Test: GX 4K OLED 55 Zoll von LG – Der Da Vinci unter den OLEDs

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Test LG GX 4K OLED 55 Zoll
Der LG GX Gallery 4K OLED TV im umfangreichen Test!

Wir testen den GX Gallery 4K OLED TV von LG Electronics auf Herz und Nieren und berichten umfänglich, ob dieser Blickfang seinen Preis wert ist! Getestet wurde die 55 Zoll Variante OLED55GX9LA.

Einleitung, Inbetriebnahme & Design

Inzwischen zählen beim Kauf eines TV-Gerätes nicht nur Bild- und Tonqualität eine wichtige Rolle, sondern auch das Design wird zunehmend berücksichtigt. Besonders in diesem Punkt macht das neue GX Modell von LG positiv auf sich aufmerksam. Im Vergleich zu den ohnehin schon schlanken OLED Modellen des Herstellers ist es LG gelungen die Gehäusetiefe nochmals, um die Hälfte zu reduzieren. Mit einer Gesamtdicke von weniger als zwei Zentimeter ist er zwar immer noch dicker, als die Wallpaper Serie von LG besitzt jedoch im Vergleich hierzu die gesamte Elektronik inklusive Lautsprecher und Netzteil im Gehäuse (Zudem unterstützt der GX auch VRR,G-Sync und FreeSync, was der Wallpaper TV W9/WX beherrscht). Eine zusätzliche Anschlussbox samt integrierter Soundbar die mittels Flachbandkabel mit dem TV verbunden wird beim GX nicht benötigt.

Im Lieferumfang des 4K OLED 55 GX9LA befindet sich kein Standfuß, was uns nicht unbedingt gefällt. Klar möchte LG, dass das Modell entsprechten der Konzeption an der Wand angebracht wird, aber zwei Behelfs-Standfüße aus Metall kosten sicherlich nicht die Welt. Dafür ist im Lieferumfang die Wandhalterung enthalten, die es ermöglicht, das Gerät besonders flach an der Wand anzubringen. Neben der Befestigung dient die Wandhalterung auch zur Wärmeabfuhr, die durch den Kontakt mit der Metallrückwand stattfindet. Wer bereits eine Wandhalterung installiert hat und diese auch weiter nutzen möchte, kann diese dank VESA-Kompatibilität (300/180 x 300) weiter nutzen. Der GX lässt sich dennoch klassisch aufstellen, dafür gibt es einige außergewöhnliche Standfuß-Optionen des AV-Möbelherstellers Spectral. Dem Modell angepasst sind die Standfüße besonders stylisch und funktionell ausgestattet. Erhältlich sind die besonders edlen Varianten mit und ohne Vorrichtung zur Montage einer LG Soundbar. Da es sich hier um einen Premium-Möbelhersteller handelt, mit denen LG eine Kooperation eingegangen ist, befinden sich die Preise für die Luxusstandfüße im oberen Preissegment.

Besonders elegante Standfußlösung tube GX von Spectral (Quelle: https://www.spectral.eu/)

Zum Zeitpunkt dieses Tests (Juli 2020) gibt es das 55 Zoll Modell im Preisvergleich ab 2.000 Euro (Hier geht es direkt zum aktuellen Preisvergleich) und ist somit ca. 200 Euro teurer als das CX-Modell von LG. Wer ein größeres Gemälde aufhängen möchte, der bekommt die 77 Zoll Variante für knapp 8.000 Euro. Somit liegt LG deutlich über den Preisen des Mitbewerbers Samsung, die erst vor Kurzem ihre „The Frame“ Serie um weitere größere Diagonalen ergänzt haben und preislich bereits ab ca. 3.000 Euro zu haben sind. Neben den enormen Preisunterschied sollte man jedoch beachten, dass es sich bei den Geräten um unterschiedliche Technologien handelt (OLED vs. QLED) und Samsung im direkten Vergleich nicht die bessere Bildqualität liefert – obwohl die Samsung-Geräte bei bestimmten Nutzer-Szenarien die Nase vorne haben (z.B. helles Umgebungslicht).

Samt Netzteil und aller Anschlüsse kommt der GX auf eine Gehäuse dicke von weniger als zwei Zentimeter

Natürlich bietet LG neben dem besonderen Design auch noch viele weitere nennenswerte Features. Zwar nennt der Hersteller inzwischen öffentlich keine Versionsnummer der im TV werkelnden webOS Oberfläche, dennoch wissen wir, dass Version 5.0 in den Modellen von 2020 zum Einsatz kommt. Das Navigieren funktioniert wie bereits in den Modellen aus den letzten Jahren sehr intuitiv und flüssig. Auf dem Homescreen können häufig verwendete Apps auf der unteren Leiste abgelegt und somit schnell gestartet werden. Bereits mit webOS 4.5 wurde die sogenannte „Ai-Preview“ eingeführt. Befindet sich der Cursor der Fernbedienung auf einer App, die dieses Feature unterstützt, so werden empfohlene Inhalte über dem Icon angezeigt. Aktuell wird dies nur von wenigen Apps, wie z. B. Netflix oder YouTube Angeboten. Schuld daran ist die fehlende Abwärtskompatibilität für ältere webOS Versionen von „AI-Preview“. Deshalb unterstützen die eher kleineren Streamingplattformen dieses Feature nicht, da sich die Implementierung der API von LG für diese nicht lohnt.

Die Oberfläche von webOS 5.0 hat sich kaum verändert und reagiert nach wie vor zügig auf Eingaben der Fernbedienung

Bereits ab Werk befinden sich nahezu alle bekannten Streamingdienste wie Joyn, Netflix, Rakuten TV, Disyney+, Prime Video und sogar Sky-Q als auch Apple TV+ an Board. Die Vielfalt an Apps machen externe Hardwarelösungen wie z. B. einen Fire TV-Stick oder Apple TV überflüssig – zur Freude des eigenen Portemonnaies.

