Start Blog Seite 471

Es wird wieder gestöpselt: UHD Plugfest 2022 findet Ende Juni statt!

Die Digital TV Group (DTG) und die Deutsche TV-Plattform (DTVP) freuen sich bekannt zu geben, dass das UHD Plugfest nach zweijähriger Covid-Pause zurückkehrt!

Das UHD-Plugfest geht nach einer Zwangspause in die 12. Runde! Das Event, welches vom 28. bis 30. Juni 2022 in London abgehalten wird, soll wieder im alten Glanz erstrahlen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass so viel Partner wie möglich aus unterschiedlichen Segmenten der Unterhaltungsindustrie am Event teilnehmen. Wie auch bei den vergangenen Plugfests in London und Berlin, liefert die Veranstaltung eine kontrollierte Plattform, um die Interoperabilität mit unterschiedlichsten Geräte-, Plattform- und Content-Kombinationen zu testen. Und das wichtigste, das ganze verläuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit, geschützt durch eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

Fehlerbehebung am „lebenden Objekt“

Das UHD PLugfest 2022 wird von der DTG und der Deutsche TV-Plattform veranstaltet
Das UHD PLugfest 2022 wird von der DTG und der Deutsche TV-Plattform veranstaltet

So können Hersteller von Endgeräten und Anbieter von Diensten sicher sein, nicht für etwaige, fehlerhafte Wiedergabeketten oder Ähnliches an den Pranger gestellt zu werden. So lassen sich auch Fehler finden, bevor sie überhaupt vom Endkunden wahrgenommen werden. Die Veranstaltung ist auf drei Tage angesetzt und umfasst die Schwerpunkte HDMI/HDCP-, USB-, HDR-, HFR-, 4K/8K-Videoinhalte, einschließlich NGA (Next Generation Audio) und HbbTV. Alle relevanten, technischen Teams steht es dabei offen, ihre Produkte/Software/Inhalte aus der Perspektive der Interoperabilität zu testen. Herzlich willkommen sind:

  • TV-, STB- und AVR-Hersteller
  • Anbieter von Streaming-Geräten
  • Betreiber von TV-Plattformen
  • Anbieter von Audio-Video-Inhalten
  • Audio-Video-Encoder
  • Anbieter von Prüfgeräten
  • Entwickler von TV-Anwendungen
  • Branchenverbände

Weitere Details zum Plugfest-Programm und zur Planung der Tests folgen im Laufe der nächsten Tage. Mitglieder der DTG und DTVP zahlen nichts für die Teilnahme. Von Nicht-Mitgliedern werden Gebühren verlangt. Man kann sich noch derzeit über die Webseite der DTG anmelden. Das Event findet im 5. Stock, 89 Albert Embankment in London (SE1 7TP) Großbritannien statt.

Ultra HD Blu-ray-Neuheiten der Woche (KW24): Matrix: Resurrections, Indiana Jones, Serienkiller Henry

0

Wir präsentieren euch die 4K Ultra HD Blu-ray-Neuheiten der Woche (KW 24/2022). Die Auswahl ist überschaubar, liefert uns mit „Matrix: Resurrections“ und der Indiana Jones Restaurierung zwei Hochkaräter. 

Das Sommerloch schlägt sich bei den Disc-Veröffentlichungen durch. Das ist aber vielleicht auch gar nicht so schlecht, so wird die Geldbörse nicht zu sehr belastet und es bleibt etwas mehr Zaster übrig für Eis, Pizza und einen zusätzlichen Cocktail an der Bar. So ganz ohne Investitionen kommen wir aber dann doch nicht durch die Kalenderwoche 24/2022. Zwei Titel haben es uns dabei sehr angetan:

Matrix: Resurrections

"The Matrix: Resurrection" ist Gegenstand einer Klage gegen Warner Bros. bzw. WarnerMedia
„The Matrix: Resurrections“ erscheint am 16. Juni 2022 auf DVD, Blu-ray und 4K Blu-ray

Ich vermute, die 4. Installation des Matrix-Franchise gehört zu der Kategorie Film „Findet man super, oder total daneben“. Selten habe ich zu einem Film wieder so gegenteilige Kommentare gelesen. Wer sich den Film mit Hollywood-Gentleman Keanu Reeves ins Wohnzimmer holen möchte, der hat hier die Chance dazu! Übrigens, eine Variante der limitierten Steelbooks scheint wieder bestellbar zu sein. Die 4-Film-Deja-Vu Collection dagegen ist wohl komplett ausverkauft =(

Preis: € 34,99 Bester Preis
Versand: n. a. Verfügbarkeit: Auf Lager
Versand: € 2,49 Verfügbarkeit: 2-5 Werktage
Zuletzt aktualisiert am 24. August 2026 um 13:06 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes

Das neue Steelbook zu „Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes“ wanderte umgehend in unseren Warenkorb. Am 16. Juni 2022 erscheint der Franchise-Auftakt mit als Single-Steelbook inkl. Mini-Poster. Das Design ist dabei an das klassische Filmposter angelehnt, im inneren des Steelbooks beokmmt man die Bundeslade zu sehen. Und wie immer ist diese Variante limitiert.

Teil 2 und 3 der Indiana Jones-Saga erscheinen übrigens ebenfalls als neues 4K Blu-ray Steelbook, jedoch werden diese erst am 14. Juli 2022 bzw. 18. August 2022 ausgeliefert. Also pro Monat ein Indi.

Henry: Portrait of a Serial Killer

Die restaurierte Fassung dieses „True Crime Thillers“ erzählt die Geschichte einen der berüchtigten Mörder der US-Geschichte: Henry Lee Lucas. Restauriert wurde der Klassiker von 1986 in 4K von den Original-16mm-Negativen, versehen mit HDR10 und Dolby Vision und mit einer DTS-HD MA 2.0 (Mono) Tonspur. Der Titel soll am 17.06.2022 ausgeliefert werden.

Der Bohrmaschinen Killer

Ich muss gestehen, ich kenne den Film nicht und ich wäre auch nie auf ihn aufmerksam geworden, hätte ich den Filmklassiker nicht auf irgendeiner Facebook-Seite erspäht. Denn nicht nur, ist mir dieser Film unbekannt, er erscheint auch exklusiv bei Müller und ist auf 1000 Stück limitiert. Dahinter steckt wohl die Firmierung „Mediacs“, die den Grindhouse-Thriller neu aufgelegt hat. Die restaurierte 4K-Fassung mit HDR10 hat eine Laufzeit von 94 Minuten und ist mit einer DTS-HD MA 2.0 Soundspur (Deutsch) ausgestattet. Worum es in „Der Bohrmaschinen Killer“ geht, kann man sich anhand des Titels schon vorstellen. Ein Psychopath mit handwerklichen Fähigkeiten tötet junge Bewohnerinnen in einem Apartment-Komplex. Vorbestellbar ab 14.06.2022.

