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Mit diesen 5 Tipps die Raumakustik im Heimkino verbessern!

Ihr wollt die Raumakustik in eurem Wohnzimmer oder Heimkino verbessern? Mit diesen 5 Tipps könnt ihr euren Heimkino-Sound zum größten Teil selbst optimieren.

Das Thema Raumakustik, egal ob im Studio, im Wohnzimmer oder im Heimkino ist umfangreich und zum Teil recht komplex. Es gibt jedoch einige Regeln, die einfach beachtet gehören, um der Soundanlage einen guten Klang zu entlocken. Dabei ist es egal, ob man nur ein Stereo-Setup, eine Surround-Sound-Anlage oder gar ein vollwertiges 3D-Soundsystem für Dolby Atmos, DTS:X und/oder Auro-3D sein Eigen nennt. Es gibt sogar Unterschiede, welche akustischen Signale man verarbeiten möchte. Für Musik gelten z.B. bei der Nachhallzeit andere Regeln, als bei Kinosound. Wir möchten Anfängern, aber auch fortgeschrittenen Nutzern, eine kleine Hilfestellung geben und zählen die in unseren Augen (oder besser gesagt Ohren) fünf besten Tipps auf, um die Raumakustik im Wohnzimmer oder Heimkino zu verbessern.

0. Wir kaufen einen Teppich

Ein Teppichboden kann die Raumakustik bereits verbessern, da Schall abgefangen bzw zerstreut wird
Ein Teppichboden kann die Raumakustik bereits verbessern, da Schall abgefangen bzw zerstreut wird

Wir müssen gestehen, eigentlich haben wir 6 Tipps für euch. Diesen ersten Basic-Tipp haben wir erst nachträglich hinzugefügt, da wir diesen Schlichtweg nicht auf dem Schirm hatten bzw. ihn vielleicht als selbstverständlich betrachten. Dabei ist dieser erste Tipp wirklich einfach umzusetzen. Denn der Boden in unserem Heimkino trägt viel zu unserer Raumakustik bei. Viele fühlen sich jetzt vielleicht ertappt, dass sie auch nur in vertikalen Ebenen denken und sehr viel Zeit in die akustische Optimierung der Wände und Decken gesteckt haben, den Boden aber außen vor lassen.

Ein Teppichboden ist ideal, um den Raum vorzubereiten, da dieser nicht nur Schritte dämpft, sondern auch Schall schluckt, der sonst zu ungewollten Reflexionen führt. Zudem sorgt ein Teppich für ein wohliges Ambiente im Heimkino, was in den meisten Fällen sicherlich weitaus einladender wirkt, als ein Boden mit Fliesen, Laminat, Parkett oder Holz. Bereits ein kleiner Teppich positioniert zwischen Zuhörer und Lautsprecher kann hier Wunder wirken.

1. Wir starten mit dem Bass (Subwoofer)

Bereits beim ersten Schritt scheiden sich ggf. die Geister. Viele würden nämlich als Erstes sicherlich erst einmal die Lautsprecher im Stereo-Dreieck (später dazu mehr) ausrichten. Wir finden jedoch, man sollte auf jeden Fall mit dem Subwoofer/Bass beginnen, da sich damit das „akustische Spielfeld“ für weitere Schritte optimieren lässt.

Wir regen den akustischen Raum im niedrigen Frequenzbereich mit unserem Subwoofer an
Wir regen den akustischen Raum im niedrigen Frequenzbereich mit unserem Subwoofer an (Bild: SVSound)

Wer keinen Subwoofer hat, sollte darüber nachdenken, sich einen anzuschaffen und in sein Lautsprecher-Setup zu integrieren. Wer bereits einen Subwoofer besitzt, sollte sich ggf. noch einen zweiten oder dritten Sub anzuschaffen. Und keine Angst, das hat nichts mit „schau mal, wie krass das hier scheppert“ zu tun. Denn je mehr Chassis im Tieftonbereich (Subwoofer) im Einsatz sind, desto gleichmäßiger lässt sich der Raum „anregen“. So können Überlagerungen von Schallwellen, auch Raummoden genannt, reduziert werden. Überhöhungen am Hörplatz, die im extremen Fall bis zu 20 Dezibel betragen können, sollten mit einem, zwei oder gar drei Subwoofern nicht mehr auftreten.

Wer jetzt sagt, diese Überhöhungen kann ich doch auch über einen Equalizer herausrechnen, dem können wir nur zustimmen. Wir persönlich sind jedoch der Meinung, dass eine physikalische Lösung in diesem Fall einer elektronischen Behebung vorzuziehen ist. Bei einer Behebung mit dem Equalizer bleibt uns z.B. immer noch die Nachhallzeit bestehen, welche sich mit der physikalischen Lösung bereits etwas optimieren lässt.

1.1 Stellt euren Bass in ein Minima

Als untergeordneten Hinweis (sozusagen ein „Sub-Tipp“) möchten wir euch noch folgendes mitgeben. Stellt euren Bass/Subwoofer im Raum immer in ein Minima und nicht in ein Maxima des Raumes. Im Maxima hat der Bass die meiste Kraft und im Minima die geringste. Das bedeutet nicht, dass wir im Minima von unserem Subwoofer nichts mehr mitbekommen, sondern, dass alle Personen im Raum die gleiche Bass-Intensität erfahren.

Bass Subwoofer Minima Maxima Raumakustik
Einfaches Modell. In den grünen Bereichen (Minima) sollte der Subwoofer aufgestellt werden. Das Maxima und die eher toten Bereiche in der Mitte (rot) sollten vermieden werden.

Also vermeiden wir die Maxima, die sich in den Ecken des Raumes und jeweils an den Mitten der Seitenwände befinden. Und ja, ein Subwoofer sieht in der Ecke stehend ganz gut und aufgeräumt aus, mit einer dreifachen Stärkung des Reflexionsschalls (zwei Seitenwände + Boden) ist diese Position aber einfach nur suboptimal.