Nutzer vom Apple Streamingdienst können ab Werk den Dienst auch ohne externen Apple TV nutzen

Neben der Bereitstellung der Apple TV+ App hat LG gemeinsam mit dem Konzern aus Cupertino damit begonnen AirPlay2 als auch HomeKit bereitzustellen. Leider ist diese Implementierung auf die neuen webOS Versionen beschränkt und somit für Besitzer von älteren LG OLED Modellen nicht nutzbar. Mithilfe von AirPlay2 ist es möglich Medieninhalte wie Videos, Musik oder auch Fotos drahtlos von einem iOS- oder MacOS Gerät auf den Fernseher zu übertragen. Dabei unterstützt AirPlay2, als auch die Apple TV+ App Streaming in 4K Dolby Vision und im Laufe des Jahres folgt ein Update zur Implementierung von Dolby Atmos. Eine Limitierung der LG App von Apple gibt es dennoch. So ist es nicht möglich wie auf der Apple TV-Box TV-Audio drahtlos über AirPlay2 kompatible Lautsprecher oder Receiver auszugeben aber es soll ja auch noch Gründe geben, die einen Kauf zusätzlicher Hardware rechtfertigt. Während AirPlay2 bereits bei Fernsehgeräten von Samsung zum Einsatz kam, so ist das Apple HomeKit Feature ein Novum und ermöglicht dem Nutzer bestimmte Smarthome Geräte wie z. B. Philips Hue Lampen direkt über den TV zu steuern. Sogar Sprachbefehle mittels Siri kompatibler Geräte können an den TV weitergegeben werden.

Neben AirPlay2 wurde auch Apple HomeKit integriert zur Steuerung von modernen Smart Home Geräten

Mit der Einführung von webOS 5.0 hat LG das Home Dashboard überarbeitet. Basierend auf OCF oder ThinQ werden hier mit dem TV verbundene Geräte angezeigt. Hiervon ausgeschlossen sind Apple HomeKit kompatible Geräte, da diese nur über die Home App von Apple eingerichtet und genutzt werden können. Zusätzlich werden übersichtlich alle physikalischen als auch kabellosen Signalquellen angezeigt. Man hat ebenfalls die Möglichkeit, die Audioausgabe schnell und einfach anzupassen. Befinden sich im Haushalt ThinQ kompatible Geräte so werden diese im neuen Dashboard angezeigt und können mittels Sprachroutinen wie „Guten Morgen“ gesteuert werden. Hinsichtlich der Sprachsteuerung ist LG aktuell der einzige Hersteller, der alle bekannten Systeme unterstützt. So ist es möglich durch das Mikrofon in der Fernbedienung, die Dienste von Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit Geräten mittels Sprachbefehl zu steuern.

Im neuen Home Dashboard sind alle Signalquellen sowie mögliche Smarthome Geräte übersichtlich dargestellt

Ein weiteres neues Feature für LG’s TV-Generation von 2020 ist der „Sport-Alarm“. Hier kann man aus den bekanntesten Fußball Klubs weltweit seine Lieblingsmannschaft auswählen und wird anschließend über aktuelle laufende Spiele sowie Ergebnisse benachrichtigt. Sollte gerade im TV ein Spiel dieser Mannschaft übertragen werden, so wird vorgeschlagen auf den Sender der das Spiel überträgt zu wechseln. Diese Funktion wird vom internen Tuner als auch von LG kompatiblen Set-Top Boxen unterstützt.

Mithilfe des neuen Sport Alarms verpasst man kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft

Last but not least ist es jetzt möglich, bestimmte Befehle wie z. B. das Anpassen des Bildschirmformates oder SIMPLINK als Shortcut in der Seitenliste abzulegen. So werden die Befehle die man häufiger verwendet beim Aufrufen der Einstellungen praktisch und schnell zugänglich gemacht.

Man kann nun neue Shortcuts für bestimmte Befehle in der Einstellungsleiste hinzufügen

Viele der neuen webOS Funktionen sowie der Einbindung von Smarthome Geräten ist genau der Schritt in die richtige Richtung, um den TV zur einer möglichen Schaltzentrale in den eigenen vier Wänden zu machen. Dennoch ist es für uns unverständlich, dass LG und App-Entwickler viele dieser Features nur auf den neuesten Geräten ausrollt. Eine größere Reichweite an Nutzern könnte schließlich dazu beitragen, die Entwicklung der hauseigenen TV-Plattform voranzutreiben und die Kunden stärker an die Marke zu binden. Schließlich gibt es auch User, die sich nicht jährlich das aktuellste Modell zulegen, um in den Genuss aller neuen Features zu kommen.

Kalibrierung SDR

Mit Einführung der neuen Modelle von LG wird der Technicolor Bildmodus durch den FILMMAKER MODE ersetzt. Dieser wurde im Jahr 2019 von der UHD Alliance vorgestellt und erlangte besonders durch bekannte Hollywoodgrößen wie Christopher Nolan, Martin Scorsese, James Cameron sowie Tom Cruise Aufmerksamkeit, da diese sich Medienwirksam für die Verwendung des Bildmodus einsetzten . Bereits ab Werk bietet der neue FILMMAKER MODE eine nahezu Referenz-würdige Performance. Die Graustufen weisen in den Mittel- und Hochtönen zwar tendenziell einen leichten Rotüberschuss sowie ein leichtes Blaudefizit auf, insgesamt kommen wir dennoch auf ein durchschnittliches deltaE von unter drei. Unser GX-Modell erreicht ein Gammawert von 2,39 und eine Maximalhelligkeit von knapp 90 Nits und entspricht damit nahezu der SDR Rec. 709 Norm. Die Farbraumabdeckung von 99 % sowie die durchschnittliche Farbtemperatur von 6500K beweisen, wie präzise LG die Geräte ab Werk justiert, so etwas kennen wir ansonsten nur von Panasonic Geräten. Uns hat besonders imponiert, dass die Farben über alle Helligkeitsstufen hinweg bereits spot on sitzen. Lediglich Magenta driftet leicht in Richtung Rot ab.

Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Standard-Dynamikumfangs (SDR) vor der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)

Selbst die herausfordernde ColorChecker SG Messung bei der über 124 verschiedene Farbmischungen, die besonders häufig in Film und Fernsehen vorkommen, besteht der 55GX9LA. Lediglich einige wenige Gelbtöne kratzen an der Grenze der zulässigen Norm, was jedoch der normale User im Alltagsbetrieb kaum bemerken wird.

Die ColorChecker SG Messung besteht der GX im FILMMAKER MODE bereits ab Werk mit Bravour (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)

Im Vergleich zu anderen Herstellern bietet LG Enthusiasten als auch Profis die Möglichkeit, individuelle 3D LUT’s zu erstellen und direkt in die TV-Pipeline hochzuladen, um so die bestmögliche Bildqualität zu erzielen. Wir haben diese Funktion ebenfalls getestet, um herauszufinden, was man optisch und messtechnisch noch herausholen kann. Um Referenz Messungen zu garantieren, haben wir wie bereits in unserem Test zum Samsung Q90R für die Messungen unser Klein K10-A in Kombination mit einem X-Rite i1Pro2 Spektralfotometer zur Profilierung verwendet. Als Software kam Calman Ultimate 2020 v. 5.11.0 als auch die neue Software von Light Illusion namens ColourSpace zum Einsatz. Dies ist die Weiterentwicklung der bekannten Software LightSpace aus gleichem Haus, welche in Hollywood als Nummer eins für die Erstellung von individuellen 3D LUT’s gilt. Wir bleiben hiermit unserer transparenten Linie treu und versuchen euch einen möglichst tiefen Einblick in die Bildperformance des Gerätes zu bieten.

Der komplette Kalibrierprozess wurde von uns manuell durchgeführt und nicht mittels der bekannten und auch für die 2020 Modelle erneut verfügbaren AutoCAL Funktion die Calman anbietet. Als Vorbereitung für die Profilierung des 55GX9LA haben wir lediglich den Weißpunkt mittels 2-Punkt-Einstellung optimiert, da Helligkeit und Kontrast bereits ab Werk korrekt konfiguriert waren.

Anschließend wurden 5.402 Messfelder mithilfe unseres Testbildgenerators vermessen und daraus eine individuelle 3D LUT erstellt. Zwar dauert diese Art der Kalibrierung deutlich länger als eine klassische Kalibrierung, jedoch erzielt man somit das bestmögliche Ergebnis und ist daher nicht mit einer herkömmlichen 10 oder 20 Punkt Graustufen Kalibrierung vergleichbar.

Die Profilierung nahm inklusive vorheriger Stabilisierung des Displays ca. zwei Stunden in Anspruch (ColourSpace Calibration Software – Light Illusion)

Nachdem die individuelle 3D LUT in die TV-Pipeline hochgeladen worden ist, haben wir diese mit einem speziellen Set, dass aus 1.000 Messpunkten besteht, verifiziert statt der üblichen 10 oder 20 Graustufen. Das Ergebnis daraus ist nicht nur messtechnisch, sondern auch optisch auf dem höchsten Niveau angesiedelt und holt alle Reserven aus dem OLED Modell heraus. Der GX erzielt ein Traumergebnis mit einem durchschnittlichen deltaE von 0,2280 von insgesamt 1.000 Messpunkten und stellt damit einen neuen Rekord in unserem Messlabor auf. Jedoch ist nicht nur der durchschnittliche Fehlerquotient auf einem Rekordtief. Wir messen keinen der insgesamt 1.000 Punkte, der über einem deltaE von 1,50 liegt, was sicher jedes Kalibriererherz höherschlagen lässt.

Der GX erzielt im Messlabor ein neuen Rekord mit einem durchschnittlichen deltaE von 0,2280 bei 1.000 Messpunkten

Um die Messungen noch besser beurteilen zu können, haben wir weitere Kontrollmessungen mittels Calman Ultimate durchgeführt, um die Ergebnisse mit denen in ColourSpace zu vergleichen und zu verifizieren. Den schwierigen ColorChecker SG Messchart sowie weitere Messungen wurden durchgeführt und jede einzelne bestätigte Ergebnisse auf aller höchsten Niveau. Der vorherige Rotüberschuss sowie das Blaudefizit, das die Grautreppe ab Werk im FILMMAKER MODE noch aufwies, ist nach der 3D LUT Kalibrierung mustergültig und die RGB-Balance ist nun harmonisch und ausgeglichen. Der ColorChecker SG Chart zeigt keine Farbe, die über den Schwellenwert von einem deltaE von 1,00 hinausgeht. An der Stelle sei nochmals erwähnt, dass das menschliche Auge Fehler, die bereits unter einem deltaE von 3,00 liegen nicht mehr als falsch wahrgenommen werden – es sei denn man ist ein Kalibrierjunkie.

Anders als noch der Samsung Q90R zeigt der G55GX9LA während der 3D Betrachtung des Rec. 709 Farbraums deutlich weniger Schwachstellen und Probleme auf, die man anschließend im Content durch z. B. Colorbanding, Posterization oder andere unschöne Artefakte ausmachen würde.

Kalibrierung HDR10

Wie auch schon zuvor im Umgang mit SDR Inhalten, weiß der 4K OLED auch im HDR10 Betrieb durchaus zu überzeugen. Auch hier starten wir mit dem FILMMAKER MODE, da hier bereits alle unnötigen Einstellungen, die in das Bild Processing eingreifen, deaktiviert sind.  Die Messung ergibt einen sauberen und mustergültigen EOTF Verlauf und ein nahezu identisches Bild der RGB-Balance wie schon im SDR Modus. Nach dem Roll-Off zieht Rot etwas zu sehr an, während Blau in den Hochtönen etwas an Kraft verliert. Mit knapp 670 Nits Spitzenhelligkeit reiht sich das Modell in die für OLED typischen Wertebereich ein. Die Primär- als auch Sekundärfarben befinden sich allesamt auf Soll, lediglich Gelb driftet leicht in Richtung Rot ab.

Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Hohen-Dynamikumfangs (HDR) vor der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)

Im Vergleich zur SDR Kalibrierung reicht es im HDR Betrieb bereits aus, den Weißpunkt vor dem Roll-Off anzupassen und man erhält ein mustergültiges Ergebnis. Diese kleine Anpassung genügt bereits, um die RGB Balance auszugleichen und die Farbe Gelb in Richtung Grün zu lenken und somit auf Soll zu bringen.

Farb- und Graustufenmessung innerhalb des Hohen-Dynamikumfangs (HDR) nach der Kalibrierung (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Der GX kommt auf eine BT.2020 Farbraumabdeckung von 75% (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Der DCI-P3 Farbraum wird mit 99% nahezu komplett abgedeckt (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)

Für all diejenigen unter euch, die mit dem Gedanken spielen ihren neuen LG OLED selbst zu kalibrieren, denen bietet LG durch die Kooperation mit Portrait Displays die Möglichkeit, sich die Anschaffungskosten für einen teuren Testbildgenerator zu sparen. In Kombination mit der Calman Software, sind die Modelle seit 2019 in der Lage, die benötigten Messfelder selbst zu generieren. Man benötigt dennoch nach wie vor einen Sensor wie z. B. ein X-Rite i1Display Pro sowie die Calman Software. Wir haben auch diese Funktion getestet, um sicherzustellen, dass die Messfelder, die durch den TV generiert werden, bit genau sind und mit denen eines externen Gerätes übereinstimmen. Das Ergebnis war erfreulich denn im SDR als auch im HDR Betrieb sind die Messungen bis auf ein paar kleinen Messtoleranzen mit denen von unserem externen Testbildgenerator identisch. Unser Testgerät wurde mit Firmware 03.10.00 ausgeliefert und erst später wurde Version 03.20.00 ausgerollt, durch die der interne Testbildgenerator in der Video-Pipeline an eine andere Stelle rückt um somit auch HDR Messungen verifizieren zu können. Deshalb kam es bei der HDR Messung noch zu leichten Abweichungen davon also nicht irritieren lassen. Insgesamt begrüßen wir diese Entwicklung, weshalb neben Panasonic künftig auch andere Hersteller wie Samsung die Möglichkeit eines internen Testbildgenerators anbieten möchten.

Interne Testbildgenerator vs. VideoForge Pro im SDR Betrieb (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)
Interne Testbildgenerator vs. VideoForge Pro im HDR10 Betrieb (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)

Bildeindruck

SDR-Videos in HD, UltraHD bis hin zu Videos mit geringer SD-Auflösung gibt der GX in gewohnt sehr guter Qualität wieder. Die Eigenschaften des OLED-Panels zu denen insbesondere der tiefe Kontrast und eine präzise Farbwiedergabe gehören, tragen zu einer gelungenen SDR-Präsentation bei. Laut LG verfügt die dritte Generation des Alpha 9-Videoprozessors über ein verbessertes Upscaling des Bildmaterials, was wir aber außerhalb eines einzelnen Testmusters mit realen Inhalten nicht feststellen konnten. Von einigen wenigen Verbesserungen mal abgesehen, arbeitet der Alpha 9 in 3. Generation im Einklang mit den beiden vorherigen Generationen auf hohem Niveau.

Auch im HDR Betrieb weiß der GX zu überzeugen. Wir messen für unser Testmuster eine Rec.2020 Farbraumabdeckung von 74% sowie eine Spitzenhelligkeit von knapp 680 Nits. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus dem LCD-Lager (siehe Tabelle unten) mögen die ermittelten Werte niedrig erscheinen und dennoch erstrahlt auf dem GX9LA ein überragendes HDR Bild. Diejenigen die in einem dedizierten Heimkino schauen wissen wovon wir sprechen. Wenn einem im abgedunkelten Raum plötzlich 1.500 Nits um die Ohren fliegen kann das sehr anstrengend für die Augen sein. Zwar verfügen bestimmte LCD-Displays über deutlich größere Helligkeitsreserven, dennoch mangelt es ihnen an der Fähigkeit, kleine Spots wie Sterne oder Lampen mit der notwendigen Intensität wiederzugeben, da diese Objekte viel kleiner sind als die physischen Dimming Zonen hinter dem LCD-Bildschirm. Dies stellt unserer Meinung nach eine viel größere Einschränkung für die HDR-Bildqualität dar, als die mangelnde Spitzenhelligkeit, da dem Bild somit der notwendige Punch und jegliche Tiefe fehlt.

Die diesjährigen Modelle verfügen über den Alpha 9 Gen3 AI Prozessor 4K

Mithilfe eines eingebauten Lichtsensors passt der GX die Bildhelligkeit dynamisch an sein Umgebungslicht an. Dieses Konzept wird bereits seit geraumer Zeit für SDR-Videoinhalte verwendet und findet nun zunehmend bei HDR Material Einklang. Mit der Einführung von Dolby Vision IQ erstreckt sich dies nun auch auf Dolby Vision-Videoinhalte. Wird der TV in Räumen aufgestellt, die von Licht durchflutet werden, so mag dies noch Sinn ergeben für Puristen und all diejenigen die den Film oder TV-Serie so schauen möchten wie es im Studio gemastert wurde, werden von dieser Einstellung niemals Gebrauch machen. Wir sind von den aktuellen Implementierungen der Hersteller, die versuchen das Umgebungslicht zu berücksichtigen noch nicht überzeugt. Dennoch wird es Anwender geben, die HDR Inhalte tagsüber konsumieren und sich über die Möglichkeiten, die sich durch den Lichtsensor ergeben freuen werden.

