Sport in 4K ist eher die Ausnahme als die Regel. Dieser Zustand wird sich wohl in Zukunft eher verschlechtern, als verbessern.
So hat die UEFA bestätigt, dass die Fußball-Ereignisse UEFA Euro 2024 und das Finale der Champions League nicht wie in vorherigen Jahren in 4K Ultra HD zu sehen sein werden. Vielmehr produziere man mit seinen Partnern in 1080p mit HDR. Für diese Entscheidung gibt es offenbar mehrere Gründe, welche auch bei anderen Sportarten greifen.
So sei die Produktion in 4K ungleich technisch komplizierter, die Mehrwerte kämen aber kaum zum Tragen. Viele Sender hätten kein Interesse an nativem 4K-Material. Obendrein sei die Zahlungsbereitschaft der Zuschauer gering. So wolle kaum ein Kunde einen Aufpreis für die 4K-Übertragung in Kauf nehmen. Wir merken an, dass zudem auch die meisten Menschen zu weit von ihrem Fernseher entfernt sitzen, um 4K Ultra HD wirklich wahrzunehmen.

HDR hingegen kann unabhängig vom Sitzabstand Vorteile bringen, weswegen man jetzt den Fokus auf 1080p mit HDR legt. Die UEFA sieht da in naher Zukunft wenig Potenzial für 4K Ultra HD und andere Organisationen und vor allem Programmanbieter sollen es ganz ähnlich sehen. Von einer UHD-Offensive im Bereich Live-Sport muss man also wohl weiterhin träumen.
Olympische Spiele Paris 2024 kommen in 4K Ultra HD
Eine Ausnahme bilden die Olympischen Spiele Paris 2024. Bei diesen erfolgt die Produktion tatsächlich in 4K UHD mit HDR und auch 5.1.4-Sound. Allerdings liegt dies spezifisch daran, dass die Partner in Japan und den USA Interesse daran geäußert haben. Käme es primär auf Europa an, würden wir wohl wieder bei 1080p steckenbleiben.
Einige Branchenvertreter geben an, dass man in der 4K-Ausstrahlung aktuell kein großes Potenzial sehe. Bei den Zuschauern stünden andere Aspekte im Vordergrund. Gerade jüngere Zuschauer etwa würden immer weniger ganze Spiele oder gar Turniere verfolgen wollen und sich eher Highlights von wenigen Minuten oder gar Sekunden in einzelnen Schnipseln zu Gemüte führen – gerne auch im vertikalen Bildformat. Das müsse man also stärker berücksichtigen.

