Die Minima lasst sich ganz einfach ermitteln. Hierzu wird einfach ein Viertel der Raumbreite/-länge genommen. In einem rechteckigen Raum mit 5 x 3 Metern würde der Subwoofer mit 0.75 x 1.25 Meter von einer Ecke entfernt optimal stehen.

2. Lautsprecher korrekt ausrichten (Stereodreieck)

Wenn ihr den Begriff „Stereodreieck“ noch nicht gehört habt, dann habt ihr womöglich eines der größten Potenziale für eine optimale Raumakustik noch nicht ausgeschöpft. Denn die korrekte Ausrichtung der Haupt-Lautsprecher, also der linken und rechten Stereo-Treiber, gehört neben dem Subwoofer wohl zu den wichtigsten Regeln in der Raumakustik. So lenken wir den Direktschall der Lautsprecher auf den Sweetspot, also der Position, an der am Ende der Zuschauer sitzt. Dabei ist es wichtig, dass die Klangwellen der Stereo-Lautsprecher zum gleichen Zeitpunkt beim Zuschauer ankommen – Stichwort symmetrische Abstände.

Stereodreieck Lautsprecher erklärt
In einem Stereodreieck trifft der Schall des linken und rechten Lautsprechers im 30° Winkel und im gleichen Abstand auf den Zuhörer

Markiert euch als Erstes, wo eure Sitzposition liegt. Hier ist wichtig, dass ihr wirklich den Punkt „markiert“, an dem sich am Ende euer Kopf befindet, wenn ihr Musik, Filme oder Serien genießt. Von dort aus könnt ihr mit einem Maßband ausmessen, ob die Abstände zu den Lautsprechern gleich sind. Dieser Abstand, in unserem Beispiel 3 Meter, sollte dann auch zwischen den beiden Lautsprechern liegen. Die Lautsprecher sollten auch direkt auf die Sitzposition ausgerichtet sein. Am Ende ergibt sich daraus ein gleichschenkliges Dreieck.

Wer jetzt einen Schritt weitergehen möchte, sucht sich die Vorgaben für die Platzierungen der Lautsprecher von Dolby, DTS bzw. Auro-3D raus (je nachdem, auf welches Setup man optimieren möchte) und versucht die anderen Lautsprecher anhand der Ausgangsposition der Stereo-Lautsprecher anzugleichen. Alle Möglichkeiten hier aufzulisten, würde leider den Rahmen des Beitrags sprengen. Aber mit den korrekt positionierten Stereo-Lautsprechern, ist die Positionierung des Centers, der Surround- und Rear-Lautsprecher definitiv einfacher.

Auch wenn man die Lautsprecher nicht optimal aufstellen, z.B. nicht in Richtung des Zuhörers drehen kann, sollte man dennoch auf symmetrische Raumverhältnisse achten
Auch wenn man die Lautsprecher nicht optimal aufstellen, z.B. nicht in Richtung des Zuhörers drehen kann, sollte man dennoch auf symmetrische Raumverhältnisse achten

Wir wissen, dass es nicht in allen Wohnsituationen möglich ist, das Stereodreieck perfekt einzuhalten. Manchmal sitzt man mit der Couch einfach zu weit weg, als dass man die Lautsprecher optimal ausrichten könnte, oder die Lautsprecher lassen sich einfach nicht im gleichen Abstand zum Zuhörer aufstellen. Trotzdem sollte man versuchen, diese Faustregel so gut wie möglich umzusetzen. Es gilt, jeder Zentimeter kann das Hörerlebnis verbessern. Am Ende ist es dringend, auf die Symmetrie zu achten.

2.1 Die Couch gehört weg von der Wand!

Ein weiterer Tipp, der viel für die Raumakustik leistet, ist die Bestimmung des Sitzplatzes. Im Heimkino werden die Sitzmöglichkeiten meist auf 1/3 der Gesamtlänge des Raumes gelegt. Bedeutet bei einem Heimkino mit 6 Metern Länge, ist hinter den Kinosesseln rund 2 Meter Platz. Nach vorn zur Leinwand/TV-Gerät sind es dann um die 4 Meter Entfernung. Das macht man natürlich nicht, um hinter den Sesseln oder Sofas besser staubsaugen zu können (obwohl das natürlich hilft), sondern um eine „verzerrte Akustik“ durch Reflexionen zu vermeiden. Zudem lassen sich so Surround-Lautsprecher und ggf. Rear-Lautsprecher definitiv besser um die Zuschauer platzieren.

3. (Erst-) Reflexionspunkte ausmachen

Wir haben den Raum mit unserem Subwoofer angeregt und unser Stereodreieck optimal ausgerichtet. Nun gilt es, die akustischen Reflexionspunkte, primär die Erstreflexionspunkte auszumachen. Frühe Reflexionen (erste) haben eine hohe Schallenergie. Diese prallt dann von Wänden, Fenstern usw. ab und trifft verzögert zum ersten Akustikstrahl beim Zuhörer ein. Dieser verzögerte indirekte Schall kann vom Zuschauer wahrgenommen werden, viele haben sich jedoch nie um das Thema Reflexionspunkte gekümmert und kennen daher womöglich nur diesen verzerrten Klangeindruck. Erst nach einer Bereinigung mit Absorbern, die den Schall so gut wie möglich schlucken wird erst klar, was für eine Klangleistung die heimische Audioanlage wirklich leisten kann.

Erstreflexionspunkte (Rot) und weitere Reflexionspunkte (Gelb) zeigen, wo akustische Absorber/Diffusoren zum Einsatz kommen sollten.
Erstreflexionspunkte (Rot) und weitere Reflexionspunkte (Gelb) zeigen, wo akustische Absorber/Diffusoren zum Einsatz kommen sollten.

