-Markt wird für TV-Hersteller immer wichtiger

Nicht nur LG, auch andere Hersteller wie Samsung oder TCL nehmen Spieler immer wichtiger. Gamer sind eine lukrative Zielgruppe, da sie bereit sind, für hochwertige Bildschirme und Funktionen mehr Geld auf den Tisch zu legen, als der Durchschnittskunde. Durch das Erscheinen der Xbox Series X und PlayStation 5 ist das Interesse an neuen Gaming-TVs zudem enorm gewachsen.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

24 KOMMENTARE

    • Nach Bedarf eine externe Tuner-Box je Empfangsweg anbieten/dazukaufen und gut ist. Da ich normales Fernsehen quasi nur noch von den ÖR konsumiere und sonst streame, geht bei mir theoretisch schon jetzt alles über mein AppleTV 4K.

    • Und was soll dass bringen, der Tuner kostet die Hersteller keine 5€, dadurch werden die jetzt auch nicht hunderte € billiger. Nicht jeder will auf externe Hardware setzen.
      Und wer weiß schon was für unterschiedliche Regularien in allen Bereichen damit verbunden sind

  1. Ich finde es immer wieder krass wenn bei 42″ Wörter wie „kompakt“ fallen. 😀 Ja bedenkt man was es inzwischen für Größen gibt, klar. Aber wenn ich so zurück denke, als ich meinen ersten 42″ Plasma gekauft habe war ich überwältigt wie riesig er ist. Meine Mutte sagte zu mir von sowas kann sie nur träumen. Und heute ist 42″ das was viele unter kompakt, Wohnwagen-Klasse verstehen. Verrückt, aber so ist halt die Welt: verrückt!

  2. Ist es sicher, dass dieser 42-Zoll-Fernseher 4K hat? Könnte er nicht auch 2560 × 1440 QHD haben, wenn er sich an Gamer richtet? Viele Gamer, die ich kenne, scheinen damit vollkommen zufrieden zu sein.

    • Da das Teil in erster Linie ein TV ist wird der schon mit 3840×2160 daherkommen. WQHD hat ja außerhalb vom PC keine Relevanz.

      • Genau das ist doch die Frage. Ist das Teil wirklich in erster Linie ein Fernseher? Ich hatte mal einen 43 Zoll 4K-TV und das war schon sehr minimal, was die Diagonale angeht. Und das Gerät hier scheint schon sehr auf Gamer spezialisiert zu sein.
        Aber okay, an einer Stelle oben steht ja 4K. Hatte ich übersehen. Aber so weit ich mich erinnern kann, hat Vincent Teoh oben keine Auflösung erwähnt, auch wenn er wegen der Pixeldichte davon auszugehen scheint.

  3. Hallo zusammen, vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja.

    So ein „Mutterglas“ hat die Maße 2.5m X 2.2m, daraus kann man in einer 10.5G Fab.4 x 65zoll und 2x 48zoll Displays schneiden ohne viel verschnitt zu produzieren, bei 42 zoll wären es 8 Display mit sehr viel verschnitt, oder eben 10 Display mit sehr wenig verschnitt und einem neuem Schnittmuster. Das eigentliche Problem sind die Anzahl der benötigten Schnitte. Der Produktionsablauf möchte so wenig Schnitte wie möglich haben, da dabei die meisten Fehler/Ausschuß produziert wird. Hab irgendwo mal gelesen, dass im Durchschnitt der Ausschuss bei ca. 35 % pro Produktionsvolumen beträgt, dass bedeutet, dass in etwa jedes 3te Display bei der Produktion fehlerhaft aus dem Schnittprozess kommt und so gesehen Abfall ist und nicht weiter Verwendung findet.

