Die Ultra HD Blu-ray verzeichnet Zuwächse im schrumpfenden Disc-Geschäft

Der Markt für audiovisuelle Inhalte auf Disc schrumpft seit Jahren. Innerhalb dieser Entwicklung verzeichnet die 4K Ultra HD Blu-ray Zuwächse. Setzt sich Qualität am Ende durch?


Der Disc-Markt für Filme, Serien, Dokumentationen und Special-Interest-Themen schrumpft seit Jahren. DVDs, Blu-rays und 4K Ultra HD Blu-rays verkaufen sich nicht mehr so gut und schuld daran ist definitiv das Streaming. Jüngste Zahlen von VideoScan (MediaPlayNews) belegen, dass in den USA der Markt für physische Veröffentlichungen seit 2019 jedes Jahr um ca. 20 Prozent nachgelassen hat (2019: 3.29 Milliarden $US, 2020: 2.45 Milliarden $US, 2021: 1.97 Milliarden $US). Innerhalb dieser nicht sehr erfreulichen Entwicklung gibt es jedoch einen kleinen Lichtblick für die 4K-Community. Der Anteil der 4K Ultra HD Blu-rays nimmt seit Jahren stetig zu. Im 2. Quartal 2022 lag der Wert auf einem Rekord-Hoch von 13.4 Prozent. Vor einem Jahr lag dieser noch bei 7.5 Prozent.

4K Blu-ray Neuheiten im November 2021 (Übersicht)
Heimkino-Enthusiasten und Film-Buffs kommen um eine physische Sammlung inkl. 4K UHD Blu-ray fast nicht herum.

Bedeutet, Leute greifen immer häufiger zur UHD Disc, die in den meisten Fällen eine deutlich bessere Bildqualität gegenüber der regulären Blu-ray bietet. Bei einigen Veröffentlichungen erhält man zudem eine bessere Audio-Ausstattung, womöglich sogar 3D-Sound, welcher auf der beiliegenden Blu-ray nicht vorzufinden ist. Diese Entwicklung könnte viele Gründe haben:

Sammelleidenschaft und Angst vor „digitalem Verlust“

Mit der Verbreitung der PlayStation 5 und Xbox Series X gibt es in vielen Haushalten erstmals ein Endgerät, welches 4K Ultra HD Blu-rays abspielt. Daraufhin setzten sich die Nutzer erstmals mit dem Medium UHD Blu-ray auseinander. Die Defragmentierung am Streaming-Markt, also die Aufteilung der Inhalte auf viele verschiedene Plattformen, könnte ebenfalls ein Faktor sein, wieso sich Nutzer ihre Lieblings-Filme (vielleicht parallel zum Online-Angebot) auf DVD, Blu-ray und 4K Blu-ray kaufen. Wie ein kürzliches Beispiel zeigte, sind digitale Filmkäufe auch nicht zu 100 Prozent sicher. Zuletzt sind limitierte 4K UHD Blu-rays gar keine so schlechte Wertanlage. Manche 4K Steelbooks sind mittlerweile ein Vielfaches ihres initialen Verkaufspreises wert. Da macht das Sammeln physischer Veröffentlichungen natürlich doppelt so viel Spaß!

Deutscher Videomarkt im Abwärtstrend

Zuletzt noch ein Abstecher in den lokalen (deutschen) Videomarkt. Auch hier verliert der Kaufmarkt schätzungsweise 8 bis 9 Prozent pro Jahr. Von 2015 mit 1.348 Millionen Euro, blieben 2021 nur noch 662 Millionen Euro übrig. Dabei nehmen alle Segmente, egal ob DVD, Blu-ray oder digitale Video-Käufe ab. Begründung? SVOD (Subscription-Video-on-Demand wie z.B. Netflix oder Disney+) setzen sich mit 65% Prozent am Gesamtmarkt durch und verzeichnen sogar noch Zuwächse.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

