IFA: Messe bleibt mindestens weitere 10 Jahre in Berlin

Die IFA wird noch weitere 10 Jahre in Berlin verbleiben. Zuvor hatte es Diskussionen um einen Standortwechsel gegeben – möglicherweise gar ins Ausland.

So gab es da Spannungen unter mehreren Parteien wie der Stadt Berlin und den verantwortlichen Veranstaltern bzw. den Zuständigen für die Verwaltung des Messegeländes. Entsprechend folgten lange Debatten um die Zukunft der Messe. Es wurden nicht nur andere Veranstaltungsorte in Deutschland, sondern auch im Ausland ins Spiel gebracht. Lange hielten die Diskussionen an, denn auch einige Industrievertreter hätten einen Wechsel an einen anderen Ort mit zentralerer Infrastruktur bzw. besserer Lage in Europa begrüßt.

Am Ende hat das Ringen aber nun ein Ende gefunden. Die IFA wird 2024 ihr 100-jähriges Jubiläum auf dem Messegelände unterm Funkturm feiern. Dort hat sie auch als Funkausstellung 1924 erstmalig stattgefunden. Die IFA sieht sich selbst als weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics und Home Appliances, auch wenn manch anderer diesen Ruf wohl doch eher der CES zusprechen dürfte. Die IFA wird ab sofort von der IFA Management GmbH verantwortet – einem neuen Joint Venture, das die gfu Consumer & Home Electronics GmbH zusammen mit Clarion Events Ltd gegründet hat.

Die IFA soll 2021 zu ihrem alten "Glanz" zurückkehren!
Die IFA sollte 2021 eigentlich zu ihrem alten „Glanz“ zurückkehren, entfiel dann jedoch.

In der Corona-Krise war es mit der IFA nicht weit her und wir haben von Herstellern auch 2022 viel Kritik vernommen. Nach außen hin machen alle gute Miene zum bösen Spiel, doch Kosten und Nutzen stehen offenbar langsam in keinem gesunden Verhältnis mehr. Gerade, da viele Hersteller entdeckt haben, dass sie auch mit eigenen, digitalen Events sehr gut Kunden und Partner erreichen.

Zu viele Messen, zu hohe Kosten

Die Frage ist, wo man die Grenze zieht: Übers Jahr verteilt gibt es mehrere Messen, welche die Hersteller mit Produkten unterfüttern können. Wir gewinnen jedoch den Eindruck, dass vielen als Startschuss für das neue Jahr die CES ausreichen könnte. Ob sich die IFA da also auf Dauer als relevant erhalten kann, muss die Zeit zeigen. Schon in den letzten Jahren kam es oft dazu, dass Firmen dort nur Produkte „aufwärmten“, die in anderen Regionen der Welt schon lange erhältlich gewesen sind.

QuelleBerlin
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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2 Kommentare
    • Sollen mehr als 161.000 Besucher gewesen sein. Ich hab aber von Kollegen und direkt von Herstellern gehört, dass viele Firmen mit der Messe wohl sehr unzufrieden gewesen sind und sehr strikt abwägen wollen, ob sie 2023 nochmal teilnehmen. Letzten Endes kann in einem Jahr aber viel passieren, wir sehen ja 2023 wie es sich entwickelt.

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