Blade Runner exklusive Steelbook-Edition:

Als Letztes hätten wir noch eine exklusive Steelbook-Edition von „Blade Runner – The Final Cut“. Diese hätte ich euch fast vorenthalten, weil diese bereits seit einigen Tagen auf mediamarkt.de ausverkauft ist. Eine kurze Recherche brachte jedoch hervor, dass bei Saturn.de noch Kontingente zur Verfügung stehen! Wer das schicke Steelbook sein Eigen nennen möchte, sollte somit nicht allzu lange zögern.

4K Blu-ray Komplettliste

Alle, die hier aufgelisteten Filme, findet ihr in unserer 4K Blu-ray Komplettliste! Auch bereits veröffentlichten Filme und Serien auf Ultra HD Blu-ray, limitierte Editionen, Neuheiten und Vorbesteller könnt ihr unserem Special entnehmen!

Indiana Jones Teil 1-3 jetzt einzeln im 4K Steelbook mit alternativem Cover-Artwork

0

Die ersten drei Teile der Indiana Jones-Filmreihe können jetzt einzeln im limitierten 4K Blu-ray Steelbook mit alternativem Cover-Artwork bestellt werden!

Update: Die finalen Steelbook-Cover zu „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ sind jetzt online!

Das Cover-Design der drei Indiana Jones 4K Blu-ray Steelbooks
Das Cover-Design der drei Indiana Jones 4K Blu-ray Steelbooks

Originalbeitrag: Die restaurierten 4K-Fassungen der Indiana-Jones Filme wurden bereits in einer 4-Movie-Collection mit hochwertigen 4K Steelbooks im Juni 2021 veröffentlicht. Wer jedoch mit den neuen Cover nicht zufrieden ist, der kann sich die „neuen“ Steelbook- Varianten, die eher an die klassischen Filmposter angelehnt sind, ins Haus holen. Zusätzlich muss man kein Geld für den vierten Teil zahlen, der in der Beliebtheits-Skala sicherlich nicht ganz oben zu finden ist:

An der Ausstattung der Filme, egal ob audiovisuell oder beim Bonus-Content, scheint sich nichts geändert zu haben. Somit erhaltet ihr in allen drei Fällen eine solide 4K Restauration, mit der sich die Klassiker auch auf neuen TV-Geräten/Projektoren exzellent darstellen lassen!

Wie gut/schlecht sich die Restaurationen schlagen, könnt ihr übrigens in unseren ausführlichen Testberichten nachlesen:

TEST: The Batman auf 4K Blu-ray: Großartiger Dolby Atmos-Soundtrack

3

Inhalt (80%)

Puh, was für eine Entwicklungsgeschichte, die The Batman hinter sich gebracht hat. Bereits im Herbst 2014 hatte man vor, einen neuen Solofilm über den Rächer mit der Maske zu inszenieren – mit dem damals für Batman v Superman gecasteten Ben Affleck in der Hauptrolle. Affleck wollte dann sogar selbst inszenieren und das Drehbuch beisteuern. Doch über die Jahre und die teilweisen Misserfolge der DC-Filme wurde das Projekt immer stärker an den Rand gedrängt. Nachdem Affleck offiziell von der Idee, den Film zu realisieren, zurückgetreten war, konzentrierte man sich seitens Warner bald auf Matt Reeves, den Regisseur der letzten beiden Planet-der-Affen-Neuverfilmungen.

Reeves allerdings wollte einen deutlich jüngeren Batman zeigen, womit Ben Affleck auch als Darsteller aus dem Rennen war. Der war darüber nicht sonderlich traurig, hatte er privat doch gute Gründe, nicht noch einmal fürs DCEU vor die Kamera zu treten. Nicht fürs DCEU ist dann auch die Story, die Reeves komplett neu entwickelte und eben auf Batmans frühe Jahre konzipierte. Entsprechend musste auch ein neuer Darsteller gefunden werden. Ein jüngerer Darsteller. Reeves schwebte eine Kurt-Cobain-Variante des Superhelden vor – also eine Art Grunge-Batman. Einer, der seinen Platz und seinen Weg noch nicht gefunden hat, der noch spürbar gebrochen ist, von dem, was er in der Vergangenheit erlebt hat. Neben Nicholas Hoult war es dann Robert Pattinson, der sich als Favorit rauskristallisierte. Nicht nur, weil dieser selbst Interesse offenbarte, sondern weil er sich seit den Twilight-Filmen eher aus großen Produktionen zurückgezogen hatte und vor allem auch nie im MCU aufgetaucht war.

Batman und Alfred – eine nicht immer einfache Beziehung

Jetzt war ich im Vorfeld jemand, der keinen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber der Besetzung mit dem Mädchenschwarzm aus der Twilight-Saga gemacht hat. Der Grund meiner Voreingenommenheit liegt darin begründet, dass Pattinson in meinen Augen einfach nicht die maskuline Ausstrahlung mitbringt, die der düstere Rächer aus den DC-Comics für mich haben muss. Zu sehr sehe ich den mittlerweile 34-jährigen Londoner mit den Vampir-Filmen verknüpft, bzw. mit Typen, die genau diese Art von jungenhafter Ausstrahlung haben. Daran ändert auch nichts, dass Pattinson sich mittlerweile in zahlreichen anderen Rollen gezeigt hat und als Schauspieler Varianz beweisen konnte. In Der Leuchtturm bspw. habe ich ihn ausdrücklich gelobt. Dafür in Tenet entsprechend kritisiert, weil er meines Erachtens einfach kein Actiondarsteller ist. Diese Rollen und die Physis kaufe ich ihm einfach nicht ab. Und das ist in The Batman nicht sehr viel anders.

Er mag sich ein paar Muckis antrainiert haben und die Kamera mag ihn mit entsprechenden Einstellungen vorteilhaft in Szene setzen, dennoch fehlt mir die Präsenz, die ein Batman/Bruce Wayne haben sollte. The Batman, bzw. Matt Reeves, nutzt natürlich einen netten Kunstgriff, um die Besetzung Pattinsons zu rechtfertigen. Denn hier ist der Rächer im Cape erst zwei Jahre aktiv und noch voller Wut und Rage über das, was seinen Eltern einst zustieß. Getrieben ist er, wild und ungezügelt. Und das bringt Pattinson in den physischen Kampfszenen sogar authentisch rüber. Wenn er dann aber in einigen Momenten voller Verachtung oder wahlweise Verwunderung unter seiner Maske herschaut, ist seine Mimik nicht immer überzeugend.