Aufgrund ihrer selbst-emittierenden Pixelstruktur bleiben OLED Fernseher für viele Nutzer die Präferenz, unabhängig davon welche Inhalte wiedergegeben werden. Der Kontrast sowie die natürliche Farbwiedergabe stellen andere aktuelle Technologien in den Schatten. Bis zur massentauglichen Markteinführung von Micro-LED, die Weiterentwicklung von Dual-LCD oder Samsung QD-OLEDs, wird sich unserer Meinung nach hieran auch nichts ändern. Vielleicht gibt es ja bereits 2021 einen richtigen Herausforderer für die OLED-Techik.

Die Panelstruktur im Jahr 2020 bleibt weitestgehend unverändert, was jedoch wenig verwundert. Die Weiterentwicklung von OLED Displays ist bereits seit geraumer Zeit ins Stocken geraten und hat binnen weniger Jahre nach Markteinführung ihren Zenit erreicht. Zwar schafft es die Konkurrenz aus dem Hause Panasonic mittels verschiedenster Optimierungen die Spitzenhelligkeit ihrer Top OLED Modelle, die wie alle anderen ebenfalls Panels von LG verwenden auf knapp 1.000 Nits hochziehen, was jedoch vermutlich das Maximum sein dürfte, was die Technologie hergibt.

Der neue Bildmodus (FILMMAKER MODE) soll dem Zuschauer die „kreative Vision“ der Filmemacher vermitteln. Wird dieser ausgewählt oder gar durch die Metadaten des Films oder der Serie automatisch ausgewählt, so werden alle Bildoptimierungen als auch die Zwischenbildberechnung deaktiviert. Damit soll gewahrt werden, dass die filmischen Meisterwerke vom Zuschauer so wahrgenommen werden, wie sie von bekannten Regisseuren vorgesehen sind. Dies kennen einige sicher noch vom Netflix Calibrated Mode, der erstmals auf den TV-Modellen von Sony zum Einsatz kam und einen ähnlichen Weg einschlug und sämtliche Eingriffe in das Bildprocessing deaktivierte, um so ein möglichst neutrales Bild zu gewährleisten. Mal sehen welch spannende Technik bzw. Name uns im nächsten Jahr hierzu erwartet, die das gleiche bewirken wird.

Trotz einiger Marketingstreiche zaubert der 55GX9LA ein neutrales und vor allem kontrastreiches Bild. Egal ob es sich um ein Stream von einem der bekannten Anbieter handelt oder klassisch mittels Oppo 203 die Graustufen sind auch ohne Kalibrierung sehr neutral und Farben werden über alle Helligkeitsstufen hinweg fein nuanciert dargestellt. In unserem Test mit Spider-Man: Homecoming zeigt sich Spidey’s rot-blauer Anzug farbenfroh und intensiv, ohne dabei zu überstrahlen, sodass noch sehr feine Details des Anzuges sichtbar bleiben. Auch in dunklen Szenen überzeugt uns der GX in allen belangen und verschluckt, trotz einem Gamma von 2.40 keine wichtigen Bildinhalte und erzeugt besonders kontrastreiche Bilder. Der Blickwinkel ist wie für OLED-Fernseher typisch hervorragend und stellt für keinen eine Beinträchtigung dar, wenn man einen Filmabend mit freunden und Familie organisiert. Die Homogenität unseres Testsamples war ebenfalls sehr gut und wir konnten keinerlei Banding oder DSE (Dirty Screen Effect) ausfindig machen. Hinzukommt das trotz langer Messungen kein Einbrenneffekt während unseres Testes festgestellt werden konnte.

Gaming

Mit Einführung der neuen Spielekonsolen Generation von Sony und Microsoft, die Ende diesen Jahres auf den Markt kommen soll, ist es natürlich wichtig so zu sehen, wie Hersteller Features wie z. B. 4K120Hz, ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) implementieren. Besonders LG versucht im Bereich Gaming der Konkurrenz immer eine Nase voraus zu sein und unterstützt daher bereits seit 2019 HDMI 2.1. Jedoch kommen die 2020er Modelle mit einer etwas reduzierten Bandbreite (40 Gbit/s statt 48 Gbit/s) in den Handel. Es werden also nicht alle Daten-Lanes genutzt. Uns fällt zum aktuellen Zeitpunkt (und auch für absehbare Zeit) kein Szenario ein, an dem dieses „Mini-Downgrade“ ein Problem darstellen könnte. Also gerne ignorieren. Hinzu kommt erstmals ein 48 Zoll CX Modell, hiermit bietet der Hersteller Gamern aufgrund des besonderen Formfaktors ebenfalls eine durchaus interessante Option an.

Neben VRR und HGiG (HDR Gaming Interest Group) sind die diesjährigen Geräte ebenfalls kompatibel zu AMD FreeSync als auch Nvdias Variante G-Sync. Sofern das Endgerät diese Features unterstützt, wird die Bildwiederholungsrate dynamisch an die des PCs oder der Spielekonsole angepasst. Dadurch wirkt das Gameplay flüssiger, der Input-Lag reduziert sich und das sogenannte Tearing bei dem das Bild in Folge von schnellen Bewegungen verwischt, wird stark minimiert. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass eARC (enhance Audio Return Channel) mit an Bord ist. Das Feature kann über HDMI-Ausgang 2 genutzt werden.

Auch abseits der HDMI 2.1 relevanten Features weis der GX9LA zu überzeugen – so messen wir erstmals in unserem Testlabor für 1080p SDR, 4K SDR sowie 4K HDR eine Eingabeverzögerung von gerade einmal 9,4 ms im Game Modus.

