Apple TV 4K (2022): QMS verhindert endlich Bildaussetzer beim Framerate-Switching

Der Apple TV 4K (3. Generation) hat etwas in der Hinterhand: Erstmals unterstützt der Mediaplayer nämlich die Funktion Quick Media Switching (QMS).

QMS ist im Standard HDMI 2.1 verankert und bezieht sich auf das automatische Framerate-Switching. Dabei müssen wir etwas ausholen, denn schließlich beherrschen auch schon die Apple TV 4K der 2. Generation aus dem Jahr 2021 das automatische Framerate-Switching. Dabei erkennen die Mediaplayer die Bildrate des jeweiligen Inhalts und wechseln automatisch zur korrekten Wiedergabe. Allerdings kommt es bei solchen Wechseln aktuell stets zu kurzen Bildaussetzern, wenn das Matching aktiviert ist.

Am „eindrucksvollsten“ lässt sich dies bei YouTube nachvollziehen: Unterbrechen kurze Werbespots ein Video, setzt das Bild kurz aus, weil der Apple TV 4K die Bildrate an die Werbung anpasst. Da die meisten Werbeclips aber nur wenige Sekunden dauern, sieht man meistens nur kurz etwas vom Spot, denn danach wird das Bild sofort erneut schwarz, weil zur Bildrate des eigentlichen Videos zurückgewechselt wird. Das wirkt dann fast wie ein Werbeblocker, kann aber auch durchaus stören.

QMS verhindert Bildaussetzer beim automatischen Wechsel der Framerate.
QMS verhindert Bildaussetzer beim automatischen Wechsel der Framerate.

Genau da setzt Quick Media Switching alias QMS an. Diese Technik basiert auf VRR und erlaubt es, dass die Bildrate automatisch umgeschaltet wird – ohne Bildaussetzer. Und die neuen Apple TV 4K der 3. Generation werden QMS noch im Verlauf des Jahres über ein Update unterstützen. Leider ist der Support für die älteren Modelle aus dem Vorjahr nicht geplant. Und es gibt zumindest aktuell auch noch einen weiteren Haken.

Apple TV 4K (3. Generation): QMS funktioniert nur innerhalb kompatibler Gerätekette

So muss nicht nur der Zuspieler, in diesem Fall eben der Apple TV 4K (2022) fit für QMS sein. Das gilt auch für das Wiedergabegerät, also den Fernseher. Und derzeit gibt es noch keine TVs auf dem Markt, die für QMS fit wären. Allerdings sollen 2023 erste Fernseher mit QMS auf den Markt kommen. Da ist der neue Apple TV 4K der 3. Generation also bereits zukunftssicher aufgestellt. Zusätzlich ist aber auch eine Anpassung der Apps notwendig. Auch die müssen das automatische Framerate-Switching sowie QMS einbinden.

Die neuen Apple TV 4K (2022) sind ab 169 Euro zu haben.
Die neuen Apple TV 4K (2022) sind ab 169 Euro zu haben.

Somit heißt es noch ein wenig Abwarten, bis QMS seine Wirkung wirklich entfalten kann. Sicherlich erwarten uns 2023 im Januar auf der CES in Las Vegas diesbezüglich noch Ankündigungen.

QuelleThe Verge
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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6 Kommentare
  1. Das Phänomen des schwarzen Bildes kenne ich seit Jahren mit meinem Apple-TV 4K (1.Gen) bei Filmen und Serien aber die Probleme bei Youtube sind erst vor kurzem aufgetaucht. Das ist also auch ein App Problem, welches in diesem Fall vermeidbar wäre, denn vorher wurde scheinbar alles via fester Frame Rate von Youtube ausgespielt.

    Mich stört da weniger die schwarzbleibende Werbung als das nun am Anfang jedes Clips das Bild des eigentlichen Contents schwarz wird und nach jeder Werbung wieder.

  2. Mal eine Frage an erfahre Apple TV Benutzer: Werden neue Versionen des Gerätes Eurer Erfahrung nach am Black Friday/Cyber Monday preiswerter?

  3. Die Werbung auf YouTube ist doch mittlerweile die reinste Seuche.
    So kann man eine Plattform auch kaputt machen.
    Tja Werbeblocker auf LG SmartTV ist leider nicht und bezahlen für Youtube?
    Ganz sicher
    Sorry bisschen ab vom eigentlichen Thema.

  4. Dann hoffen wir mal, dass die TV Hersteller endlich einen Hardwarefix für den Gamma Shift und das Near Black Flickering mit aktiviertem VRR gefunden haben, sofern sich die Probleme dann eben auch mit aktivem QMS zeigen sollte.

  5. Und nochwas sollte erwähnt werden: Wenn der Film etc. auch noch von SDR auf HDR oder Dolby Vision umschalten muss, klappt das auch nicht ohne ein Schwarzbild. Somit ist der Vorteil eigentlich schon fast wieder dahin.

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