Personalisierte Werbung in Games: EA sichert sich ein kurioses Patent

Electronic Arts (EA) hat sich ein spannendes Patent gesichert: Es könnte personalisierte Werbung direkt in Spielen auf die nächste Stufe hieven.


Beantragt wurde das Patent auf ein sogenanntes „Persona Driven Dynamic Content Framework“ bereits im März 2022, aber erst jetzt veröffentlicht. Dabei hat das Patent nichts mit den Spielen der Reihe „Persona“ zu tun. Vielmehr sollen Daten zu Spielern gesammelt und ihr Gameplay ausgewertet werden. Basierend auf ihrem Verhalten in Spielen könnten den individuellen Gamern dann Werbeanzeigen präsentiert werden.

Je nach Verhalten des Spielers könnten bestimmte Produktempfehlungen aufploppen und sogar der Inhalt des Spiels angepasst werden. Den Spielern sollen dabei Zuschreibungen wie „Entdecker“, „Sammler“, „Anführer“ und Co. zugeordnet werden. Auf diese Weise könnten dann nicht nur passende Mikrotransaktionen, sondern sogar andere Spiele empfohlen werden, die zum Verhalten des jeweiligen Gamers passen. Selbst die gewonnene Loot könnte dann stärker auf einzelne Spieler angepasst werden.

Anbieten würde sich das Ganze natürlich vor allem für Spiele mit prozeduralen Elementen, aber auch andere Szenarien. Wer etwa in einem Game immer das Schleichen links liegen lässt und stattdessen aggressiv losballert, könnte andere Mikrotransaktionen angeboten bekommen, als jemand, der eher taktisch vorgeht.

Werbung wird auch in Spielen zunehmen

Schon jetzt spielt Werbung, meist in Form von Product-Placements, in Spielen eine Rolle. Die Werbeindustrie sucht nach neuen Wegen, um die Menschen besser zu erreichen. So wird die personalisierte Werbung im WWW immer stärker reguliert und das lineare Fernsehen sowie Radio verliert an Bedeutung. Kein Wunder, dass daher auch lukrative Deals mit Streaming-Anbietern wie Disney+ und auch Netflix anstehen – beide planen werbefinanzierte Tarife.

Da bietet sich eben auch der Blick auf Spiele an. Ob es zu diesen umfangreichen Personalisierungen kommen wird, steht aber noch in den Sternen. Dazu müsste EA erst auf Basis seines Patents tatsächlich Produkte entwickeln.

QuelleExputer
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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