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30 Kommentare
  1. Also ich vermisse 3D auch und nachdem mein geliebter Panasonic den Geist aufgegeben hat und eine Reparatur unrentabel war bin ich auch auf einen 65″ OLED umgestiegen (LG C9). Und mittlerweile kaufe ich Filme fast ausschließlich Digital bei Apple und bin sowohl mit Bild als auch Ton sehr zufrieden… ja die Disc ist besser und ich habe auch einen geeigneten Player aber nachdem ich damals schon viel Geld in 3D versenkt habe wollte ich das nun nicht bei den UHD’s wiederholen. Sollten die Filme aufgrund veränderter Rechtelage irgendwann einmal nicht mehr abrufbar sein ist das in etwa das gleiche was ich bereits mit 3D schon erlebt habe.. nur das es mich weniger gekostet hat und keinen Platz wegnimmt… zumindest meine Meinung.

  2. Bin bei eher für Blu-Ray Scheiben zu haben, als Streaming.

    Sony hat mit https://www.4kfilme.de/sony-bravia-core-streamingservice-mit-80-mbits/ einen sehr guten weg gewählt den ich auch gern dauerhaft hätte. Ich kann den Nachweis nimmer finden, meine aber mal gehört zu haben, dass man die 80 Mbit/s nicht immer hat, sondern nur zum anlocken. Schade…

    Würden alle Streaming Dienste mit 80 Mbit/s streamen, bräuchte man keine Scheibe mehr. Viel mehr würde aber auch nicht gehen, da mir kein TV bekannt ist der 1 Gbit/s aufgrund seines LAN Anschlusses verarbeiten kann und WLAN ist immer eine schräge Sache.

    Techniker:
    „3) Zensur: Es kann sein, dass sich gesellschaftliche Wertvorstellungen verschieben und es dann zum Vandalismus an früheren Filmen kommt, also dass der Film geschnitten wird, oder es kommt gleich zum Verschwindenlassen des Films, was sich bei Streamingdiensten mit ihren Servern sehr einfach realisieren lässt.“

    Würde eher dazu führen, dass ich jenen Film / Serie nicht mehr beachte. Ich gebe für zensiertes Material keinen Cent aus. Entweder kommt es so wie vom Autor gewollt, oder nicht.

    Zensur halte ich ohnehin schon für verfassungswidrig, da 1) die Meinungsfreiheit eingedämmt wird und 2) die Kunstfreiheit. Man könnte sogar noch an 3) denken, ob damit erwachsene, mündige Menschen durch Zensur bevormundet werden.

    Bzgl. Verfassungswidrig ist nur eine Meinung von mir, ohne klar beweisen zu können. Unrecht existiert eben solange wie es mal gerichtlich geprüft wird. Ist aber ein gesondertes Thema.

    • Das Grundgesetz schützt die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und künstlerische Freiheit und damit dich vor staatlicher Zensur. Wenn du deine Meinung gesittet und wahrheitsgemäß vorträgst (also keine Beleidigung, üble Nachrede oder dergleichen) oder anderweitig veröffentlichst, dann kann sie nicht vom Staat zensiert werden.

      Das ist bei Rechteinhabern etwas anderes. Diese sind nicht der Staat, und können mit dem Produkt, an dem sie die Rechte haben, im Prinzip verfahren, wie sie wollen. Die Schauspieler in Filmen und Serien haben zwar das Recht am eigenen Bild, dieses wird aber in der Regel für die im Rahmen der Dreharbeiten entstandenen Bilder an das entsprechende Studio abgetreten. Schauspieler können normalerweise nicht verlangen, dass ihre Szenen gezeigt werden. Auch auf spätere Schnittfassungen haben sie keinen Einfluss, und auch die Veröffentlichungspolitik für den entsprechenden Film ist Sache des Studios.
      Also Cut-Fassungen von Filmen sind jederzeit möglich und auch jetzt schon Gang und Gäbe – nicht jede Filmfassung da draußen ist Uncut. Und wenn aus politischen / gesellschaftlichen Gründen geschnitten wird – tja, weise das erst einmal nach. Und selbst dann findet nur staatlicherseits keine Zensur statt, das behindert keineswegs den Umgang eines privaten Rechteinhabers mit seinem Filmmaterial.