Im Game Mode knackt der GX die 10 ms Marke was jeden Gamer freuen sollte

Bereits die Modelle aus dem Jahr 2019 sollten über das neue „OLED Motion Pro“ verfügen, jedoch wurde kurz vor Veröffentlichung der Geräte das Feature seitens LG zurückgezogen. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bereits bekannten BFI-Systems (Black Frame Insertion). Die diesjährigen Modelle führen das neue System nun ein und bieten die Möglichkeit, durch das Hinzufügen von schwarzen Vollbildern die Bewegungen flüssiger erscheinen zu lassen und die OLED typische Bewegungsunschärfe zu reduzieren. Es besteht die Möglichkeit die Einstellung zwischen „Niedrig“, „Mittel“, „Hoch“ und „Auto“ zu nutzen. Während die „Hohe“ Einstellung mit einem Helligkeitsverlust von bis zu 75% einhergeht und zusätzliches sichtbares Flimmern erzeugt so kann man die „Niedrige“ oder „Auto“ Einstellung getrost testen und selbst entscheiden, ob man es nutzen möchte. Beide Einstellungen konnten zu einer Verbesserung der Bewegtbilddarstellung beitragen führen jedoch auch zu einer deutlichen Reduzierung der Maximalhelligkeit des Panels. Hinzukommt das sich die Eingabeverzögerung durch das BFI auf knapp 21 ms erhöht.

Eine weitere neue Option zur Verbesserung der Bewegtbilddarstellung ist „Cinema Clear“. Auch diese Variante erzeugt einige sichtbare Bewegungsartefakte ist hierbei jedoch etwas konservativer als die TrueMotion Variante. Puristen werden auch hier entweder eine sehr niedrige Einstellung verwenden oder gänzlich darauf verzichten, um nicht das Bild zu verfälschen und den sogenannten Soap-Opera-Effekt zu erzeugen.

Sound / Audio

Wir haben uns der Bildqualität (so glauben wir) mehr als ausführtlich zugewandt und wollen uns deshalb beim Sound doch etwas knapper halten. Ohne hochsensible Messinstrumente für die Akustik werden wir euch hier unsere subjektive Meinung vermitteln. Die Sound-Ausstattung lt. Tabelle besteht aus vier Lautsprechern und zwei Woofern, die eine Gesamtleistung von 60 Watt in das schlanke Gehäuse „pressen“. Gesprochen wird hier von einem 4.2 Setup (40 Watt Lautsprecher / 20 Watt Woofer). Out of the Box sind wir mit der Klangwiedergabe zufrieden, wenn man bedenkt, dass LG wirklich nur wenig Platz für die ultraflachen Treiber hat. Aufgrund der Bauart ist die Klangwiedergabe wie ihr euch denken könnt etwas eingeschränkt. Die Down-Firing-Lautsprecher und der Woofer schaffen es jedoch trotz direktem Kontakt mit der Wand, den Klang in den Höhen sauber in den Raum zu entlassen. Der „Bumms“ fehlt natürlich hier und da, aber was soll man auch anderes erwarten.

Optional erhältlich, die LG GX Soundbar mit drahtlosem Subwoofer
Optional erhältlich, die LG GX Soundbar mit drahtlosem Subwoofer

LG gesteht sich auch selbst ein, dass es besser geht und hat eigens für den GX OLED eine eigene GX-Soundbar entwickelt. Diese ist ebenfalls ultraschlank und passt in Form und Design perfekt zum OLED TV. Leider schließt die Soundbar in der Breite nur perfekt mit dem 65 Zoll Modell ab. Hätten wir die Soundbar unter unseren 55 Zöller befestigt, würde der Klangriegel links und rechts etwas überstehen. Im Lieferumfang ist auch noch ein drahtloser Subwoofer enthalten. Zusammen liefert das System 420 Watt Gesamtleistung in einem 3.1 Sound-Setup mit Unterstützung für Dolby Atmos, DTS:X und High-Res-Audiofiles. In unseren Augen (und Ohren) eine sinnvolle Anschaffung, wer die Ästethik des GX-OLEDs wahren möchte und auch mit einem kompakten Setup guten Heimkinosound bekommen möchte. Wir konnten den GX Soundbar bereits auf der LG Roadshow testen und waren auf anhieb begeistert. Eine Verbesserung der Klangeigenschaften gegenüber den integrierten Lautsprechern ist definitiv nicht von der Hand zu weisen.

Fazit

LG bietet Käufern des 55GX9LA ein Kunstobjekt der Extraklasse, dass neben dem hervorragenden Design ebenso durch seine Technik überzeugt und bestens für die Zukunft gerüstet ist. Die Erweiterbarkeit mit der optisch abgestimmten und akustisch beeindruckenden Gallery-Soundbar (optional erhältlich), liefert dem Käufer auf Wunsch eine „Rundum sorglos“-Lösung. Die Implementierung von ThinQ und Apple HomeKit Geräten, die Bildqualität auf Referenzniveau, gepaart mit vollen HDMI 2.1 Support machen diesen OLED zu einen der besten TV-Geräte aus dem 2020 Lineup. Visuell ist der GX 4K OLED sicherlich einer der stylischten Modelle von LG Electronics, wenn auch sehr minimalistisch gehalten. Wer definitiv keine Wandmontage für seinen OLED-TV vorsieht, kann auch die CX-Serie in Betracht ziehen, die zusätzlich ein paar Euro günstiger ist. Sie liefert die gleiche Bildperformance und wird mit einem Standfuß ausgeliefert.

