John Wick 3 auf 4K Blu-ray im Test: Voll auf die Zwölf!

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Die 4K Blu-ray Version von "John Wick: Kapitel 3" in unserem Test
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Das muss man auch erst einmal schaffen: Ausgehend vom ersten John Wick über die Fortsetzung aus dem Jahr 2017 bis zum jetzigen dritten Teil verdoppelte jeder Film das Einspiel des Vorgängers. Man mochte 2015 kaum glauben, dass ausgerechnet der lange Zeit unglücklich durch Hollywood-B-Ware schlingernde Keanu Reeves mal wieder für einen echten Hit gut war – und sah sich umso erfreuter im Irrtum. Was Reeves nach monatelangem Training unter der Anleitung von Stunt-Koordinator und Neu-Regisseur Chad Stahelski in die Figur des Rache suchenden Ex-Killers legte, war frisch. Es war neu und es war verdammt hart. Dazu gelang es mit dem ersten Teil, das Publikum so zu emotionalisieren, dass es die folgende Walze der Gewalt nur zu gerne akzeptierte.

So viele Gegner wie im dritten Teil – auch für John Wick einen neue Situation

Die Motivation hinter Wicks Taten war nachvollziehbar und die Regie schaffte es nicht nur, die Figur emotional aufzuladen, sondern auch den Spagat zur Action zu meistern. Als dann der zweite Teil herauskam, fehlte zwar die hochgradige Initialzündung des Vorgängers, doch aufgrund der dauerhaften Bedrohung konnte man auch hier mitfiebern. Allerdings mangelte es etwas am Neuen und Innovativen und außerdem war der Widersacher etwas blass geraten. Umso gespannter durfte man auf den dritten Teil sein. Denn mal abgesehen von Avengers: Infinity War gab es zuletzt keinen so packenden Cliffhanger zwischen zwei Filmen wie jenen am Ende von John Wick: Kapitel 2. Und hier sind wir nun: John ist aufgrund seiner Taten bei seiner Gilde Ungnade gefallen und damit vogelfrei. Er genießt keinerlei Schutz mehr und hat keine Verbündeten, auf die er zählen kann. Dafür trachtet ihm jeder verfügbare Killer nach dem Leben.

Es geht hier also nicht mehr um Rache oder um die Einlösung einer Blutschuld. Es geht ums nackte Überleben. John gegen 10.000. John gegen die Welt. Und was ist John Wick: Kapitel 3 für ein fulminanter Actionfilm geworden. Da wird gleich mal zu Beginn in der Bibliothek ein Fight gegen einen hünenhaften Gegner präsentiert, der in Sachen Härte richtig zupackt und auf geniale Art und Weise ein Buch integriert. Doch auch das wird noch getoppt, wenn bei der Kampfsequenz im Waffenmuseum auch die Altersfreigabe von 18 konkret begründet wird. Wenn John dann zu Pferde gegen Motorradkiller anrückt, hat man so etwas genauso wenig schon gesehen, wie die sensationelle Szene mit Sofias trainierten Hunden. Durchweg sind die Kampfszenen erneut dermaßen fantastisch choreografiert und ausgeführt, dass man jedem Akteur das monatelange Training ansieht.

Wick trifft auf eine alte Weggefährtin

Jetzt kann man kritisieren, dass sich bei 130 Minuten Laufzeit das Gekämpfe irgendwann wiederholt und repetitiv wirkt. Man kann. Oder man kann es lassen und einfach Spaß dran haben. Zumal der dritte Teil den Kosmos eben auch um interessante Charaktere und Elemente erweitert und gegenüber dem erzählerisch auf der Stelle tretenden zweiten Teil nun etwas nachlegt. Der Zuschauer erfährt deutlich mehr über diese verschworene Gilde und vor allem über John Wick selbst. Wir bekommen seinen echten Namen, seine Nationalität sowie ein paar Hintergründe darüber, wie er wurde, was er ist. Wir lernen dabei so etwas wie seinen Mentor kennen und am Ende scheinen die 130 Minuten wie im Flug zu vergehen.

