LG Displays OLED-Fabrik in China ist wieder auf Kurs – Produktionsstart Ende Januar 2020

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LGs OLED-Panels kommen vielleicht bald aus dem Drucker
LG bekommt die OLED-Panel Produktion in China in den Griff

LG Display hat es geschafft, die Missstände in der neuen OLED-Produktionsstätte im chinesischen Guangzhou in kürzester Zeit zu beheben. Die Produktion in der 8.5 Gen Fabrik startet nun Ende Januar 2020.


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Mitte November sah alles noch nicht so rosig aus. Wie wir berichteten, hatte LG Display in seinem ersten chinesischen OLED-Werk mit großen Ausschüssen bei der Produktion zu kämpfen. Brancheninsider berichteten, dass fast jedes zweite OLED-Panel im Müll landete. Der Grund für die schlechte Ausbeute waren mehrere, parallel eingeführte, neue Technologien, die die Produktion eigentlich in kürzester Zeit maximieren sollten. Das Produktionsziel von 60.000 zusätzlichen OLED-Substrate im Monat war in weite Ferne gerückt. Den Ingenieuren von LG Display ist es laut dem Branchenmagazin thelec gelungen, den Ausschluss zu minimieren und die Produktion auf ein gutes Level zu bringen. Die Massenproduktion kann nun Ende Januar 2020 starten.

In der chinesischen Produktionsstätte sollen OLED-Panels, unter anderem wie dieses 48 Zoll Modell (CX) entstehen
In der chinesischen Produktionsstätte sollen OLED-Panels, unter anderem wie dieses 48 Zoll Modell (CX) entstehen

Chinesische Fabrik könnte lokale Produktion übertreffen

Die neue Fabrik von LGD hat eine Kapazität von 60.000 OLED-Substraten, aus denen vor allem kleinere Größen, unter anderem auch die 48 Zoll Varianten geschnitten werden. Die Fertigung in Guangzhou soll in 2021 sogar auf 90.000 Substrate ausgeweitet werden. Maschinen für die Erweiterung der Produktionskapazitäten stehen angeblich schon in China bereit. Wenn die 8.5 Gen Fab auf „Vollgas“ läuft, dann übersteigt die Produktionsfabrik sogar die Kapazität der lokalen in Südkorea stehenden Anlagen von LG Display. Insgesamt wurden über 4.2 Milliarden US-Dollar in das Großprojekt in China investiert.

LGD profitiert von günstigeren Löhnen

LG Display erhofft sich vom neuen Standort die OLED-Panels noch günstiger produzieren zu können. Die Gehälter in China sind weitaus niedriger, zudem soll es wohl staatliche Förderungen für LG Display gegeben haben. Zudem sollen die neuen Technologien, die ursprünglich die Probleme verursacht haben, ebenfalls zu einer kostengünstigeren Produktion beitragen.

5 KOMMENTARE

  1. Wie sagte Lev Andropov in Amagedon,,amerikanische Bauteile,russische Bauteile,die kommen doch alle aus Taiwan(China),das nennt man Globalisierung oder es lebe billig.Die Chinesen haben uns doch schon längst im Sack.

  2. Mal ein Frage. Du warst doch selbst auf der Messe? Gibt es Gründe warum du wie der Rest der Blogger keine Makroshots von der Pixelstruktur der Panels oder ein Video in 240/480fps vom neuen BFI-Modus erstellt hast? Ich glaube jedes höherwertige moderne Smartphone hat so einen entsprechenden Hi-Speed-Filmmodus (wird als Slow-Motion wiedergegeben – ansonsten die kompakten Sony RX-Modelle nehmen) und für ein Makroshot braucht es eigentlich auch nur eine Systemkamera mit 50-90mm Makroobjektiv und ein Stativ. Ich denke der Flug nach Las Vegas ist da deutlich teurer, als sich solch ein Standardequipment zuzulegen.

    Es wird ja immer geschimpft, dass Seitens der Hersteller nur Marketinginfos veröffentlicht werden, aber niemand hindert doch die Techblogger an Eigeninitiative. Fotos und Videos durften ja offensichtlich von den TVs gemacht werden und wie mir von der IFA bekannt ist, rennen da auch viele mit Stativ herum um verwacklungfreie Bilder und Videos machen zu können. BFI konnte man sich scheinbar auch vorführen lassen. Einfach mal kurz das Makro drauf oder der Hi-Speed-Filmmodus und gut ist. Die 2018er-Roadmap ist ja auch bekannt. Damit hätte man auch die Leute bezüglich Paneländerungen konfrontieren können (gilt natürlich eher für Leute wie Teoh, die auch hinter die Kulissen schauen dürfen).

    Ist nicht böse gemeint, aber ich verstehe nicht den Aufwand, den weiten Flug auf sich zu nehmen um sich dann mit so wenigen echten Infos abspeisen zu lassen. Selbst Vincent Teoh liefert da wenig Neues, dabei ist es m.E. recht einfach an Exklusivinfos zu kommen, wenn man Eigeninitiative zeigt und die Sache selbst in die Hand nimmt. Wenn man wissen will wie der BFI-Modus arbeitet, dann einfach mal mit Smartphone/RX-Kamera abfilmen und ob es Panelunterschiede gibt erkennt man sofort im Makroshot und natürlich nicht nur bei einem Panel, sondern gleich mehrere Hersteller und Zollgrößen austesten, da es unterschiedliche Fertigungslinien gibt und nicht jeder zwangsweise die gleiche aktualisierte Panelcharge bekommen muss.

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