Um die Reflexionspunkte zu ermitteln, ist es am besten, man erstellt von seinen Räumlichkeiten einen exakten Plan, auf der ihr Wände, Säulen, Lautsprecher und die bevorzugte Sitzposition (ggf. mehrere Sitzpositionen) einträgt. Und jetzt versetzen wir uns zurück in unsere Schulzeit und berechnen die Punkte mit der Spiegelmethode. Hierbei gilt, Einfallswinkel = Ausfallswinkel.

Reißbrett, Geodreieck und Lineal

Optimal wäre es, wenn man auf einem schön großen Plan mit zwei Geodreiecken arbeitet. Es gibt auch Programme, zum Teil sogar kostenlos und online, mit denen sich Reflexionspunkte berechnen lassen. Selbst in unserem Grafikprogramm, haben wir es relativ gut hinbekommen, die Erstreflexionspunkte (Rot) und die weiteren Reflexionspunkte (Gelb) festzulegen. Man erkennt schnell, wo man mit Absorbern arbeiten sollte. Reflexionspunkte im Wohnzimmer, die z. B. auf Fenster oder Fenstertüren treffen, sollten mit Vorhängen abgeschwächt werden.

Geometrie Planung Raumakustik
Beim Rausrechnen der Reflexionspunkte fühlen wir uns in die Schulzeit zurückversetzt

Die Berechnung aller Reflexionspunkte kann gut und gerne mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Hierbei sollte man Reflexionen, die hinter dem Zuhörer auftreten sowie Deckenreflexionen nicht vergessen. Es gilt, je genauer die Vorarbeit, desto einfacher und präziser lassen sich am Ende die Absorber positionieren.

Absorber oder Diffusor?

Links ein Breitband-Absorber gegenüber einem Diffusor (rechts)
Links ein Breitband-Absorber gegenüber einem Diffusor (rechts) || Bild: MWAcoustics & t.akustik

Wer sich fragt, soll ich einen Absorber (schluckt den Schall) oder lieber einen Diffusor (verteilt den Schall) einsetzen, dem sei ganz klar der Absorber empfohlen. Diese sind weitaus günstiger und man kann damit einfacher arbeiten und auch mit weniger Fachwissen gute Ergebnisse erzielen.

4. Nachhallzeit messen

Wenn wir jetzt unser Wohnzimmer oder Heimkino mit absorbierenden Materialien optimiert haben, können wir anhand der Nachhallzeit messen, ob unsere Maßnahmen und Berechnungen einen Effekt hatten. Die Nachhallzeit ist die Zeit, in der die Schallenergie nach Abschalten der Schallquelle auf ein Millionstel (um 60dB) abfällt.

Die Nachhallzeit sollte für Filme und Serien zwischen 200 und 250ms betragen
Die Nachhallzeit sollte für Filme und Serien zwischen 200 und 250ms betragen

Bedeutet, wir haben den direkten Schall vom Lautsprecher zum Zuhörer, einzelne Reflexionen, die im Bestfall bereits durch Absorber deutlich abgeschwächt sind und dann den Nachhall, der nur bei unoptimierten Räumen groß ins Gewicht fallen dürfte. Zwischen Direktschall und dem Ende der Nachhallzeit, also wenn der Schall um 60dB abgefallen ist, sollten bei für Musik optimierten Räumen (abhängig von deren Volumen) zwischen 300 und 400ms vergehen. Bei Filmen und Serien sollten es nur 200-250ms sein, da sonst der Nachhall negativ auffällt, da Klangeffekte asynchron zum Bild vom Zuschauer wahrgenommen werden.

So weit, so gut. Jedoch ist eine Messung für Laien sicherlich nicht einfach und in den meisten Fällen mit einem Geldaufwand verbunden. Optimal, wenn man einen Freund hat, der bereits entsprechendes Messequipment besitzt und für ein Bier und eine Pizza entsprechende Messungen anstellen kann. Alle anderen dürfen sich natürlich gerne in die Thematik des Messvorgangs einlesen oder man behilft sich wirklich mit einem Profi, der für einen festgelegten Betrag die Messungen vornimmt. So bekommt ihr vielleicht auch gleich noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag, sollte etwas im Rahmen der Messung auffallen.

5. Heimkinoraum nach dem LEDE-Prinzip optimieren

Der letzte und wohl am aufwendigsten umzusetzende Tipp ist, den Heimkinoraum nach dem LEDE-Prinzip zu optimieren. Hier sei gleich gesagt, dass dies im Wohnzimmer einfach nicht funktionieren kann und ist somit nur eine Empfehlung für Enthusiasten.

LEDE steht für „Live End Dead End“. Der vordere Bereich des Raumes, wo die meisten Lautsprecher stehen, wird so gut wie „schalltot“ gemacht und im hinteren Bereich des Raumes werden die Schallwellen mit Diffusoren verworfen. So kann man die sogenannte Schallglocke verbessern und Reflexionen deutlich reduzieren. Der Direktschall kann so am besten wahrgenommen werden, da der indirekte Schall im hinteren Teil des Raumes nicht auf einen Punkt gebündelt trifft, sondern durch die Diffusoren auf so viele Punkte aufgeteilt werden.

Beim LEDE-Prinzip (Live End Dead End) wird der vordere Teil des Heimkinos (Dead End) mit Absorbern (rot) ausgestattet um frühe Reflexionen zu vermeiden, während um die Sitzplatzpositionen (Live End) mit Diffusoren gearbeitet wird.
Beim LEDE-Prinzip (Live End Dead End) wird der vordere Teil des Heimkinos (Dead End) mit Absorbern (rot) ausgestattet um frühe Reflexionen zu vermeiden, während um die Sitzplatzpositionen (Live End) mit Diffusoren gearbeitet wird.

