An den Xbox One und Xbox Series X|S kann mittlerweile GeForce Now genutzt werden. Die Spielekonsolen werden somit immer flexibler.
Allerdings sei erwähnt, dass es nun nicht so ist, dass Nvidia eine dedizierte App für die Spielekonsolen bereitgestellt hätte. Vielmehr führte man über das letzte Client-Update Beta-Unterstützung für den Browser Microsoft Edge ein. Tja, und da die Xbox-Konsolen eben jenen Browser verwenden, können sie nun auch auf GeForce Now zugreifen. Selbiges funktioniert im Übrigen auch mit Google Stadia.
Mit Maus und Tastatur auf Geforce Now zocken
Der Nachteil ist, dass es da an Optimierungen fehlt. Die Latenz ist zu bemerken und außerdem führen Klicks mit da Maus dazu, dass regelmäßig das Overlay für die virtuelle Tastatur aufploppt, obwohl es nicht benötigt wird. Tatsächlich lassen sich so aber auch Games mit Maus- und Tastatur-Unterstützung zocken, denn der Edge-Browser unterstützt an den Konsolen ebensolche Eingaben. Also lassen sich via GeForce Now an den Xbox-Plattformen auch Titel zocken, die keine Controller-Eingaben unterstützen.
Der neue Tarif RTX 3080 kostet 99,99 Euro für sechs Monate.
Zu beachten ist, dass ihr via GeForce Now auch nur die Spiele zocken könnt, die ihr bereits in einem der angebundenen Stores wie Steam, GOG oder dem Epic Games Store besitzt. Außerdem kommt ihr auf der kostenlosen Stufe nur maximal auf Sessions von einer Stunde Länge und müsst mit Wartezeiten rechnen. Kürzlich führte Nvidia aber den neuen Tarif RTX 3080 ein, der an der Nvidia Shield TV etwa 4K bei 60 fps ermöglicht und auch Ray-Tracing beinhaltet.
Microsoft will selbst PC-Spiele auf die Xbox-Konsolen bringen
Der Chef der Xbox-Sparte, Phil Spencer, hatte in der Vergangenheit bereits selbst Pläne geäußert, PC-Spiele via Cloud-Gaming an die Xbox-Konsolen zu hieven. Dabei hatte er aber natürlich den Xbox Game Pass Ultimate im Auge. Bisher sind diese Pläne jedoch noch nicht genauer konkretisiert worden. Da muss man also noch etwas abwarten. Bis dahin sind Google Stadia und GeForce Now auch nette Optionen zum Herumspielen.
Amazon wartet im November 2021 wieder mit neuen Filmen und Serien auf. Nun hat der Streaming-Anbieter die Neuzugänge konkretisiert.
Amazon will euch da im nächsten Monat unter anderem auch mit einer Dokumentation über den kontroversen Rapper Bushido locken: „Unzensiert – Bushido’s Wahrheit“ soll die Geschehnisse um den Musiker beleuchten, die sich in den letzten Jahren ergeben haben. Denn da gab es ja viel Medienrummel um Gerichtsprozesse. Denkt man jedoch an Amazons wenig objektive „Dokumentation“ über die BILD zurück, dann sollte man seine Erwartungen hier vermutlich nicht zu hoch ansetzen.
Für Fantasy-Fans könnte „Das Rad der Zeit“ einen Blick wert sein. Zumal mit Rosamund Pike und renommierte Darstellerin eine der Hauptrollen spielt. Wer eher König Fußball zugetan ist, schaut eventuell bei „FC Bayern – Behind the Legend“ gerne herein. Allerdings soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass bei Amazon Prime Video erneut alle Filme der Reihe „Harry Potter“ Einzug halten. Teil 1 und 2 sind dabei sogar als Extended-Versionen verfügbar.
Auch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ stößt in diesem Zuge zu Amazon Prime Video. Unter den Kauf- und Leihfilmen finden sich hingegen Highlights wie „Dune“ oder auch „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“. Einige der neuen Filme und Serien wird Amazon Prime Video natürlich auch in 4K anbieten. Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Streaming!
Neue Serien und Staffeln bei Amazon Prime Video im November 2021
Stumptown S1 – Verfügbar ab 1. November
The Kids Are Alright – Verfügbar ab 1. November
Der Kleine Tiger Daniel S1-2 – Verfügbar ab 1. November
FC Bayern – Behind the Legend – Staffel 1 – Exklusiv verfügbar ab 2. November
Der Beischläfer – Staffel 2 – Exklusiv verfügbar ab 12. November
Always Jane – Exklusiv verfügbar ab 12. November
All Or Nothing: Toronto Maple Leafs – Staffel 1 – Exklusiv verfügbar ab 12. November
Harrow S1-2 – Verfügbar ab 15. November
Das Rad der Zeit – Staffel 1 – Exklusiv verfügbar ab 19. November
Hanna – Staffel 3 – Exklusiv verfügbar ab 24. November
Unzensiert – Bushido’s Wahrheit – Exklusiv verfügbar ab 26. November
Neue Filme bei Amazon Prime Video im November 2021
Memoir of a Murder – Exklusiv verfügbar ab 4. November
A Man named Scott – Exklusiv verfügbar ab 5. November
Der Unsichtbare – Exklusiv verfügbar ab 9. November
1162 – Die Schlacht um Taian – Exklusiv verfügbar ab 11. November
Viele Grüße vom Weihnachtsmann – Verfügbar ab 11. November
Mayor Pete – Exklusiv verfügbar 12. November
Stille Nacht – Eine wahre Weihnachtsgeschichte – Verfügbar ab 13. November
The Equalizer 2 – Verfügbar ab 14. November
Emma – Exklusiv verfügbar ab 16. November
The Clone – Schlüssel zur Unsterblichkeit – Exklusiv verfügbar ab 16. November
White Snake- Die Legende der weißen Schlange – Exklusiv verfügbar ab 17. November
Harry Potter und der Stein der Weisen (+ Extended Version) – Verfügbar ab 18. November
Harry Potter und die Kammer des Schreckens (+ Extended Version) – Verfügbar ab 18. November
Harry Potter und der Gefangene von Askaban – Verfügbar ab 18. November
Harry Potter und der Feuerkelch – Verfügbar ab 18. November
Harry Potter und der Orden des Phönix – Verfügbar ab 18. November
Harry Potter und der Halbblutprinz – Verfügbar ab 18. November
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 & 2 – Verfügbar ab 18. November
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Verfügbar ab 18. November
Contagion – Verfügbar ab 22. November
Crazy, Stupid, Love – Verfügbar ab 23. November
Anni Da Cane – Exklusiv verfügbar ab 26. November
Black Friday – Verfügbar ab 26. November
Burning – Exklusiv verfügbar ab 26. November
Assassin’s Creed – Verfügbar ab 27. November
Ooops! 2 – Land in Sicht – Exklusiv verfügbar ab 28. November
Outbreak – Verfügbar ab 29. November
The 6th Day – Verfügbar ab 29. November
Catch Me! – Verfügbar ab 29. November
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Verfügbar ab 30. November
Prime Video Channels
HISTORY Play – Laurence Fishburn auf den Spuren von Roswell und Titanic – Verfügbar ab 9. November
Neue Titel zum Kaufen und Leihen
Dune – Zum Kaufen und Leihen verfügbar ab 1. November
The Nest – Alles zu haben ist nie genug – Zum Kaufen und Leihen verfügbar ab 5. November
Der Rausch – Zum Kaufen verfügbar ab 19. November / Zum Leihen verfügbar ab 26. November
Snake Eyes: G.I. Joe Origins – Zum Kaufen verfügbar ab 4. November / Zum Leihen verfügbar ab 18. November
Promising Young Woman – Zum Kaufen verfügbar ab 4. November / Zum Leihen verfügbar ab 18. November
Spirit – frei und ungezähmt – Zum Kaufen verfügbar ab 4. November / Zum Leihen verfügbar ab 18. November
Die Croods – Alles auf Anfang – Zum Kaufen verfügbar ab 5. November / Zum Leihen verfügbar ab 18. November
Minari – Wo wir Wurzeln schlagen – Zum Kaufen verfügbar ab 5. November / Zum Leihen verfügbar ab 11. November
Pig – Zum Kaufen verfügbar ab 11. November / Zum Leihen verfügbar ab 19. November
The Father – Zum Kaufen verfügbar ab 25. November / Zum Leihen verfügbar ab 3. Dezember
Ihr wart zu langsam und habt euch nicht die limitierte Aston Martin-Edition von „Keine Zeit zu sterben“ sichern können? Jetzt bekommt ihr nochmals die Chance euch eine limitierte James Bond 007-Edition zu sichern.