    LG denkt über eine effizientere Methode des Zuschnittes der Muttergläser nach. Das Verfahren nennt sich Multi-Modal-Glas (MMG-Technologie) und ermöglicht bspw. „gleichzeitig“ den Zuschnitt von 65″ (3x) und 55″ (2x) aus einem 8G-Mutterglas (2500x2200mm).das war 2018.
    Bis zu diesem Verfahren, mußte „jeder“ Schnitt extra angesetzt werden.

    Vielleicht versteht jetzt der ein oder andere, warum es bis jetzt noch so kostspielig ist, 27 oder 32 zoll oled Displays herzustellen.

  4. Unabhängig vom Gaming-Markt gibt es auch viele ältere Menschen, die sich von den großen Modellen erschlagen fühlen und deshalb noch teils uralte Kisten bei sich stehen haben. Ich denke 42 Zoll könnte für LG deutlich profitabler werden als angenommen.

    • Aber LCD Tvs in 43 Zoll oder kleiner gibt es doch seit Jahren auf dem Markt, teilweise für sehr wenig Geld, für einen kleineren Tv muss man jetzt nicht unbedingt auf diesen bestimmt recht teuren Oled warten.

  5. Immer noch zu groß für mich und meinen Schreibtisch, 32 Zoll wären hier das Maximum.

    Warum nimmt man die Größen im Monitor Markt nicht auch gleich mit? (27-42“).
    Da könnte man ordentlich den Markt aufmischen und auch gut absahnen denke ich, verstehe das nicht wirklich…

    • Weil die Panel ja aus einem Mutterglas geschnitten und sie für mehrere kleine Panels große opfern müssen. Dann geht es natürlich ans rechnen und am Ende müssten sie die Preise dann ziemlich hoch ansetzten. Wobei man sagen muss, dass die trotzdem genug Käufer finden sollten. Gibt ja auch genug Leute, die >1000 Euro für einen „Gaming Monitor“ zahlen.

    • Ich hoffe ja irgndwann noch auf 24, 27 und 32 Zoll zu vertretbaren Preisen… nur bei 32 Zoll darf es dann vielleicht auch langsam mal eine 5K Auflösung sein.

    • Es gibt doch 2 OLED Monitore in 21.6″ und 31.5″ Problem ist nur das diese von Dell und Asus 3250 bzw. 4971 Euro Stand heute (Geizhals) kosten. Fernseher, ja auch OLED TVs, sind ja nir bedingt als Monitor Ersatz brauchbar. Aufgrund der anderen Signalverabreitung für Textwiedgabe und damit uim normalen arbeiten im Desktop Betrieb nur bedingt geeigent. Meist oder eigentlich bei allen Modellen leichte Farbverläufe bei kleinem Text. Das kann jedenfalls jeder 100€ Monitor besser als jeder TV. Nicht umsonst kosten die OLED Monitore trotz der kleinen Größen von Dell und Asus ein Vermögen. Für mich wäre jedenfalls ein OLED TV kein Monitor Ersatz. Da muss ich noch warten bis OLED Monitore bezahlbar werden. Aber bis das soweit ist, gibt es wahrscheinlich schon MicroLED Monitore.

      • Quatsch. So ziemlich jeder TV kann über HDMi ein RGB bzw. YCbCr 4:4:4 Signal entgegen nehmen und auch als solches verarbeiten und ausgeben.

        Seit mittlerweile 14 Jahren habe ich bei mir einen HTPC im Einsatz und hatte noch nie irgendwelche Farbsäume oder sonstige Fehldarstellungen.
        Aktuell hängt hier ein LG OLED65C9 an einer RTX3080FE. Alles top!

        • Dann hast du da keine großen Ansprüche. Oder hast noch keinen wirklich guten Monitor gesehen. Nutze seit je her nur Eizo.
          Bisher hatte das jeder meiner TVs und es hat jeder TV von Freunden die ich kenne. Auch gibt es zum Thema YT Videos und Artikel im Netz. Da ändert auch ein Kommentar einer Privatperson nichts dran die das nicht sieht.

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