Wer sich jetzt die Frage stellt, wieso nicht den Raum komplett mit Absorbern ausstatten und schalltot machen, dem sei gesagt, dass sich so ein Raum ohne jegliche Schallreflexionen unwirklich anfühlt und sicherlich nicht zu einem behaglichen Kinoabend einlädt. Wir waren schon einmal in einem fast schalltoten Raum, als wir das „Labor“ von Samsung Audio besucht haben. Faszinierend, aber auf längere Zeit sicherlich nicht angenehm.

Den Heimkinoraum komplett schalltot zu machen, sollte nie das Ziel sein
Den Heimkinoraum komplett schalltot zu machen, sollte nie das Ziel sein

Auch hier gilt, wer möchte, kann statt Diffusoren auch erst einmal zu einzelnen Absorbern im hinteren Teil des Raumes greifen. Wieso? Weil Absorber weitaus günstiger sind als Diffusoren, auch die Anbringung ist ggf. einfacher. Und der akustische „Gewinn“ zwischen Diffusor und Absorber steht ggf. nicht im Verhältnis zum Preis. Man sollte es jedoch nicht übertreiben (schalltoter Raum)! Wir verstehen jedoch, wenn jemand das letzte Quäntchen an Akustikleistung aus seiner Anlage holen und lieber mit Diffusoren arbeiten möchte.

In Kürze: 5 Tipps zur Optimierung der Raumakustik

Das waren unsere 5 Tipps, um die Raumakustik im Heimkino oder Wohnzimmer zu verbessern. Anbei nochmals in Kürze:

  • Sorgt für ausreichend Bass-Leistung / Subwoofer, um den Raum zu „beleben“
  • Richtet eure Lautsprecher so gut wie möglich aus und denkt an das Stereodreieck
  • Findet die Reflexionspunkte der Lautsprecher und versorgt diese mit Absorbern, Akustikvorhängen etc.
  • Messt die Nachhallzeit und erkennt so Schwachstellen in eurem Lautsprecher-Absorber-Setup
  • Heimkinoräume können nach dem LEDE-Prinzip (Live End – Dead End) optimiert und für eine gute Klangperformance optimiert werden.

Vielen Dank an Nils Hitschke von FM-Audio für die Inspiration und Zusammenarbeit!

tvOS 26.1: Update für den Apple TV 4K ist verfügbar

Apple spendiert seinem Apple TV 4K ein Update. So ist inzwischen tvOS 26.1 zum Download verfügbar.

Wer sich jetzt Hoffnungen auf größere Neuerungen macht, sollte aber direkt seine Erwartungen dämpfen. So enthält die frische Firmware tvOS 26.1 keine neuen Features, sondern ist im Grunde ein reines Sicherheits- und Stabilitätsupdate. Wer einen Apple TV 4K besitzt, kann die neue Software bereits herunterladen. Die breite Verteilung hat bereits gestern Abend begonnen.

tvOS 26.1 erfüllt die Hoffnungen nicht

Einige Nutzer warten etwa immer noch auf die Passthrough-Funktion, welche sich vor einigen Monaten für den Apple TV 4K abgezeichnet hatte. Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass diese bereits in tvOS 26 enthalten sein dürfte, doch sie fehlt weiterhin – auch im neuen Update tvOS 26.1. Letzten Endes ist dieses Update, das demonstriert bereits der Mini-Versionssprung, einfach eine kleine Aktualisierung zur Verbesserung der Stabilität und Sicherheit. Der Download empfiehlt sich daher zwar, ihr werdet aber wohl keine Auswirkungen auf euer Nutzererlebnis spüren.

Der nächste Apple TV 4K erscheint wohl erst 2026.
Der nächste Apple TV 4K erscheint wohl erst 2026.

Größere Neuerungen darf man von tvOS wohl erst wieder erwarten, wenn auch ein neuer Apple TV 4K auf den Markt kommt. Ursprünglich hatte man für 2025 mit einem neuen Streaming-Player aus Cupertino gerechnet. Doch inzwischen ist klar, dass erst im nächsten Jahr eine neue Generation erscheinen dürfte. Hier muss man also immer noch Geduld beweisen.

Apple TV 4K floriert in der Nische

Der Apple TV 4K beansprucht zwar keine so hohen Marktanteile für sich wie günstigere Modelle, ist aber in seiner Premium-Nische aus verschiedenen Gründen sehr beliebt. Es gibt etwa im direkten Vergleich mit den Amazon Fire TV Sticks oder dem Google TV Streamer so gut wie keine Werbung. Auch das entsprechende Tracking ist deutlich eingeschränkter. Dazu kommt natürlich der Zugriff auf Apple TV, inklusive gekaufter Filme und Serien.

HDR10+ Advanced: Das ist Samsungs Konkurrenz für Dolby Vision 2

Samsung präsentiert mit HDR10+ eine Konkurrenz für Dolby Vision 2. Die technischen Vorteile lesen sich dann auch tatsächlich sehr ähnlich.

Bei einem Event in Südkorea hat Samsung also seinen direkten Rivalen für Dolby Vision 2 gezeigt: HDR10+ Advanced. Damit stirbt dann auch die vage Hoffnung, dass das Unternehmen sich doch endlich zur Unterstützung von Dolby Vision durchringen könnte. Vielmehr lesen sich die Mehrwerte der beiden HDR-Standards der nächsten Generation sehr ähnlich. Auch HDR10+ Advanced kann etwa jetzt die Zwischenbildberechnung nach Vorgaben der Filmemacher einspannen, um die Bewegungsdarstellung zu optimieren.