Messungen

SDR
Schwarzwert 0,004 Nits
Spitzenhelligkeit 369 Nits (2% Fenster)
Kontrast 199.748 : 1 (4 × 4 ANSI)
HDR 
Schwarzwert 0,001 Nits
Spitzenhelligkeit 675 Nits
Kontrast 435.472 : 1 (4×4 ANSI)
DCI-P3 Farbraum 99%
BT.2020 Farbraum 75%
Input Lag (Game Mode)
1080p SDR 9,4 ms
4K SDR 9,4 ms
4K HDR 9,6 ms

 

Spezifikationen

TV Größe 55 Zoll (140 cm)
Design Gallery Design
Display Technik OLED
Auflösung UltraHD 4K (3.840 x 2.160)
HDR Formate HDR10 Pro, Dolby Vision IQ, HLG
Video Prozessor Alpha 9 Gen3 AI Prozessor 4K
Besonderheiten AI Picture/Sound Pro, Dolby Atmos, HGiG
Audio 4.2 60W (20W Woofer und 10W je Kanal)
TV OS webOS 5.0
HDMI Standard 2.1
Eingänge 3x USB 2.0, 1x Ethernet, 1x CI+
Audioausgang 1x optisch, 1x HDMI eARC (HDMI 2)
Video Codecs MPEG4, HEVC, VP9, AV1
Tuner Twin Triple Tuner (2x DVB-T2/-C/-S2)
WiFi 802.11 ac
Bluetooth v5.0
Medienwiedergabe USB, WiFi Direct, AppCast, AirPlay2
DLNA Heimnetz Client
Sprachsteuerung Amazon Alexa, Google Assistant
Lieferumfang Magic Remote, Wandhalterung, Anleitung

 

Optimale Einstellungen

Mit der korrekten Vorauswahl des Bildmodus kann bereits ein sehr gutes Bild auf dem GX erzeugt werden. Daher empfehlen wir für eine neutrale Wiedergabe von SDR als auch HDR Material den FILMMAKER MODE. Sollte der TV in einem von Licht durchfluteten Raum stehen, so bietet sich alternativ noch der ISF-Tag Modus an. Hier ist ab Werk ein Gamma von 2.20 und eine höhere Spitzenhelligkeit voreingestellt.

Einstellung SDR HDR
Bildmodus FILMMAKER MODE FILMMAKER MODE
OLED-Licht 28 ≈ 100 Nits 100 ≈ 700 Nits
Helligkeit 50 50
Kontrast 85 100
Farbe 50 50
Schärfe 0 0
Farbton (G/R) 0 0
Digitale Rauschfilter Aus Aus
Auto Motion Plus Aus Aus
Farbtemperatur Warm 2 Warm 2
Gamma BT.1886 2.2 (native)
Farbraum Auto Auto
2P Weißabgleich RGB-Gain 0 / 0 / 0 0 / 0 / 0
2P Weißabgleich RGB-Offset 0 / 0 / 0 0 / 0 / 0

 

Pro

+ Top Design
+ Einzigartiges Bedienkonzept (webOS mit Air-Mouse)
+ HDMI 2.1 mit eARC, VRR & ALLM
+ sehr geringer Input Lag
+ Toller Klang (Out of the Box)
+ Ab Werk sehr gutes Bild
+ Wandhalterung im Lieferumfang enhalten

Contra

Kein Standfuß im Lieferumfang

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Zuletzt aktualisiert am 27. September 2020 um 23:04 Uhr. Preise können sich bereits geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Zuletzt aktualisiert am 28. September 2020 um 09:24 Uhr. Preise können sich bereits geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

20 KOMMENTARE

  1. Hallo liebes Team,
    wie misst man bei einem OLED denn den Schwarzwert?
    Warum ist der Wert im SDR 4mal besser als im HDR Modus?
    Liebe Grüße Heinz Lemke

    • Hi unabhängig von der Displaytechnolgie messen wir 0 IRE also ein komplett schwarzes Messfeld mit unserem hochsensiblen Messsenor. Der leicht erhöhte Schwarzwert im HDR Modus kommt durch die deutlich höhere Luminanz zustande. Der ermittelte Wert entspricht dennoch echtem Schwarz und ist lediglich Messtechnisch relevant und nicht fürs Auge.

  2. Hi, wirklich ein insgesamt sehr gelungener Testbericht.
    Vielen Dank dafür.

    Hab noch ein paar kleine Fehler gefunden, die noch korrigiert werden könnten:

    “ Bereits ab Werk bietet(bildet?) der neue FILMMAKER MODE eine nahezu Referenz-würdige Performance ab?“ (-ab?)

    „…weshalb neben Panasonic künftig auch andere Hersteller wie Samsung die Möglichkeit eines internen Testbildgenerators anbieten möchten(mögen?).“

    „Interne Testbildgenerator vs. VideoForge Pro im SDR10(SDR?) Betrieb (CalMAN Calibration Software – Portrait Display)“

    „(-Für) Diejenigen, die in einem dedizierten Heimkino schauen wissen wovon wir sprechen(.) Wenn einem im abgedunkelten Raum plötzlich 1.500 Nits um die Ohren fliegen kann das sehr anstrengend für die Augen sein.“

    „Dies stellt unserer Meinung nach eine viel größere Einschränkung(,) für die HDR-Bildqualität dar, als die mangelnde Spitzenhelligkeit.“

    „Bis zur massentauglichen Markteinführung von Micro-LED, die(der?) Weiterentwicklung von Dual-LCD oder Samsung QD-OLEDs, wird sich unserer Meinung nach hieran auch nichts ändern.“

    „…von Sony zum Einsatz kam und einen ähnlichen (W)weg einschlug…“

    Der Kommentar kann gerne gelöscht werden. Ich wollte den (super) Testbericht nur etwas auf Norm kalibrieren bzw.“feintunen“ 🙂

      • Kein Problem. Bei mir schleicht sich auch oft der Fehlerteufel ein.
        Wenn mir etwas sehr gut gefällt, triggert mich das manchmal.
        Sollte absolut keine Kritik darstellen. Ich bin froh über solch detaillierte OLED TV Tests. 🙂

        Einen habt ihr vergessen:
        Bis „zur“ massentauglichen Markteinführung von Micro-LED, „der“ (bis zu „der“ /zur) Weiterentwicklung von Dual-LCD oder Samsungs QD-OLEDs, wird sich unserer Meinung nach hieran auch nichts ändern.

