Apple TV 4K: Angeblich erst 2024 wieder ein neues Modell (ohne 8K)

Apple plant seine nächste Generation der Apple TV 4K offenbar erst für 2024 ein. 8K-Support soll es weiterhin nicht geben.

8K ist allerdings weiterhin eine Nische – die sogar zu schrumpfen scheint. Beispielsweise wirbt Sony seit 2020 auf der Verpackung der PlayStation 5 mit 8K-Unterstützung, reichte die Funktion aber nie nach. So richtig daran zu stören, scheinen sich wohl die wenigsten. Auf der diesjährigen CES 2023 haben zudem TCL und LG ihren Teil-Rückzug aus dem 8K-Markt bekannt gegeben. So erscheinen ihre neuen 8K-LCD-Modelle nicht mehr in Europa und den USA.

Apple TV 4K (2024) ohne 8K-Support

Kein Wunder also, dass auch Apples Interesse an 8K gering auszufallen scheint. Zumal es schlichtweg kaum geeignete Inhalte gibt. Selbst wenn ein kommender Apple TV also 8K unterstützen würde, hätten wir immer noch das Problem, dass kein Streaming-Anbieter Material zu planen scheint. Stattdessen soll der Apple TV 4K des Jahres 2024 auf einen schnelleren Chip setzen. Er kommt angeblich in der ersten Jahreshälfte 2024 auf den Markt.

Für 2023 soll kein neuer Apple TV 4K mehr anstehen.
Für 2023 soll kein neuer Apple TV 4K mehr anstehen.

2023 würde Apple dann also mit seinen Streaming-Playern auslassen. Das letzte Modell ist jedoch auch erst im Oktober 2022 auf den Markt gekommen, sodass wohl kein dringender Bedarf nach einer neuen Generation in diesem Jahr besteht. Ohnehin besetzt das Produkt von Apple im Markt für Streaming-Geräte nur eine Nische. Der Marktanteil soll selbst in den USA nur bei ca. 5 % liegen.

Apple TV 4K: Was könnte das neue Modell bieten?

Ohne 8K könnte ein neuer Apple TV dennoch einige Mehrwerte bieten – etwa mehr Leistung für Spiele, wovon Apple Arcade profitieren würde. Es gibt auch Gerüchte um erweiterte Kombinationen aus Apple TV und Smart Speakern oder FaceTime-Kameras für Videochats direkt am Fernsehgerät. Bis wir da jedoch mehr erfahren, dürften noch einige Monate ins Land gehen. Apple selbst schweigt natürlich.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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11 Kommentare
  1. Macht es eigentlich einen Unterschied ob das Apple TV 4k nur über HDMI 2.0 angebunden ist oder HDMI 2.1? Das erste Apple TV 4k kann nur RGB 8 Bit übertragen für Dolby Vision. Das neuere Apple TV müsste RGB 10 Bit unterstützen. Lohnt sich deswegen ein Upgrade?

    • Nein, das macht keinen Unterschied.
      Was das RGB mit 8 Bit angeht: Das ist ganz normal bei RGB. Das nennt man HDMI- bzw. Dolby-Vision-Tunneling. Dabei werden die Bilddaten ganz normal in 8 Bit übertragen und zusätzlich kommt als Meta-Daten noch das HDR dazu. Man kann also auch bei RGB 8 Bit in den vollen HDR-Genuss kommen. Ich bezweifel aber auch, dass das neue ATV mit RGB 10 Bit kommt. Es bringt keinen Vorteil, benötigt mehr Bandbreite als der HDMI-Standard bei den meisten TVs hergibt (Ausnahme sind u.a. die 2019er OLED-Modelle von LG) und technisch verarbeitet das kein mir bekannter TV.

  2. Ich würde lieber meine persönlich geschnittenen Filme auf dem  -TV speichern können. So das auch bei sehr hoher Datenrate keinerlei Unterbrüche oder Ruckeln entsteht. Früher war das Mal möglich, heute leider nicht mehr.

    • Du könntest doch über Kodi, Plex usw. deine Filme über das Heimnetzwerk streamen (z.B. gespeichert auf einem NAS). Wäre das keine Möglichkeit?

  3. Gab es hier eigentlich mal einen Artikel mit Überblick zu 8K-Material? Also auch potenzielles Material, Filme, die bereits in 8K, 6.5K oder so gedreht wurden. Wäre doch mal interessant, was überhaupt möglich wäre.

    • Die Produktionen, die nativ in 8K angeboten werden, kann man wohl an einer Hand abzählen. Peninsula könnte in 8K vorliegen, obwohl ich hier jetzt nach einer Google-Session keine Bestätigung gefunden habe. Meist nur ein Hinweis auf den 8K Trailer. Dann haben wir noch „Das Boot“ die 3. Staffel und ganz viel Demo-Content, wobei nicht klar ist, ob dieser zum Teil nur hochskaliert wurde, um auf Youtube und Co. in einer Nische Geld verdienen zu können. 8K Kameras kommen häufig zum Einsatz, aber nicht um 8K Videos bereitzustellen, sondern damit Regisseur und Produzent aus dem großen Bild bestimmte Bereiche herausschneiden (croppen) können, die dann im Film (egal ob er dann in 2K oder 4K gemastert wird) eingesetzt werden. Sehr gut ist so etwas bei actionreichen Szenen, bei denen viele Akteure parallel im Bild sind. Die Kameraführung gestaltet sich viel einfacher und es passiert nicht so häufig, dass Figuren aus dem Frame rutschen. Schau mal auf was die 8K Association verlinkt, das zeigt doch bereits in welchem Stadium sich 8K befindet: https://discover8k.com/finding-8k-content/. Es ist einfach nicht praktikabel und wird sich auch nicht durchsetzen. Die Käufer haben im Endeffekt entschieden. Der Anteil an verkauften TV-Geräten mit 8K Auflösung lag 2022 nicht einmal bei 1% (müsste zwischen 0.2 und 0.5% liegen). Bedeutet, von Tausend Geräten haben zwei bis fünf 8K Auflösung. Kein Hollywoodstudio oder Streaminganbieter könnte bei solchen Zahlen seinen Investoren die 8K-Technik schmackhaft machen. Ist schade für diejenigen, die 8K etwas abgewinnen können, aber man muss die Realität dann doch akzeptieren.

  4. Interessant wäre, ob das Transkodieren der neuen Streaming Tonformate, IMAX Enhanced und Auro CX, mit dem vorhandenen ATV funktionieren wird. Denn das wäre wirklich mal ein Kaufgrund für ein neues Gerät.

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