HDR10+ Advanced ist übersichtlicher als Dolby Vision 2

Ein klarer Vorteil: Während Dolby Vision 2 zwei verschiedene Abstufungen nutzt, Dolby Vision 2 Max wird es nur an Premium-TVs geben, ist HDR10+ Advanced einheitlich. Auch hat Samsung sogar bereits den ersten Partner bestätigt: Amazon Prime Video. Da muss man aber mal abwarten, denn die Plattform hat auch das reguläre HDR10+ bisher eher sporadisch eingesetzt. Neu ist für das fortgeschrittene Format im Übrigen auch eine Erweiterung der statischen Metadaten. In Verbindung mit KI-Algorithmen sollen kompatible TVs daher Farben und Helligkeit stark verbessert darstellen können – etwa mit bis zu 5.000 Nits.

Zudem beinhaltet HDR10+ eine Genre-basierte Optimierung. Das Bild kann daher z. B. für Sportereignisse anders angepasst werden als für einen Actionfilm. Auch neu ist ein „adaptiver Cloud-Gaming-Modus“ speziell für das Gamestreaming. Dieser soll das Tonemapping für entsprechende Spiele in Echtzeit optimieren. Zudem will Samsung für das Tonemapping ausgefuchstere Berechnungen einsetzen, die mehr einzelne Bildbereiche berücksichtigen.

HDR10+ Advanced: Ab 2026 auf ersten Smart-TVs

Laut Samsung kommt HDR10+ Advanced bereits ab 2026 auf ersten Smart-TVs des Unternehmens zum Einsatz, steht aber natürlich auch Partnern wieder vollkommen offen. Vage erwähnt man auch eine präzisere Farbwiedergabe, lässt da aber weitere Details offen. Weitere Details zum HDR-Format der nächsten Generation werden wir dann sicherlich spätestens auf der CES 2026 erfahren.

Offen ist, ob HDR10+ Advanced auch als Aktualisierung für ältere TV-Geräte verteilt werden könnte. Vermutlich wird das aber, ähnlich wie bei Dolby Vision 2, eher nicht der Fall sein.

Sony PlayStation 5 im Mini-Format: Modder schrumpft die Konsole massiv

Ein Modder hat die Sony PlayStation 5 massiv zusammengeschrumpft. Trotz des Mini-Formats läuft die Spielekonsole kühler. Der Nachbau ist allerdings kompliziert.

Vorgestellt hat die sogenannte Tiny PS5 Redux der YouTube-Kanal Not From Concentrate (NFC). Der Channel bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachmachen sogar für jedermann zum Kauf an – zum Preis von 8,95 Euro. Auch wenn die Idee spannend klingt, würden wir das Vorhaben aber nur sehr versierten Bastlern empfehlen. Denn der Prozess ist kompliziert. Dass damit ein Garantieverlust einhergeht, sollte ebenfalls jedem klar sein.

Tiny PS5 Redux: Verbesserte Kühlung im kleineren Format

Die Tiny PS5 Redux erinnert in ihrem Design mehr an einen Mini-PC als an eine Spielekonsole. Das dürften viele Menschen als Upgrade sehen, denn die Optik der PlayStation 5 ist von Anfang an sehr umstritten geblieben. Auch wir sind etwa keine Fans des Original-Designs. Die Mod-Version schrumpft die Spielekonsole jedenfalls massiv zusammen, sodass sie in ein 6-Liter-Gehäuse passt.

Für die Kühlung verwendet man in diesem Fall eine Kombination aus dem PC-CPU-Kühler Alpenföhn Black Ridge und zwei 120-mm-Lüftern der österreichischen Kühlungsspezialisten von Noctua. Dazu kommen drei 60-mm-Lüfter, welche die Wärme nach draußen abführen. Bei ersten Tests erwies sich die Tiny PS5 Redux als sowohl kühler als auch stromsparender als das Original.

PlayStation-5-Eigenbau ist etwas für Fortgeschrittene

Wichtig: Die Tiny PS5 Redux verfügt nicht über ein optisches Laufwerk. Letzten Endes ist das natürlich ein spannendes Projekt, das es euch ermöglicht, euch eine kleine, hübschere (Geschmackssache) und kühlere PlayStation 5 zu basteln. Ob der Aufwand sich lohnt, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Es ist immer ein gewisses Risiko dabei, die Hardware beim Umbau zu beschädigen.

Die Tiny PS5 Redux entspricht optisch mehr einem Mini-PC.
Die Tiny PS5 Redux entspricht optisch mehr einem Mini-PC.

Wer sich für versiert genug hält und Lust auf ein DIY-Projekt hat, kann sich ja einmal am Umbau seiner PlayStation 5 versuchen – auf eigene Gefahr.

Dank OLED auf Erfolgskurs: LG Display verbucht wachsende Einnahmen und Gewinne

OLED-Displays erfreuen sich wachsende Beliebtheit. Davon profitiert auch LG Display und verbucht wachsende Einnahmen und Gewinne.

Obacht: LG Display fertigt nicht nur OLED-Panels für Smart-TVs, sondern etwa auch für Monitore, Smartphones und Tablets. Jetzt hat man jedenfalls seine Quartalsergebnisse vorgelegt. Im dritten Quartal 2025 konnte LG Display seine Einnahmen um 2 % steigern, wenn man mit dem dritten Quartal 2024 vergleicht – auf 6.957 Mrd. KRW. Man erreichte einen Gewinn von 431 Mrd. KRW. Das ist ein erheblicher Sprung nach vorne, nachdem man im gleichen Zeitraum 2024 noch 81 Mrd. KRW Verlust hinnehmen musste.

LG Display hat sich von der LCD-Fertigung verabschiedet

LG Display fertigt dabei keine LC-Displays mehr. Stattdessen fokussiert sich der südkoreanische Zulieferer auf OLED sowie andere, moderne Display-Techniken wie Micro LED. Laut dem Anbieter seien die OLED-Auslieferungsmenge dabei in allen Sparten gewachsen. Mittlerweile stehen OLED-Produkte dabei für 65 % der Einnahmen von LG Display. Der Prozentsatz ist beim Anbieter nach eigenen Angaben noch nie so hoch gewesen.

