QD-OLED mit bis zu 1.000 nits: Samsung Display liefert offizielle Infos

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Endlich offizielle Infos zu QD-OLED oder Quantum Dot Displays von Samsung
Endlich offizielle Infos zu QD-OLED oder Quantum Dot Displays von Samsung

Samsung Display liefert umfassende Informationen zur neuen Quantum Dot Displaytechnologie, welche uns auch als QD-OLED bekannt ist. Die QD-Displays sollen unter anderem eine maximale Helligkeit von 1.000 nits erreichen.

Samsung Display liefert offizielle Details zur neuen Displaytechnologie, die das Unternehmen wohl offiziell „Quantum Dot Display“ nennen wird. Uns ist die Technologie weitläufig als QD-OLED bekannt, da diese eine lichtgebende Schicht aus selbstleuchtenden OLEDs nutzen wird. Samsung hat in seiner Produktbeschreibung akribisch darauf geachtet nicht das Wort „OLED“ zu benutzen – es wird von einer „Blue self-luminescence“-Schicht gesprochen. Man möchte wohl nicht zugeben, dass sich OLEDs auch bei Samsung irgendwann als nützlich erwiesen haben. Diese Genugtuung möchte man LG Electronics wohl nicht gönnen.

Der einfache Aufbau des QD-OLED / Quantum Dot Displays von Samsung Display
Der einfache Aufbau des QD-OLED / Quantum Dot Displays von Samsung Display

QD-OLED mit perfektem Schwarz

Ganz einfach erklärt besteht ein Quantum Dot Display aus einer lichtgebenden Schicht aus blauen OLEDs, die zum einen direkt das blaue Licht emittieren und über Quantum Dot Farbfilter zusätzlich rotes und grünes Licht realisieren. Somit kann Samsung QD-OLED Displays von den Vorteilen der OLED-Technologie profitieren, die da wären: ein perfekter Schwarzwert, unendlicher Kontrast, pixelgenaue Helligkeitsansteuerung und schnelle Reaktions- und Umschaltzeiten der einzelnen Pixel. Im Vergleich zu regulären LCD-Displays lässt sich auch das Spektrum des für die Augen schädlichen blauen Lichts (zwischen 415 und 455nm) um bis zu 40-50% senken.

Links der vereinfachte Aufbau eines QD-Pixels im Vergleich zu einem LCD-Pixel / Rechts das Farbspektrum in dem die QD-OLEDs arbeiten
Links der vereinfachte Aufbau eines QD-Pixels im Vergleich zu einem LCD-Pixel / Rechts das Farbspektrum in dem die QD-OLEDs arbeiten

80% BT.2020 und 1.000 nits Helligkeit

Durch die Kombination von blauen OLEDs und Quantum Dot-Farbfiltern soll die Abdeckung des BT.2020 Farbtraums bei 80 Prozent liegen! Die besten OLED-Geräte von LG und Co. schaffen derzeit um die 70%. Also eine Verbesserung gegenüber dem Mitbewerber. Zudem soll die maximale Helligkeit bei 1.000 nits liegen. Wir sind gespannt, ob Samsung Display wirklich den OLED TVs, die bei rund 750-780 nits maximaler Helligkeit liegen, ebenfalls ein Schnippchen schlagen kann. Mit der pixelgenauen Ansteuerung soll die Abdeckung des QD-Displays zwischen 0.0005 nits und 1.000 nits liegen. Die „HDR-Abdeckung“ soll bei rund 85 Prozent liegen, mit einem Kontrast von 1.000.000:1. Man darf auch bei Samsungs neuen Displays ein „perfektes“ Schwarz erwarten.

Das Farbvolumen eines Quantum Dot Displays soll 80% BT.2020 erreichen.
Das Farbvolumen eines Quantum Dot Displays soll 80% BT.2020 erreichen.

Auch der negative Halo-Effekt, der bei LCD-Displays mit lokalem Dimming oder EDGE-LED auftritt, wird angesprochen. Wie man sich denken kann, tritt dieser bei Samsung QD-OLEDs nicht auf. Zudem soll die stabile, maximale Helligkeit bei großflächigen Darstellungen etwas höher liegen.

Perfekter Blickwinkel und Anti-Reflexionsschicht

Perfekte Blickwinkel und Anti-Reflexionsschicht des Quantum Dot Displays
Perfekte Blickwinkel und Anti-Reflexionsschicht des Quantum Dot Displays

Dank dem Aufbau des QD-OLED-Displays mit wenigen Schichten, soll die Technologie auch einen sehr guten Blickwinkel besitzen, ähnlich der OLED-Technologie. Fast am interessantesten ist die Passage zum „low reflective screen“. Laut Samsung Display reflektieren Quantum Dot-Bildschirme weitaus weniger Licht, durch „Samsung Displays reflexionsreduzierende Schicht“. Optimiert Samsung seine Displaytechnologie mit einer Anti-Reflexionsschicht? Falls ja, wäre dies ein deutlicher Vorteil gegenüber den erhältlichen OLED-Fernseher, die doch sehr stark spiegeln.

