Spider-Man: Far From Home auf 4K Blu-ray im Test: Spektakuläres MCU-Finale!

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Im Test: Spider-Man: Far From Home auf 4K Blu-ray
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Auch wenn’s thematisch Sinn macht: Avengers: Endgame ist nicht der letzte Film der dritten Phase des MCU. Diese Ehre gebührt dem 23. Film des gesamten Marvel Cinematic Universe, Spider-Man: Far From Home. Vielleicht auch deshalb, weil man nicht mit dem wehmütigen und eher düsteren Endgame schließen, sondern den Ton zum Schluss noch mal lockern wollte. Denn, ganz ehrlich: Peter Parker war neben seiner steigenden Verantwortung als Held eben immer auch ein Teenager. Und als Teenager hat man bisweilen auch mal andere Interessen, als ständig die Welt zu retten. Seine Beziehung zu MJ ist so ein Ding. Und gerade die Tatsache, dass der „Blip“ sämtliche Menschen in der einen oder anderen Form be- und getroffen hat, sorgt natürlich für Story-Elemente, die im Umfeld von Schülern/Teenagern für genug Verwirrung sorgen.

Elemente wüten in der Wüste Mexikos

Far From Home nähert sich dem Thema gewohnt (und betont) leicht. Ein kurzer TV-Ausschnitt einer Jugendnachrichten-Sendung klärt den Zuschauer kurz über die Verhältnisse auf und schon ist man drin, im Schulalltag an der Midtown High School. Und man ist drin, in der Zeit nach dem Sieg über Thanos. Watts schafft es mit seinem zweiten MCU-Beitrag erneut, die Waage zwischen Coming-of-Age und Superheldenfilm, zwischen packender Action und Humor-Elementen zu halten. Und Tom Holland, der abermals in die Rolle des Spider-Man schlüpft, ist nach Tobey Maguire und Andrew Garfield ein weiterer Glücksgriff für den Part. Während Maguire so gut war, weil er die schwierige Gratwanderung aus jugendlichem Heldentum und großer Verantwortung mit Tiefgründigkeit füllte, ist Holland zwar vermeintlich oberflächlicher, aber eben ein sehr zeitgemäßer Spider-Man. Und er ist ein sympathischer junger Kerl. Seine zurückhaltende bis schüchterne Annäherung an (die stark geschriebene und gespielte) MJ erzeugt beim Zuschauer das Ich-nehme-dich-an-die-Hand-Gefühl, während er sich auf der anderen Seite mit einer unnachahmlichen Unbekümmertheit in die großen Kämpfe gegen Schurken stürzt, weil sein Wesen trotz der Geschehnisse immer noch rein und ohne dunklen Fleck ist. Ein bisschen wirkt er damit so wie der frühe Captain America, dessen große Stärke ebenfalls die einwandfreie Moral gewesen war.

Tante May meinte es nur gut

Dass er in Spider-Man: Far From Home auch lernen muss, was es heißt, eine entsprechende Verantwortung zu übernehmen, hatte schon Maguire in der ersten Spider-Man-Trilogie erfahren. Und nun muss auch Hollands Peter Parker feststellen, dass Naivität und zu schnelles Vertrauen auch zu Konsequenzen führen kann. Im Falle von Far From Home offenbart sich diese Konsequenz mit dem Storytwist nach knapp einer Stunde. Dieser kommt zwar für versierte Kinofans nicht sonderlich überraschend, bietet aber Anlass für eine großartige Performance von Jake Gyllenhaal. Nicht unbedingt denkwürdig, aber sehr rasant und ziemlich gut getrickst sind die Actionszenen des Films. Auch wenn man praktisch bis zur Sequenz in Venedig warten muss, bevor man die erste große Show geliefert bekommt, machen die gigantischen Wasser- und (später) Feuerwesen richtig was her – auch optisch.

Peter und MJ – ein Traumpaar. Auch wenn das Schwingen am Spinnfaden so gar nicht ihre Sache ist

Und dass Spider-Man: Far From Home Venedig noch krasser in Schutt und Asche legt als es seinerzeit im Finale von Casino Royale der Fall war, hätte sich die italienische Wasserstadt wohl auch nicht gedacht. Schwierig (für Europäer) ist es allerdings immer, wenn amerikanische Filme einen Trip auf den alten Kontinent unternehmen. Oft resultiert das in Folklore-Quatsch und dem, was sich die Amerikaner eben unter den niedlichen Gebräuchen der Europäer vorstellen. Das ist schon beim Lichterfest in Prag etwas peinlich, wird aber so richtig albern, wenn Parker in Holland über einen sichtlich gestellten kleinen Käsemarkt stolpert, den es so bei unseren direkten Nachbarn wohl nicht mal mehr in der kleinen Provinz Broek op Langedijk gibt. Doch das ist spätestens vergessen, wenn Parker bei der Einstimmung auf das Finale während AC/DCs „Back in Black“ Happy ein „ich liebe Led Zeppelin“ entgegen schmettert. Das ist nicht nur ein augenzwinkernder Verweis auf seine unwissende Jugend, sondern schlägt die Brücke zur Intro-Szene des ersten Iron Man und damit zum ersten der 23 Filme, der drei MCU-Phasen. Viel runder kann man das nicht gestalten und abschließen – bis, ja bis im Mai 2020 mit Black Widow die Phase IV beginnt.

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3 KOMMENTARE

  1. Es ist immer dasselbe,Original Atmos und Deutsch nur DTS Master oder DD+und dazu nach das Vorgänger Medium Blu-ray 2k.
    Die verkaufstaktik versteh ich nicht,ich will eigentlich nur die 4kuhd mit besten Bild und Ton,also was soll der Sch….

  2. Echt jetzt? DTS-MA in Deutsch, dafür Englisch in Dolby Atmos mit TrueHD-Core? Beim Bild schonmal gute Voraussetzungen (wie es gemastert wird, dafür kann der Verleiher ja nichts) und es dann beim Ton verkacken.

    • DTS-HD reicht doch locker, wichtiger ist die Abmischung und ob eine Dynamik-Kompression drüber lief. Die 3D Betrachtung der Englischen war sowieso nur 60% an Quantität :).

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