Neue Drohne „DJI Mavic Air 2“: 48MP Fotos, 4K/60p Videos, 8K Zeitraffer und über 30 Minuten Flugzeit

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Mehr als ein Spielzeug: Die DJI Mavic Air 2 mit 4K/60p Videos, HDR, 8K Hyperlapse uvm.
Mehr als ein Spielzeug: Die DJI Mavic Air 2 mit 4K/60p Videos, HDR, 8K Hyperlapse uvm.

DJI stellt mit der „Mavic Air 2“ endlich den lang ersehnten Nachfolger der beliebten 4K Drohne vor. Mit 48MP Fotografie, 4K/60p Videos mit HDR und 8K Zeitrafferaufnahmen ist die „Mavic Air 2“ vielseitig wie keine andere Drohne.

Ich muss zugeben, beim Durchlesen der Features und Verbesserungen der DJI „Mavic Air 2“ bin ich ganz schön ins Schwärmen gekommen. So sehr, dass ich mir überlege in das „Drohnenbusiness“ einzusteigen. Gäbe es einen Camcorder mit ähnlichen Ausstattungsmerkmalen, hätte ich meine Bestellung bereits abgeschickt. Die „Mavic Air 2“ übertrifft ihren Vorgänger in fast allen Belangen. Das wichtigste ist aber weiterhin eine gute Balance zwischen Leistung und Mobilität herzustellen. Gefaltet misst die Drohne gerade einmal 180 x 97 x 84 mm und mit unter einem Kilogramm (Drohne + Akku + Fernbedienung) fällt der geflügelte Begleiter auch nicht wirklich ins Gewicht.

DJI Mavic Air 2 mit 48MP Fotografie

Trotz der kompakten Maße muss der Pilot nicht auf irgendwelche Features verzichten. DJI packt die Mavic Air 2 nämlich voll mit Technik. Das wichtigste ist sicherlich die Kamera mit einem 1/2-Zoll CMOS-Bildsensor (Sony IMX586) mit 12MP und 48MP effektiven Pixeln. Wir glauben, dass die Kamera wie der Vorgänger nativ mit 12MP bzw. 48MP auflöst. Kleinere Aufnahmen mit 12MP profitieren hier vom „Quad-Bayer-Farbfilter“ der vier Pixel zusammenfasst und somit besser Aufnahmen (Lichtempfindlichkeit) ermöglicht. Der Sensor kann aber auch nativ ausgelesen werden. Dabei entstehen Bilder mit 8.000 x 6.000 Pixeln. Für diese Auflösung sollten jedoch die Lichtverhältnisse optimal sein. Hobbyfotografen werden zu Beginn sicherlich zur SmartPhoto-Funktion greifen. Diese entscheidet automatisch, welcher Fotomodus am besten geeignet ist. Es gibt jedoch unzählige Einstellungsmöglichkeiten für Profis sowie interessante Spielereien wie HDR-Panorama- oder Sphären-Aufnahmen.

Die Highlight-Features der DJI Mavic Air 2 auf einen Blick
Die Highlight-Features der DJI Mavic Air 2 auf einen Blick

4K/60p/HDR Videos und 8K Hyperlapse

Doch wie ist es um die Videoaufnahmen der DJI Mavic Air 2 bestimmt? Die Kamera ist an einem Drei-Achsen-Gimbal (Neigen, Rollen, Schwenken) aufgehängt mit einer kontrollierten Winkelgenauigkeit von +/- 0.01°. Bei guten Windverhältnissen sollten die Videoaufnahmen somit frei von Verwacklungen bleiben. Videos können maximal in 4K/60fps aufgezeichnet werden, in Full-HD Auflösung sind sogar 240fps möglich. Wer seine Videos zusätzlich mit HDR (High Dynamic Range) versorgen möchte, ist in allen Auflösungen (4K, 2.7K, 2K) auf maximal 30fps beschränkt. Der visuelle Mehrwert des erweiterten Dynamikumfangs sollte die Nutzer jedoch für die verringerte Bildwiederholungsrate entschädigen. Die maximale Bitrate wird mit 120 MBit/s angegeben, der Nutzer kann zwischen den Farbprofilen „Normal“ und „D-Cinelike“ entscheiden. Kodiert wird übrigens im platzsparenden H.265 (HEVC) Video-Codec, damit die MicroSD-Karten (bis zu 256 GB) nicht so schnell voll wird.

Sehr interessant hören sich auch die Hyperlapse-Aufnahmen in 8K Auflösung an. DJI spricht hier von einem „Raumraffer“, bedeutet, die Videosequenz wird nicht nur über einen bestimmten Zeitraum aus Einzelbildern zusammengeschnitten, es kann dabei sogar eine Route für die Drohne festgelegt werden. Für Influencer gibt es zudem unzählige Kurzvideo-Funktionen (Quickshots) mit denen einen kurze, vorgegebene Sequenz aufgenommen wird. Technologien wie Spotlight 2.0, ActiveTrack 3.0 und POI 3.0 sorgen dafür, dass die ausgewählten Personen oder Objekte immer perfekt im Bild bleiben. Die Drohne verfolgt dabei sein Motiv und weicht gleichzeitig Hindernissen aus. Mit POI 3.0 wurde zudem das Tracking von flachen Objekten verbessert.