Der LG OLED evo M5 kommt bald in den dt. Handel.
Der LG OLED evo M5 kommt in den dt. Handel.

OLED-Panels für Smart-TVs haben dabei 16 % der OLED-Einnahmen im dritten Quartal 2025 eingebracht. Doch 37 % hat man mit Panels für IT-Geräte verdient, wozu Laptops, Tablets und Monitore zählen. 39 % der OLED-Einnahmen stammen dann aus Panels für mobile Endgeräte, also Smartphones und Tablets. Fehlen noch Automotive-Displays, welche 8 % der Einnahmen ausmachen.

LG Display will stärker Premium-Panels forcieren

LG Display hat erklärt, dass man den Anteil seiner Premium-Produkte erhöhen will. 2025 hat man da etwa im TV-Segment die neuen RGB-Tandem-Panels auf den Markt gebracht, welche der Mutterkonzern für den LG OLED G5 einsetzt. Gleichzeitig will man die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken. Was uns da 2026 im TV-Markt erwarten könnte, muss man natürlich abwarten. Klar ist, dass auch Samsung mit seinen QD-OLEDs Konkurrenzdruck aufgebaut hat.

8K: Forscher zeigen, warum euch die Auflösung (wahrscheinlich) nichts bringt

8K ist am Markt immer noch eine Nische – und das wohl zurecht, wenn man nach einer neuen Studie geht.

So haben Forscher der Universität Cambridge und des Meta Reality Labs sich verschiedene Aspekte betrachtet, die sich auf die menschliche Wahrnehmung von Auflösung und Bildqualität auswirken. Darunter sind z. B. der Sitzabstand, die Pixeldichte, die Umgebungsbeleuchtung und mehr gewesen. Auch 8K haben sie dabei in den Fokus gerückt. Das Ergebnis lautet, dass so gut wie kein Haushalt wirklich von der Auflösung profitiert.

8K-Test: Kein Unterschied zu 1440p feststellbar

Beispielsweise können die Menschen bei einer verwendeten Bilddiagonale von 50 Zoll bei 3 Metern Sitzabstand, ein verbreitetes Szenario in deutschen Wohnzimmern, keinen Unterschied mehr zwischen 8K und 1440p als Auflösung erkennen. Ausnahme: 1 % mit extrem guter Sehkraft. Erhöht man dann allerdings die Vergleichsauflösung auf 4K, fallen selbst jene 1 % heraus. Im Klartext müsste man so nah an den Screen heranrücken, dass von einem angenehmen Filmgenuss wohl keine Rede mehr sein könnte.

8K steht immer noch ganz am Anfang.
8K steht immer noch ganz am Anfang.

Realistisch gesehen, sitzen die meisten Menschen schon von ihren 4K-TVs so weit entfernt, dass sie die Auflösung nicht ansatzweise ausnutzen, sodass 1080p keinen Unterschied für sie machen würde. Allerdings spielen neuere Fernsehgeräte, insbesondere mit OLED oder Mini LED, natürlich andere Vorteile aus, die nicht vom Sitzabstand abhängen – etwa bei der Farbwiedergabe und dem Kontrast dank HDR.

Das ist der Zweck der Studie

Warum interessieren sich die Forscher für 8K? Sie wollen herausfinden, ob sich die hohe Auflösung für Hersteller und Kunden lohnt bzw. in welchen Szenarien sie Vorteile hat. Schließlich kosten entsprechende Bildschirme auch die Anbieter in der Produktion mehr. Für Anwender sind wiederum nicht nur die Anschaffungskosten erhöht, sondern auch die Kosten für den Betrieb. Denn 8K-TVs verbrauchen mehr Strom als vergleichbare 4K-Fernseher.

Am Ende lohnt sich 8K nach aktuellem Stand der Dinge im Heimkino bei verbreiteten Bilddiagonalen und gängigen Sitzabstand nicht. Anders sieht es im Bereich Mixed Reality aus, denn die entsprechenden Brillen, wie z. B. die Apple Vision Pro, sitzen ja sehr nahe an den Augen.

4K Ultra HD Blu-ray: Wie lange kann die Disc in der Nische überleben?

Die 4K Ultra HD Blu-ray konnte sich am Massenmarkt nie durchsetzen und ist ein Nischenmedium. Doch wie lange kann die Disc auf diese Weise noch überleben?

DVD und Blu-ray konnten noch den Massenmarkt für sich gewinnen. Das hatte positiv Folgen für alle Beteiligten. So konnten die Vertriebe enorme Stückzahlen pro Veröffentlichung absetzen und das hat auch zu sinkenden Preisen geführt. Denn die Studios konnten über die schiere Masse gutes Geld verdienen. Doch mit der 4K Ultra HD Blu-ray sind diese Zeiten beendet. Das schlägt sich auch in den Preisen pro Film wieder, der bei neuen Veröffentlichungen in der Regel zwischen 25 und 35 Euro liegt. Dafür kann man schon einige Monate dem Streaming frönen. Und genau das ist der Knackpunkt.

UHD Blu-ray – sie interessiert nur Enthusiasten und Sammler

Stand 2025 interessieren sich nur absolute Enthusiasten und Sammler noch für die Ultra HD Blu-ray. Den meisten Haushalten sind die Discs zu teuer und es steht nicht einmal ein passender Player im Wohnzimmer. Auch hier ist es nämlich anders gekommen, als noch zu DVD- und Blu-ray-Zeiten. Die Preise der Abspielgeräte sind nie so stark gefallen, wie in den vorherigen Generationen. Dazu kommt: Mittlerweile bietet das Gros der Hersteller gar keine UHD-Player mehr an, sondern hat sich vom Markt zurückgezogen.

Ist die 4K UHD Blu-ray das letzte physische Filmmedium?
Ist die 4K UHD Blu-ray das letzte physische Filmmedium?

