TV-Nachfrage bricht ein – Samsung hält Bestellungen für LCD-Panels zurück

Die schwindende Nachfrage nach LCD-Fernsehern hat Samsung laut einem Bericht von The Elec dazu gezwungen, den Kauf von LCD-Panels auszusetzen.


Während die Nachfrage nach OLED-Fernsehern weiter steigt, besteht der gesamte TV-Markt immer noch hauptsächlich aus LCD-Fernsehern. Das LCD-Segment, zu denen auch Samsungs QLED, NEO QLED sowie Mini-LED-TVs der Mitbewerber zählen, wird nach dem Verkaufsboom der ersten Covid-19-Lockdowns entsprechend härter getroffen. Samsung hat nur ein einziges OLED-TV-Modell, den S95B QD-OLED-Fernseher im Angebot – der Rest basiert auf LCD-Technologie.

Unrealistische Verkaufsprognose von Samsung?

Nach der Auslieferung von 50 Millionen Fernsehern im vergangenen Jahr hatte Samsung ursprünglich geplant, 53 bis 54 Millionen TV-Panels für 2022 zu beschaffen. Die Schätzung wurde später auf 44 Millionen reduziert und nun weiter auf 40 Millionen nach unten korrigiert, laut Quelle. Lässt man sich einmal diese Zahlen durch den Kopf gehen, erkennt man eigentlich ziemlich schnell, dass eine sehr unrealistische Prognose abgegeben wurde. Womöglich, um die Geschäftsführer-Riege von Samsung zufriedenzustellen. Selbst ohne steigende Inflation und Rezessionsangst durch den Ukrainekrieg, ist es doch sehr unrealistisch, dass man mit den Top-Verkaufszahlen von 2021 mithalten, laut Prognose diese sogar noch übertreffen kann.

Schön den S95B OLED TV endlich einmal live gesehen zu haben!
Konzentriert sich Samsung jetzt vermehrt auf das OLED-Geschäft (Oben: Samsung S95B OLED TV)

Samsung setzt Bestellungen von LCD-Displays aus

Jetzt folgt die einzig richtige Konsequenz: Samsung stellt die Einkäufe ab Mitte Juni bei seinen LCD-TV-Panel-Lieferanten BOE, CSoT (TCL), HKC, AU Optronics und Innolux ein. Die Lagerbestände reichen derzeit aus, um dem Markt ausreichend 4K und 8K Fernseher zur Verfügung zu stellen. Der Kauf-Stopp soll laut Quelle nicht von kurzfristiger Natur sein. Es ist möglich, dass über mehrere Monate hinweg, keine LCD-Orders von Samsung bei den Unternehmen eintreffen. Entsprechend könnten die Displayhersteller mit günstigeren Preisen versuchen, eine Bestellung bei Samsung und Co. auszulösen. Es wird erwartet, dass Display-Panel-Unternehmen aufgrund sinkender Stückpreise eine geringe Rentabilität verzeichnen werden. LG Display wird voraussichtlich im zweiten Quartal einen Verlust verbuchen.

Anlagen wie Samsung Suzhou LCD-Produktion sollten eigentlich bereits längst verkauft sein
Anlagen wie die Samsung Suzhou LCD-Produktion haben bereits ihren Dienst eingestellt

Wenigstens hatte Samsung Display (in weiser Voraussicht) im Juni dieses Jahres die Eigenproduktion von LCD-TV-Panels beendet. Eigentlich hätte Samsung bereits im letzten Jahr die Produktion einstellen wollen, jedoch stieg die Nachfrage im ersten Pandemie-Jahr so rasant an, womit das Geschäft wieder rentabel wurde. Zudem wollte man die hohe Nachfrage nach Unterhaltungselektronik bedienen und gleichzeitig den Kunden zufriedenstellen.

Hersteller korrigieren Verkaufsprognosen nach unten

Auch TV-Hersteller wie LG, TCL und Sony haben dem Bericht zufolge ihre Lieferziele für 2022 nach unten korrigiert, den Kauf von LCD-Panels zu diesem Zeitpunkt aber offenbar nicht eingestellt. Im Mai 2022 gab das Analyse-Unternehmen Omdia bekannt, dass die Auslieferungen von OLED-TVs bis 2022 voraussichtlich um 23 % auf 8 Millionen Einheiten steigen werden. Die Verkäufe von LCD-TVs werden voraussichtlich etwas mehr als 200 Millionen Einheiten erreichen. 2021 wurden 260 Millionen LCD-TV-Panels abgesetzt. Vielleicht zwingt diese Entwicklung Samsungs Displayproduktion vermehrt auf QD-OLED zu setzen? Wir werden sehen.