Update: MGM und Universal bestätigen den Veröffentlichungstermin von „James Bond – Keine Zeit zu sterben“. Das 25. Bond-Abenteuer erscheint am 16. Dezember 2021 als DVD, Blu-ray und 4K UHD Blu-ray für euer Heimkino!
„Keine Zeit zu sterben“ gibt es auch weiterhin als reguläres Amaray (Keep-Case) und in der limitierten Aston Martin Edition (die natürlich innerhalb kürzester Zeit vergriffen war!
Sky zeigt alle Harry Potter-Filme im November auf Sky Q in 4K UHD Qualität oder im linearen TV auf „Sky Cinema Harry Potter“. Leider zaubert Harry nur in SDR… nicht in HDR.
Macht es euch mit einem Butterbier vor dem Fernseher gemütlich und genießt alle Harry Potter-Filme in Ultra HD Qualität auf Sky! Über zwei Wochen lang wird auf dem eigenen Kanal „Sky Cinema Harry Potter“ gezaubert. Fans freuen sich auf:
– „HARRY POTTER UND DER STEIN DER WEISEN“ –
– „HARRY POTTER UND DIE KAMMER DES SCHRECKENS“
– „HARRY POTTER UND DER GEFANGENE VON ASKABAN“
– „HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH“
– „HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX“
– „HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ“
– „HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES: TEIL 1“
– „HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES: TEIL 2“
Sky freut sich mit seinen Abonnenten auf einen magischen November und stellt die Filme jederzeit zum Abruf in 4K UHD Qualität über Sky Q bereit. Leider wie gewohnt nur mit normalem Dynamikumfang (SDR) und nicht in HDR. Letzteres beherrscht die Sky Q-Plattform immer noch nicht, obwohl das Feature mittlerweile wirklich so ziemlich jedes Endgerät im Entertainment-Segment (sogar Smartphones und Monitore) erreicht hat. In Großbritannien werden Video-on-Demand-Inhalte bereits in bester HDR-Qualität gezeigt. Hoffentlich zaubert man bald ein Update aus dem Hut, welches die Darstellung von Blockbuster-Filmen gerecht wird!
“Wart’s ab, im nächsten Film fliegen sie in den Weltraum” – was vor knapp vier Jahren noch als höhnischer Spott gedacht war, nachdem die Fast&Furious-Reihe von Film zu Film immer abstruser wurde und mittlerweile im Duden als Zusatz beim Adjektiv “unrealistisch” stehen sollte, war für Regisseur Justin Lin und seine Autorenkollegen wohl Ansporn genug. Denn (Achtung: Spoiler): Fast & Furious 9 macht sich tatsächlich auf ins All. Aber fangen wir von vorne an … Am 18. Juli 1967 wurde Vin Diesel geboren. Okay, soweit müssen wir nicht zurückgehen. Gehen wir ins Jahr 1998. Rob Cohen, seinerzeit bekannt durch Daylight und Dragonheart, las einen Artikel über den Drag Racer Rafael Estevez und besuchte im Anschluss ein entsprechendes Drag-Race.
Das inspirierte ihn derart, dass er das Filmstudio Universal davon überzeugte, die Rechte an der Idee von dem Autoren des Artikels zu erwerben und einen Film zu planen. Dass es letztlich nicht um offizielle Drag Racings, sondern vielmehr um illegale Straßenrennen ging, die von einem Undercover-LAPD-Polizisten untersucht werden, gab dem ersten Film natürlich eine gewisse Würze. Und so bewegte man sich 2001, als The Fast and Furious anlief noch sehr in diesem Spannungsfeld aus illegalen Autorennen und den scheinbar machtlosen Behörden.
Wiedersehen mit Mia
Im Laufe der Zeit (und der Filme) entwickelte sich das Franchise zu einem, das ein ganz bestimmtes Motiv in den Vordergrund stellte: Die Familie. Denn was LAPD-Polizist Brian O’Conner während seiner Undercover-Aktion bald merkt, ist, wie stark der Zusammenhalt innerhalb der Szene ist. Kein Wunder, dass er am Ende selbst praktisch hineinrutscht und von nun an mehr oder weniger zur Familie gehört. Lässt man Tokyo Drift beiseite, der mehr Spin-off als Fortsetzung ist, geht’s inhaltlich streng genommen mit dem vierten Film von 2009 kontinuierlich weiter. Nachdem Vin Diesel im zweiten Teil nicht dabei war, mischte sich der charismatische Fleischmützenträger auch mehr und mehr in Story und Entwicklung des Franchise ein. Zugleich fungierte er seit 2009 auch als Produzent und Antreiber der Filme.
Als dann 2013 Paul Walker bei einem Autounfall verstarb, hätte das Franchise enden können. Doch Vin Diesel gelang es, den Tod des auch abseits des Filmsets zum Freund gewordenen Walkers auf äußerst bewegende Art und Weise in den siebten Film zu integrieren. Nicht von ungefähr entwickelte sich der siebte Teil zum mit Abstand erfolgreichsten Film des Franchise. Mit 1.5 Mrd. Dollar Einspiel trugen die Fans der Tatsache Rechnung, dass sie “ihren” Paul zum letzten Mal in einem Film der Reihe sehen und von ihm Abschied nehmen konnten.
Auf Physik pfeift das Franchise im neunten Teil noch mehr als sonst
Nicht wenige begruben damit die Hoffnung, dass F&F noch mal ähnlich ergreifend werden könnte. Was stimmt. Aber unterhaltsam blieb es dennoch. Denn auch der achte Teil erwies sich als Megaerfolg. Allerdings fehlte Paul Walker dann doch und die Kompensation über das andauernde Höher/Schneller/Weiter begann sich totzulaufen. Das Finale in der Eiswüste glich dann bereits einer einzigen Übertreibung. Entsprechend sind wir wieder beim eingangs gewählten Satz: “Im nächsten Film fliegen sie ins All”. Und das tun sie ja in der Tat. Allerdings schafft Justin Lin (der nach den Teilen IV, V und VI erneut auf dem Regiestuhl Platz nahm) es durchaus, das Ganze halbwegs flüssig zu inszenieren, sodass es im Laufe des (ohnehin hanebüchenen) Skripts gar nicht mal so unglaublich krass heraussticht.
Denn bis dahin hat man ja auch schon umherfliegende Panzerfahrzeuge sowie Dom und Letty in einem Fahrzeug zigfach Pirouetten und Überschläge unbeschadet überleben sehen – frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Denn Schwerkraft kümmert Fast & Furious 9 noch weniger als alle anderen Teile zuvor. Und damit ist nicht mal der Raketenantrieb ins All gemeint, sondern schon die allererste Actionszene. Dass keine einzige der Landminen Letty, Dom oder Tej trifft, nehmen wir mal als gegeben hin; dass die von den Helikoptern abgefeuerten Raketen ihr Ziel ebenfalls ständig verfehlen – geschenkt. Oder Glück, wie man’s nimmt. Dass ein per Nitro angefeuertes, in einen Abgrund springendes Fahrzeug aber im freien Fall von einem Seil am Reifen gehalten und mit vermuteten Kräften von 7 G auf die gegenüberliegende Seite geschleudert wird, ohne dass die Achse innerhalb von Millisekunden aus ihrer Verankerung reißt … ähm, Herr Physikprofessor, bitte übernehmen sie!