Bruce Wayne nimmt die Fährte für Batman auf

Ganz im Gegensatz zur Story, die sich Reeves für seine Batman-Verfilmung ausdachte. Hier keine Schwarz-Weiß-Schablone anzusetzen, sondern dem Bösewicht ein (metaphorisches) Gesicht zu verpassen, wo er lange Zeit nur mit Maske zu sehen ist, gehört zu den ganz starken Elementen von The Batman. Vergleiche mit Thanos aus dem MCU sind nicht unangebracht, wobei die Aktionen des Riddlers durch ihre individuellen Motivationen noch stärker für eine moralische Rechtfertigung geeignet sind. Das Schicksal des Killers mit dem des Jägers so eng zu verknüpfen, ist ein ganz starkes Stück Erzählkunst im Superhelden-Kino. Reeves lässt Protagonist und Antagonist in den Grauzonen der Moral verschwimmen und stellt die Frage, ob ein Batman nicht mehr vom Riddler hat, als ihm (und vielleicht auch dem Zuschauer) lieb sein kann.

Ob es nicht gar der Riddler ist, der mehr für die Verbrechensbekämpfung tut als Batman, der es zu Beginn des Films doch so sehr beteuert hatte. Diese Ambivalenz in den Figuren klappt vor allem auf Seiten des Bösewichts perfekt. Paul Dano (Little Miss Sunshine) ist grandios in der Rolle des Rätselstellers, lässt das Overacting eines Jim Carrey in Batman Forever vergessen und spielt Pattinson in den gemeinsamen Szenen glatt an die Wand. Die gleichzeitige Integration des unreflektierten Social-Media-Followertums; des Live-Postens von brutalen Taten ist ein nettes, wenngleich vielleicht nicht tief genug gehendes Detail, das als kleine Kritik an unserem Nutzungsverhalten auf solchen Plattformen und an den Umgang der Medien damit verstanden werden darf.

Catwoman in zivil

Herausragend ist auch die Kameraarbeit von Greig Fraser, der zuvor auch Dune 2021 in Szene gesetzt hatte. Auffallend ist hier nicht nur, welches Gespür er dafür hat, die düsteren Ecken von Gotham zu finden, sondern, dass viele Szenen ohne hektisches Schneiden auskommen. Sogar die Actionsegmente sind überraschend „ruhig“ gefilmt, wenn man es auf die eher statische Kamera bezieht, die nur selten selbst in Bewegung ist. Das gibt den Prügeleien erstaunlich viel Raum und lässt sie roher wirken. Aufgrund der Farbstimmung und der intendierten Dunkelheit trägt die Kamera einen großen Teil dazu bei, dass man sich wie in einem Noir-Krimi fühlt. Das Ausnutzen der Dunkelheit dient als erzählerisches Element, denn Batman ist der dunkle Rächer, er IST der Schatten. Er sucht seine Zuflucht in der Dunkelheit und taucht aus dieser hervor, um zuzuschlagen. Insofern ist Frasers und Reeves‘ Version nur konsequent.

Ebenso wie die Tatsache, dass keine Verfilmung (auch nicht jene von Nolan) derart ernst, schmutzig und grimmig daher kam. In The Batman gibt es drei Stunden lang keinen Anlass für Entspannung oder kurze Momente der Ironie; des Witzes. Der Film ist so düster, so von permanentem Dauerregen nach Finchers Se7en-Manier durchzogen, dass man mal die Frage stellen darf, wo hier noch die Comicvorlage zu erkennen ist. Oft wähnt man sich eher in einer erweiterten Welt von Frank Millers Sin City. Außerdem darf man sich fragen, ob man das 175 (arg lange) Minuten durchstehen möchte. Drei Stunden ohne einen (im wahrsten Sinne des Wortes) Lichtblick und mit Nirvanas mit Abstand deprimierendstem Song „Something in the Way“ als früh integriertem Soundtrack – man sollte schon in guter Grundverfassung sein und nicht gerade deprimiert, um sich The Batman anzuschauen. Denn auch das Erzähltempo ist sehr getragen und manche Szenen von Bruce Wayne wirken fast, als bewege er sich in Zeitlupe. Da es zudem nur wenige Actionszenen gibt (wenn man ehrlich ist, sind es zu wenige für einen Film dieser Art und mit dieser Laufzeit), wird Reeves‘ Film nicht jedem Batman-Fan gefallen.

Bildqualität (80%)

The Batman wurde digital fotografiert. Die Ausgangsauflösung von 4-6K wurde über ein 4K-DI finalisiert und für die UHD Blu-ray mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie den beiden HDR-Verfahren HDR10 und Dolby Vision gemastert. Wie verfahren wurde, um die Körnung und den Unschärfeeffekt zu erzielen? Kameramann Fraser erreichte diesen Look, indem er genauso arbeitete wie bei Dune. Das digitale Material wurde also auf Film ausbelichtet und dann erneut digitalisiert. Für den starken Unschärfeeffekt sorgten dann speziell für Fraser angefertigte anamorphische Objektive.

Einer der zwei Sonnenaufgänge und damit helleren Szenen hätte von der UHD-BD noch etwas mehr Dynamik vertragen

In der Praxis ist die UHD-BD gegenüber der Blu-ray durchweg die bessere Wahl – und das, obwohl sie noch einmal etwas dunkler gerät als die BD ohnehin schon. Dafür allerdings sind die Schwarzwerte knackiger und die leichte Grüntendenz der Blu-ray auf dunklen Bereichen ist passé. Die 4K-Disk ist im Braun kräftiger und zeigt auf den Zügen bei 31’53 schöne und griffige Texturen, nicht das Verwaschene der Blu-ray. Zwar kann sie das Banding der Blu-ray rund um strahlende Objekte nicht ganz ausmerzen, löst aber gerade bei 158’25 sichtbar besser auf und zeigt das nachträglich hinzugefügte Korn, wo die Blu-ray matschige Oberflächen hat.

Und das Black Crush bei 102’33 ist der UHD Blu-ray auch fremd. Gerade in puncto Auflösung, Encoding und Bildsouveränität wischt die 4K-Scheibe mit der Blu-ray den Boden auf. Hier ist die Blu-ray einfach zu schlecht und vielleicht auch mit drei Stunden Laufzeit und zwei Dolby-Atmos-Spuren etwas zu voll für eine höhere Datenrate. Explosionen zeigt die UHD Blu-ray etwas neutraler, weniger gelblich. Das wirkt erst einmal weniger farbig, insgesamt aber dynamischer.

