Shazam! 4K Blu-ray im Test: Supermann mit Super-Qualität.

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Shazam 4K Blu-ray im Test / Review!
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Nachdem Marvel jahrelang den Kollegen von DC den Rang abgelaufen hatte, was die Verfilmungen der Comic-Vorlagen angeht, schnuppert man derzeit Höhenluft. Denn während bei Marvel der dritte Teil des MCU beendet ist und man erst neue Luft holen muss, hat Warner Bros. mit seinem DC Extended Universe spätestens sein Wonder Woman und Aquaman Oberwasser. Dennoch darf man es für mutig halten, dass man sich nach ein paar eher gefloppten Verfilmungen ausgerechnet einer weniger bekannten Figur des DC-Universums für eine Adaption zuwandte: Shazam.

Ausgerechnet ein „zweiter Supermann“? Die Verwechslungsgefahr hätte groß sein können. Und weil man das wusste, hat man den Tenor einfach komplett unterschiedlich gestaltet. Waren (Aquaman ausgenommen) die bisherigen DC-Filme düster, dunkel und (bisweilen) depressiv, geht Shazam!einen komplett anderen Weg. Als Mix aus Body-Switch-Komödie, Coming-of-Age-Film und Superhelden-Spektakel präsentiert sich der durchweg höchst amüsante Film von (Horror-Regisseur) David F. Sandberg.

Akuter Missbrauch der Superkräfte

Offenbar ein weiterer mutiger Schritt der Warner-Bros.-Verantwortlichen. Denn mit Horror hat Shazam! maximal in der Visualisierung der Sieben-Todsünden-Monster zu tun. Ansonsten ist der Ton derart locker und witzig, dass man befürchten könnte, der Film wird zur billigen Lachnummer – was nicht passiert. Dank eines hervorragend getimten Drehbuchs und gnadenlos gut aufgelegten Hauptdarstellers. Zachary Levi gibt den Superhelden-Billy mit einer Leidenschaft und Lust, dass es eine wahre Freude ist. Dass er das Kind im Manne mit Spaß gibt, merkt man ihm in jeder Sekunde an. Alleine die gut zehn Minuten, in denen er gemeinsam mit Freddy seine Kräfte entdeckt, sind so amüsant und rasant, dass sie den Film alleine schon lohnen.

Da staunen der Held und sein weltlicher Freund

Aber Shazam!lebt nicht alleine von den witzigen Actionszenen. Vielmehr erzählt er eine bewegende Geschichte von Freundschaft, Enttäuschung und der Suche nach Identität und Familie. Innerhalb dieser Storyline ist es an den Jungdarstellern, authentisch zu wirken und eine emotionale Bindung zu erzeugen. Und so sehr Zachary Levi auch Spaß an seiner Erwachsenen-Rolle hat – Asher Angel als Billy und Jack Dylan Grazer als Freddy sind die eigentlich Stars des Films. Die beiden ungleichen Jungs ergänzen sich dermaßen perfekt, dass man ihnen ihre Außenseiterrollen augenblicklich abnimmt. Ganz nebenbei verhandeln sie auch noch treffsicher Themen wie Mobbing und Vertrauen unter Freunden. Jetzt heißt es natürlich, dass Superhelden-Filme immer nur so gut sind wie ihre Bösewichte. Und ausgerechnet hier patzt Shazam!. Zwar konnte man mit Mark Strong einen starken Schauspieler engagieren, der durchaus Charisma in seine Rolle legt. Aber sie ist zu schwach unterfüttert. Man wünschte sich, dass man noch etwas mehr aus seiner Vergangenheit und Beziehung zum Vater nach dem Unfall erfahren hätte. Und man wünschte sich vor allem, dass der Film erzählt, was Thaddeus nun mit seinen Superkräften überhaupt anrichten will. Ewig und drei Tage ist er auf der Suche nach ihnen und weiß dann eigentlich nichts damit anzufangen. Das ist vor allem deshalb schade, weil es (von ein paar komischen Story-Zufällen abgesehen) der einzige echte Kritikpunkt des Films ist. Das wiederum zeigt, dass es manchmal eben Mut braucht, um eine tolle Geschichte zu erzählen und damit durchweg zu unterhalten.

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