Ein Fall für den Schauspiellehrer: Hölzernes Acting der beiden Hauptdarsteller par excellence
Es hat natürlich inhaltlich eine gewisse Dynamik, wenn noch einmal familiäre Bande thematisiert werden und in diesem Fall sogar die Ursprünge von Doms Familie zur Reflexion gelangen. Zum einen muss sich Dominic, der nun selbst Vater ist, mal mit seinem eigenen Dad und der damit verbundenen Vergangenheit auseinandersetzen, zum anderen taucht da eben auch sein jüngerer Bruder Jakob auf. Doch wenn man eine Figur derart unsympathisch zeichnet wie es bei Jakob der Fall ist; wenn obendrauf John Cena auch noch hölzern agiert wie zu Beginn seiner Filmkarriere (ignorierend, dass er zuletzt richtig gut und richtig witzig war), dann steht sich die Story leider selbst im Weg. Und wenn sich beide bei 91’40 verbissen gegenüber stehen und sich gegenseitig ihr Versagen vorwerfen, hat man selten schlechteres Schauspiel in einem Blockbuster gesehen.
Garniert mit markigen Einzeilern, die dieses Mal noch flacher ausfallen als bisher schon und die vor allem Letty zum mittlerweile nervtötenden Testosteron-Monster werden lassen, hangelt sich FF9 abseits vom Bruderzwist von einer Actionszene über belanglose (und zu lange) Dialogszenen zur nächsten Actionszene. Wobei Letztere mittlerweile leider durchsetzt von wenig überzeugenden Tricks sind. Gerade die Greenscreen-Momente sind nicht selten als solche zu entlarven und wenn digital animierte (wie’s aussieht) Doms über Haus- und Autodächer hüpfen, gleicht es vollends einem Videospiel. Da lobt man sich dann doch die solide inszenierten und nett choreografierten “kleineren” Actionsequenzen. Die schönste davon gibt’s nach 65 Minuten, wenn das Damentrio ein paar Schergen auf schmerzhafte Art und Weise zeigt, welchen Einsatzzweck Pfannen abseits von Bratkartoffeln haben können. Das sind die Momente, die nach wie vor für hohen Unterhaltungswert sorgen, während der ansonsten herauf beschworene Pathos dieses Mal gehörig übers Ziel hinaus schießt und kaum für emotionale Momente sorgt.
Für Fast & Furious 9 kamen einige verschiedene Kameras zum Einsatz. Angefangen von den analogen Geräten für die Flashback-Sequenzen bis hin zu diversen Kameras für die digital gefilmten Momente. Laut Informationen der imdb wurde das Ganze dann über ein 2K DI gefinisht, was (so es stimmt) aber nicht zwingend etwas über die Detailauflösungsunterschiede aussagen muss. Denn die sind sichtbarer und stärker als bei vielen anderen Filmen mit einem 2K-DI. Universal masterte die Scheibe zudem noch mit den Kontraststeigerungsformaten HDR10 und Dolby Vision im Rahmen eines erweiterten Farbraums. Im laufenden Bild fällt vor allem das deutlich bessere Encoding auf – und das insbesondere zu Beginn und während der späteren Flashback-Szenen. Die analoge Körnung wird von der UHD Blu-ray wesentlich feiner und genauer reproduziert. Keine matschigen Cluster mehr rund um Objekte und ein wirklich sauberes Verhalten zu jeder Zeit.
Die Ultra HD Blu-ray bietet ein wunderbar kontrastiertes Bild
Details, die aus der Entfernung zum Auge kommen (das können auch Zuschauer auf den Rängen sein), werden klarer und deutlicher abgebildet. Aber auch in Close-ups hat man das Gefühl, dass ein Quäntchen mehr an Detailvielfalt und -schärfe vorhanden ist. Hinzu kommt das bessere Kontrastverhalten, das den Film grundsätzlich plastischer erscheinen lässt. Die Spitzen- und Durchschnittshelligkeit liegen auf hohem Niveau und bieten beeindruckende Bilder. Wechselt man direkt von der Blu-ray zur 4K-Scheibe, wird deutlich, wie dynamisch das HDR-Bild ist. Dazu kommen Spitzlichter, die den Anflug aufs nächtliche London bei 55’48 beeindruckend funkeln lassen. Da kommt die vergleichsweise flache Blu-ray nicht mit. Farblich werden Hauttöne etwas kräftiger, aber weniger gelbbetont dargestellt und die bunten Sportwagen kommen mit mehr Sättigung zum Betrachter. Dolby Vision setzt sich in dunklen Szenen etwas von HDR10 ab, ist ansonsten aber auf vergleichbarem Niveau.
Wie bei den großen Titeln von Universal üblich, so kommt schon die Blu-ray von Fast & Furious 9 mit Dolby-Atmos-Spuren für beide Sprachen. Das ist natürlich erst einmal zu begrüßen und erfreut das Ohr. Oder sollte es. Allerdings litten nicht wenige Titel, die während der Corona-Zeit endproduziert wurden und ins Kino kamen, unter einem hörbaren Kreativitätsmangel in puncto Surroundaktivität, Dynamik und 3D-Sounds. Was man FF9 von Beginn an etwas ankreiden darf: Der LFE-Kanal ist etwas rumpelig und dürfte im Tiefbassbereich weiter hinab reichen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Es geht ordentlich zur Sache und es brummelt auch ganz gut über die Subs. Aber insgesamt bleibt’s eher im oberen Tiefbass-Frequenzbereich. Selbst der Sweep bei 24’50 köchelt etwas oberhalb des üblichen Frequenzbereichs ab. Immerhin: Sobald der Elektromagnet im späteren Verlauf zum Einsatz kommt, gibt’s dann noch noch Pfund im tieferen Frequenzbereich. Und dann haut der Sound noch mal richtig einen raus.
Wechseln wir auf die fünf Mainspeaker, so darf die Tonspur allerdings durchaus zeigen, was sie drauf hat. Und das darf sie wirklich. Die Dynamik über die Mainspeaker ist richtig gut und die Surrounds werden in den Actionszenen mit unglaublich zahlreichen direktionalen Effekten befeuert. Hier sitzt man akustisch mittendrin, während um einen herum das Blech kaltverformt wird, Landstriche in Schutt und Asche gelegt werden oder Projektile von sämtlichen Einschlagsorten zurück fetzen. Das hat durchaus hohes Suchtpotenzial – zumal die deutschen Dialoge bis auf wenige Ausnahmen gut verständlich sind und bleiben. Sie werden vom Center gut ortbar wiedergegeben und gehen (in aller Regel) nicht im Getümmel unter. Und wer mal eine geniale Surroundszene (inkl. 3D-Sounds) hören möchte, der nimmt sich jene nach 19 Minuten, wenn Roman in seinem Panzergefährt feststeckt.
Die Heights werden für den Atmos-Sound nicht übermäßig, aber recht dynamisch einbezogen
Was die Heights angeht, so ist es zunächst überraschend still, während die alten Rennaufnahmen gezeigt werden. Doch wenn dann Torettos Wagen verunglückt, setzen weibliche Choräle von oben ein, was zur Situation sehr gut passt. Dann ist es wieder still, bis nach fast 12 Minuten ein sägend-elektronischer Sound beim Auftauchen des Motorrads genutzt wird. Kurz darauf hört man mal eine Art Urwaldvogel von oben, was allerdings ein bisschen unmotiviert wirkt, nur um zu verdeutlichen, dass man mitten in der Pampa steht. Bei 14’10 setzt es dann erneut einen sägenden elektronischen Sound des Scores von oben. Wenn dann kurz darauf Projektile zu hören sind und auch mal ein Schrei eines Gegners, wird’s eindeutiger, wer die Sounds gerade produziert.