Tonqualität (90%)

Warner macht’s wie angekündigt: Dolby Atmos fürs Deutsche und Englische von The Batman. Gute Unterstützung gibt’s direkt vom Tiefbass, der das Gewittergrollen bereits voluminös in Szene setzt und auch den kurzen Feuerstoß nach knapp sieben Minuten grollend wiedergibt. Das Gleiche gilt auch für Faustschläge des maskierten Rächers. Richtiggehend krass wird’s nach 28’30, wenn sich unser Protagonist erstmals in die Disko zum Pinguin begibt und die Beats aber mal derart wuchtig in den Bauch treten, dass es einem fast schwindelig wird.

Ähnlich dann die Explosion nach ziemlich genau 70 Minuten, die schon unanständig viel Pegel liefert. Sehr gut gelingt auch die generelle Räumlichkeit. Beispielsweise in den Szenen, in denen man das Röcheln des Riddlers hört oder auch die Stimmen, die Selina für Batman in der Disko übermittelt. Klasse sind die Außenszenen, in denen Helikopter den Himmel bevölkern und eine fantastische Atmosphäre erzeugen. Dialoge bleiben durchgängig hervorragend verständlich.

Wenn’s kracht, kracht es ordentlich

Wenden wir uns der Integration der Höhenspeaker zu, so gibt es direkt zu Beginn ein paar ganz leise Umgebungsgeräusche und Sounds beim Abnehmen des Objektivdeckels des Gewehrs. Nach fünf Minuten gewittert und regnet es dann hörbar aus den Heights. Kurze Zeit später donnert dann die Hochbahn über die Deckenspeaker und nach 7’45 hören wir den ersten Helikopter von oben. Dort verteilt er sich recht eindrücklich auf alle vier Speaker und verharrt nicht statisch. Nett auch die Geräusche des Motorrads nach 19 Minuten sowie (natürlich) der Fledermäuse kurz darauf. Deren Flattern hört man ebenso heraus wie das leise Zirpen.

Nach etwas über 27 Minuten knuspert und raspelt es dann von oben, weil der Regen authentisch auf das Blechdach prasselt. Ohnehin ist es immer wieder das Nass, das von oben herabregnet und stets korrekt eingefangen wird. Nie hört man den Regen einfach so fallen, sondern immer nur dann, wenn er auf etwas stößt. Atmosphärisch klingen die flackernden Lampen bei 52’00 und nach 60 Minuten gehen die Durchsagen des Lautsprechers sowie das Hüsteln atmosphärisch über die Heights. Keine fünf Minuten später donnert ein Hubschrauber dann sehr vehement über die Köpfe hinweg und verharrt dort noch für weitere Minuten ein wenig dumpf im Hintergrund, während vordergründig das Geschehen mit dem Riddler gezeigt wird.

Na, wer hätte ihn erkannt? Colin Farrell als Pinguin

Bei 73’30 gibt’s dann einen der deutlichsten 3D-Sounds, wenn sich unser Held mit seinem Seil in die Höhe ziehen lässt und im Anschluss im Batcape nach Gotham City Downtown segelt. Während der darauffolgenden Verfolgungsjagd zwischen dem Pinguin und Batman hört man immer wieder platschenden Regen oder auch mal das Signalhorn eines LKW. Beim Mehrfachüberschlag des Fahrzeugs nach 84 Minuten rappelt es dann richtig ordentlich im Karton.

Auch wenn es dann storybedingt eine Weile etwas ruhiger wird, gibt es dennoch immer wieder mal sehr feine und dedizierte 3D-Sounds. Beispielsweise das fetzige Schussgeräusch bei 122’16. Bei 145’10 gibt’s dann noch mal raspelnde Geräusche während der Explosion und die vereinzelten Schüsse, die nach 149 Minuten sensationell verhallen, sind wirklich klasse umgesetzt. Gut sieben Minuten später hört man dann noch mal typische Geräusche von entfesselter Elektrizität, die spratzelnd über die Heights kommen. Insgesamt wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, aber einige sehr sinnvolle und nette Sounds hat man hier schon auf die Heights gelegt.

  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (95%) 2D-Betrachtung
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (60%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch/Deutsch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (80%)

Um die Laufzeit des Films qualitativ gut rüberzubringen, wurde das Bonusmaterial löblicherweise komplett auf eine dritte Blu-ray-Disk ausgelagert. Dort finden sich neun Featurettes mit einer Laufzeit von 63 Minuten sowie ein Making-of mit 53 Minuten Spielzeit. Obendrauf gibt’s noch zwei entfernte Szenen. Die neun Featurettes klären unter anderem über die Verwandlung von Farrell in den Pinguin auf, zeigen die Arbeit am Batmobil oder die Realisierung der Wingsuit-Szene. Gerade die Arbeit an Farrells Make-up ist nicht weniger als sensationell und muss vielfach ausgezeichnet werden. Alle Extras sind selbstverständlich untertitelt.

Gesamtbewertung The Batman (82%)

Matt Reeves‘ Batman ist eher ein isoliert lebender Soziopath als ein moralisch integrer Superheld. The Batman ist düster, schwermütig, oft anstrengend und gut eine halbe Stunde zu lang. Dafür aber erlesen fotografiert, sensationell in Szene gesetzt und über weite Strecken sehr atmosphärisch. Actionfans werden zetern, dass es nur wenige echte Schauwerte gibt – wenngleich die Autoverfolgung zwischen Batman und Pinguin großartig ist. Pattinson ist besser als von vielen (einschließlich mir) befürchtet, weil man ihm die Rolle auf den jüngeren Leib geschrieben hat. Dennoch sind einige Szenen dabei, in denen er mimisch nicht überzeugt und sich zu sehr auf ein möglichst grimmiges Gesicht ohne große Regung verlässt. Paul Dano ist schauspielerisch von ganz anderer Güte und klaut ihm die Show. Aber das war zugegebenermaßen auch bei Bale/Ledger der Fall.

Visuell ist die UHD Blu-ray der BD vorzuziehen. Auch wenn sie etwas dunkler ist, vermeidet sie die Fehler der Blu-ray und spielt ihre größere Kapazität und das bessere Encoding voll aus. Der Atmos-Sound ist räumlich und dynamisch allererste Sahne. Dass „von oben“ nicht so viel kommt, ist thematisch begründet. Das, WAS von den Heights geliefert wird, überzeugt aber.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 02. Juni 2022 Review am: 07. Juni 2022
Erscheinungsjahr Film: 2021 Laufzeit: 132 Minuten
Filmstudio: Warner Home Video FSK: ab 16 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2,39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray

The Batman Trailer:

TEST: Spider-Man: No Way Home auf 4K Blu-ray – Klebriger Fanservice

1

Inhalt (90%)

Da geht ein Film nach dem anderen den Covid-19-Bach hinunter und bleibt (teils massiv) hinter den Erwartungen zurück. Da schmieren selbst die erfolgsverwöhnten Marvel-Studios mit Black Widow, Shang-Chi und Eternals überraschend deutlich ab – und dann kommt Spider-Man: No Way Home. Als hätte es nie eine weltweite Pandemie gegeben, startete er mit 253 Mio. Dollar Einspiel am ersten Wochenende und hielt sich überragend. So überragend, dass er der mittlerweile erst dritte Film ist, der in den USA die Schallmauer von 800 Mio. Dollar durchbrechen konnte. Weltweit stehen gar 1.8 Mrd. Dollar auf dem Konto – und das ohne einen Release in China. Respekt.