Für den Endkunden können diese Nachrichten eher als erfreulich eingestuft werden. Damit die Umsätze der Unternehmen nicht komplett einbrechen, werden diese sicherlich mit großzügigeren Rabatten locken. Aktuell steht es z.B. den Samsung QN95A in 65 Zoll für supergünstige 1.577 Euro zum Kauf. Ein Angebot, welches den Lagerbestand reduziert beim Händler reduziert und dem Käufer ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet:

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Zuletzt aktualisiert am 16. August 2022 um 06:10 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

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38 Kommentare
  1. Apropos Rabattakionen. Auf der LG Seite gibt es bereits seit dem 1.7 bis zum 21.8.22 Cashbackwochen. Da hoffe ich mal, dass der LG G2 77 Zoll beim PrimeDay für 3700.- zu haben ist. Dann wären es mit 600 Euro Cashback 3100.-! Da wäre ich sofort dabei! 🙂
    Die Aktion ist bestimmt auch für Euch interessant!

  2. Software???
    Da sitzen monatelang meistens sogar mehrere Firmen an einer Frame für Frame Konvertierung.
    Die Software wird nur genutzt um VON HAND die Objekte und verschiedenen Ebenen für jeden einzelnen Frame auszuwählen.
    Und das ist durchaus aufwendig.
    Zumindest bei den ganz großen Blockbustertiteln.
    Hier wird’s für dich ganz begriffsstutzigen in Videoform erklärt:
    https://youtu.be/M79JLj-gkIw

    Da ist nichts mit „automatischen Programmen“.
    Präzise aufwendige Arbeit ist gefragt.
    Genau wie beim 3D Sound muss alles von Hand in einen dreidimensionalen Raum gepackt werden.
    Dolby Atmos ist auch kein echter 3D Sound, den müsste man deiner Logik nach auch am Set aufnehmen. ^^

    • Träum ruhig weiter, dass die sich bei dem ganzen Film die Mühe machen und das alles „manuell“ zu konvertieren. Da wird maximal noch in einigen wenigen Szenen eingegriffen.

      Der Unterschied beim Sound ist, dass der bis auf die Dialoge sowieso erst in der Post-Production entsteht. Abseits davon wird ja quasi nichts an Ton verwendet.

      • Ich weiß, dass so die großen Blockbuster konvertiert werden.
        Ich kenne Leute die das für Disney & Co machen.
        So wie du es dir vorstellst, würde es überhaupt nicht funktionieren, da kein noch so guter Automatismus die einzelnen Objekte so perfekt tracken und voneinander trennen kann.
        Auch die Ebene im dreidimensionalen Raum kann man nicht so einfach automatisch bestimmen, das erfordert alles mühsame, manuelle Handarbeit.
        Der einzig einschränkende Faktor können schwer einzuhaltende Fristen sein.
        Wo ist deine Quelle für Automatismen?
        Ach richtig, das hast du so entschieden.

        • Ich kenne auch Leute. Gerade was CGI usw. angeht kommt das der Konvertierung auch zu Gute. Da wird das Bild und die Ebenen auch künstlich nachgebaut. Deswegen sehen CGI Lastige Szenen in 3D auch oftmals nicht so billig aus wie Szenen, die vor echter Kulisse spielen.

          • Spielt keine Rolle, da die 3D Artists nicht mit den gerenderten 3D Modellen aus der VFX Abteilung arbeiten, sondern mit dem finalen 2D Bild.
            Alle fein säuberlich im Compositing gestaffelten Ebenen, seien es Explosionen, Rauch, oder eingefügte Hintergründe, müssen wieder manuell „ausgeschnitten“, und quasi rückwärts neu in ihre Ebenen zerlegt werden.
            Selbst die meisten Animationsfilme, die ja bereits vollständig in 3D gerendert wurden, werden auf diese Art und Weise konvertiert.