Was allerdings schade ist, ist das Fehlen von 3D-Sounds während der herkömmlichen Actionszenen. Da fetzen immer wieder Fahrzeuge komplett auseinander oder werden dauerhaft beschossen, rauschen brennend über die Kamera, während rundherum Explosionen fetzen und die Heights bleiben durchweg still. Hier hätte man sicherlich etwas mehr Aktivität integrieren können. Wenn der Tank nach 19 Minuten allerdings zwischen den Felsen festsitzt, gibt es das erste Mal eine ganze Menge Signale von den Höhenspeakern. Von quietschenden Geräuschen über Knarzen und die finale Explosion geht es dann mal richtig rund. Und die bei 23’20 auftauchenden Helikopter werden natürlich famos von oben hinzu gemischt. Ein ziemlich fetziger Effekt ist dann der Düsenjet bei 54’45, der die Luft oberhalb der Köpfe mächtig zerreißt. Während beim Handkanten- und Fußtrittkampf bei Minute 65 wiederum nur wenig von oben kommt (auch hier hätte es sicherlich ein paar Möglichkeiten gegeben) hallen die Schüsse bei 67’14 authentisch durch die Gasse.
Das Bonusmaterial beginnt zunächst mit dem Audiokommentar von Justin Lin, der untertitelt ist (wie der Rest vom Extramaterial auch), aber leider etwas dröge rüberkommt. Weitere Featurettes finden sich auf der Blu-ray, die mit einer witzigen Gag Reel beginnt. Das neunteilige “F9: Voll dabei” ist das Haupt-Making-of. Es läuft rund 45 Minuten und erzählt sowohl von dem Familiengedanken als auch von der Herausforderung in diesen Dimensionen zu drehen. Witzig ist’s schon, wenn Regisseur Lin mit einem “Hot Wheels” T-Shirt am Set erscheint. “Praktisch ganz schnell” kümmert sich acht Minuten lang um die echten Autostunts – also um jene, die wirklich praktisch durchgeführt wurden.
“Prioritätenwechsel” ist etwas kürzer und zeigt vier Minuten lang die Hintergründe für die Vater-Sohn-Geschichte. “Gerechtigkeit für Han” geht kurz darauf ein, dass man tatsächlich eine der beliebtesten Figuren zurück brachte. Ein Tag am Set mit Justin Lin geht zwar nicht 24 Stunden, zeigt aber in zehn Minuten, wie der Regisseur früh am Morgen aufsteht, sein Frühstück isst und dann in aller Herrgottsfrühe zum Studio fährt. “John Cena: Supercar Superfan” beschließt das Material und zeigt den Neuzugang im Franchise bei der Verehrung – und dabei, wie er versucht, in einen TVR einzusteigen. Nicht einfach, bei seiner Statur.
Gesamtbewertung Fast & Furious 9 (78%)
Dass die Fast&Furious-Saga nie wirklich realistisch war, ist kein Geheimnis. Dass sie irgendwann ins All fliegen würden, war fast abzusehen. Dass diese Szene aber gar nicht dafür verantwortlich ist, dass der neunte Teil als bisher schwächster ins Franchise eingehen würde, legt offen, wie schwach das Drehbuch und wie oberflächlich dieses Mal die Charakterisierung der Figuren geworden ist. Zudem funktioniert John Cena in der Rolle überhaupt nicht und die Story nimmt sich viel zu ernst. Die spektakuläre finale Actionszene sowie der klasse choreografierte Damentrio-Fight sorgen aber immerhin für einen gewissen Unterhaltungswert.
Die Blu-ray liefert dazu ein bereits hervorragendes Bild, während der Ton zwar fantastisch räumlich ist und viel Dynamik hat, aber im Tiefbass (gerade zu Beginn) noch fester zupacken könnte. Lohnenswert ist die UHD Blu-ray, die zwar nicht um Welten besser ist, aber in jedem Punkt der Blu-ray überlegen agiert. Insbesondere das Encoding ist deutlich hochwertiger.
Von allen Marvel-Superhelden und Superheldinnen war mir immer eine am liebsten: Natasha Romanoff alias Black Widow. Und so wie ich den Machern von The Walking Dead nie verziehen habe, Glenns Gehirn über den Waldboden zu verteilen, versetzte mich der —-> ACHTUNG SPOILER!! <—- Moment von Romanoffs Selbstopferung in Avengers: Endgame in einen emotionalen Schockzustand, den ich bis zum Schluss nicht verlor. Noch während dieser Szene am Abhang hoffte ich immer wieder, es würde Hawkeye (der mir eh nicht sonderlich sympathisch war) treffen. Aber es kam, wie es vorgesehen war und für mich war das MCU damit eine Weile lang ein rotes Tuch.
Dass sich die Macher rund um Kevin Feige dazu entschlossen, der Schwarzen Witwe einen Solofilm zu gönnen, kann ich deshalb hervorragend nachvollziehen. Diesen jedoch in die Phase IV zu schieben und NACH den Ereignissen zu Endgame zu veröffentlichen, ganz und gar nicht. Wie sollte ich meinen Groll über die Szenen aus Endgame zu den Akten legen und mich neu auf eine Story einlassen können, die die Zeit um Jahre zurückdreht und für das, was man bis zu dem Zeitpunkt gesehen hatte, maximal retrospektive Relevanz hat?
Vielleicht erging es vielen anderen MCU-Fans ebenso wie mir, was schon nicht die besten Bedingungen für Black Widow waren. Und dann kam auch noch Corona. Ins Kino gelangte er dann zwar doch noch, aber erst am 09. Juli 2021 und dazu parallel als Premium-Bezahloption über Disney+. Und kaum war der Film dann endlich gestartet, trat Hauptdarstellerin Scarlett Johansson eine Diskussion und Klage über ihre Gage los, die vertraglich an die Kinoeinspielergebnisse geknüpft war, welche sie aufgrund der zeitgleichen Auswertung über Disney+ ungerechtfertigt reduziert sah.
Wer auch immer hier im Recht ist. Ein guter Background für die Heimkino-Veröffentlichung ist das nicht wirklich. Und auch ich trat mit gemischten Gefühlen an den Film heran – selbst wenn “meine” Lieblingsfigur aus dem MCU noch einmal ihren verdienten Auftritt bekam. Und das nicht ganz ohne Grund. Denn so richtig vollumfänglich überzeugt Black Widow nicht. Vielleicht ist der Abstand zu den relevanten Teilen der Phase III zu groß, vielleicht wäre das alles stimmiger gewesen, wenn man ihn tatsächlich vor dem Doppel-Film-Abschluss ins Kino gebracht hätte. Denn irgendwie packt die emotionale Seite der Story nicht so wie es sein müsste. Es geht um das Familien-Element. Es geht um Selbstzweifel und Unsicherheiten. Alles Dinge, die rückwirkend erklären, warum sich Natasha zu der Tat in Endgame entschloss, die so emotional zurückließ. Doch aus einem gewissen Grund lässt es uns kalt.
Aber es gibt natürlich auch wirklich gute Momente: So ist der erste Fight zwischen Natasha und dem Taskmaster absolut klasse inszeniert. Smart und mit dezentem Einsatz der Super-Slow-Motion verdeutlicht man, wie der fremdartige Kämpfer die Bewegungen der Black Widow analysiert und adaptiert, um sie sogleich zu kopieren und gegen sie einzusetzen. Es dauert keine zehn Sekunden und selbst der völlig unvorbereitete Zuschauer weiß, was man hier bezwecken wollte. Apropos Fights: Die erste Zusammenkunft zwischen Natasha und Yelena wird auch über einen Kampf beschrieben, was für erstaunlich wuchtige und rohe Momente sorgt. Wenn die beiden “Schwestern” aufeinandertreffen, ist die Eleganz der Romanoff plötzlich ein wenig Geschichte.
