Drosselung wegen Coronakrise: Nun geht es der Gaming-Branche an den Kragen (Update!)

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Gaming Controller Corona
Gaming-Anbieter müssen ebenfalls drosseln
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Streaming-Anbieter sind schon fleissig dabei ihre Qualität zu reduzieren. Doch dabei soll es leider nicht bleiben, denn auch die Gaming-Branche sieht sich in der Verantwortung den Traffic zu senken.


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Update (25.03.2020): Auch Microsoft hat mittlerweile die Drosselung von Xbox Live bestätigt. Auch an der Xbox One kann es also dazu kommen, dass Spiele und Updates langsamer heruntergeladen werden, als ihr es normalerweise gewohnt seid.

So hat Sony bzw. der Präsident und CEO von Sony Interactive Entertainment, Jim Ryan, bestätigt, dass man gemeinsam mit Internetanbietern daran arbeite die Auslastung der Internet-Infrastruktur in den Griff zu bekommen. Deswegen bereite man Spieler darauf vor, dass die mit langsameren oder auch verzögerten Spiele- und Patch-Downloads rechnen müssten. Multiplayer-Partien sollen aber nicht betroffen sein.

Ist diese Maßnahme sinnvoll bzw. notwendig? Darüber kann man sich streiten. So erklärte der Internet-Pionier und MIT-Wissenschaftler, David Clark, dass die EU-Politik seiner Ansicht nach das Internet nicht verstanden habe und unnötige Maßnahmen ergreife. Dennoch haben zahlreiche Anbieter die Qualität ihrer Streaming-Dienste vorübergehend gesenkt. Konkret sind das:

Dabei haben sich die Anbieter mit der EU-Politik abgesprochen, handeln aber natürlich auch im eigenen Interesse, sodass sich die Unternehmen vermutlich wenig gesträubt haben. Denn man verdient pro Kunde ja nicht plötzlich mehr, wenn die Abrufzahlen steigen, da es sich um Flatrates mit festen Kosten handelt. Stattdessen steigen für die Streaming-Anbieter vielmehr die Kosten, weil sie mehr ausgelastet werden. Daher hat man eine Reduzierung der Qualität sicherlich selbst eher begrüßt als abgelehnt.

Gespräche mit Microsoft und Valve laufen

Andere Gaming-Anbieter abseits von Sony, etwa Microsoft, Nintendo und Valve, haben sich zur aktuellen Lage noch nicht klar geäußert. Laut dem großen Content-Delivery-Netzwerk Akamai, das ca. 15 bis 30 % des weltweiten Web-Traffics ausliefert, laufe der Dialog jedoch. Es ist also mehr als möglich, dass auch die anderen Gaming-Anbieter nachziehen. Auch Publisher wie Electronic Arts und Ubisoft könnten dann für ihre Dienste wie Origin und Uplay die Schere ansetzen.

Nicht zu vergessen Cloud-Gaming-Anbieter wie Google Stadia und Nvidia GeForce Now, die über ihre Game-Streaming-Angebote ebenfalls den Traffic ankurbeln. Man darf gespannt sein, was uns da in der Coronakrise noch alles an Ankündigungen erwartet.

4 KOMMENTARE

  1. die Netflix Qualität ist schon immer nicht besonders gewesen
    gestern wollte ich was anschauen, dass war eine Vollkatastrophe, gleich wieder ausgemacht
    wenn das so weiter geht drossel ich meinen Zahlungsverkehr.
    Ich habe alle Knotenpunkte in Deutschland angesehen, der Datenverkehr hat abends zwischen 5-25% zugenommen im Peak dieses Jahr. Solange ich den Maximalen-Auslastungswert nicht kenne ist das Panikmache

  2. Man könnte die volle Bandbreite auch von 22-6 Uhr freigeben weil die meisten Leute da nicht mehr streamen oder arbeiten…

  3. Die Politdarsteller haben bis heute nicht verstanden wie das Internet funktioniert und die großen Service Provider wie AWS freuen sich über unverhoffte Kosteneinsparungen.

    Wenn dieser Unsinn nicht bald aufhört werde ich einen Teil meiner Abogebühr zurückfordern das ist amtlich.

  4. Könnten die mit Ihrem Drosselungs-Mumpitz endlich mal aufhören? Jetzt darf sich jeder mal bei der Eu anbiedern und ins geheim Geld sparen oder wie? Pah.

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