Disney+: Erste Informationen zum Tarif mit Werbung

Disney will die Zuschauer bei Disney+ auch in seinem werbefinanzierten Tarif nicht mit Anzeigen bombardieren. Insbesondere im Hinblick auf jüngere Zuschauer möchte man behutsam vorgehen.


So berichtet das Wall Street Journal, dass Disney+ maximal vier Minuten Werbung pro Stunde einbinden wolle. Kinder im Vorschulalter sollen grundsätzlich gar keine Werbung zu Gesicht bekommen, wenn entsprechende Kinderprofile für sie angelegt worden sind. So haben es Sprecher des Unternehmens offiziell mitgeteilt.

Letzten Endes würde Disney+ dann mit vier Minuten Werbung pro Stunde weniger Reklame einbinden als die Konkurrenz und natürlich auch weit weniger als im traditionellen Fernsehen. Werbekunden wiederum will man ca. 50 bis 60 US-Dollar für 1.000 erreichte Zuschauer abknöpfen. Wie viel Disney+ mit Werbung für Endkunden kosten soll, ist unterdessen aktuell noch offen.

"Obi-Wan Kenobi" startet bei Disney+ am 25. Mai 2022.
„Obi-Wan Kenobi“ startet bei Disney+ am 25. Mai 2022 und soll alte und junge Zuschauer begeistern.

Werbekunden haben mittlerweile ein wachsendes Interesse an Streaming-Anbietern, da sie über lineares Fernsehen kaum noch jüngere Zielgruppen erreichen können, die sich immer stärker vom traditionellen Programm abwenden. Disney+ ist da besonders spannend, da die Inhalte des Streaming-Anbieters weitgehend als unproblematisch für Marken gelten und so gerne mit ihnen assoziiert werden dürfen. Da sind eben keine Kontroversen zu erwarten.

Disney+ mit Werbung wird auch in Deutschland starten

Disney+ wird 2023 auch in Deutschland seinen neuen, werbefinanzierten Tarif einführen. Damit ist der Anbieter aber nicht allein, denn auch Netflix hat derartige Pläne angekündigt. Möglicherweise will der Streaming-Anbieter damit sogar bereits 2022 loslegen. Letzten Endes werden dann die Zuschauer entscheiden, ob sie gewillt sind, gegen einen Rabatt Werbung in Kauf zu nehmen, oder ob sie lieber weiterhin den vollen Preis zahlen und ein werbefreies Streaming-Angebot nutzen.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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3 Kommentare

  1. Argh! Da versucht man, der Scheiß-Werbung zu entkommen und jetzt das! Ich hoffe ja, die werbefreien Tarife werden nicht zu viel teurer. Leider haben wir globale Inflation.

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