Zombieland 2: Doppelt hält besser auf 4K Blu-ray im Test: IMAX enhanced Premiere

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Ein Sequel das sich wirklich lohnt - Zombieland 2 auf 4K Blu-ray
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Ja, das war schon ein Spaß vor elf Jahren, als Ruben Fleischer Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone und Abigail Breslin die Zombies auf den Hals schickte. Oder vielleicht doch eher andersrum? Naja, egal. Jedenfalls durfte man Zombieland mit Recht als amerikanischen Shaun of the Dead bezeichnen und durfte im Nachgang am großen Twinkies-Revival teilnehmen. Schon früh hatte man vor, ein entsprechendes Sequel auf den Weg zu bringen, verwarf aber Drehbuchentwürfe wieder, bevor sie in die Realisierung gingen. Noch 2013 war sich Ruben Fleischer deshalb verhältnismäßig sicher, dass es keine Fortsetzung geben würde.

Doch schon ein Jahr später ging es dann doch weiter. Dennoch dauerte es weitere vier Jahre, bevor die Dreharbeiten zu Zombieland – Doppelt hält besser 2018 endlich aufgenommen wurden. Herausgekommen ist kein neuer Klassiker, so viel ist klar. Aber man nenne einen Film, dessen Sequel eher zum Klassiker (zum Klassiker, wohlgemerkt, nicht einfach „besser) wurde als das Original – okay, The Dark Knight vielleicht. Aber ansonsten ist die Geschichte nun mal sattsam bekannt und die Originalität lässt sich insofern nicht mehr wirklich steigern. Wenn es aber eine Fortsetzung gibt, die dem Original treu bleibt, gleichzeitig mit einer ähnlichen Spielfreude aufwartet und in Sachen Tempo nicht nachlässt, dann ist Zombieland 2 ein mustergültiges Sequel.

Ein Glück, dass die Akkus noch voll sind

Vor allem natürlich, weil das Darsteller-Quartett auch zehn Jahre später noch genauso gut aufgelegt ist und genauso viel Spaß an ihren überdrehten Rollen mit Städtenamen-Pseudonym haben. Erneut nutzt Fleischer die Schrifteinblendungen wieder ausgiebig – dieses Mal sogar für eine zünftige Schrifteinblendungs-Battle zwischen Columbus und Flagstaff. Ist ja auch klar: Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen und angepasste Regeln.

Schon die Eingangsszene gerät megawitzig, wenn Columbus zwei unterschiedliche Sorten von Zombies erklärt und der „Homer“ unter den Untoten einem Klassiker-Slapstick-Witz anheim fällt. Aber auch die Querverweise machen Spaß. Wenn der Walking-Dead-Comic als unrealistisch tituliert wird oder man sich über Portishead lustig macht, freut das den Genre- und Popkulturfreund, der die zahlreichen Zitate wohl erst beim zweiten Anschauen allesamt zusammen sammelt.

Inhaltlich geht es ein etwas mehr in die Tiefe, was die Charakterentwicklungen angeht. Wir erfahren ein wenig über Tallahassee und seine (angeblichen) Wurzeln, sowie über die Sehnsüchte von Columbus sowie die Wünsche der pubertierenden Little Rock. Dass Tallhassee Helikopter-Eltern-Eigenschaften an den Tag legt und ausflippt, als er hört, dass „seine Kleine“ mit einem Musiker und Pazifisten zusammen ist, gehört auch zu den gelungenen Gags. Natürlich gibt’s aber auch (wieder) zünftige Action. Am coolsten gerät dieses Mal eine Szene nach etwas über 30 Minuten, in der Columbus fast alle Stunden und halben Stunden der Uhrzeit aufsagen muss, um die Positionen der Untoten anzugeben. Die Choreografie vor allem der Zombie-Stuntleute ist famos und die Make-up-Effekte sind erneut ziemlich gelungen – im Gegensatz zu den „geht so“ CGIs der beschädigten Gebäude.

Wie hat Madison die Zombie-Invasion nur überleben können?

Hatte ich erwähnt, dass die Darsteller erneut richtig Spaß an ihren Rollen hatten?
Eine aber hat noch mehr Freude an ihrer Rolle als die anderen: Emma Stone. Wie sie mit wilder Entschlossenheit auf die Untoten losgeht, während sie ihre geregelten Probleme zwischenmenschlicher Kommunikation hat – großartig. Selbst Harrelsons herrlich selbstironische und überdrehte Darstellung des Waffennarrs und Elvis-Fans verblasst gegen Stones launische Interpretation der betrogenen Quasi-Verlobten. Dass im letzten Drittel die Ideen etwas ausgehen – geschenkt. Denn insgesamt ist der Unterhaltungswert wirklich hoch und der Fun-Faktor mindestens ebenso. Ach ja, Bill Murray: Am Ende taucht er auch noch mal auf und gibt Klapphockern eine ganz neue Daseinsberechtigung.

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