Bei vielen Sony Fans kam am vergangenen Mittwoch Abend die Ernüchterung – die gerade vorgestellte Playstation 4 Pro hat kein 4K/UHD Blu-ray Laufwerk. Sony nennt nun den Grund wieso man sich gegen dieses Format entschieden hat.


Viele Fragen sich immer noch, wieso Sony kein 4K Blu-ray-Laufwerk in die neue Playstation 4 Pro verbaut hat. Auch wenn 4K-Gaming mit HDR begeistern konnte, bleibt doch ein komischer Beigeschmack zurück. Jetzt hat sich Sony-Chef Andrew House dazu gegenüber theguardian.com geäußert. Die Begründung lautet, der „Markt um die physischen Medien wird zunehmend unwichtiger“. Auch wenn das physische Medium für Spiele immer eine große Rolle spielen wird, sieht House die Zukunft bei Film & Serien eher beim Streaming. Allein aufgrund dieser Aussage gab es Medien die die Ultra HD Blu-ray bereits für tot erklärt haben – nur um kurz darauf mit einem weiteren Artikel „Totgesagte leben länger“ die Situation wieder zu entschärfen.

Verdrängt Streaming die 4K Blu-ray?

Die Haltung in vielen Artikeln, die man in den letzten Tagen lesen durfte, war ähnlich wie die vom Sony-Chef Andrew House. Streaming ist im Trend und wird physische Medien auf kurz oder lange vom Markt vertreiben. Nun ist es leider so, dass viele Nutzer gar nicht die Möglichkeit haben Streaming-Dienste, vor allem in 4K Auflösung mit High Dynamic Range, zu nutzen. Das Problem hierbei ist immer noch der schleppende Ausbau für Breitband-Internet, vor allem in weniger dicht besiedelten Gebieten. Zudem müssen nicht nur die Internetgesellschaften wie z.B. die Telekom für ausreichend Bandbreite sorgen, sondern auch die Streaming-Anbieter. Hier wird man immer wieder an Grenzen stoßen, die es manchen Kunden unmöglich macht, hochauflösende Videostreams zu empfangen.

UHD Blu-ray liefert überzeugende Bildqualität

Viele sehen das 4K-Streaming auch überhaupt nicht in Konkurrenz zur Ultra HD Blu-ray. Bei der Bildqualität hat das physische Medium die Nase weit vorne. Wer denkt, ein 4K Stream von Netflix oder Amazon Video ist das Maximum was der Ultra HD Standard zu bieten hat, der irrt leider. Bereits die Datenrate, mit der UHD-Inhalte via Streaming den Zuschauer erreichen, machen eine so detaillierte und farbenfrohe Darstellung, wie bei der physischen Konkurrenz, unmöglich. Als weiteres „Manko“ könnte man noch die Klangwiedergabe nennen, die meist auf 5.1 Surround-Sound beschränkt ist. Nicht einmal unkomprimierte oder objektbasierte Audioformate wie Dolby Atmos und DTS:X werden via Streaming angeboten. Zudem sind viele Filme & Serien nur für bestimmte Zeit bei ausgewählten Streaming-Anbieter verfügbar und verschwinden oft wieder, sobald die Lizenz abläuft.

Auch wenn die letzten Zeilen etwas „harsch“ gegenüber dem 4K Streaming war möchten wir doch betonen, dass ein 4K Stream gegenüber einer SD oder HD-Übertragung, vor allem mit High Dynamic Range (HDR), eine bessere visuelle Darstellung bietet. Doch auf das Niveau, einer gut gemasterten 4K Blu-ray wird das Streaming lange nicht erreichen.

Zwei paar Schuhe – Blu-ray & Streaming

Wir sehen die4K Blu-ray und 4K Streaming eigentlich als zwei Bereiche, die man in Gedanken etwas mehr trennen müsste. Streaming ist die bequemste Art audiovisuelle Inhalte zu konsumieren und liefert dem Zuschauer ein extrem breites Angebot, meist zu einem unschlagbar günstigen Preis. Auf der anderen Seite steht die verlässliche 4K Blu-ray die in den meisten Fällen dem Streaming bei der Bildqualität das Wasser reichen kann. In den ersten Jahren vielleicht etwas für „Genießer“ und „Cineasten“, aber mit viel Potential auch „Ungläubige“ vom physischen Medium zu überzeugen.

4K Streaming oder 4K Blu-ray?

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Sony: Darum hat die Playstation 4 Pro kein UHD Blu-ray-Laufwerk
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