Witzigerweise macht sich Yelena bald darauf über ihre große ehemalige Beschützerin lustig und wirft ihr “Poserei” vor. Nicht ganz zu Unrecht, wie man sagen muss – ein wirklich witziger selbstreferenzieller Gag, der auch von der von Sarkasmus geprägten Beziehung der beiden zeugt und den Yelena nach knapp 100 Minuten süffisant kommentieren darf. Florence Pugh ist übrigens eine klasse Besetzung an Johanssons Seite. Sie bringt das jugendlich Ungestüme in die Zweierbeziehung, während Natasha hier die Erfahrene geben darf. Gleichzeitig hat Yelena die bittereren Erlebnisse machen müssen, was ein gewisses melancholisches Element mit sich bringt. Trifft die Familie dann nach 70 Minuten zusammen, ist der Anlass für ein bisschen wehmütiges Zurückblicken, das von befreiendem Humor gekontert wird. Es ist schon witzig anzusehen, wie Alexei versucht, sich in seinen Red-Guardian-Anzug zu quetschen, auch wenn David Harbour in der Rolle die Nerven etwas arg strapaziert.
Über ein paar logische Ungereimtheiten muss man zudem auch hier hinwegsehen. Wie kann bspw. dieses Serum sämtliche Kämpfe und Aktionen überleben, die bis zur endgültigen Sicherung über die Ampullen hinweg fegen? Und warum zum Red Guardian lässt sich dieser mit überlegener Physis ausgestattete Kerl zwei Jahrzehnte lang einsperren, wenn ihm der Ausbruch dann doch so einfach gelingt? Ein bisschen mehr Feingefühl und Timing und er hätte weder Natasha noch Yelena dafür gebraucht – ein paar hundert Kilometer Eiswüste hätte er dann sicher auch noch überwinden können.
Ein weiteres Manko hat Black Widow zudem, womit wir wieder bei den Gründen sind, warum der Film am Ende emotional nicht so zupackt. Denn wir erfahren nicht, wie es Natashas Familie bis zu den Ereignissen von Endgame ergangen ist. Haben sie das Fingerschnipsen überlebt? Zerfielen alle zu Staub? Wie kamen sie zurück [wenn sie es (alle) taten]? Hätte das im Nachhinein nicht noch mehr Bindung geschaffen und Natashas Entscheidung noch einmal verstärkt?
Black Widow wurde durchweg digital gefilmt. Zum Einsatz kamen allerdings gleich mehrere Kameras. Das gesammelte Material gelang dann über ein 4K DI auf die 4K-Scheibe, die noch mit HDR10 und erweitertem Farbraum im Rahmen von Rec.2020 ausgestattet ist. Auffällig ist gegenüber der Blu-ray vorrangig, dass kaum etwas auffällt. Wie schon zuletzt bei Disney-Titeln sind Grading und Farbgebung sehr ähnlich. Aufgrund der bereits hohen Auflösungsqualität der Blu-ray kann sich die UHD-BD in Close-ups hier auch nicht entscheiden absetzen.
Doch dann gibt’s ja noch die HDR-Momente, in denen dem Zuschauer beim Betrachten im direkten Vergleich die Kinnladen herunterklappen würden. Wie zum Beispiel bei der spätnachmittäglichen Stimmung während der Totalen von Marokko nach 18’41. Während die Blu-ray die Sonne im Hintergrund überstrahlt und der Vordergrund eher kontrastschwach bleibt, gehen einem beim Wechsel auf die UHD Blu-ray wirklich die Augen auf. Die Sonne ist erkennbar am Himmel und vor allem auf der Spiegelung im Wasser, die Farben werden viel intensiver wiedergegeben und die Stimmung ist nun viel authentischer.
Die Differenz ist in dieser Szene extrem deutlich. Ganz anders die eher kühlen Sequenzen in Norwegen, die kaum anders aussehen. Differenzen in der Schärfe und Auflösung sieht man insbesondere bei den vielen Totalen der unterschiedlichen Städte. Häuser erhalten mehr Feinzeichnung. Fenster sind besser erkennbar und Einzelheiten nuancierter. Hinzu kommt ein Vorteil bei Spitzlichtern – also bei punktuell-hellen Lichtquellen, die sichtbar mehr Punch haben. Insgesamt leistet sich die UHD-Blu-ray keine Schnitzer und ist die bessere Wahl – wenngleich in vielen Szenen mit sehr ähnlichem Grading und nur geringer Abweichung in der Kontrast-Dynamik
Disney lässt nicht davon ab: Dolby Digital Plus für die deutsche Tonspur, Dolby Atmos für die englische Fassung. Beiden Fassungen fehlt erneut das Krachbumm, das man sich von einem Film dieser Güte verspricht. Sowohl die deutsche als auch die englische Fassung sind im Tiefbass mau und lassen Dynamik vermissen. Das wird schon beim Score deutlich, wenn er nach etwas über fünf Minuten von der Dramatik der bevorstehenden Ereignisse verkündet. Noch deutlich wird’s bei der Fluchtsequenz mit der Einmotorigen. Zwar gibt’s mal ein bisschen Kitzeln des Subwoofers, aber so richtig dynamisch wird’s nicht. Das klingt letztlich zu gleichförmig und auf ähnlichem Lautstärke-Level.
Ein schwacher Trost, dass die englische Fassung sogar noch etwas leiser eingepegelt ist und noch eine Spur gleichförmiger klingt. Trotz “nur” DD+-Kodierung ist der deutsche Ton also hörbar besser. Spätestens bei der Explosion nach 26 Minuten kann man im direkten Vergleich deutlich wahrnehmen, dass die Synchro tonal und dynamisch besser klingt. Aber auch in der folgenden Kampfszene fehlt es letztlich an Lautstärke-Spreizung und echter Wucht. Immerhin ist die Räumlichkeit wirklich klasse. Von den Zeitlupenaufnahmen zu Beginn, die von einer sehr effektvollen Naturatmosphäre unterstützt werden, über die auf allen Lautsprechern präsente Filmmusik bis hin zu den akustisch hervorragend umgesetzten Kampfszenen macht das Rundum-Geschehen wirklich Spaß. Außerdem gelingen Dialoge sehr harmonisch und mit einem angenehm warmen Timbre. Hier klingt nichts spitz oder dumpf.
Auch bei der englischen Atmos-Fassung grummelt der Tiefbass meist ziemlich unmotiviert und ohne jede Präzision vor sich hin. Konzentrieren wir uns also auf die Heights und deren Integration im Atmos-Gefüge. Und hören wir mal genau hin. Wir hören … hören … hören … nichts. Naja, fast nichts. Jedenfalls seltsamerweise nichts, wenn in der Introszene die Flucht per einmotoriger Maschine gelingt und es durchaus Anlass für 3D-Soundeffekte gegeben hätte. Am kubanischen Flughafen hört man dann nach 10’41 leise entfernt immerhin mal einen Helikopter. Während der Titelsequenz gibt es man dann mal ein paar kreischende Schreie von oben, was aber auch eher unmotiviert abgemischt wurde, da in diesen Momenten kurz auch der Titelsong auf die Heights überspringt, um dann direkt wieder dort zu verstummen. Dass aber auch bei der Explosion und dem umherfliegenden Auto nichts von oben kommt, ist unverständlich.
Und dann, bei 36’03 gibt’s tatsächlich den ersten, perfekt verorteten 3D-Sound, wenn man den Gegner im oberen Stockwerk laufen und die Decke durchbrechen hört. Das funktioniert in dem Moment wirklich gut und reißt den Zuschauer aus dem Atmos-Frust. Bei 40’15 gibt’s dann einen gut hörbaren Schuss und splitterndes Glas und im Gefängnis bei Alexei hört man die Lautsprecher-Durchsagen von oben. Ähnliches gilt dann auch für die Rettungssequenzen mit dem Helikopter. Aber auch hier wird man das Gefühl nicht los, dass mehr gegangen wäre. Immerhin sitzt man hier dann aber auch mal schön hörbar unter dem Rotor. Tatsächlich ist das die insgesamt aktivste Szene, da hier dann auch mal Querschläger und Raketengeschosse zu hören sind. Insgesamt eine der dauerhaftesten und schönsten Hubschrauber-3D-Sound-Sequenzen überhaupt. Das versöhnt dann auch etwas mit der zuvor so inaktiven Tonspur. Selbst, wenn es im Finale ein paar netter Effekte während des Kollapses der Himmelsbasis wieder ein wenig zu ruhig von oben ist.