Die Tatsache, dass man nach Marokko ging, um dort auf Johns alte Weggefährtin zu treffen, erweitert den Film auch optisch. Das helle und wüstenartige Setting sorgt für eine willkommene Abwechslung. Und wenn es doch mal ein wenig zäh wird, sorgt die lockere Humornote nach wie vor für einige Gags. Vor allem die Kampfszenen, in denen John nicht mit herkömmlichen Waffen arbeiten kann und sich Alternativen suchen muss, zeugen davon. Wenn er sich beispielsweise mit den Asiaten im Waffenmuseum Kämpfe liefert und das Ganze in ein irrsinniges Messer-Gewerfe ausartet, darf man das durchaus auch mal komisch finden. Gar nicht komisch ist Zero. Und damit hat der dritte Teil gegenüber dem direkten Vorgänger auch noch einen weiteren Pluspunkt: Den cooleren Antagonisten. Der glatzköpfige Ninja-Killer wird von Mark Dacascos gespielt – immerhin einem gelernten Kampfkünstler in verschiedenen Kampfstilen – der Reeves in Bewegungsfähigkeit voraus ist und damit mindestens ein gleichwertiger Gegner. Und weil John Wick: Kapitel 3 die Messlatte noch mal höher legen kann, darf man gespannt auf den vierten Teil sein. Dieser folgt in zwei Jahren und wird (erneut) von einem gemeinen Cliffhanger angeteasert.

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7 KOMMENTARE

  1. Wenn man die Kommentare hier liest….

    typisch für unsere Nation….

    Es wird nur noch gelästert über die neuen Filme….die Leute lassen sich nicht mehr „flashen“ weil alles irgendwie schon mal zu sehen war….

    Was sollen den die Filmemacher noch bringen?

    Können die Filmemacher überhaupt noch irgendetwas bringen, damit die Leute geflasht sind?

  2. Liest sich gut endlich mal wieder ein Film mit einer deutschen Atmostonspur,da weiß man wieder wofür man sein Geld ausgegeben hat.
    Einziges Manko ist der total überzogene Preis,man hat das Gefühl das die Scheiben immer teurer werden.(UHD/BD)

  3. „Die Motivation hinter Wicks Taten war nachvollziehbar und die Regie schaffte es nicht nur, die Figur emotional aufzuladen, sondern auch den Spagat zur Action zu meistern.“

    LOL, man hat sein Auto gestohlen und den Hund getötet. Das war selbst für das Genre schon schwach. Also seien wir ehrlich: Wick schaut man zu, weil er alles umbringt, was sich bewegt. Der tote Hund war da nur ein Alibi. Nette Popcornaction, bei der man fürs Pinkeln nicht auf Pause drücken muss, um der Handlung weiter zu folgen.
    Wenn es mal günstig eine UHD Box mit allen drei Teilen gibt…

    • Ich liebe Action, besonders wenn sie gut gemacht ist. Aber Wick 3 ist einfach nur schlecht gemachtes Popcornkino…wobei mein Popcorn schon nach 30 Minuten leer war und der Film sich nur noch ohne Handlung hin zog. Bis zur Pferdeszene…da hat das Kino endlich mal gelacht…und sofort über die kugelsicheren Kläpper mit ABS-Hufen gelästert. Da war für einige der Film vorbei und haben den Saal verlassen. Und die Szene mit den Hunden…war doch einfach nur lächerlich. Nein…ein vierter Teil wird geschaut wenn er im TV läuft…
      Ach ja…und die Wüstenlokation war nur noch eine nachfühlbare verzweifelte Drehortsuche welche die bösen Darsteller zu Deppen ihrer Nation verkommen ließ.
      Fazit:
      Film: 40%
      Bild (Kino): 70%
      Ton (Kino): 80% (für ein Kino nicht schlecht)

      • Na zum Glück haben nicht alle den gleichen Geschmack! Wenn der Streifen Ach so schlecht… Warum dreht man einen vierten Teil?! Kein Studio würde das machen, wenn der Film vom Publikum nicht angenommen wird…. Oder hier vielmehr die Filmreihe!

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