            • Ist in bei reinen CGI Szenen dennoch wesentlich einfacher. Die greifen ja auch nicht auf einen fertig vorgerenderten 2D Film zurück.

  3. Schon wieder das 3D und Beamer Team?
    Diese super kleine Minderheit die Beamer benutzen ist doch verschwindend gering.

    Selbst die 3D Fraktion müsste nur noch aus paar tausend Leuten in Deutschland bestehen, wahrscheinlich sogar noch weniger.

    Minderheiten sind am lauesten sagt man ja immer, sieht man hier ganz ausgezeichnet.

  4. Fernseher haben doch in 2022 jegliche Daseinsberechtigung verloren.
    Laserprojektoren sind erschwinglich und hell genug selbst für helle Räume.
    Wer hängt sich da noch einen kleinen schwarzen Spiegel mit minimal mehr Kontrast in die Bude?

      • Mehrmals im direkten Vergleich getestet, absolut minimale Unterschiede was die Bildqualität angeht.
        Nur das Leinwände deutlich größer und damit immersiver sind.
        Für die Tagesschau oder Sitcoms nutze ich auch einen OLED, aber Kinofilme die für die große Leinwand produziert wurden quetsch ich doch nicht in einen kleinen schwarzen Spiegel.

        • Solange es preislich keine alternative zum perfektem Schwarz und der HDR Qualität gibt, queschte ich lieber das Bild auf einen kleinen Schwarzen Spiegel. Glücklicherweise kann man auch näher ranrücken. So hat halt jeder seine anderen Vorlieben.

          • Perfektes Schwarz geht mit Beamer und entsprechender Leinwand auch, und näher heranrücken ist kein valides Argument.
            Es ersetzt eine große Displaydiagonale nicht.
            Sonst bräuchte es keine Kinos, dann könnte sich jeder einfach sein Smartphone 2 cm vor’s Gesicht halten.
            Aber so funktioniert Physik nicht.

            • Da hast du aber eine merkwürdige Definition von „perfektem Schwarz“. Wobei man natürlich auch noch argumentieren könnte, dass es auch noch schwarzer geht. Aber einem Beamer ist es schon technisch nicht möglich perfektes Schwarz darzustellen. Da nützen entsprechende Leinwände auch nichts.

              Ein näher Heranrücken sehe ich durchaus als Kompromiss. Ist halt ein Spiel mit der Perspektive. Rücke von einer 200″ weit genug weg und auch die ist dann zu klein.

            • „Perfektes Schwarz geht mit Beamer und entsprechender Leinwand auch“

              Ja, wenn die Leinwand schwarz ist und man einen Laserprojektor verwendet.
              Geht dann halt nur auf Kosten der Helligkeit.

          • Noch nie im Dolby Cinema gewesen?
            Perfektes Schwarz geht auch mit Beamer-Leinwand-Kombination.
            Natürlich muss der Raum dann abgedunkelt werden, aber das ist beim Filmeschauen ohnehin immer zu empfehlen.

            • Erleuchte mich, wie es bei einem Beamer technisch Möglich sein soll, dass einige Teile des Bildes komplett Schwarz (0,0,0) sind.

              Ja, durch Sachen wie Maskierungen, spezielle Leinwände usw. kannst du da etwas Tricksen. Aber mehr auch nicht.

  5. Also ich bin mit meinem INFITEC (Dolby 3D) JVC7000 Doublestack 3D System mehr als zufrieden, Kontrast und Schwarzwerte vom feinsten 3D ist so hell wie 2D mit 2 x 1800 Lumen aber ich schaue sowieso auf Low Mode da das Bild immer noch heller ist als ein 2D Beamer ich würde fast behaupten 3D ist genauso gut wie in meinem Dolby Cinema Kino in München

    • Ich befeuere zwar zwei Epson 9300 damit, aber die Infitec Lösung ist derzeit immernoch die beste, wenn es um 3D Projektion geht.
      Daumen hoch! 🙂

