Pokémon Meisterdetektiv Pikachu 4K Blu-ray im Test: Abzüge in der B-Note

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Bildqualität (70%)

Kameramann John Mathieson filmte Pokémon Meisterdetektiv Pikachu analog auf 35mm Film und begründet die Entscheidung damit, dass er den Film trotz seiner fantastischen Elemente soweit wie möglich „real“ wirken lassen wolle und dies mit analogem Material deutlicher würde. Außerdem würde analoger Film Farben durchweg satter und reichhaltiger aufzeichnen, was mit Digitalkameras schlicht immer noch nicht möglich sei. Der Neo-Noir-Story würde das außerdem gut tun und sie authentischer im Genre verwurzeln. Fürs Kino (und damit auch als Basis für die UHD) wurde allerdings laut der verfügbaren Quellen nur ein 2K-Digital-Intermediate angefertigt. Was zwar verwunderlich ist, wenn man den Film eigentlich in bestmöglicher Qualität für das aktuelle UHD-Medium oder auch 4K-Streams auf Streaming-Plattformen konservieren wollte, bei näherem Überlegen aber doch wieder Sinn macht. Denn die Welt dieses Films besteht dauerhaft aus einer Interaktion mit den Fantasiefiguren. Da diese natürlich per CGI am Rechner entstanden (und das in 2K), ist es nachvollziehbar, wenn man die Realfiguren nicht zu deutlich herausstechen lassen wollte, um einen insgesamt homogenen Look zu erzielen – was zweifelsfrei gelungen ist.

Die UHD hinterlässt keinen sonderlich beeindruckenden HDR-Effekt

Abgesehen von der Auflösung stattete man die UHD mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum aus und gab ihr die höhere Kontrastdynamik nach dem statischen HDR10 mit auf den Weg. In der Praxis fällt die Differenz aber herzlich gering aus. Gerade in Sachen Farbkraft und Bilddynamik sind die Unterschiede gering. HDR10 (hier gerade mal mit 200 Nits maximaler Spitzenhelligkeit gemastert), holt weder sonderlich starke Highlights hervor, noch lässt der erweiterte Farbraum wesentlich kräftigere Töne zu. Der größte Unterschied ist die etwas dunklere Abstimmung, die weniger Hang zu gräulich-nebligen Hintergründen hat. Der zweite Punkt betrifft die Bildruhe. Das Korn ist sichtbar feiner und sorgt für ein ruhigeres Bild. Das sieht man sehr gut bei der Totalen von Ryme City, deren Oberflächen stabiler erscheinen und Umrisse durch das feinere Korn besser erkennen lassen. Die Blu-ray ist hier gröber und wirkt dadurch unruhiger. Gerade für große Projektionen lohnt sich deshalb die UHD. Auf einem 55“-TV fallen die Differenzen hingegen sehr gering aus.

Pokémon Meisterdetektiv Pikachu (4K Ultra HD + Blu-ray)

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