Disney: Aus die Maus – 28.000 Mitarbeiter werden entlassen

Disney muss stolze 28.000 Mitarbeiter entlassen. Die Corona-Krise hat das Unternehmen und seine Themenparks besonders hart getroffen.

Das sieht nicht gut aus für das Unternehmen mit der Maus: Rund 28.000 Beschäftigte müssen ihren Hut nehmen. Verantwortlich macht das Unternehmen aus den USA die Corona-Krise. Hart getroffen wurde vor allem das Geschäft mit den Themenparks, Freizeitressorts und Kreuzfahrten. Freilich steht es im Bereich Kino und Film aber auch nicht allzu gut. Disney musste aufgrund der Pandemie viele Produktionen vorerst stoppen und Kinostarts nach hinten verschieben.

Andere, potenzielle Blockbuster, etwa „Mulan“ verlagerte man zu Disney+ – mit einem VIP-Aufpreis. „Artemis Fowl“ hingegen wurde direkt ins normale Streaming-Angebot geschoben. Auch das Geschäft mit Merchandising habe in der Corona-Krise stark gelitten, gibt das Unternehmen an. 67 % der entlassenen Mitarbeiter seien Teilzeitkräfte, welche man nun nicht mehr halten könne. Der zuständige Spartenchef Josh D’Amaro bezeichnete die Entscheidung als „herzzerreißend“. Gleichzeitig ist natürlich kritisch zu bedenken, dass Disney im oberen Management offenbar keine großen Einschnitte vornimmt.

Die Themenparks von Disney müssen beispielsweise im US-Bundesstaat Kalifornien weiter geschlossen bleiben, da es dort entsprechende Corona-Auflagen gibt. Viele angestellte hatte man seit April 2020 beurlaubt, aber weiter Beiträge zur Krankenversicherung zugeschossen. Nun müsse man die Mitarbeiterzahl dauerhaft senken. Mit Beschäftigten und Gewerkschaften kläre man gerade die konkreten Konditionen.

Disney fährt aktuell Verluste ein

In den drei Monaten bis Ende Juni 2020 machte der Disney rund 4,0 Mrd. Euro Verlust. Das hatte das Unternehmen im August selbst bestätigt. Vergleicht man die Umsätze 2019 und 2020 dann ergibt sich im Jahresvergleich ein Minus um 42 %. Speziell im Bereich der Vergnügungsparks, Ferienressorts und Kreuzfahrten ergab sich sogar ein Abfallen des Umsatzes um 85 %. Hier wird sich Disney also nun bemühen müssen in der Pandemie neue Wege zu finden, um am Ball zu bleiben.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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3 Kommentare
  1. Für ein Unternehmen , dass in den letzten 10 Jahren ca 100 Mrd Dollar Gewinn nach Steuern erwirtschaftet hat, sollte auch ein schlechtes Jahr nicht gleich einen bankrott bedeuten.
    Sobald die Coronakrise sich abmildert und die Parks wieder eröffnen, werden auch die Beschäftigtenzahlen dort wieder steigen.

  2. Den Mitarbeitern bzw. Ex-Mitarbeitern kann man nur das Beste wünschen. Dennoch hätte ich nichts dagegen, wenn die jetzige Lage bei Disney mittel- oder längerfristig dazu führen würde, dass sie, wie auch immer, etwas an Macht im Filmbereich abgeben müssten. Dort sind sie jetzt schon viel zu mächtig. Leider wird das aber wohl einer der Bereiche sein, der am besten läuft.

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