      Viele Grüße

    • So gut wie Dolby Cinema ist ein Infitec System leider nicht, mangels Dolby Vision.
      Auch wenn ich ein großer 3D Fan bin, aber solange es 3D nicht mit HDR Implementierung für zuhause gibt, kann das 3D im Heimkino in keinster Weise mit Dolby Cinemas mithalten.
      Helle Bildinhalte wie Lampen, Scheinwerfer oder die Sonne überstrahlen in SDR zu sehr, und auch die Durchzeichnung in dunklen Bereichen ist nicht so gut, und natürlich der Schwarzwert.
      Ich bin mit meinem System mehr als zufrieden, aber man muss der Wahrheit nunmal ins Auge blicken.
      Das fehlende HDR auf 3D Discs hält viel Potential zurück.
      Der letzte Godzilla Film (Godzilla vs Kong) war im Dolby Cinema einfach perfekt mit den vielen leuchtenden Neonfarben und kräftigen Spitzenlichtern.
      Das bekommt die 3D Disc bei weitem nicht so gut und differenziert hin.

      • Infitec 3D beschreibt keinen 3D Standard, sondern nur die Art der Projektion.
        In dem Fall Dual Projektion mit im Farbspektrum getrenntes stereoskopisches Bild.
        Das wird übrigens auch im Dolby Cinema genutzt – Dolby hat eine Infitec Lizenz erworben und vermarktet das unter Dolby 3D.
        IMAX nutzt nen amerikanischen Klon, welcher aber im gleichen Verfahren funktioniert.

        3D HDR / Dolby Vision hat in erster Linie mit der Zuspielung + Processing zutun. Die Bildleistung um das gut umzusetzen gäbe es schon bei Heimkinoprojektoren.
        Leute wie madshi könnten sowas sicher auch programmieren, der Content dazu würde aber trotzdem fehlen.
        Vielleicht gibt es irgendwo auf der Welt Devs, welche in ihren dunklen Kämmerlein den 3D Layer einer 3D-Blu-Ray mit einem HEVC HDR10 Layer verheiraten und das mit solch einem Infitec System wiedergeben können. Aber publik gemacht wurde das zumindest noch nicht.
        Abseits der Spekulation, bin trotzdem zufrieden und glücklich 3D Filme auch ohne VR Headset und mit anderen zusammen im selben Raum erleben zu können.

        Viele Grüße

        • Sag ich doch, es fehlt eine HDR-Implementierung auf der 3D Disc.
          Und deswegen sieht ein und derselbe Film im Dolby Cinema besser aus.
          Wenn man mittlerweile zu 90 % HDR Content schaut, fällt das fehlende HDR bei 3D Blu-rays doch teilweise recht stark auf.
          Was den Rest angeht hab ich nichts Gegenteiliges erwähnt.

          Grüße.

  6. Woher willst du aber wissen, dass das heutzutage 3D viel besser wäre? In Sachen Technik wären wir auxh weiterhin bei aktiven und passiven Systemen. Die Nachteile der Systeme wären auch heute noch gleich. Erst wenn da ein neues 3D System kommt, welches dann ohne Brille funktioniert, besteht da die Chance, dass es wieder für den Markt interessant wird. Hat die 3D-Vergangenheit ja nun auch oft gezeigt.

    Und wie du ja so schön schreibst: Ordentliches 3D kostet Geld und gibt es auch nur in wenigen Kinos. Von daher ist das eine weitere Bestätigung dafür, dass die „derzeitige“ 3D Technologie nicht tragbar ist und daher zurecht nicht mehr in TVs etc. vorkommt. In 20 Jahren oder so kommt dann vielleicht der nächste Anlauf, der es dann ja vielleicht eine günstiger umzusetzende Technik, die bessere Ergebnisse liefert.

  7. Liebe TV Hersteller,

    gebt dem Thema „3D“ mit neuen Fernsehern in 2023/24 wieder ne Chance dann steigen auch wieder die Verkäufe!