Ein wichtiger Grund: DVD und Blu-ray konnten den Markt noch dominieren, doch inzwischen nutzen die meisten Haushalte Streaming. Ganz klassisch hat im Heimkino wieder einmal Komfort über Qualität gesiegt. Auch Filmstudios finden zudem mehr Gefallen daran, ihre Inhalte stärker zu kontrollieren und an Streaming-Dienste zu lizenzieren bzw. über eigene Plattformen wie Disney+, HBO Max oder Paramount+ zu vertreiben. So erschweren sie nicht nur illegale Vervielfältigungen, sondern gewinnen auch noch lukrative Nutzerdaten.

Physische Sammlungen werden eher belächelt als bewundert

Doch auch bei den jüngeren Nutzern ist ein Umdenken zu beobachten. Bewunderte man früher staunend das Filmregal bei den Cineasten, sorgt so ein Anblick heute eher für ein mitleidiges Lächeln. Es gilt als veraltet noch haufenweise Filme und Serien in Platz verschwendenden Regalen anzusammeln, die man sich sowieso wahrscheinlich nie wieder im Leben ansehen wird. Was noch zu einem anderen Punkt führt.

So hat die Frequenz, mit der neue Filme und Serien veröffentlicht werden, stark zugenommen. Es gibt einfach viel mehr neue Titel, sodass Sammlungen immer weniger Sinn ergeben. Den meisten Menschen fällt es schon schwer, mit neuen Releases Schritt zu halten, wer sieht sich da noch bereits konsumierte Titel ein zweites Mal an?

Ja, es gibt noch einen kleinen Kreis, der z. B. diese Site besucht, der die verbesserte Kompression auf der Ultra HD Blu-ray schätzt – welche stärker noch als die Bild- vor allem die Tonqualität betrifft. Und fällt das Internet mal aus, ein Studio entwickelt Zensurbestrebungen (siehe „Crocodile Dundee„) oder eine Lizenz läuft aus, dann ist man froh, ein physisches Medium erworben zu haben. Aber man sollte sich nichts vormachen: Das Gros der Anwender interessiert sich nicht für diese Aspekte.

Deswegen steht auch bereits fest: Ein Nachfolgemedium für die Ultra HD Blu-ray wird es nicht mehr geben. Der Markt wird zunehmend kleiner und es ist gut möglich, dass in 5 bis 10 Jahren auch die Veröffentlichungen am Markt immer überschaubarer werden. Der Tod kommt schleichend, zeichnet sich aber leider bereits ab.

3D feiert ein Comeback – aber die 3D Blu-ray ist tot

Die 3D Blu-ray ist tot. Doch das 3D-Format an sich lebt weiter. Im Wohnzimmer spielt es aber nur indirekt noch eine Rolle. Die eigentliche Zukunft wartet an anderer Stelle.

Stereoskopisches 3D war, wenn wir ehrlich sind, noch nie im Heimkino wirklich beliebt. In den 2010er-Jahren haben viele TV-Käufer es „nebenbei mitgenommen“, da höherwertige LCD- und Plasma-TVs es ohnehin geboten haben. Studien haben aber schnell gezeigt, dass 3D letzten Endes wenig durch die Haushalte genutzt worden ist. Die Quittung folgte mit dem Umstieg auf 4K: Rasch stellen die TV-Hersteller die Unterstützung gänzlich ein. Auch die Ultra HD Blu-ray berücksichtigt 3D nicht.

Blu-ray 3D ist technisch veraltet

Den wenigen, verbleibenden 3D-Fans bleibt die Option, einen Beamer mit 3D zu nutzen und die Handvoll 3D-Blu-rays zu erwerben, die noch erscheinen. Dann bleiben sie aber bei einer Auflösung von 1080p kleben und müssen natürlich auch auf HDR verzichten. Doch aktuell erlebt 3D an anderer Stelle ein Comeback. Denn Apple bietet das immersive Format für seine Apple Vision Pro an. Via Apple TV gekaufte Filme stehen teilweise deswegen auch in 3D-Versionen zur Verfügung – nur abspielbar über das Mixed-Reality-Headset.

Die Apple Vision Pro erscheint in der 2. Generation.
Die Apple Vision Pro erscheint in der 2. Generation.

Die 3D-Blu-ray ist veraltet, da sie kein HDR unterstützt, auf 1080p begrenzt ist und für die Videocodierung noch das veraltete MPEG4 H.264 mit der Erweiterung Multiview Video Coding (MVC) verwendet. Hingegen sind an der Apple Vision Pro und über die via Apple TV angebotenen Filme 4K, HDR10 / Dolby Vision und auch High Frame Rate (HFR) mit 48 fps möglich. Gerade 3D-Filme profitieren von der höheren Bildrate enorm.

Alle 3D-Filme auf Apple TV

Apple Vision Pro kann die Bildqualität steigern

Für die Apple Vision Pro können die 3D-Filme mit dem moderneren Codec HEVC H.265 bzw. MV-HEVC (Multiview High Efficiency Video Coding) codiert werden und effektiv in besserer Bildqualität vorliegen. Dabei bietet auch Disney+ teilweise 3D-Inhalt für das Mixed-Reality-Headset an. Nachteile gibt es aber natürlich auch. So steht die Apple Vision Pro für einen klobigen „Helm“, den sich kaum jemand guten Gewissens für längere Dauer auf den Schädel zwängen möchte.

Auch ist das Mixed-Reality-Headset äußerst kostspielig und man isoliert sich natürlich vollkommen bei der Wiedergabe. Aktuell gibt es aber keine anderen, ernsthaften Hoffnungen für die Zukunft von 3D. Die Technik wurde zwar zeitweise von der Industrie gehypt, konnte bei den Kunden aber nie recht an Boden gewinnen. Im Heimkino müssen wir also auf den nächsten Anlauf noch warten.