      Eine Zensur in Zeiten von Streaming und VoD ist sehr einfach – die Dateien liegen auf einem Server, ein einfacher Austausch der Dateien verändert den Film für Millionen von Abonnenten, oder lässt ihn gleich ganz verschwinden – du stimmst ja i.d.R. zu, dass das Angebot deines Streamingdienstes wechseln kann. Bei physischen Medien ist das schon schwerer – auch hier habe ich nicht das Recht am Film selbst, wohl aber ein physisches Exemplar dieses Films für den privaten Konsum, und diese ganzen Datenträger seitens des Studios wieder einzusammeln, dürfte schwierig sowie illegal sein. Also ist hier eine Zensur nicht mehr wirklich möglich.

      Gesellschaften und ihre herrschenden Einstellungen sind immer im Flux, sie ändern sich ständig. Das erkenne ich an, dem möchte ich meine filmischen Vorlieben aber nur ungern aussetzen, auch bin ich auch generell dagegen, den Anbieter irgendeines Gutes gegenüber dem Konsumenten / Kunden allzu sehr zu bevorteilen, wenn es auch noch andere Möglichkeiten gibt. Betonung auf „noch“, leider.

  3. Das Problem, welches hierbei vergessen wird: Wie ich schmerzlich feststellen musste, besitzen die Discs, speziell die Blu-Ray Discs, ebenso keine allzu lange Lebenszeit. Offiziell werden Haltbarkeiten von 50 bis 100 Jahren angegeben, was aber vermutlich leider nicht stimmt. Auf einer anderen Fanseite gibt es dazu bereits lange Diskussionen und sogar eine Liste von Filmen, die bei vielen ca. 10 Jahre nach Kauf nicht mehr lesbar sind. Bei mir hat sich beispielsweise bereits die „Beverly Hills-Cop Collection“ verabschiedet. Nun ist die Frage, ob dies irgendwann alle auf Disc gebrannten Filme betrifft oder nur die bestimmter Filmstudios. Meine Sammelleidenschaft ist daher nun etwas getrübt…

      • Mh, was heißt denn das? Bei mir stehen sie sauber sortiert in einem Holzregal im Wohnzimmer. Muss ich die bei bestimmter Temperatur in einem abgedunkelten Raum lagern, oder wie? Wie gesagt, ich kann bis auf einen Ausfall auch noch nicht klagen. Seitdem ich aber diese Diskussion verfolgt habe, bin ich natürlich verunsichert, ob sich das Sammeln überhaupt noch lohnt…

        • Soviel ich weiß, sollte man solche Scheiben nicht löngere Zeit außerhalb der Hülle ins pralle Sonnenlicht legen. Aber bisher habe ich auch noch nicht erlebt, dass so etwas passiert, außer, wenn die Hüllen mit einem instabilen Klebstoff zusammengeklebt sind. Ich habe eine DVD-Version von Terminator (1), die dieses Problem hat und es soll eine Sammler-DVD-Version von Stargate SG-1 gegeben haben, die das Problem auch hatte.
          Wenn Blu-rays nicht mehr lesbar sind, liegt das meiner Erfahrung nach praktisch immer daran, dass die irgendwie verdreckt sind, auch wenn dieser Dreck wie Kratzer aussieht. Also einfach die Disks säubern.
          Manchmal liegt es auch daran, dass ein Player zu alt wird. Mein erster Panasonic DP-UB824 hat irgendwann aufgehört, manche Disks abzuspielen, die er vorher gekonnt hatte. Als ich ihn dann durch ein neueres Gerät desselben Typs ersetzt habe, waren die Disks wieder abspielbar.
          Meiner Erfahrung nach sind Blu-rays jeder Art extrem unverwüstlich, aber auch sehr schmutzempfindlich. Letzteres gilt erst recht für 4K-Scheiben.
          Legenden über die kurze Lebensdauer gab es übrigens schon lange, selbst über Audio-CDs. Aber auch meine Scheiben von Anfang der 1990er sind bisher nicht chemisch zerfallen.