Die Fernbedienung der DJI Mavic Air 2 ist im Lieferumfang enthalten
Die Fernbedienung der DJI Mavic Air 2 ist im Lieferumfang enthalten

34 Minuten Flugzeit (max.)

Nichts trübt die Drohnen-Action mehr, als wenn das Fluggerät alle paar Minuten wieder an die Ladestation muss. Auch in dieser Hinsicht hat DJI Verbesserungen vorgenommen. Die Mavic Air 2 soll bis zu 34 Minuten in der Luft bleiben können (maximaler Winkel von 9° bei 5.1m/s und 0-Wind) und im Sportmodus maximale Geschwindigkeiten von bis zu 68 km/h erreichen. Und selbst bei diesen Geschwindigkeiten sorgen die Lichtsensoren dafür, dass die Drohne nicht im nächsten Baum hängen bleibt.

Sicher fliegen mit APAS 3.0 und OcuSync 2.0

Das Assistenzsystem für Piloten (APAS 3.0) erlaubt mit seiner fortschrittlichen Kartentechnologie eine reibungslose Verfolgung des Motivs. Das erlaubt dem Piloten nicht nur einen sicheren Flug, sondern auch mehr Möglichkeiten. Was die Drohne aktuell aufzeichnet, wird jederzeit via OcuSync 2.0 auf ein Smartphone in 1080p Qualität mit 30fps übertragen. Dabei sei erwähnt, dass eine Drohne in Deutschland immer mit Sichtkontakt geflogen werden muss. Die Videoübertragung soll jedoch bis zu einer Distanz von 10km funktionieren. Damit das Fluggerät jederzeit bestmöglich steuerbar ist (außer die Drohne fliegt gerade automatisch) wechselt die Mavic Air 2 zwischen der 2.4 und 5.8 GHz Frequenz automatisch hin und her, je nachdem unter welcher Frequenz eine bessere Kommunikation mit der Drohne möglich ist.

DJI - This Is Mavic Air 2

DJI Mavic Air 2 Preis & Verfügbarkeit


Der Preis fällt für diesen Featureumfang doch recht human aus. Die DJI Mavic Air 2 kostet in der Standard-Variante 849 Euro. Darin enthalten das Fluggerät, ein Akku, die Fernsteuerung, Anschlusskabel, Gimalschutz und drei Propellerpaare. Mit der „More Combo“ zahlt man 1.049 Euro bekommt dafür aber zwei weiter Akkus, drei Propellerpaare, ein ND-Filterset, eine Akkuladestation, eine Battery-Powerbank-Adapter und eine Umhängetasche obendrauf. Ein echtes „Rundum-Sorglos“-Paket. Geliefert wird die Drohne aktuell 12-17 Tage nach Zahlungseingang. Bestellungen sind auf 1 Stück pro Käufer beschränkt, aufgrund der hohen Nachfrage.

Im "Fly More Combo"-Paket ist man für längere Foto- und Videosessions bestens ausgerüstet!
Im „Fly More Combo“-Paket ist man für längere Foto- und Videosessions bestens ausgerüstet!

5 KOMMENTARE

  1. Leider außerhalb der USA ohne AirSense. Da wegen der CoronaKrise die Chips nicht lieferbar sind. Spätere Versionen der Mavic Air 2 sollen den Chip dann haben. Dieser Chip erkennt Flugzeuge und sendet ein Signal um die Drohne aus dem Gefahrenbereich zu steuern. Wenn das mal Pflicht in der EU wird läßt sich das nicht nachrüsten, weil wie gesagt die Hardware fehlt. Ein Softwareupdate behebt das Problem nicht. Ich würde mit dem Kauf also noch warten.
    Jedenfalls berichten das einige Youtuber, die sich da auskennen. Sonst ist das wirklich eine tolle Drohne.

  2. Ich würde mir sooo gerne ne Drohne von DJI kaufen. Wenn da nicht die ganzen Verbote und Auflagen wären, hätte ich mir schon lange ne Mavic 2 Pro gekauft. Aber so,….man darf fast nirgendwo mehr fliegen. Dazu kommt ja jetzt noch, dass auch der Standort des Piloten übermittelt wird. Wehe dem, man ist in einem Naturschutzgebiet, zu nah an der Stadt, einem Krankenhaus und, und, und,…so macht es keinen Spaß. Solche Videos, wie hier im Beispiel, kann man als Privatpilot niemals machen. Was will man dann noch mit ner Drohne, wenn man eh fast nirgend Fliegen und Aufnehmen darf? Felder und Acker filmen? Schade, schade, schade….

    • Man muss sich nicht an jedes einzelne verbot halten, wenn keine Kinder in der Nähe sind, gehe ich Bad Boy sogar über rote Ampeln.

      Oder bist du inner und überall brav? Stell ich mir Scheisse langweilig vor, irgendetwas muss man doch seinen Enkeln mal erzählen, gelle? 🙂

      Live a little

      • Klasse Dennis. Genau wegen solchen Leuten wie dir gibt es immer mehr Verbote. Wenn jeder verantwortungsvoll mit seiner Drohne fliegen würde, bräuchte man nicht ständig strengere Regeln!

  3. Tolle Drohne, würde ich mir sofort kaufen. Endlich 4k60p, aber leider nicht in allen Modi. Und was besonders schmerzt: keine Waypoints mehr (hoffe das kommt mit ner neuen Softwareversion)…

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