    An gutem 3D Content wird es nicht liegen, was fehlt sind 3D fähige Geräte in den Elektronikmärkten. Die Studios sitzen auf Unmengen gelungener 3D Filme, die in den Vaults hermetisch abgeriegelt von den Konsumenten „verstauben“. Ich sag nur „Jungle Cruise 3D“, „Mission Impossible: Fallout 3D“, James Bond „No Time To Die 3D“, „Bumblebee 3D“, „Mortal Kombat 3D“, „Spongebob III 3D“, „X Men: Dark Phoenix 3D“…. Dazu wird Avatar 2 das Thema im Kino wieder anheizen und viele neue 3D Filme und Nach-Konvertierungen „Der weiße Hai“ mit sich bringen. Mittlerweile sollte man ja auch für kleines Geld 3D Ferseher produzieren können ohne nervige Kinderkrankheiten die ein sehr überzeugendes Bild haben. Hätte man auf der 2016 LG Oled 3D Qualität weitergemacht und die TVs nicht sterben lassen, dann wäre 3D heute noch ein Thema auf TV Geräten. Aber man hat wohl 3D zugunsten der 4K Vermarktung gestrichen. Man stelle sich nur neue 3D TVs mit dem technischen Fortschritt von Heute und 3D in den Streaming Abos und paar mehr neue Discs alter Titel für uns 3D Nostalgiker vor. Würde bestimmt ein Hit, wenn es vernünftig vermarktet würde. „Kaufe den LG IllusionX 3D mit einem Jahr Gutschein für Disney Plus inkl. (IMAX) 3D Filmen“

    • 3D wurde noch immer nicht wegen 4K gestrichen. Lange Zeit wurden die ja nun parallel vermarktet. Hat ja auch wunderbar geklappt. Man sollte einfach mal der Realität ins Auge blicken und einsehen, dass die breite Masse weder mit 3D im Kino und schon gar nicht mit 3D in den eigenen vier Wänden etwas anfangen konnte. Die Gründe dafür waren ja nun vielfältig. Angefangen von den nervigen Brillen, über lieblos gemachte 3D Filme bis hin zu anderweitigen Problemen durch die Technik (Übelkeit, begrenzte Sitzpositionen etc.). Dementsprechend ist dann auch die Nachfrage nach diesem Feature immer weiter gesunken, weswegen es dann irgendwann auch von den Herstellern wegrationalisiert wurden. Ein Nischenmarkt ist halt für viele Hersteller eben nicht interessant.

      • Hallo.
        Vielleicht lag es einfach nur an den Usern die damals auf maximal 55 Zoll 3D geschaut und es dann auf dieser Basis von Eindrücken verteufelt haben. Dazu waren diese TVs was Bildqualität allgemein anging (bis auf die LG 3D OLEDS) durch die Bank „deutlich“ schlechter als das heute der Fall sein würde.
        Schon damals hatte man gesagt, dass es auf einem 77 Zoll TV (welche damals 15.000€+ kosteten) sehr wohl Spaß mache – nur wer außerhalb der paar „echten Heimkino“ Besitzer bzw der Reviewer konnte das nachvollziehen?
        Stattdessen das große Rauschen der 55 Zoll (MAX) User die dachten das dieses Mäusekino nicht wert wäre (aus 4 Metern Sitzentfernung) eine zusätzliche Brille aufzusetzen.
        Auch die Erfahrungen mit dem professionellen Kino sind ganz klar auf irgendwelche Tante Emma Kinos bezogen, in IMAX oder Dolby Cinema – und auch Kinos wie dem Cinecitta gibt’s diese 0815 DCI DLP (1500:1 nativer Kontrast) Projektoren schon seit 6-7 Jahren nicht mehr. Selbst schuld wer dafür Geld ausgibt und im nachhinein enttäuscht ist.

        Viele Grüße

        • Woher willst du aber wissen, dass das heutzutage 3D viel besser wäre? In Sachen Technik wären wir auxh weiterhin bei aktiven und passiven Systemen. Die Nachteile der Systeme wären auch heute noch gleich. Erst wenn da ein neues 3D System kommt, welches dann ohne Brille funktioniert, besteht da die Chance, dass es wieder für den Markt interessant wird. Hat die 3D-Vergangenheit ja nun auch oft gezeigt.

          Und wie du ja so schön schreibst: Ordentliches 3D kostet Geld und gibt es auch nur in wenigen Kinos. Von daher ist das eine weitere Bestätigung dafür, dass die „derzeitige“ 3D Technologie nicht tragbar ist und daher zurecht nicht mehr in TVs etc. vorkommt. In 20 Jahren oder so kommt dann vielleicht der nächste Anlauf, der es dann ja vielleicht eine günstiger umzusetzende Technik, die bessere Ergebnisse liefert.