Display-Präsentation mit Macken

Wir müssen gestehen, dass einige Grafiken auf der Seite von Samsung Display wohl noch fehlerhaft, oder nicht ganz durchdacht sind. Wieso sollte z.B. das QD-Display mit 158 nits besser aussehen, als das Display mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 198 nits? Auch bei der Grafik zum Halo Effekt hat in unseren Augen einen Fehler eingeschlichen. Das untere Bild des Mondes müsste eigentlich ohne Halo / Leuchten dargestellt werden. Aber womöglich handelt es sich hierbei um einen ersten Draft, der eigentlich gar keine so große Aufmerksamkeit seitens Samsung Display auf sich ziehen sollte. Auf jeden Fall schön etwas von der offiziellen Seite zu hören!

Grafik zur Leuchtkraft und dem Halo-Effekt der Samsung QD-OLED Displays
Grafik zur Leuchtkraft und dem Halo-Effekt der Samsung QD-OLED Displays
ÜBERyoutube:hdtvtest.co.uk
QUELLEsamsungdisplay.com
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18 KOMMENTARE

  1. Solang es die Dinger nicht in vernünftigen Größen gibt, weiterhin uninteressant.
    Heimkino geht ab 200 Zoll aufwärts erst richtig los.

  2. Beim Marketinggeschwafel ist Samsung schon jetzt bester
    1000 Nitz bei wie viel % und wird das Panel ähnlich langlebig sein wie Aktuelle?
    Bitte Samsung, belegte mich eines Besseren!

    • Vincent sagte dazu schon was. Da sie als Vergleich 3000 Nits für herkömmliche Displays nennen wird man wohl auf die Settings (Lebhaft Modus+10% Window) schließen können. Mit ordentlichen Settings droppen die Displays auf 1500 Nits. Jetzt liegt die Vermutung nahe, dass beim OLED eben auch Lebhaft mit 10% Window genutzt wurde. Mit D65 Whitepoint usw. sollte die Spitzenhelligkeit dann auch deutlich abnehmen. Wären in der Praxis dann wohl um die 500-600 Nits im 10% Window.

      • Neuer Fernseher , neues Glück. Warten wir mal ab, wenn die Glotze auf dem Markt ist, viele Nits dann raus kommen. Spekulieren bringt doch nix.

        • Bevor die Erwartungen ins unermessliche steigen ist es ganz legitim die Erwartung auf die bisherigen Erfahrungswerte abzupassen. Ist also nicht mal viel Spekulation dahintet.

          • Legitim ist es auch via Youtube über alles mögliche zu erzählen. Es wird sich immer jmd finden.
            Es ist dennoch ein neuer Fernseher. Dieser hat bestimmt mit seinen Vorgängern soviel gemein wie eine Banane mit einem Apfel. Immerhin beides Obst. Aber ein Youtuber wie Vincent schafft es auch von einer Banane Rückschlüsse auf einen Apfel zu ziehen. Sprich es gibt keine Erfahrungswerte für einen QD-OLED.
            Ohne Erwartungen an die Sache ran gehen ist am besten. A) kann man nicht entäuscht werden , sondern eher B) positiv überrascht werden.
            Selbst wenn es ein LCD wäre, mit dieser Einstellung – Erfahrungswerte nur aus vergangenem herzuleiten- würden wir noch halbnackt in Tierfelle gehült, an einem Lagerfeuer vor einer Höle sitzen, und Tierknochen abnagen.
            Warten wir einfach erwartungsfrei ab was kommt, und halten den Kopf frei für die wichtigen Dinge des Lebens.
            Was bringen Worte wie „sollten“, „wären“, „Vermutung“, „wohl“…etc? Verstehe ich absolut net…bin vllt zu alt dafür :))

            • Naja, was die Spitzenhelligkeit angeht ist hinlänglich bekannt, dass die Hersteller ein 10% Window zum testen. Ist halt Standard. Gleichzeitig wird natürlich auch ein Bildprofil genutzt, mit dem Sachen wie die Spitzenhelligkeit nicht niedrig ist, sondern eben das Maximum darstellen.

              Ob jetzt also 500 Nits, 800 Nits oder nur 200 Nits rauskommen wird man dann wirklich sehen müssen. Weniger als die 1000 Nits wird es aber definitiv sein.

            • P.S.: Ein QD-OLED TV ist auch weiterhin ein OLED-TV. Nur eben mit blauen OLEDs und einer QD-Schicht. Eine komplette Revolution ist es also nicht. Von daher kann man sich hier auch schon an bisherigen RGB-OLED Displays orientieren

      • Ich pers. gehe davon auch nicht aus 😀 Aber wäre – wie jedes Jahr – krass zu sehen, dass die sich so weigern, obwohl DV im Consumer Bereich so angekommen ist.

    • Ich glaube, dass Samsung-TVs weiterhin ohne DV Unterstützung auskommen müssen.
      Verstehe auch nicht, warum die mit der OLED-Technik als Solches so rumeiern müssen, da sie doch im Mobile-Sektor (Handys und Tablets) fast ausschließlich auf OLED setzen, und da alles selbst entwickeln, produzieren und auch an andere fleißig verkaufen.
      Hoffe deshalb, dass sie die TV-Panels auch anderen Herstellern (Sony, Panasonic,…) zum Verkauf anbieten und dann ist ja wieder alles möglich.
      Würde endlich Wettbewerb im TV-OLED-Business bedeuten.

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