Samsung hat seine neuen Micro-RGB-TVs für 2026 enthüllt. Dabei hat man dem Rivalen LG in einem Punkt einiges voraus.
Zur Erinnerung: Auch LG hatte nämlich in dieser Woche seine neuen Micro RGB evo vorgestellt. Doch nicht nur der Name ist ganz ähnlich wie bei den Pendants von Samsung. In beiden Fällen handelt es sich nämlich um LCD-Fernsehgeräte mit RGB-Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungen. Letztere ermöglichen eine verbesserte Farbwiedergabe, eine präzisere Ausleuchtung und potenziell höhere Spitzenhelligkeiten.
Samsung stellt Micro RGBs mit vielseitigen Diagonalen vor
In welchem Punkt hat Samsung nun klar die Nase vorne? Während LG seine Micro RGB evo erst ab 75 Zoll Diagonale anbietet, berücksichtigt Samsung auch TVs mit 55 und 65 Zoll! Dazu gesellen sich Varianten mit 75, 85, 100 und sogar 115 Zoll Diagonale. Genau wie LG, so wirbt auch Samsung mit einer Farbraumabdeckung von 100 % BT.2020. Das würde somit selbst QD-OLEDs in den Schatten stellen.

Zu bedenken ist aber, dass es sich im Kern immer noch um LCD-TVs mit all ihren traditionellen Vor- und auch Nachteilen handelt. Auch verzichtet Samsung leider weiterhin auf Dolby Vision und setzt stattdessen auf HDR10 plus HDR10+. Dolby Atmos ist bei den kommenden Smart-TVs jedoch an Bord. Obendrein ist auch Eclipsa Audio als Alternative vorhanden – übrigens bei allen Samsung-TVs des Modelljahres 2026.
Samsung Micro RGB 2026: Mehr auf der CES 2026
Samsung wirbt auch mit 4K AI Upscaling Pro und dem AI Motion Enhancer Pro, inwiefern diese Techniken aber bei Puristen eine Rolle spielen werden, muss die Zeit zeigen. Obendrein gibt es weitere KI-Features über den digitalen Assistenten Bixby sowie auch aktuell exklusiv an Samsung-TV Perplexity. Die neuen Micro RGB mit RGB-Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung übernehmen auch die Glare-Free-Entspiegelung, um Reflexionen zu reduzieren.

Weitere Details zu den kommenden Samsung Micro RGB enthüllt der Hersteller natürlich zur CES 2026. Die Preise wird man aber erst zeitnäher zum deutschen Marktstart enthüllen. Wir rechnen damit, dass sie entweder gleichauf oder sogar über den QD-OLEDs des Herstellers liegen werden.
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Nachdem micro und mini ja nun geklärt sind, bleibt noch das Color Gamut. 100% nach BT.2020 ist nett. Covering oder Ratio? Nächstes Diskussionsthema.
Wir landen hier wieder bei der Ei-Huhn-Problematik. Was bringt einem 100% BT.2020, wenn die verfügbaren Medien nicht einmal DCI-P3 voll auskosten? Gleiches Problem bei HDR. Netflix-HDR ist in der Regel ein „Scam“. Habe bei einem Testevent so viele Filme und Serien auf Netflix getestet und die maximale Helligkeit der meisten Inhalte kommt nicht über 150 nits in den Spitzen. Man hat sich als Konsument leider nur an dieses minderwertige HDR gewöhnt. Wenn man dann wieder eine 4K-Disc einlegt, kommt man schnell drauf, dass, zumindest bei den Streamingdiensten, etwas nicht stimmt. Ich kann nur berichten, dass die Darstellungen der RGB-Mini-LED-TVs subjektiv gesehen doch sehr ansprechend ist.
Es ist schon wieder total toll, wie bei Samsung hier das Marketing funktioniert. Hauptsache sie müssen immer mit tollen Marketingnamen umher schmeißen und der Endkunde ist entweder verwirrt oder von solchen Namen geblendet. Ich finde es müsste endlich einen einheitlichen Standard geben, jeder Hersteller muss genau offen legen welche Technik er wirklich verbaut und dafür muss es einen Namen geben, den alle Hersteller verwenden. Das ging ja schon los bei 4k/UHD alle möglichen Arten von Kontrasten, dann OLED, QLED, NanoCell, Triluminos Display usw. Hauptsache dick auftragen und immer erzählen die Technik ist ja ganz anders und das Beste!