Deutsch: Dolby Digital Plus 7.1 (70%) 2D-Betrachtung
Das erste Extra beginnt wahlweise direkt beim Start des Films, wenn man ihn mit einem Vorwort von Regisseurin Cate Shortland startet. Überdies hält das Bonusmaterial noch neun entfernte Szenen, Pannen vom Dreh und zwei Featurettes bereit. In “Die Schwestern machen das” geht’s für fünf Minuten kurz um die Familiengeschichte an sich. Und “Alles oder nichts” beleuchtet mit ein paar Interviews und Szenen vom Dreh garniert den Ansatz für die Story an sich. Alles in allem enttäuschend für einen großen Film aus dem MCU.
Gesamtbewertung Black Widow (77%)
Black Widow beendet eine lange MCU-Durststrecke, die coronabedingt die vierte Phase der Kinofilme hinauszögerte. Der ganz große Wurf ist’s aus emotionaler Hinsicht nicht geworden. Aber immer noch ein guter Actionfilm, der sogar mit mehr Frauenpower aufwarten kann als Captain Marvel. Und wer will nicht noch einmal Scarlett Johansson im schwarzen (oder hier teilweise weißen) Dress der Black Widow sehen?
Das Bild der Blu-ray lässt bereits kaum Wünsche offen, da es kontrastreich, scharf und sehr laufruhig ist. Der deutsche Ton kann’s immerhin dynamischer als sein englisches DTS HD-Master-Pendant und ist in puncto Surroundeffekte wirklich klasse. Dennoch leidet auch er unter der typischen Disney-Dynamikmangel-Erscheinung. Die 4K UHD Blu-ray kann sich zwar nicht extrem von der BD absetzen, legt aber vor allem in der Durchzeichnung auf hellen Flächen noch nach und wirkt insgesamt noch homogener und plastischer. Der englische Atmos-Ton ist allerdings unterhalb dessen, was möglich ist.
Mit dem großen Oktober-Update für die Xbox Series X, wird das Spielmenü endlich in nativer 4K Auflösung (2160p) präsentiert. Dazu gesellen sich ein paar neue Features wie z.B. ein Nachtmodus.
Vielleicht ist es dem ein oder anderen gar nicht aufgefallen, aber das Dashboard der Next-Generation-Konsole ‚Xbox Series X/S‘ wurde lediglich auf 4K Auflösung hochskaliert. Nativ wurde das Menü mit 1080p gerendert. Mit dem Oktober-Update für das Xbox-Dashboard wird die Bildqualität auf der stärkeren Xbox Series X-Konsole jetzt nativ in 4K Ultra HD (2.160p) dargestellt. Die Xbox Series S dagegen, wird weiterhin nur ein 4K-Upscale bereitstellen. Die Verbesserung zieht sich über die komplette Nutzererfahrung, vom Meine Spiele-Tab über den Xbox Guide, die Menüs bis hin zu den Symbolen und Schriftzeichen. Das von Microsoft zur Verfügung gestellte Vergleichsbild dürfte Bände sprechen:
Die native 4K Darstellung des Xbox Series X Menüs verbessert die Nutzererfahrung deutlich
Nachtmodus: Helligkeit, HDR und Farbtemperatur einstellen
Da die meisten Nutzer wohl mehr Zeit in den Spielen als im Menü verbringen, liefert das Xbox Oktober Update noch ein paar zusätzliche Features, die die Nutzung beim Streaming und Gaming beeinflussen bzw. verbessern. Ein Nachtmodus steht ab sofort er Xbox Series S & Series X zur Verfügung. Dieser erlaubt es dem Nutzer die Helligkeit und den Blaulichtanteil innerhalb eines bestimmten Zeitfensters anzupassen. Ebenso lässt sich die Wiedergabe von Spielen in HDR (erzeugt hellere Spitzenlichter) verhindern. Wer zu später Stunde in einer dunklen Umgebung zockt, dürfte das Feature sehr begrüßen.
Die Helligkeit des Xbox-Buttons auf dem Controller kann ebenfalls angepasst werden
Die Helligkeit des Xbox-Buttons auf dem Controller kann ebenfalls angepasst werden
Ebebso der An/Aus-Knopf an der Konsole selbst
Ebebso der An/Aus-Knopf an der Konsole selbst
Helligkeit und Farbtemperatur (Blaulichtanteil) kann feinjustiert werden
Helligkeit und Farbtemperatur (Blaulichtanteil) kann feinjustiert werden
Ein extremes Beispiel, ohne Umgebungslicht jedoch weitaus angenehmer für die Augen
Ein extremes Beispiel, ohne Umgebungslicht jedoch weitaus angenehmer für die Augen
Volle Lichtkontrolle & Schnelleinstellungs-Menü
Die oben genannten Einstellungen beeinträchtigen nicht nur die Darstellung im Menü, sondern auch Apps und Spiele, was definitiv Sinn ergibt. Screenshots und Videos bleiben jedoch von der Anpassung der Helligkeit und Farbtemperatur unberührt. Um das Thema Licht drehen sich auch eine weitere Änderung. Die Helligkeit des Xbox-Buttons auf dem Controller und der Xbox-Konsole selbst, lassen sich jetzt ebenfalls über das Menü einstellen. Das letzte Feature ist ein Schnelleinstellungs-Menü, welches Nutzer über den Xbox-Button des Controllers aktivieren und nutzen können, ohne die laufende App oder Spiel verlassen zu müssen.
Das Oktober-Update für die Xbox Series X/S wird automatisch abgefragt, sobald Nutzer ihre Konsole starten.
014, 2017, 2019 und 2021 – das sind die Eckdaten des MonsterVerse, das vor sieben Jahren mit Gareth Edwards großartigem Godzilla begann. Zunächst war das Reboot der Riesenechse gar nicht als Beginn eines neuen Universums erdacht, ging dann aber genau diesen Weg, nachdem der damalige Legendary-Entertainment-CEO, Thomas Tull, davon träumte, das Ganze irgendwann in Godzilla vs. Kong gipfeln zu lassen. Über den Umweg von Kong: Skull Island und Godzilla: King of the Monsters geht sein Wunsch nun in Erfüllung und erstmals seit 1962 (Die Rückkehr des King Kong) treffen die beiden Giganten wieder aufeinander.
Als Regisseur verpflichtete man den vor allem im Horrorfach beheimateten Adam Wingard, der mit You’re Next ein echtes Genre-Highlight fabriziert hatte. Es zeugt durchaus von Mut, einem jungen Filmemacher, ein Budget von (geschätzt) 150-200 Mio. Dollar an die Hand zu geben, um zwei der bekanntesten Filmmonster aller Zeiten aufeinander loszulassen. Doch der Erfolg gab den Produzenten Recht. Zwar verschob sich im Zeitraum der Covid-19-Pandemie die Kinoauswertung immer weiter, doch erstaunlicherweise spielte der Monster-Clash trotz beschränkter Kinozugänge und des parallelen Starts über eine Streaming-Plattform bisher knapp 500 Mio. Dollar ein. Damit ist er lange Zeit der erfolgreichste Film, der zu Zeiten von Covid-19 im Kino starten konnte.
Die junge Jia kann mit Kong kommunizieren
Und das hat natürlich seine Gründe … die allerdings nicht in der Tiefe der Figuren zu suchen sind. Während Edwards Godzilla tatsächlich in der Lage war, eine berührende Vater-Sohn-/Familien-Geschichte innerhalb des Bombasts zu erzählen, ging es mit den Charakteren daraufhin immer weiter den Weg allen Spektakelkinos. Die Figuren wurden austauschbar und dienten lediglich als Staffage zwischen den immer enger aufeinanderfolgenden Actionsequenzen. Besonders bei Godzilla: King of the Monsters war das bereits so. Und es ist noch mal schlimmer in Godzilla vs. Kong. Was schade ist, denn mit Alexander Skarsgård und Rebecca Hall hat man immerhin zwei gern gesehene Darsteller besetzt, die weitaus mehr können als mit staunendem (oder wahlweise entsetztem) Gesicht zu den Giganten aufzublicken. Die Chance, sie entsprechend gewichtiger in die Story zu integrieren, muss aber als misslungen gelten.