          • Weil 3D auch vom Inbild-Kontrast lebt.
            Und davon hatten die meisten Schrott TVs aus der Zeit nicht wirklich viel^^
            Ist doch hinlänglich bekannt.

            Die derzeitige State of the Art 3D Technik ist wie ich beschrieben hab, eine mit Doppel Projektion.
            Und die ist „Stand Heute“ durchaus tragbar. Verdreh nicht immer alles 😉
            Aber finde es stark das du wenigstens auf nen Fortschritt der Technologie an sich warten würdest.

            Viele Grüße

            • Der Kontrast ist doch bei vielen TVs auch noch heute unter aller Sau. Da nützt dir FALD Mini LED auch nichts. Gerade wenn wir mal unter 1000 Euro gucken, was ja gerade der Preisbereich ist, der eben für die breite Masse interessant ist, fällt doch auf, dass du hier auch primär noch Edge LED TVs bekommst oder FALDs mit 10 Local Dimming Zonen usw.. Dazu dann idealerweise noch ein IPS Panel und schon wars das mit dem Kontrast. Das ist alles nicht viel anders als damals.

              Was die INFITEC Systeme angeht, ist das zwar alles schön und gut. Nur stellen sich die wenigsten Leute 2 Projektoren hin und machen sich dann den Aufwand die Dinger auch noch korrekt einzustellen. Anders gesagt bist du da auch immer auf einen Profi angewiesen, der dir das einstellt. Wird da ja schon problematisch, wenn die unterschiedlich viele Betriebsstunden haben. So gut wie die Ergebnisse auch sein mögen, ist auch das System absolut nichts für den Massenmarkt. Habe da auch erst letztens wieder ein paar alte Videos zu dem System gesehen. Was da damals alles tolles angepriesen wurde und wie man im privaten Sektor expandieren will usw.. Nur gesehen hat man davon eben auch nichts. Das ist ja nochmal eine Nische in der Nische.

              Was 3D allgemein angeht bin ich da natürlich offen für Neues. Wieso sollte man das auch nicht sein. Nur sollte die Technologie halt gut umgesetzt sein und etwas taugen. Konzepte mit Brillen tun das halt nicht. Und das Filmmaterial sollte dann natürlich auch etwas taugen. Aber in den nächsten Jahren sehe ich nicht, dass es im 3D Bereich eine neue Evolutionsstufe geben wird. Da wird ein Avatar 2 auch nichts dran ändern.

              In der Summe wäre ich vorerst mit einer kleinen Adapterbox zufrieden, die meinem UHD-Player/der 3D Blu-Ray vorgaukelt, dass ein 3D Display am TV hängt, damit ich 3D-Blu-Rays trotzdem abspielen kann. Gibt ja leider genug 3D-Scheiben, die keine 2D-Wiedergabe erlauben und die 2D-Fassung abgespeckter ist.

          • Schau dir doch nur mal die vielen 1 Sterne Rezensionen bei Amazon an, wenn keine entsprechende 3D Blu-ray erscheint.
            Hochwertig über mehrere Monate fein säuberlich Frame für Frame in ein dreidimensionales Bild konvertiert, und dann war die ganze Mühe nur für ein paar Wochen im Kino?!
            Das ist den 3D Artists respektlos gegenüber.

            • Das ist doch immer wieder die selbe laute Minderheit, die den Kram deswegen reviewbombt. Sagt halt absolut gar nichts aus.

              Hochwertig und konvertiert ist für mich bis heute ein Widerspruch. Richtig gutes 3D gibt es nur, wenn das auch schon entsprechend gefilmt wurde. Konvertierungen sind seit jeher Kompromisslösung und Sparma´ßnahme für die Studios gewesen. Klar, es gibt Beispiele für gut konvertierte Filme. Hätte man die aber mit gleicher Sorgfalt in 3D produziert, wäre das Ergebnis nochmals um ein Vielfaches besser.

              Eine Software juckt das wohl auch herzlich wenig, ob ihr 3D Output nun auf Disc veröffentlicht wird oder nicht. Da ist es für die Tonmeister schon wesentlich trauriger, wenn die mühevoll ihre Tonspuren hochwertig abmischen und auf der Scheibe dann final nur eine verkrüppelte 2D Tonspur landet.

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