Netflix führt spezielle Zufallswiedergabe für Kinderprofile ein

Netflix führt mit der „Mystery Box“ eine neue Zufallswiedergabe speziell für Kinderprofile ein. So wünscht man sich natürlich, dass die Kids noch mehr Zeit mit dem Streaming-Anbieter verbringen.


Kann man also durchaus auch kritisch sehen, dass Netflix den Film- und Serien-Konsum mit dem Feature im eigenen Interesse weiter anfachen möchte. Gerade da man eben mit dem Konzept der Mystery Box bewusst auf kindgerechte Weise Neugier wecken möchte. In der geheimnisvollen Schachtel können eben jeden Tag andere Inhalte für junge Zuschauer stecken. Netflix bewirbt die neue Funktion aber natürlich mit einem anderen Schwerpunkt.

So sei es ja angeblich schwierig, Kinder dazu zu bewegen, neue Dinge anzutesten. Hier könne eben die Mystery Box die kindliche Neugierde wecken, damit Kinder nicht eine Lieblingsserie oder einen Lieblingsfilm in Dauerschleife ansehen. Stattdessen können sie über die Mystery Box neue Inhalte entdecken, auf welche sie sich sonst eventuell gar nicht eingelassen hätten und ihren Horizont erweitern.

Die Netflix Mystery Box soll Kinder zum Streaming animieren.
Die Netflix Mystery Box soll Kinder zum Streaming animieren.

Klingt also in der Marketing-Sprache ganz altruistisch, kann aber kritisch auch so bewertet werden, dass Netflix Kids auf den Trichter bringen möchte, immer mehr Inhalte zu konsumieren. Die neue Mystery Box findet dabei in der Reihe der Favoriten ihren Platz und glitzert dann direkt recht verlockend.

Netflix: Neue Versuche sollen Kunden unbedingt halten

Dass Netflix aktuell allerhand neues versucht, kommt natürlich nicht von ungefähr. Der Anbieter plant beispielsweise auch einen Tarif mit Werbung. Zudem will man erstmals härter gegen Account-Sharing vorgehen bzw. jenes gegen einen Aufpreis dann offiziell auch über den eigenen Haushalt hinaus erlauben. Dies sind Folgen eines Abonnentenschwundes, der die Börse aufschreckte und dazu führte, dass der Aktienwert des Streaming-Anbieters zeitweise um stolze 30 % eingebrochen ist.

QuelleNetflix
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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1 Kommentar

  1. Wenn Netflix wirklich um das Halten von Kunden ginge, dann sollten die lieber mal an der Qualitätsschraube drehen. Ich habe mir diesen Monat wegen „Besser Sie konsultieren Salomon“ nach langer Zeit mal wieder Netflix geholt. Und sofort ist mir die erneut schlechtere Bildqualität ins Auge gesprungen. Und was sehe ich: In 2160p dümpelt die Bitrate bei 4 – 6 Mbps rum. Das kann es nun doch wirklich nicht sein. Bei anderen Sendungen liegen ja wenigstens noch die sowieso schon schlechten 15 Mbps an.

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