  4. Wenn ich weiß das ein Film Qualität hat, werd ich ihn immer auf UHD BluRay kaufen zB. Dune, Dark Knight, Blade Runner,…. Das große Problem das ich sehe ist, wie so oft, Disney. Wenn der größte Vertreiber auf seine UHD Disks eine deutschen 5.1 Streaming Ton packt, dann braucht man die auch nicht kaufen. Die alten Star Wars Blu-ray’s von vor Disney+ haben bessere Tonspuren als die neuen 4K Boxen…wtf Disney?
    Bei den Marvel Filmen zB. ist es mit egal, die guckt man einmal hat Spaß und gut ist aber es ist schon echt traurig wenn man ne schöne Atmos Anlage hat und der größte Konzern will einfach seinem Streaming Dienst so pusht oder einfach so sehr an den Disks sparen will das er lieber 20 Sprachen in scheiß Qualität drauf quetscht statt Deutsch + Englisch in Atmos oder zumindest TrueHD oder HD Master.

    • Dolby Digital Plus ist ein sehr effizienter Codec, der bei entsprechender Abmischung HD Ton in nichts nachstehen muss.
      Vor allem wenn er von einer Disc kommt & nicht gestreamt wird.
      Die deutschen Tonspuren der Star Wars UHDs klingen kaum anders als die alten DTS-HD Master Tracks.
      Sie sind nur recht leise eingepegelt, nichts was ein Griff zum Lautstärkeregler nicht ändern könnte.
      Was Disney Veröffentlichungen angeht, geht deine Kritik ganz schön am Thema vorbei.
      Wenn die Dolby Digital Plus Tonspur eines Films beschissen klingt, tut das die englische HD/Atmos Spur im selben Maße.
      Weil Codec-unabhängig undynamisch und familienfreundlich abgemischt wird.

  5. Nachdem Netflix immer teurer wird, Amazon nun nachzieht und die GANZEN anderen Anbieter auch stetig teurer werden, wird man halt dazu über gehen, sich das auf disc kaufen, was man sehen will.
    so hat man das in der Hand auch wenn man den Anbieter nicht mehr aboniert hat.
    Eventuell wird es ja doch noch ma was mit den UHD BDs
    wobei ich da skeptisch bin, da die Anbieter ja ungern ihre abomenschen verlieren wollen, also fraglich in wie weit man die serien und filme auf uhd disc bekommen wird

  6. Hat sich ja das Töten der 3D Blu-ray gelohnt.
    Die Industrie hat ein neues, noch teureres Format für Enthusiasten gefunden, welches dazu noch weitaus kostengünstiger produzieren lässt als dreidimensionales Vergnügen.
    Ein HDR Bild erstellen kann schließlich jedes Smartphone oder jeder PC.
    Zwei Klicks, und die Software kreiert völlig automatisch meist aus einem alten 2K DI ein 4K HDR Bild.
    Wenn schon 2D dann lieber ein natürliches 1080p Blu-ray Bild statt Bonbon-knalliges UHD HDR Bild.
    Ist das jetzt in als Erwachsener auf diese knallbunte, grelle, unnatürliche TikTok Ästhetik abzufahren?
    Verkauft sich die UHD Disc deswegen so gut, weil jung gebliebene Technikfetischisten hipp sein wollen?
    Erklärt mir das mal bitte.

    • Hab mich schon gefragt wann die 3D Trolle mit ihre „4K Blu-ray hat die 3D Blu-ray“ getötet Verschwörung wiede auftauchen. Gutes HDR sieht einfach Top aus und ich glaube du verwechselst den Lebhaft Modus mit HDR.

      • @Julius

        Naja, also eine „Verschwörung“ ist das nicht. OLEDs sind nicht hell genug für HDR und 3D entzieht dem Bildschirm nochmals Helligkeit wegen des eingesetzten Polarisationsfilters. Die Möglichkeit, einzelne Pixel zu beleuchten (OLED) kombiniert mit der Helligkeit eines LED-TVs bietet erst Micro-LED, was bereits existiert, aber derzeit für den Otto Normalverbraucher unbezahlbar ist. Ein Micro-LED kann durchaus 3D haben ohne bei HDR Helligkeitseinbußen hinzunehmen, die noch ins Gewicht fallen würden.