Dass es No Way Home überhaupt gab, ist indes (auch) den Fans zu verdanken. Denn als Kooperation zwischen Sony Pictures und Marvel Studios hat Spider-Man einen gewissen Sonderstatus. Die Verhandlungen über eine neuerliche gemeinsame Arbeit an einem dritten Film begannen zwar recht zügig nach Spider-Man: Far From Home, endeten jedoch in Uneinigkeit über Vertragsangelegenheiten. Sony hätte deshalb alleine weitergemacht und die Figur zum Mittelpunkt in Sony’s Spider-Man Universe gemacht. Weder Sony, noch Disney, noch Marvel hatten jedoch mit dem Fanprotest und Tom Hollands Engagement gerechnet. In Summe brachten diese zwei Faktoren die Studios wieder an einen gemeinsamen Tisch und führten zu einem neuen Deal. Das dürfte für eine große Vorfreude der weltweiten Fans gesorgt haben, die sich aber noch steigern ließ. Denn als durchsickerte, dass man Dr. Strange integrieren und ein Multiversum öffnen würde, wurden die Spekulationen immer wilder. Keiner konnte jedoch ahnen, dass die versammelten Mutmaßungen letztlich in die Tat umgesetzt wurden.

MJ hasst es

Und zwar mehr als gedacht. Denn neben den frühzeitig ins Spiel gebrachten Gegenspielern aus den Spider-Man-Filmen mit Tobey Maguire und Andrew Garfield wollten Fans gewisse Informationen gehört haben, dass auch Garfield und Maguire erneut in ihren Rollen zu sehen sein würden. Der im November 2021 veröffentlichte brasilianische Trailer heizte die Spekulationen erneut an, als man vermutete, dort sei einer der anderen Spideys herausretuschiert worden. Die Gerüchteküche sollte Recht behalten. Denn Spider-Man: No Way Home dürfte als Comicfilm mit dem größtmöglichen Fanservice in die Geschichte eingehen. Stellte sich lediglich die Frage, ob auch der erneut von Jon Watts inszenierte dritte Spider-Man mit Tom Holland mehr kann, als nur Fanservice.

Jon Watts lässt die Geschehnisse von No Way Home zunächst direkt an den Vorgänger anschließen und beginnt mit einem famosen Tempo. Die Flucht Peters und MJs vor dem Zugriff der gierigen Reporter und der Bevölkerung wirkt fast wie eine eigene Actionkampf-Szene. Selbst das Chaos in Tante Mays Wohnung wird noch äußerst rasant inszeniert, da die Kamera ständig in Bewegung und dabei flüssig im Ablauf ist. Und weil Tom Holland sich mittlerweile richtig gut in seine Rolle eingegroovt hat, geht’s dem Zuschauer ähnlich: Er fühlt sich wohl. Er sieht alte Bekannte und geschätzte (Film)Freunde. Die Chemie zwischen Holland, Zendaya, Jon Favreau und Tomei wird mit jedem Film besser und eigentlich möchte man gar nicht mehr, dass das aufhört. Erstaunlich genug, dass Sony und Marvel es geschafft haben, in der Kürze von 20 Jahren insgesamt acht Spider-Man-Filme mit drei unterschiedlichen Hauptdarstellern und Storylines zu realisieren, die allesamt vorzüglich funktionieren und unterhalten. Und das auch zusammen tun. Aber dazu gleich mehr.

Ein alter Bekannter taucht auf

Hier und da übertreibt es No Way Home bisweilen etwas mit dem albernen Humor. Es ist schwer anzunehmen, dass ausgerechnet der eher konservative und skeptische Dr. Strange so mir nichts, dir nichts den Zauber des Vergessens anwendet und ihn dann auch noch sechsmal abändert, weil der sprunghafte Peter ständig dazwischenfährt. Das entzaubert Strange in diesem Moment ein kleines bisschen. Glücklicherweise findet er danach zu seinen brummeligen Ton zurück und irgendwie musste man die Multiversum-Geschichte ja in Gang bringen. Und sobald Strange wieder der grantelige Zauberer sein darf, ist er in seinem Element. Die Szenen, in denen er und Peter sich um die Box kabbeln, sind nicht nur tricktechnisch allererste Sahne, sondern schlicht die besten Actionszenen des Films. Und Cumberbatch zeigt mehrfach, dass er die interessanteste, außergewöhnlichste und vielleicht coolste Figur des MCU spielen darf – die Vorfreude auf Doctor Strange 2 steigt.

Apropos Freude: Es gibt schon ein paar echt gute Gags, die mehr als nur zum Schmunzeln anregen. Wenn MJ voller Misstrauen dem Peter Parker aus dem Multiversum begegnet und ihn mit Brot beschmeißt, beweisen sowohl Zendaya als auch Garfield großartiges komödiantisches Talent. Und dennoch hat der Film seine stärksten Momente, wenn das Spider-Man-Trio unter Schmerzen feststellt, dass von einem bestimmten Moment jeder der drei seine Unschuld auf seine Art und Weise verloren hat. Das Thema „aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ wird erneut aufgenommen und die Ereignisse sorgen rund zehn Minuten für einen dicken Kloß im Hals. Als humoristischen Gegenpart gibt’s dann Rückenbeschwerden und Psychosomatiken unter Spinnen-Helden, was wirklich witzig ist. Die Vereinigung der drei Spider-Man-Charaktere ist, ohne Übertreibung, der ganz große Griff. Fanservice? Ja, sicher. Aber eben auch wirklich emotionales Blockbuster-Kino. Und, ganz ehrlich: Es wird schwer, in einem möglichen vierten Teil oder einer neuen Trilogie mit (oder ohne) Holland nur noch einen Spider-Man bewundern zu dürfen.