HBO Max: Deutschlandstart für Januar 2026 bestätigt

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HBO Max wird bereits im Januar 2026 in Deutschland starten. Das hat Warner Bros. Discovery in dieser Woche quasi nebenbei verraten.

So gibt es keine separate Pressemitteilung zum Start von HBO Max in Deutschland. Vielmehr hat Warner Bros. Discovery dieses Detail wie zufällig in eine Meldung zur Übertragung der Olympischen Winterspiele 2026 eingestreut. Daran hat man sich nämlich für seinen Streaming-Dienst die Rechte gesichert. Und in der offiziellen Ankündigung bestätigt der Konzern dann auch, dass wir erstmals auch in Deutschland zuschauen dürfen.

HBO Max zeigt uns im Februar 2026 die Olympischen Winterspiele

Die Olympischen Winterspiele beginnen im nächsten Jahr am 6. Februar 2026. Folgerichtig wird HBO Max also vorher in Deutschland starten. Es sieht also alles danach aus, als würde es im Januar 2026 losgehen. Im Übrigen hat sich der Streaming-Dienst auch die Rechte an dem Sportereignis bzw. den Olympischen Sommerspielen / Winterspielen der Jahre 2028 (Los Angeles), 2030 (französische Alpen) und 2023 (Brisbane) gesichert. Auch diese wird man dann in Deutschland übertragen.

HBO Max zeigt die Olympischen Winterspiele 2026 - auch in Deutschland.
HBO Max zeigt die Olympischen Winterspiele 2026 – auch in Deutschland.

Genauere Angaben zum Deutschlandstart des Streaming-Dienstes fehlen derzeit allerdings noch. Deswegen kennen wir auch den Preis noch nicht. Da lohnt allerdings der Blick in z. B. die Niederlande, wo HBO Max bereits verfügbar ist. Das werbefinanzierte Basis-Abo kostet dort 5,99 Euro im Monat. Das Standard-Abo mit 1080p liegt nach der letzten Preiserhöhung bei 11,99 Euro. Der Premium-Tarif mit 4K-Auflösung, HDR10 / Dolby Vision und Dolby Atmos ist für 16,99 Euro im Monat zu haben.

HBO Max: In Deutschland mit vergünstigten Launch-Deals?

Die oben genannten Preisen können uns in Deutschland zum Launch aber zunächst erspart bleiben. So ist damit zu rechnen, dass der Streaming-Dienst zum Start sicherlich mit einigen vergünstigten Angeboten erst einmal Kunden locken will. HBO Max dürfte also, zumindest im ersten Jahr, bei uns sicherlich erst einmal günstiger sein, als in den Niederlanden.

Wie es laufen könnte, ist gut anhand von Disney+ zu beobachten: 2020 startete die Streaming-Plattform noch für 59,90 Euro im ersten Jahr – mit 4K, HDR / Dolby Vision und Dolby Atmos. Wer diese Features aktuell nutzen will, soll schon 159,90 Euro abdrücken, sodass sich der Preis fast verdreifacht hat.

Fire TV: Bald sperrt Amazon Piraterie-Apps

Amazon beginnt ab heute damit, gegen Piraterie-Apps unter Fire TV vorzugehen. Bald werden diese nämlich komplett gesperrt.

Im ersten Schritt, der ab heute greift, sieht es aber noch so aus: Bei der Installation bzw. Nutzung einer App, die auf der internen Blacklist steht, erscheint zunächst ein Warnhinweis. Erst in einer zweiten Phase sollen die Piraterie-Apps von der schwarzen Liste dann komplett an den Amazon Fire TV blockiert werden. Betroffen sind davon nicht nur die hauseigenen Streaming-Player, sondern auch Smart-TVs mit der Plattform.

Amazon Fire TV: Blockierung von Piraterie-Apps in Abstimmung mit der ACE

Die Blacklist für Piraterie-Apps hat Amazon in Zusammenarbeit mit der Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) erstellt. Diesem Branchenverband gehört Amazon auch selbst an. Weitere, prominente Mitglieder sind unter anderem Apple, BBC Studios, Canal+, Comcast, Fox, HBO, Hulu, Netflix, Paramount Skydance, Sony Pictures und The Walt Disney Company. Welche Apps genau unter Fire TV blockiert werden, hat man nicht präzisiert.

Amazon beseitigt einen mächtigen Exploit an den Fire TV.
Amazon blockiert an Fire-TV-Geräten künftig Piraterie-Apps.

Es soll aber offenbar wohl nicht um anerkannte Multimedia-Apps wie Kodi oder Plex gehen, sondern wirklich um eher zwielichtige Anwendungen, die direkten Zugriff auf urheberrechtlich geschütztes Material versprechen. Solche Apps lassen sich per Sideloading aufspielen. Letzteres will Amazon entgegen anders lautender Gerüchte der jüngeren Vergangenheit im Übrigen erhalten. Allerdings ist dies ohnehin nur unter Fire-TV-Geräten auf Android-Basis möglich. Der neue Fire TV Stick 4K Select mit Vega OS bleibt ausgeschlossen.

Piraterie-Apps bringen oft Malware mit

Amazon begründet seine neue Strategie auch damit, dass Piraterie-Apps die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer beeinträchtigen können. So enthalten diese per Sideload aufgespielten und aus dem Web heruntergeladenen Apps oft Malware. Teilweise hieven auch die Anwendungen auch ins BitTorrent-Netzwerk, sodass ihr nicht nur illegal Inhalte abruft, sondern auch noch weiterverteilt. Besonders letzteres kann doch recht hohe Geldstrafen nach sich ziehen.

Am Ende ist es sinnvoller, ihr haltet euch ohnehin von solchen Apps fern. Sollte das nicht der Fall sein, wird Amazon jedoch unter Fire TV selbst nachhelfen.