        OLED muss derzeit jedes NIT an Helligkeit zusammenkratzen, ist leider so. 4K HDR ist ein (noch anhaltender) Hype, der den 3D-Hype mehr oder weniger abgelöst hat. Man hat bei LG (alle anderen kaufen dort ja immer noch dort zu, bis auf Samsung heute) damals Prioritäten gesetzt, den Polarisationsfilter und also 3D entfernt, um den OLEDs bei der Helligkeit etwas auf die Sprünge zu helfen. @Mr. Black hat insofern nicht ganz Unrecht und du solltest dich mal ein wenig informieren, bevor du hier etwas von „Verschwörung(stheorie)“ (Mein Gott, wie ausgelutscht das Wort doch mittlerweile ist…) erzählst. Wäre vielleicht ein Gedanke.

        PS: Bevor du hier irgendwelche wilden Vermutungen anstellst, ich habe einen OLED aus 2016, dem letzten Jahr, in dem die OLED-Panel noch 3D hatten. Ich weiß also aus eigener Erfahrung, wovon ich hier spreche.

        • In der Theorie magst du recht haben aber praktisch gesehen müsstest du dann Filme mit einer Sonnenbrille gucken wenn nicht sogar mit einem Schweißerhelm. Ein Freund hat einen Mini-LED TV von Philips (welches Modell weiß ich nicht genau der soll wohl bis zu 2000 nits schaffen…). Der hat mir einen Film gezeigt und ich konnte kaum hinschauen weil das so hell war. Also um einen „ausreichend“ Effekt zu erreichen, reichen 1000-1500 nits völlig aus und die heutigen OLEDs bringen das. Auch wenn Dolby Vision wohl bis in die 12000 nits arbeitet

          • Hm, also selbst aktuelle OLEDs müssen sich wirklich über 1.000 nit schleppen. Nehmen wir mal den Sony A95K OLED als Beispiel… Das ist ein Top-OLED, da sind wir uns einig, oder? Der schafft mit Müh und Not 1.050 nit:

            https://gettotext.com/lab-sony-a95k-qd-oled-tv-what-brightness-peak-for-the-first-qd-oled-tv/

            FALD und Mini-LED können nicht einzelne Pixel ansteuern, aber der Helligkeitsunterschied (auch noch im angenehmen Bereich!) zu OLED ist immer noch bemerkbar. Wie gesagt, erst Micro-LED wird wirklich die Vorteile von beiden Technologien verbinden können. Ich wäre ehrlich gesagt überrascht, falls OLED jemals 1.500 nit schafft. Sage ich als Verfechter von OLED, die Helligkeit ist immer noch die Achillesferse bei HDR.

            • Man muss aber auch bedenken, das viele HDRs nicht wirklich HDR sind. Bestes Beispiel ist vermutlich Blade Runner. Ein wunderschöner Film, der aber auch als „HDR“ selten über die 700/750 Nits rausgeht. Viele der großen Cinematographen sind ja generell dagegen und lassen dann eben auch in der HDR Version nicht wirklich HDR zu (gehört halt zum Filmlook, das nichts ausbrennt und gernell nicht so ein großer Unterschied zwischen dunkel und hell ist, da ist HDR leider das Gegenteil). Und auch ich nutzen meine OLEDs am Tag und hab absolut kein Problem mit der Helligkeit. Im Gegenteil, wenn man wirklich ein HDR Effekt kommt brennt es mir gefühlt immer das halbe Auge weg.
              Klar kann der OLED eine perfekte HDR Disk nicht 100% abbilden aber davon gibt es halt leider auch nicht viele. Fast nur Testvideos oder Dokus die zwar Hammer sind aber vermutlich nur von uns Technik ausreizen wollenden Deppen geguckt werden

            • Ganz genau. 10bit HDR10 hat die 8fache Farbtiefe von 8bit SDR und 12 bit Dolby Vision die 64fache, was subtilere Farbdarstellung möglich macht. Mit Hilfe von Tone Mapping kann man die auch bei niedrigen Spitzenhelligkeiten sinnvoll ausnutzen.