Bildqualität (80%)

Spider-Man: No Way Home wurde digital aufgenommen. Zum Einsatz kamen die ARRI Alexa LF sowie die Mini LF, die beide fürs IMAX-Format zertifiziert sind. Für die Heimkino-Auswertung verzichtete man jedoch auf Formatwechsel und bleibt im Breitbildformat von 2,39:1. Die UHD Blu-ray basiert leider nicht auf einem 4K DI – trotz der 4.5K-Basisauflösung. Das Digital Intermediate wurde auf 2K gesetzt und für die UHD-BD wurde wieder hochskaliert. Obendrauf gab’s immerhin HDR10 und Dolby Vision als Kontrastdynamik-Formate – natürlich im Verbund mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Und Letzterer kommt immer dann wirklich klasse zur Geltung, wenn der rote Spider-Man-Anzug bei Tageslicht zu sehen ist. Das ist schon deutlich satter Rot im Vergleich zur Blu-ray. Auch andere Farben profitieren, wenngleich der Film gerade im späteren Verlauf viel Zeit bei Dunkelheit verbringt und die UHD-BD insgesamt noch dunkler erscheint. Hauttöne gelingen etwas neutraler und braunbetonter, bzw. etwas vom Gelbanteil befreit.

Die UHD-BD lässt Spideys rotes Kostüm kraftvoller wirken

Dezente Überstrahlungen der Blu-ray vermeidet die UHD-BD und zeigt bspw. das Muster im Fenster der Tür bei 37’21 deutlicher. Spitzlichter hätten allerdings noch kräftiger ausfallen dürfen, da sich die HDR-Scheibe hier nur bedingt von der SDR-Disk absetzen kann. Dolby Vision ist in Farben und Kontrasten noch mal etwas kräftiger, ohne sich entscheidende Vorteile gegenüber HDR10 herauszuarbeiten. Bei der Auflösung lässt sich aufgrund des 2K-DI zwar nicht sagen, dass hier Welten zwischen BD und UHD-BD liegen, aber bedingt durch das bessere Encoding und die scheinbar etwas geringere Filterung, werden Feinheiten in Totalen wie bei 2’23 deutlicher gezeigt. Teilweise offenbart hier nur die UHD-BD mehrere Stahlseile, die über die BD zu einem Ganzen verschmelzen. Insgesamt das bessere, aber auch etwas dunklere Bild.

Tonqualität (75%)

Spider-Man: No Way Home bietet DTS-HD-Master fürs Deutsche. Erst einmal gute Voraussetzungen für ein schönes und dynamisches Soundvergnügen. Und eine erste Kostprobe gibt es nach 2’40, wenn die U-Bahn knapp an Peter und MJ vorbeirauscht. Das donnert schon mal ganz gut. Klasse auch der Sound der schweren Türen des Anwesens von Steven Strange sowie die leicht verhallte Atmosphäre im Inneren. Wenn der Zauber dann eskaliert, bekommt das Heimkino die volle Breitseite an Surroundeffekten und Tiefbass. Auch wenn es durchaus noch etwas kräftiger zupacken dürfte. Was wiederum nicht bedeutet, dass es hier nicht zackig zugeht. Wenn Octavius erstmalig auftritt und seine Metallarme den Asphalt umgraben, ist das satt anzuhören. Dazu wirbelt Peters Stimme im Zweikampf über sämtliche Speaker und wenn Osborns erste Granaten explodieren, gibt’s noch ein bisschen mehr Bass.

Richtig fetzig wird’s dann, wenn Electro seine Energieblitze schickt, die wirklich dynamisch einschlagen und eine Menge Tiefenbass erzeugen. Allerdings hätte gerade den großen Auseinandersetzungen zwischen den Spideys und ihren Widersachern mehr Differenzierung gutgetan. Denn während der Actionszenen fehlt es dann doch deutlich an Differenzierung. Die Surroundkulisse ist wunderbar präsent und Tiefenbass gibt’s auch. Aber im Frequenzbereich oberhalb der ganz tiefen Frequenzen bleibt es zu breiig und unklar.

Auch die Attacken vom Green Goblin hätten etwas mehr Dynamik vertragen

Typisch für Sony-Outputs: Der deutsche Ton bleibt bei DTS HD-Master, während es fürs Englische ein Upgrade auf Dolby Atmos gibt. Spannend ist nun, ob die Atmos-Kulisse etwas mehr Differenzierung bietet als die DTS-HD-MA-Version der Blu-ray. Nun, zumindest hat sie etwas mehr Dynamik und auch Geräusche, die über die reguläre DTS-HD-Master-Fassung nicht in dieser Weise vorhanden sind. So rotieren beispielsweise die magischen Kreise von Strange bei 24’40 hörbar vehementer und nehmen den Zuschauer viel mehr in die Mitte als über die reguläre DTS-HD-MA-Kulisse. Während des finalen Kampfes der drei Spider-Men mit ihren Widersachern klingt das Geschehen durchaus etwas präsenter und auch homogener. Es wirkt nicht mehr ganz so undifferenziert. Entsprechend ist für O-Ton-Hörer die Atmos-Version auf der regulären Ebene die bessere Wahl. Wie sieht es mit der Höhen-Ebene aus?

Nun, die bekommt direkt mal das klasse Organ von J.K. Simmons als Daily-Bugle-Chef. Außerdem gesellen sich Windgeräusche hinzu und hier und da auch das Abfeuern des Spinnenfadens. Die U-Bahn hätte man allerdings deutlicher nach oben mixen dürfen – immerhin fährt sie mitten durch die Kamera hindurch. Erstmalig richtig aktiv werden die Höhen-Speaker dann erwartbar während der ausgedehnten Beschwörungsformeln von Dr. Strange, um die Erinnerungen an Peter zu löschen. Der oben angesprochene Moment, in dem die magischen Kreise rotieren, wird hier ebenfalls sehr dynamisch von oben wiedergegeben – was wiederum zeigt, dass man diese Sounds nicht gleichermaßen gut in die DTS-HD-Masterspur runterskaliert hat. Die nächsten Töne geben die Höhenkanäle von sich, wenn die Helis bei Minute 27 über dem verstopften Highway kreisen. Das tun sie auch später während es Kampfes mit Octavius noch weiter.

Die englische Atmos-Spur ist detaillierter und in der Dynamik ausgewogener

Wenn Max Dillon dann so richtig losfeuert, bekommen die Höhen-Speaker richtig gut und auch richtig dynamisch zu tun. Das klingt auch in der vollen Soundumgebung im 5.1.4-Setup viel kräftiger als im regulären 5.1-DTS-HD-Master. Wenn Spider-Man und Strange sich durch die geometrischen Verwerfungen fighten, setzt es zahlreiche, teils sehr fetzige 3D-Sounds – sicherlich eine der aktivsten Szenen in Sachen Höhen-Effekte. Auch die Spider-Vision bekommt natürlich 3D-Sounds und im finalen Kampf ist es dann selten mal still von oben. Zwischen Elektros Blitzgeräuschen, dem gegenwärtigen Score, und unter Spannung sich kräuselnder Stahlseile und Sandmans Stimme bleibt kaum noch Platz für Leerlauf. Hier und da hätten die Sounds noch etwas direktionaler und präziser sein dürfen, aber in ihrer Fülle überzeugen sie. Richtig fetzig sind dann noch mal die Risse im Multiversum, die sich nach knapp 116 Minuten offenbaren.

