VESA stellt DisplayPort 2.1 vor – und weckt unangenehme Erinnerungen an HDMI 2.1

Letzte Woche hat die VESA DisplayPort 2.1 vorgestellt. Leider wiederholt man einige Fehler von HDMI 2.1 und verwirrt die Nutzer eher.

So erhöht DisplayPort 2.1, eine Schnittstelle, die vorwiegend für Monitore zum Einsatz kommt, weder die verfügbare Bandbreite noch die maximalen Auflösungen oder Bildwiederholraten. Vielmehr erhöht man zum seinen die Anforderungen an die Kabel und rückt zum anderen den Alt-Mode, der via USB-C genutzt werden kann, näher an den Standard USB4.

Das Verwirrende: Wer bereits Produkte mir DisplayPort 2.0 besitzt, verfügt sozusagen automatisch über Produkte mit DisplayPort 2.1. Denn alle bisher verkauften Geräte mit dem vorherigen Standard, werden zur neueren Version hochgestuft. Allerdings ist dieses Problem in der Praxis vermutlich weniger groß, als es auf den ersten Blick anmutet. Denn auch wenn DisplayPort formal bereits 2019 seinen Einstand gab, erschienen dann wegen der Corona-Pandemie kaum Produkte mit dem neuen Standard.

Die VESA will bei der Zertifizierung der neuen DisplayPort-Kabel achtsam sein.
Die VESA will bei der Zertifizierung der neuen DisplayPort-Kabel achtsam sein.

Im Wesentlichen unterstützen die AMD Ryzen 6000 DisplayPort 2.0 sowie einige Chips von MediaTek und RealTek. Zusätzlich gibt es noch einige, wenige Kabel und Docks mit dem neuen Standard. Auch die neuen Intel Arc, die ersten Grafikkarten des Unternehmens, sind reif für DisplayPort 2.0. Im Wesentlich ist eben nun die Verbesserung von DisplayPort 2.1 darin zu sehen, dass die Übertragung von Bildsignalen via USB-C stabiler und effizienter verlaufen soll. Dies soll insbesondere dann greifen, wenn auch andere Daten übertragen werden.

DisplayPort ist für TVs aktuell nicht relevant

Für Kabel mit Zertifizierung für DisplayPort 2.1 gilt nun, dass Varianten mit 40 Gbps auch mit 2 m Länge die maximale Leistung liefern müssen. Varianten mit 80 Gbps sollen auch bei 1 m oder mehr die Höchstleistung gewährleisten. Letzten Endes wird es vermutlich jetzt kaum Produkte auf dem Markt geben, die noch mit DisplayPort 2.0 beworben werden. Stattdessen werden wir hauptsächlich 2.1 vorfinden.

QuelleVESA
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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1 Kommentar
  1. Laut dem was ich bisher zur kommenden Radeon Grafikkarten gelesen habe, hat AMD wohl als erster Grafikkartenhersteller die 7000er serie mit DP 2.1 ausgestattet.
    Bestätigung wird vermutlich kommen, wenn am 3.11. die Karten vorgestellt und released werden.
    AMD hält bei der Generation die LEAKS kräftig im Zaum, es gibt super selten mal hier oder da was.

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