            • @k-ulf

              Ich habe auch nicht behauptet, dass es bei HDR „nur“ um hohe Spitzenhelligkeiten geht. OLED ist im Vergleich zu LCDs aber doch klar gedimmt und das nimmt in hellen Szenen den Spaß. Das hier kann niemals „top“ sein:

              https://www.youtube.com/watch?v=ps-JIttlB8c

              Und mehr darstellbare Farben etc. ist auch keine Ausrede für nicht ausreichende Spitzenhelligkeiten, sorry.

    • Nein lieber einen sogenannten „3D-Film“ gucken bei dem man nur die ersten 10 Minuten auf das schlechte 3D achtet. Und danach wird man noch mit schlechten Effekten die auf Teufel komm raus auch in Zeitlupe gedreht werden nur weil man so das 3D in den Vordergrund rücken will. Da gucke ich mir lieber einen Film in 4K mit ordentlichem HDR. Das beste Beispiel ist einfach Star Wars Episode 7, genau EIN Effekt war wirklich gut und 3D. Den rest kann man vergessen. Guck dir mal Spartacus in 4K an da vergisst du, dass es 3D-Blu-Rays überhaupt mal existiert haben.

      • „Guck dir mal Spartacus in 4K an da vergisst du, dass es 3D-Blu-Rays überhaupt mal existiert haben.“

        Mal abgesehen von Naturdokus (Planet Erde II, Unser blauer Planet II in 4K – ohnehin eine Wucht!) war die Partyszene von „Der große Gatsby“ bis jetzt das so ziemlich Beste, was ich in 4K HDR gesehen habe. Schau dir das mal an… Habe auch Spartacus in 4K, nebenbei bemerkt.

        • Der große Gatsby, habe ich leider nicht in 4K. Der Film hat mir allerdings auch nicht besonders gut gefallen. Ich fand die Dark Knight Filme auch richtig gut in 4K besonders die Szenen die im IMAX-Format gedreht wurden. Einfach ein Traum

        • Laber doch kein Mist…
          Da kann das Bild noch so gut sein…
          Nichts kann den immersiven Effekt von 3d ersetzen….

          Schau dir mal richtige 3d Filme an

      • @pk
        Ich schau mir doch 3D Filme nicht wegen irgendwelcher Effekthascherei an.
        Gutes 3D agiert unauffällig und zieht mich gerade dadurch ins Geschehen hinein, weil es dem natürlichen räumlichen Sehen sehr nahe kommt.
        Ich will überhaupt nicht die ganze Zeit bewusst sehen, dass der Film gerade in 3D läuft.

    • UHD BluRay und 3D wird einfach nicht unterstützt. Basta! Daran wird sich nichts mehr ändern. Nits hin oder her. OLED hin oder her. Entweder 3D als BluRay in Full Hd oder sonst wie , oder gar nicht. Getötet hat niemand etwas, Es wurde einfach aus irgendwelchen Gründen beschlossen , wie man es manchmal so macht. Vielleicht gab es zu damaligen Zeit technische Hürden, oder auch nicht. Im Trüben fischen bringt nix. Es ist nun so wie es ist. Damit muss man Leben!
      Wurde schon 2015 diskutiert -> https://www.4kfilme.de/keine-4k-3d-filme-auf-ultra-hd-blu-ray/
      Hat sich über 7 Jahre lang nix geändert und wird es auch weiter hin nicht.

  7. Ich kaufe mir seit Jahren Blu-Rays seit ca. 2 Jahren auch 4K-Blu-Rays und bin somit in meinem Freundeskreis der einzige. Alle anderen setzen total auf streaming. Ich möchte streaming nicht missen was Serien angeht aber Filme kaufe ich mir lieber auf Disk.
    Mittlerweile habe ich mir einen alten iPod classic gekauft weil ich sogar teilweise weg von Musik-Streaming weg möchte meine Musik kaufe ich mir bei Qobuz für einen fairen Preis und in ordentlicher Qualität. Das ist mir jeden Cent wert.

