8K Film Award: Samsung und das DFF fördern Nachwuchsfilmemacher

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8K Film Award
8K Film Award: Samsung fördert die Preisverleihung

Samsung will 8K weiterhin vorantreiben: Gemeinsam mit dem DFF (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) verleiht man erstmals den 8K Film Award.

Mit dem 8K Film Award werden Kurzfilme prämiert, die, wie der Name schon sagt, in 8K-Auflösung vorliegen müssen. Offenbar ist das für Samsung auch eine Masche, um mehr Kreative zum Filmen in der 8K-Auflösung zu locken. 2020 bietet der Hersteller ja in Deutschland sogar zwei TV-Modellreihen mit 8K an: die Q950T und die Q800T. Auch an einem 8K-Streaming-Angebot sollen die Südkoreaner bereits werkeln. Zusätzlich will man die Kunden auch mit verlängerten Garantien zu seinen besonders hochauflösenden TVs locken.

Das Problem ist eben, dass 8K-TVs aktuell in erster Linie Inhalte hochskalieren dürfen. Denn mit nativem 8K-Material sieht es mehr als dürftig aus. Da ist es also sicherlich kein reiner Altruismis, dass Samsung und das DFF junge Filmemacher bereits auf 8K einstimmen wollen. Im Oktober 2020 soll der Preis für die besten in 8K gedrehten Kurzfilme in den Kategorien Bester Film, Beste Kamera und Bestes Drehbuch verliehen werden. Ideen lassen sich ab sofort einreichen. Aus allen Einreichungen werden 15 Nachwuchstalente ausgewählt, die ihre Idee in 8K Wirklichkeit werden lassen und am Wettbewerb teilnehmen können.

Wer also schon einen Kurzfilm in 8K gedreht hat, kann jenen nicht einfach einreichen. Laut Samsung solle der 8K Film Award zeigen, was mit 8K machbar sei. Interessierte sind aufgerufen, sich bis 27. August 2020 mit ihren Projekten zu bewerben. Die Filmemacher, die ausgewählt werden, dürfen ihr Projekt am Ende mit 8K-Equipment, das von Samsung gestellt wird, umsetzen.

8K-Filmen mit dem Smartphone – Ein Gag am Rande?

Wir wissen aber nicht genau, ob es uns zum Lachen oder zum Weinen bringen soll, dass Samsung angibt, den Filmemachern ein Samsung Galaxy S20 Ultra zum Drehen ihres 8K-Kurzfilms zu leihen. Aufgrund des kleinen Kamerasensors des mobilen Endgeräts nützt dann auch ein 8K-Video wenig, insbesondere nicht, um die Vorzüge der Technik zu demonstrieren. Die Ergebnisse dürften qualitativ selbst um Welten hinter dem liegen, was mit einer Systemkamera oder einem Camcorder mit 4K-Auflösung machbar ist. Des Weiteren will Samsung den Filmemachern auch eine Samsung Portable SSD T7 Touch mit 1 Terabyte Speicherkapazität stellen.

Am Wettbewerb teilnehmen können Kurzfilme, die maximal drei Minuten lang sind und innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt des Equipments umgesetzt und eingereicht werden. Ende September werden die fertigen Filme auf der Seite samsung.de/8k-film-award veröffentlicht. Eine Fach-Jury nominiert die gelungensten Beiträge in den Kategorien Bestes Drehbuch, Beste Kamera und Bester Film. Wer gewinnt, entscheidet anschließend das Publikum: Die von der Jury nominierten Kurzfilme treten in einem offenen Voting gegeneinander an.

Am 29. Oktober findet die Ausstrahlung der Verleihung des 8K Film Awards per Livestream statt. Wir sehen die Sache aber eher kritisch, wenn Samsung hier 8K-Videos mit einem Smartphone nutzen will, um die Technik zu bewerben – aus unserer Sicht leider eine Fehlentscheidung.

2 KOMMENTARE

  1. Bekommen die Teilnehmer auch ein Stativ, mit dem man das Smartphone ruhig genug halten kann, um den Unterschied zwischen 8K und 2K am Ende auch sehen zu können?
    Abgesehen davon frage ich mich, wie die Teilnehmer ihren Kurzfilm dann auf Bildqualität überprüfen sollen, da das Display nur 3.200 x 1.440 (Quad HD+) hat.
    https://www.samsung.com/de/smartphones/galaxy-s20/specs/
    Und wie sollen die die Postproduktion in 8K machen? Geht das auf dem Smartphone?

  2. Da hat sich Samsung wohl den falschen Partner ausgesucht.
    In Deutschland ist ja selbst Full HD noch ein Fremdwort. Von 4K will
    ich gar nicht reden. Und dann suchen die sich einen deutschen Partner,
    um 8K voranzutreiben? Das ist ja so, als würden die US und A mit den Einwohnern von North Sentinel Island eine Kooperation anstreben, um den ersten Menschen zum Mars zu bringen.

    Hätten lieber irgendwelche japanischen Partner wählen müssen. Da hätten sie mehr von gehabt.

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