  • Deutsch: DTS HD-MASTER (75%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Das Bonusmaterial, das direkt nach dem Ende der Blu-ray von selbst zu laufen beginnt, startet mit den Outtakes, geht mit dem Featurette über die Action-Choreografie weiter, die eine ganze Menge Wire-Work zeigt. In „Spider-Journey“ wird noch einmal aufgearbeitet, welche Reise Tom Holland in seinen sieben Jahren als Spider-Man durchgemacht hat. Im nächsten Featurette treffen wir dann noch mal auf alle drei Spider-Man-Darsteller und bekommen ein paar wirklich bewegende Eindrücke – ebenso wie witzige Anekdoten über die krassen Geheimhaltungsmaßnahmen. In „Graduating“ geht’s dann um die Nebenfiguren MJ, Ned und Flash. Ein weiteres Featurette kümmert sich dann um Doctor Strange und das nächste um Regisseur Jon Watts. „Easter-Egg-Hunt“ offenbart einige der Querverweise der verschiedenen Spider-Man-Filme. Noch ein Featurette kümmert sich um die altbekannten Antagonisten und „A Meeting“ führt die drei Spider-Man-Darsteller in einem gemeinsamen Interview zusammen. Das Gleiche gibt’s dann noch mal mit den drei Haupt-Bösewichtern. Ein paar Daily-Bugle-Trailer, ein Lügendetektor-Test mit Holland und Batalon sowie ein paar kürzere Snippets beschließen das Material.

Gesamtbewertung Spider-Man: No Way Home  (82%)

Spider-Man: No Way Home beschließt die erste Trilogie mit Tom Holland in der Hauptrolle des Titelhelden. Und das mit einem fulminanten Film, der über seine komplette Laufzeit hinweg blendend unterhält. Man kann ihm Fanservice unterstellen, aber das in einem Maße, dass selbst die Antagonisten mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit bekommen als in den jeweiligen Erstlingsfilmen, in denen sie Tobey Maguire oder Andrew Garfield gegenüberstanden. Das ist nicht einfach ein „Best-of“ von acht Filmen, sondern eine Erweiterung des Spidey-Universums, das kaum Wünsche offen lässt – inkl. einem konsequenten Ende.

Ach ja: Und schon wieder schafft ein Spider-Man-Film, was einem George Lucas nicht gelang: Das Erzählen einer Love-Story, die zu Herzen geht, wenn schwierige Entscheidungen getroffen werden (müssen). Der DTS-HD-Master-Sound ist dynamisch, sehr effekt- und druckvoll. Die englische Atmos-Fassung macht es etwas besser und liefert zahlreiche 3D-Sounds. Das Bild der UHD-BD ist jenem der Blu-ray überlegen, wenngleich nicht meilenweit.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 12. April 2022 Review am: 04. Juni 2022
Erscheinungsjahr Film: 2021 Laufzeit: 148 Minuten
Filmstudio: Sony Pictures FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.39:1 / 16:9 Tonspur:
DTS HD-MASTER 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2021 COLUMBIA PICTURES INDUSTRIES, INC. AND MARVEL CHARACTERS, INC. ALL RIGHTS RESERVED. MARVEL AND ALL RELATED CHARACTER NAMES: © & ™ 2022 MARVEL.)

Spider-Man: No Way Home Trailer:

Top 10: Die beliebtesten Filme und Serien der Woche auf Prime Video (+ Neuheiten)

0

Amazon Prime Video gibt seine Film- und Serien-Highlights der Woche bekannt! Diese 10 Formate kommen bei den Zuschauern so richtig gut an + Details und First Looks zu neuen Prime Produktionen.

Man möchte meinen, in den Top10 auf Prime Video findet man nur Hollywood-Blockbuster und absolute Serien-Größen wieder. Doch weit gefehlt. Die Prime-Community hält sich lieber brav an die kostenlosen Inhalte. So finden auch einige Klassiker ihren Weg in die Bestenlisten, zumindest bei den Filmen. „Leathal Weapon 1 und 2″ sind z.b. hoch im Kurs. Während die DC-Comic-Verfilmung „Wonder Woman 1984″ wohl seit mehreren Wochen sich den ersten Platz sichert. „Verführung – Spiel mit dem Feuer“ ist auf dem 2. Platz. Habe von dem Film und den Schauspielern noch nie etwas gehört. „Thunderbird“ und „Der Anruf“ sind mir ebenfalls gänzlich unbekannt. Gut, dass Amazon uns so einen Insight liefert, so entdeckt man vielleicht den ein oder anderen Film, der einen begeistert.

Top 10 Filme auf Prime Video (Deutschland)

*Ein Klick auf das Cover oder den Titel bringt euch direkt zum entsprechenden Angebot auf Prime Video.

Bei den Serien überrascht es derweil nicht, dass vor allem die Prime Eigenproduktionen in der Gunst der Zuschauer sehr hoch liegen. Die neue Staffel von „The Boys“ katapultiert die Serie an die Spitze und die mittlerweile 3. Staffel von „LOL – Last one Laughing“ gleich dahinter. LOL als Format funktioniert meiner Meinung nach sehr gut, die 3. Staffel bekommt durch den plötzlichen Tod von Mirco Nontschew neben der Comedy noch eine zusätzliche emotionale Note verpasst. Die neue Serie „Night Sky“ oder die zweite Staffel zu „EVIL“ verhelfen den Formaten zu einer soliden Platzierung in den Top 10. Als einziger „fremder“ Titel schafft es „The Big Bang Theory“ auf den 10 Platz. Das Format ist aber auch einfach nicht totzukriegen.

Top 10 Serien auf Prime Video (Deutschland)

*Ein Klick auf das Cover oder den Titel bringt euch direkt zum entsprechenden Angebot auf Prime Video.

Paper Girls ab 29. Juli auf Prime Video
Paper Girls ab 29. Juli auf Prime Video (Bild: Amazon Prime Video)

Dann gibt es noch ein paar Neuheiten, zu denen uns Prime Video erste oder ausführliche Details nennt. „Paper Girls“ (Start: 29. Juli)  schleudert vier Zeitungsmädchen in die Zukunft, wo sie zwischen verfeindeten Zeitreisenden ins Kreuzfeuer geraten. Klingt kompliziert, die ersten Bilder versprühen einen Charme wie die Netflix-Serie „Stranger Things“.