  8. Die Entwicklung geht wie in so vielen Bereichen in Richtung Miete… Streaming is im Prinzip das Mieten von Filmen, von den Rechten des Konsumenten her mit einem Kinobesuch vergleichbar. Das betrifft auch nicht nur Filme und Serien; auch Musik, Software, Spiele (Xbox GamePass!) usw. Wenn dann noch dein Auto geleast wurde und du deine Wohnung mietest, gehört dir eigentlich selbst überhaupt nichts mehr, sondern du nutzt das Eigentum anderer. Ein Mietnomade par excellence, sozusagen. Das bringt vor allem folgende Probleme mit sich:

    1) Preis: Der Anbieter kann an der Preisschraube drehen, wie er will, insbesondere sobald es keine Alternativen mehr gibt.
    2) Eigentum: Wenn du mit den Zahlungen aufhörst, das Abo also kündigst, hast du keinen Zugriff mehr.
    3) Zensur: Es kann sein, dass sich gesellschaftliche Wertvorstellungen verschieben und es dann zum Vandalismus an früheren Filmen kommt, also dass der Film geschnitten wird, oder es kommt gleich zum Verschwindenlassen des Films, was sich bei Streamingdiensten mit ihren Servern sehr einfach realisieren lässt.

    In immer mehr Bereichen verliert der Eigentümer / Kunde seine Rechte, die sich nach und nach auf den Anbieter verlagern. Eigentlich eine Katastrophe, wird aber durch tatsächliche oder vermeintliche Komfortgewinne (Und das ist ja schließlich das wichtigste, nicht wahr?) kaum aufzuhalten sein.

    Ich glaube auch kaum, dass die jetzigen Lockpreise bei den Streamingdiensten den tatsächlichen Preisvorstellungen der Betreiber entsprechen, also sobald die alternative Lösung weg vom Fenster ist, kann richtig an der Preisschraube gedreht werden. Vielleicht über 100€ im Monat, wenn man alles sehen will, das scheint durchaus vorstellbar. Ich denke, die Menschen werden sich noch danach zurücksehnen, dass man ganz bestimmte Filme oder Serien verhältnismäßig günstig einzeln erwerben konnte, ohne gleich das „Gesamtpaket“ buchen zu müssen.

    Es freut mich als Qualitätsfreund dass die 4K Blu-ray wenigstens innerhalb der physischen Medien zulegen kann. Ich hoffe, dass es 4K Blu-rays und Full HD Blu-rays noch möglichst lange geben wird. DVDs können von mir aus eingestellt werden, da sie wirklich nicht mehr zeitgemäß sind.

    • Genauso sehr ich das auch. Streaming ist ein brauchbarer Ersatz für Fernsehen und in manchen Fällen auch Kino. Aber ein Ersatz für physische Medien kann es aus den von Dir genannten Gründen nicht sein.
      Die Entwickung in Streaming-Markt zeigt auch IMHO klar, dass er bei den aktuellen Preisen auf Dauer nicht lebensfähig bleibt. Darum ist es umso wichtiger, physische Medien trotz der relativ hohen Preise zu unterstützen.

      Aber es existieren nicht alle für mich interessanten Inhalte in HD-Qualität. Darum würde man einen Ersatz für SD-Inhalte brauchen, wenn man die Produktion von DVDs beenden würde. SD on Blu-ray wäre eine Möglichkeit, aber es wäre mir persönlich wichtig, dass aktuelle Player zu DVDs abwärtskompatibel bleiben. Ich möchte nicht alle meine DVDs durch SD on Blu-ray ersetzen müssen. Das wäre mir erstens zu teuer und zweitens ist es zweifelhaft, ob es dann für alle exisierenden DVDs entsprechenden Ersatz gäbe.

    • Ich stelle leider sehr häufig fest, dass die Qualität der 4k-Medien stark schwankt, im Gegensatz zur BluRay, wo selten Probleme auftreten. Auf unterschiedlichen Playern laufen die selben Filme nicht ruckelfrei ab, direkt aus der Originalverpackung und selbstverständlich auch noch gereinigt. Oft muss zweimal umgetauscht werden, bevor man ein funktionierendes Exemplar erhält. Das ärgert, besonders, weil die Preisdifferenz zur BluRay dann doch recht schmerzhaft ist.

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