Auch das Trio aus Madison, Josh und Bernie trägt nicht dazu bei, mehr Charaktertiefe zu bieten. Ohnehin wirkt deren Sideplot ziemlich entbehrlich und vielleicht nur als Vorsatz dafür, dass Kyle Chandler seinen erneuten Auftritt im MonsterVerse bekommt. Übrigens der erste Schauspieler, der damit in zwei unterschiedlichen King-Kong-Filmen mitspielt. Seine Screentime ist hier allerdings erfreulicherweise kurz genug, um sich nicht schon wieder über dessen darstellerisches Unvermögen aufregen zu müssen. Tatsächlich ist das größte schauspielerische Highlight und der bewegendste emotionale Kniff die Verbindung zwischen Ilenes Adoptivtochter Jia und King Kong. Die taubstumme Ahnin der Iwi kommuniziert per Gebärdensprache mit dem Riesenaffen und sämtliche Szenen zwischen den beiden sorgen für mehr Gefühl als alle anderen Figuren summiert an Tiefe bieten.
Wenn er wütend ist, ist er RICHTIG wütend: Kong
Immerhin gibt’s erzählerisch eine ganz nette Idee, indem Wingard und das Autorenteam aus Borenstein/Pearson mal eben den ollen Jules Verne aus der Mottenkiste graben. Der Einfall mit der Hohlerde und die entsprechend spektakuläre Reise zu diesem fantastischen Punkt inmitten der Erde erinnert nicht von ungefähr an Vernes “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde”. Und es sorgt für einen kurzen Moment der Faszination in einem Film, der kaum eine Atempause zwischen den epischen Schlachten kennt. Wenn die Gruppe sich von Kong dorthin führen lässt, wo die Vorfahren des Riesenaffen ihren Ursprung haben, haben nicht nur die VFX-Künstler Spaß an ihrem Job, sondern auch der Zuschauer beim Genuss der tollen Bilder. Für einen Moment hat man den Zwist zwischen Kong und Godzilla fast vergessen und möchte eigentlich mehr Zeit in dieser urwüchsigen Umgebung verbringen.
Doch schnell, schnell geht es weiter zum nächsten Showdown, in dem die beiden Titanen final aufeinandertreffen. Dass Regisseur Wingard sich spürbar auf eine Seite schlägt, kann man ihm ankreiden. Objektiv erzählt ist der Fight definitiv nicht. Aber spektakulär. Und das ist ja letztlich das, was das Publikum sehen möchte. Und es ist das, was man offenbar nach gut einem Jahr weitgehender Abstinenz in den Kinos erleben wollte: Unterhaltung ohne große Kopfanstrengung. Abschalten vom Corona-Alltag und entführen lassen ins Reich der Gigantomanie.
Godzilla vs. Kong wurde hauptsächlich mit ARRIs größtem Pferd im Stahl aufgenommen, der Alexa 65. Wenige Szenen, in denen die ARRI Alexa Mini zum Einsatz kam, ergänzten das Material. Entsprechend wurde hauptsächlich in einer Auflösung von 6.5K gedreht, während die ergänzenden Szenen mit der Mini bei 3.4K geschossen wurden. Von diesem kombinierten Ausgangsmaterial gab’s ein 4K-DI, sodass man die Ultra-HD-Blu-ray getrost als native 4K-Scheibe bezeichnen kann. Warner legte noch HDR10+ und Dolby Vision als dynamische HDR-Formate auf das (natürlich ebenfalls enthaltene) statische HDR10 drauf und schmiss das Ganze in einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Im laufenden Bild fällt gegenüber der Blu-ray der wesentlich dynamischere, aber gleichzeitig besser abgestimmte Kontrastumfang auf. Denn die Oberflächen, die über die Blu-ray noch überkontrastierten, werden durch die HDR-Dynamik wieder eingefangen. Das Riffeldach bei 13’01 bleibt komplett durchzeichnet.
Die UHD Blu-ray von Godzilla vs. Kong ist wesentlich dynamischer als jene von Godzilla: King of Monsters
Lediglich leichtes digitales Rauschen in dunkleren Szenen (bspw. beim ersten Treffen zwischen Lind und Simmons) trübt den Eindruck ein wenig. Wenn man dann aber sieht, dass die 4K-Auflösung durchaus in der Praxis zu sehen ist, ist das wieder verziehen. So wirkt der Schirm der Tischlampe bei 16’37 plastischer. Man kann über die UHD-BD erkennen, dass es sich um lauter Stofffäden handelt, die auf dem Kunststoffschirm angebracht sind. Über die Blu-ray könnte es auch ein Aufdruck sein. Dass die CGIs hier auch in 4K gerendert sind, sieht man sogar noch deutlicher. Zahlreiche Leuchtschriften von Instrumenten oder auch Details in animierten Hintergründen sind klarer konturiert und detaillierter. Hier werden die Vorzüge der UHD-BD ziemlich deutlich offenbar.
Ebenso bei den Spitzlichtern. So sind die Neonlichter in HongKong ein wahrer Genuss (ab 74’00) und viel prägnanter als über die BD. Auch Feuer ist mal wieder viel besser durchzeichnet und bietet Informationen, die man über die Blu-ray vergeblich sucht. Dolby Vision ist, wie so oft, in sehr dynamischen Momenten noch mal dieses Quäntchen strahlender und über die gesamte Laufzeit im Kontrast ausgewogener. Insgesamt zeigt die 4K-Scheibe in allen HDR-Varianten trotz kleinerer Problemchen im Rauschverhalten das deutlich bessere Bild.
Godzilla vs Kong erscheint hierzulande schon auf der Blu-ray mit einer Dolby-Atmos-Spur. Und WENN ein Film das Zeug zum Referenztitel haben sollte, dann doch wohl dieser, oder? Sollte daran jemand Zweifel haben, dann höre er sich einfach nur die ersten sieben Minuten an. Was hier an Räumlichkeit, Auflösung und Druck produziert wird, sucht derzeit seinesgleichen. Der abschließende Basseinsatz bei der Einblendung des Titel-Schriftzugs könnte den Heimkinoboden kaum stärker zum Beben bringen. Und wenn wir beim Tiefbass bleiben: Jede Aktion, jede Bewegung, jedes Ausrasten von Kong und Godzilla sorgt für eine seismische Aktivität im Heimkino. Wenn der Riesenprimat auf dem Schiff zu rebellieren beginnt, sollte man sich beispielsweise gut festhalten.
Und es wird noch kräftiger, wenn kurz darauf Godzilla auftaucht und die zwei Giganten erstmalig aufeinandertreffen. Gleiches gilt natürlich für den Showdown, in dem auch MechaGodzilla noch ein Wörtchen mitzureden hat. Im Clinch der Bio- und Roboter-Echse wird das Heimkino tatsächlich zum Zentrum akustischer Attacken, wie man sie selten erlebt. Akustisches Highlight ist aber der Eintritt in die Hohlerde – inklusive kurzzeitigem akustischem Aussetzer, der für einen kleinen Moment das Gefühl vermittelt, die Heimkinoanlage hätte ihren Geist komplett aufgegeben.
Beim Sound macht dem Film so bald keiner was vor
Und dann ist da ja noch Dolby Atmos, also der 3D-Sound. Schon während der Logos zu Beginn wird es hier aktiv. Und wenn die Vögel über die Kamera fliegen, gibt’s erste dedizierte und ziemlich coole Geräusche aus der Höhe. Plätschert Kong durch den Wasservorhang, rauscht es erfrischend von oben. Weil unser aller Lieblings-Primat doch ziemlich groß ist, hört man sein Schnauben und Greinen stets aus der Höhe, sobald die Kamera unter ihm ist und er etwas von sich gibt. Während der Schrifteinblendungen im Vorspann hört man außerdem umher schwirrende Stimmen der TV-/Radiokommentatoren.