        Oder „bis die Weiterentwicklung von Dual-LCD oder Samsung QD-OLEDs forangeschritten ist, wird sich unserer Meinung….“ 🙂

        VG

  3. So beeindruckend die technischen und optischen Features auch sein mögen, eins fehlt: mein 2017er LG OLED 55E6V möge mir noch solange erhalten bleiben wie es kein Anbieter für notwendig hält, 3D-Darstellung zu unterstützen. Schade…

  4. Hallo 4k-Team,
    auch von mir ein dankeschön für den ausführlichen Test.
    Was mir noch fehlt sind ein paar Worte zum Gallery Mode, es ist ja ausdrücklich ein TV im Gallery Design.
    Funktioniert der Modus ähnlich dem im Samsung „The Frame“?
    Sprich, gibt es vorinstallierte Kunstwerke, kann man eigene Bilder hochladen und mit Rahmen inidividualisieren?
    Gibt es auch einen Art-Store per Abo oder mit einmaliger Zahlung?

    Und als Oled Neuling, wie verhält es sich mit einem evtl. Burn-In Effekt wenn man das Bild vielleicht Stundenlang über längere Zeit anzeigen lässt?

    Danke schon mal vorab über eine Antwort, vl. auch von jemanden der den GX schon im Einsatz hat.

    Gruß Dede

    • Hallo Dendemann. Das „Gallery“ bezieht sich bei diesem Modell ausschließlich auf das Design. LG GX Gallery Design OLED ist z.B. auf der US-Seite zu lesen. Es gibt eine „Art Gallery“ Funktion, in der aus verschiedenen Themes eine Bilderrotation ausgewählt werden kann. Ich habe jedoch noch nicht gesehen, dass man eigene Bilder hochladen könnte. Es können jedoch weitere „Themes“ heruntergeladen werden (sozusagen Bildersammlungen) jedoch sind diese von LG abgestimmt und vorgegeben. Der Grund hierfür ist klar, eine statische Darstellung von Bildern auf einem OLED wird irgendwann in einem Burn-In enden. Daher haben alle Bilder auch verschiedene Bilderrahmen und die Bilder wechseln ständig – untermalt mit Musik. Also in keinstem Fall zu vergleichen, mit dem Art-Modus der „The Frame“ Geräte von Samsung. Deine Frage mit dem „stundenlagen“ Darstellen habe ich dahingehend auch beantwortet. So etwas gibt es bei einem OLED nicht. Bei statischen Bildern, egal woher sie kommen, schaltet der TV automatisch in den Bildschirmschoner Modus.

      • Hallo Doninic Jahn,
        vielen Dank für die ausführliche Antwort.
        Habe jetzt auch ein Video dazu auf Youtube gefunden, auf Englisch und für diejenigen die es auch interessiert:
        https://www.youtube.com/watch?v=hlcwWiVAKbo

        Hier sieht man auch das die Bilder alle paar Sekunden wechseln, also hat man nicht wircklich viel Zeit sich das Bild genau anzuschauen.
        Aber aufgrund der OLED Problematik wohl verständlich.

        Mir ist nun der unterschied zwischen den beiden Herstellern klar.

        Macht weiter so…

        Gruß
        Dede

  5. Danke für den ausführlichen test,sehr informativ und interessant. Ich würde den fehlenden standfuß nicht nachteilig bewerten da der tv für wandaufhängung vorgesehen ist.bei mir liegen die standfüße schon immer im Keller rum da ich den tv immer an die Wand hänge und jetzt gibt es endlich mal einen tv der den passenden Halter gleich mitbringt, super

    • Gerne freut uns zu hören, dass der Test Anklang findet. Was die fehlenden Stand Füße angeht, so wären diese als optionale beigabe schön gewesen auch wenn der TV für die Wandmontage vorgesehen ist. Wie die alternativen Lösungen von Spectral zeigen, macht der TV nicht nur an der Wand optisch einiges her.

  6. Vielen Dank für diesen professionellen Testbericht!
    Ich liebäugle schon eine Weile damit, mir bald einen LG CX zu kaufen. Da die Bildperformance gleich der des GX ist, fühle ich mich jetzt darin noch einmal bestätigt.
    Dass die Lautsprecher sich unterscheiden ist für mich nicht relevant, weil ich sowieso eine 7.2.4-Anlage auf Basis eines X4500H benutze.

  7. „ Wer definitiv keine Wandmontage für seinen OLED-TV vorsieht und auch sonst keine Ansprüche an das Design seines Fernsehers hat, kann auch die CX-Serie in Betracht ziehen“

    Das klingt ja fast so als ob der CX hässlich wäre und man den bloß nicht an dir Wand hängen sollte… was natürlich Quatsch ist.

    Habe hier den wunderschönen 65CX an der Wand hängen und soo viel schlechter als der GX sieht er nicht aus, im Gegenteil.

    Vorteil: Viel Geld gespart, technisch exakt identisch und Standfuß ist auch gleich dabei 🙂

    • Natürlich wollten wir damit nicht zum Ausdruck bringen, dass es sich bei dem CX Modell um einen hässlichen TV handelt ganz im Gegenteil. Auch dieses Modell ist optisch sehr ansprechend vor allem, wenn man ihn an der Wand montiert 🙂

      Da das GX Modell technisch keinen Vorteil bietet, schreiben wir ja auch in unserem Fazit, dass man mit dem CX eine günstigere Alternative hat.

      • Naja komm, gerade: „ und auch sonst keine Ansprüche an das Design seines Fernsehers hat“ kann man fast gar nicht anders interpretieren.
        Ist schon sehr deutlich 🙂

  8. Mit was für FPS ist der Inputlag gemessen?
    Mit 60 FPS müssten es ja eigentlich um die 13 ms sein und bei 120 zwischen 6 und 7 ms? Also rein aus Erfahrung mit den anderen LG OLEDs jetzt.

    • Die Messung für den Inputlag wurde in 1080p und 60 FPS gemessen. Du siehst es in der rechten oberen Ecke auf dem Bild. Da wir aktuell den Inputlag in 4K120Hz nicht messen können, beziehen wir uns auf Aussagen von LG, die angeben zwischen 6 und 7 ms in dem Modus zu erreichen.

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