Aber wie sieht es aus, wenn Samsung mit Micro RGB einen echten Vorteil gegenüber Modellen von Hisense oder TCL liefert? So wie wir es aus den Vorab-Präsentationen einsehen konnten, ist Samsungs RGB Micro LED in jeder Farbe nochmals in drei LED-Subpixeln unterteilt, während bei bestimmten Mitbewerberprodukten anscheinend nur eine LED pro Farbe aktiv ist. Bedeutet: Samsung kann in der Theorie feiner in der Farbhelligkeit abstimmen mit seiner 3×3 Matrix. Es ist also anscheinend nicht nur so, dass Samsung einen anderen Namen hat, das Unternehmen hat auch einen meiner Meinung nach besseren Basisansatz für die „neue Displaytechnologie“.
Ich muss auch @sippel zustimmen – es ist nicht die Rede von der selbstleuchtenden micro LED -Technik, sondern vom Begriff micro versus mini. Wenn die tatsächlich kleiner als 100 <100µm sind, dann finde ich in der Tat kann man von micro RGB sprechen.
Und Mini LEDs sind auch nur um die 200 Mikrometer groß. Kann man die dann nicht also dann auch Micro RGB nennen? Zwinkersmiley.
@Andre
Dass es keine echten MicroLEDs TVs sind ist schon klar, aber sind LEDs im µm Bereich (laut Samsung <100µm) denn keine MicroLEDs ?
Wann wird bei dir eine RGB MiniLED zur RGB MicroLED ?
Du würfelst hier zwei grundverschiedene Technologien durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben.
– Samsungs „Micro RGB“ sind letzten Endes LCD-Fernsehgeräte mit einer speziellen Hintergrundbeleuchtung. Es bleiben aber LCD-TVs mit allen Vor- und Nachteilen, welche diese Technik bedingt.
– Micro LED ist eine völlig eigenständige Display-Technologie mit selbstleuchtenden Pixeln.
Das sind also vollkommen abweichende Techniken.
Ganz korrekt wäre die Bezeichnung bei solchen TVs „LCD TV mit RGB Micro LED Hintergrundbeleuchtung“. Die Bezeichnung Micro LED ist dabei durchaus nachvollziehbar, da die LEDs deutlich kleiner sind, als bei einer Mini LED Hintergrundbeleuchtung. Wieviel größer als bei einem richtigen „Micro LED TV“ (der dann ja eigentlich auch aus RGB LEDs besteht) ist, kann ich dabei allerdings nicht sagen.
Ein „ganz korrekt“ gibt es hier im Grunde nicht, weil das alles keine technischen, sondern reine Marketing-Begriffe sind. Da kann also jeder im Grunde sagen, was er am lustigsten findet. Deswegen spricht LG halt von „Micro RGB evo“, Samsung von „Micro RGB“ und Sony von „RGB Mini LED“. Würde ein anderer Hersteller nun „Super Micro Mini RGB Ultra Pro“ sagen, wäre das halt auch nicht „falsch“ :-D.
Der Einfachheit hat halber sprechen die meisten Medien von RGB Mini LED, weil das eben den Bezug zu zur zugrunde liegenden Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung herstellt, die hier weiter abgewandelt worden ist.
Wenn die Größe der LEDs egal ist, kann man auch das „Mini“ streichen. Ist schließlich alles LED Hintergrundbeleuchtung, nur das jetzt statt weiß halt RGB Farben verwendet werden.
Mir ging es bei den Bezeichnungen halt um die Abstufung. Kleiner als Mini ist Micro. Demzufolge müssten Micro LED TVs dann eigentlich Nano LED TV heißen, aber egal. Solange die Pixel/LEDs dabei nicht explizit um 1 Mikrometer bzw. Nanometer groß sind, ist eh alles Marketing.
Man kann sich subjektiv viel drüber streiten, wie man die Bezeichnung nun am liebsten hätte, aber letzten Endes gibt es halt keinen einheitlichen, technischen Begriff.
Ich denke mit „Micro RGB“ suchen die Hersteller bewusst die Nähe zu Micro LED und nehmen in Kauf, dass Kunden verwirrt werden könnten. Zuerst sprach Samsung ja sogar von einem Micro LED RGB und machte dann doch noch einen Rückzieher, weil man wohl gemerkt hatte, dass das doch eine Ecke zu hart gewesen ist.
Man sieht ja auch, dass die Firmen den Begriff „LCD“ wie ein böses Schimpfwort vermeiden – das liest man im Grunde in KEINER Pressemeldung mehr. Es ist immer die Rede von QLED, Mini LED, RGB Mini LED, Micro RGB oder was auch immer – obwohl es letzten Endes alles „stinknormale“ LCDs sind mit den entsprechenden Stärken und Schwächen der grundlegenden Technologie.