Wenn nach 9’45 der Alarm im Apex-Komplex losgeht, kommt die Durchsage ebenfalls deutlich hörbar von oben und beim Auftritt von Godzilla brandet auch der Score voluminös aus den Heights auf. Das wird dann nochmals intensiviert, wenn der coole Electro-Score zu Godzillas Angriff bei Minute elf zu hören ist. Kurz darauf setzt dann ein Energiestrahl der Echse das Heimkino in Brand und man geht unweigerlich in Deckung. Und so geht es weiter und weiter und weiter. Es gibt kaum eine Minute, in der es mal ruhig ist, von oben. Durchsagen in der Schule, fliegende Helikopter, heftige Gewitter (19’24),
Sensationell ist aber immer wieder die Naturkulisse im hermetisch abgeriegelten Resort von Kong. Was beispielsweise ab Minute 20 von oben kommt, versetzt einen direkt in den Urwald.
Mechagodzilla lässt’s krachen
Aber es gibt nicht nur Licht, sondern auch (ein wenig) Schatten. Hin und wieder übersprechen Dialoge mit auf die Heights, wenn dort in dem Moment Geräusche platziert werden, die dort oben hingehören. Wenn dann in der gleichen Szenen die Geräusche nicht mehr nötig sind, da sie nicht mehr vorhanden sind, verstummt auch plötzlich der Widerhall der Stimme von oben, obwohl die Dialoge durchgehend zu sehen sind. Außerdem hört man schon mal einen Hubschrauber von oben, der eigentlich unterhalb der Kamera fliegt (22’23). Aber das sind Ausnahmen in einem ansonsten phänomenalen Atmos-Soundtrack.
Der auch dann wieder aktiv wird und viele dedizierte 3D-Sounds liefert, wenn Kong und Godzilla im Meer und auf den Flugzeugträgern erstmalig gegeneinander kämpfen. Ob das Wasserfontänen von den Heights sind, fliegende Raketen oder glucksende Luftblasen unter Wasser – hier wird schon mächtig was geboten.
Mächtig ist dann das richtige Wort für den Abschuss des G10 bei 51’00. Die Lichtenergiefelder sorgen für einen sensationellen 3D-Sound. Das gilt auch für den Moment kurz darauf, wenn im Inneren des G10 sämtliche Gravitationen auf den Kopf gestellt werden. Man könnte unendlich so weiter machen, da es hier einfach ständig scheppert und man kaum Ruhe bekommt. Springen wir aber mal kurz ins Finale, wird es noch mal richtig heftig, wenn Godzilla auf MechaGodzilla trifft. Auch hier bleiben die Heights kaum still und man hört das Raunen der beiden Giganten, zerberstende Drahtseile, umherfliegende Trümmer uvm.
Auf der 4K-Scheibe gibt’s nur den Audiokommentar von Regisseur Wingard (nicht untertitelt) und auf der Blu-ray dann ein in vier Teile unterteiltes Bonusmaterial. Unter “Der Gott” gibt’s zwei Teile, die sich mit dem neuen, bösen Godzilla beschäftigen und auch einen Blick auf die Tradition der Gojira-Figur werfen. “Der König” ist wiederum in vier Teile aufgeteilt und zeichnet den Weg von Kong durch die verschiedenen Stadien des Films nach. Auch hier geht man im letzten Teil noch mal etwas intensiver auf die Geschichte von King Kong, das “achte Weltwunder” ein. “Mechagodzilla” schildert dann, wie man den mechanischen Endgegner von Godzilla charakterisiert hat und in “Die Kämpfe” gibt’s nähere Einblicke in die drei großen Titanen-Schlachten.
Gesamtbewertung Godzilla vs. Kong (85%)
Godzilla vs. Kong ist gewaltiges Titanenkino-Spektakel, das visuell und akustisch neue Maßstäbe setzt. Tiefgründige Figuren oder schlüssige Story sollte man hier allerdings nicht suchen. Beides gibt’s noch weniger als in den drei vorangegangenen MonsterVerse-Filmen. Wer aber mal so richtig Dampf im Heimkino ablassen möchte, der liegt hier genau richtig und kann seinen Subwoofern mal so richtig zeigen, wo Kong die Axt hat. Entsprechend brutal geht der Referenzsound in Dolby Atmos zu Werke. Was hier abgeliefert wird, gehört zu den dynamischsten und kraftvollsten Abmischungen seit es physische Bildmedien gibt. Die UHD-BD punktet zudem mit einem sehr kontrastreichen und strahlenden Bild mit nativer 4K-Basis.
Panasonic wird seine TV-Geräte nicht mehr selbst in Europa (Pilsen, Tschechien) fertigen, sondern möchte die Produktion an einen externen Partner abtreten.
Traurige Gewissheit für rund 1.000 Beschäftigte am Produktions-Standort. Panasonic produziert bereits seit 1996 in Pilsen, nahe der deutschen Grenze. Vor über 25 Jahren liefen täglich Röhrenfernseher vom Band, bis man später auf Plasma-Fernseher und letztlich dann auf LCD und OLED-TVs umschwenkte. Jetzt werden hier nur noch Blu-ray-Player, Wärmepumpen und andere Produkte unter dem Namen Panasonic gefertigt – keine Fernseher. Wer in der TV-Produktion beschäftigt war, muss jetzt mit einer Kündigung rechnen.
Der Grund für die Schließung der Produktionsstätte wird sicherlich finanzielle Gründe haben. Der Panasonics Marktanteil im TV-Segment (nicht nur in Europa) ist in den letzten Jahren weiter gesunken. Panasonic bietet viel Innovationskraft, liefert seine Produkte in gewohnter Qualität und mit großem Funktions-Umfang aus, kann jedoch preislich nicht mit der Konkurrenz aus China und Südkorea mithalten.
Panasonic schließt TV-Produktion in Pilsen (Tschechien)
Die ehemalige TV-Produktionsstätte von Panasonic in Pilsen (Tschechien) || Bild: Panasonic
An den Kunden wird die Schließung der europäischen TV-Produktion dagegen zum größten Teil spurlos vorübergehen. Panasonic hat gegenüber flatpanelshd.com bestätigt, dass die Entwicklung neuer TV-Modelle für 2022 und darüber hinaus gesichert ist. Die Innovationskraft im japanischen Hauptsitz und der europäischen Niederlassung in Langen (Deutschland) wird auch zukünftige Produktlinien bestimmen. Für die Produktion und Fertigung soll sich ab sofort ein externer Partner verantwortlich zeigen.
Übernimmt TCL die Fertigung?
TCL verfügt ggf. über die benötigte Expertise um die Erwartungen von Panasonic erfüllen zu können (Abgebildet TCL X925 Pro 8K Mini LED TV)
Der japanische Elektronikhersteller hat noch nicht bekannt gegeben, wer zukünftig die TV-Geräte unter dem Panasonic-Brand zusammenbaut. Es gab jedoch bereits im Vorfeld Gerüchte, dass die neuen TV-Linien vom aufstrebenden Hersteller TCL gefertigt werden sollen. TCL fertigt seine eigenen Fernseher mit 4K und 8K Auflösung bereits seit mehreren Jahren in Polen und passt seine Produkte für die lokalen Märkte in Europa an. Womöglich nicht der schlechteste Partner. Übrigens hat Panasonic bereits einen Großteil seiner LCD-Produktion im Einstiegs- und Mittelpreis-Segment an externe Partner vergeben.
Panasonic wird keine „Zombiemarke“
Panasonic bekräftigte nochmals in seiner Stellungnahme, dass die 2022-Modelle sich definitiv mit den Geräten der Mitbewerber messen lassen können und dass das Unternehmen wie bisher die bestmögliche Bildqualität anstrebt. Panasonic verwandelt sich also nicht zu einer „Zombiemarke“, die Dritthersteller nutzen, um ihre eigenen Produkte zu verkaufen.
Zuletzt aktualisiert am 27. August 2026 um 23:02 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.