My Policeman mit Harry Styles in der Hauptrolle
My Policeman mit Harry Styles in der Hauptrolle || Bild: Amazon Prime Video

Der Prime-Orignalfilm „My Policeman“ erscheint am 4. November und erzählt von der „anmutigen Geschichte über verbotene Liebe und sich verändernde, gesellschaftlichen Konventionen“. Mal sehen wie sich der Film mit Polizist Tom (Harry Styles), Lehrerin Marion (Emma Corrin) und Museumskurrator Patrick (David Dawson) schlägt.

The Flight Attendant - Staffel 2 mit Kaley Couco (The Big Bang Theory) wurde bestätigt
The Flight Attendant – Staffel 2 mit Kaley Couco (The Big Bang Theory) wurde bestätigt

Die zweite Staffel von „The Flight Attendant“ startet am 29. Juli 2022. Im Comedy-Thriller ist Kaley Couco als Flugbereiterin Cassie Bowden zu sehen. Das Format kam bei den Zuschauern wohl so gut an, dass die Fortsetzung der Serie wohl ein No-Brainer war.

Reality-TV mit Cringe-Faktor darf auch nicht fehlen! The One That Got Away wird von Sängerin Betty Who moderiert und folgt Singles auf der Suche nach ihren Seelenverwandten. Dabei konzentriert man sich wohl auf Bekanntschaften und Beziehungen aus der Vergangenheit. Drama vorprogrammiert.

Zuletzt hätten wir noch die 2. Staffel von „The Summer I Turned Pretty“ welche am 17. Juni 2022 startet. Die Young-Adult-Serie erzählt ein Mehr-Generationen-Drama um eine Dreiecksbeziehung zwischen einem Mädchen und zwei Brüdern.

Windows 11: Korrekte HDR-Einstellungen und „Auto-HDR-Modus“ für Games

Windows 11 unterstützt nicht nur HDR (High Dynamic Range), sondern bietet auch viel mehr Einstellungsmöglichkeiten um die SDR und HDR-Darstellung bei Videos, Spielen oder dem Desktop zu verbessern. 

Mit dem Start von Windows 11 kommen immer mehr Details zum neuen Betriebssystem ans Licht, unter anderem zu den HDR-Features und erweiterten Einstellungsmöglichkeiten für High Dynamic Range. Um eine HDR-Wiedergabe unter Windows 11 nutzen zu können, benötigt ihr entsprechende PC-Hardware (die Grafikkarte muss HDR 10-bit ausgeben können) sowie einen kompatiblen Monitor oder Fernseher, den ihr als Desktop nutzt. Der HDR-Modus wird in den Bildeinstellungen (Rechtsklick auf den Desktop) über einen einfachen An/Aus-Schalter aktiviert, genau wie bei Windows 10.

Windows 11: HDR-Desktop sieht endlich gut aus!

Wer HDR unter Windows 11 aktiviert, erkennt sofort, dass die Implementierung auf der Desktop-Ebene viel besser funktioniert. Es gibt keine merklichen Verschiebungen bei der Maximalhelligkeit oder der Farbwiedergabe. Alles sieht optimal aus. Der Grund, wieso die Darstellung unter Windows 10 in HDR auf dem Desktop etwas befremdlich wirkte, ist, dass das System ein SDR-Signal in einen HDR-Container gepackt und wiedergegeben hat. Dies ist unter Windows 11 anscheinend nicht mehr der Fall. Hier hat Microsoft also ganze Arbeit geleistet.

„Auto HDR-Modus“ für Games

Zudem bietet das System dem Nutzer noch viel mehr Einstellungsmöglichkeiten um die Bilddarstellung in SDR und HDR zu verbessern. So können die Einstellungen für verschiedene mit dem Windows-PC verbundenen Displays separat eingestellt und abgespeichert werden. Ein „Auto-HDR Modus“ optimiert darüber hinaus die Wiedergabe von Spielen die nur in SDR wiedergegeben werden. Ein HDR-Upscaling sozusagen, ähnlich wie es bei der Xbox Series X, 4K Blu-ray-Playern oder diversen 4K Projektoren zum Einsatz kommt.

SDR und HDR-Darstellung optimieren

Hier könnt ihr die maximale Helligkeit für SDR und HDR-Wiedergabe optimieren/angleichen
Hier könnt ihr die maximale Helligkeit für SDR und HDR-Wiedergabe optimieren/angleichen

HDR-Videos, egal ob über einen Browser oder einen Mediaplayer wiedergegeben, können wahlweise mit erweitertem Dynamikumfang oder in SDR dargestellt werden. Für diese Einstellung gibt es ebenfalls einen einfachen Schieberegler. Die Wiedergabe von Videos wird somit von der Darstellung des Desktops, Programmen und Spielen entkoppelt, was nicht unpraktisch ist. Eine weitere Addition innerhalb der HDR-Einstellungen bringen die Schieberegler für Content-Helligkeit mit sich. Nutzern ist es möglich die maximale Helligkeit für SDR und HDR-Darstellungen mittels Vorschaubildern zu optimieren. So sollen keine Details in den dunklen Bildbereichen und Spitzenlichtern verloren gehen. Ist die HDR-Ausgabe nicht aktiviert, werden auch keine Vorschaubilder und Schieberegler angezeigt. So wird verhindert, dass Fehleinstellungen die spätere HDR-Darstellung negativ beeinflussen.

Fazit

Es dürfte vielen bekannt sein, dass der PC eine der beliebtesten Gaming-Plattformen darstellt. Aber nicht nur das, auch Filme und Serien werden bereits über kompatible Monitore und Fernseher wiedergegeben. Wir begrüßen die ausgeweiteten HDR-Einstellungen sehr und sind auch extrem auf den „Auto-HDR-Modus“ gespannt, der Spielen, die eigentlich keine HDR-Funktion besitzen, einen ganz neuen Look verpassen. Als Letztes wäre noch die HDR-Integration auf der Desktop-Oberfläche zu erwähnen. Diese eignet sich vielleicht nicht für alle Inhalte und Programme, wird aber endlich sauber innerhalb eines HDR10-Containers ausgeliefert. Allein diese Features machen Windows 11 für uns zu einem erstrebenswerten Upgrade!

ARD und ZDF führen erfolgreich Tonspur für „Klare Sprache“ ein

Die ARD, das ZDF und weitere öffentlich-rechtliche Sender haben „Klare Sprache“ eingeführt. Laut den Verantwortlichen komme die alternative Tonspur gut an.

Vorsicht Verwechslungsgefahr: „Klare Sprache“ hat nichts mit „Leichte Sprache“ oder „Einfache Sprache zu tun. Die beiden zuletzt genannten Begriffe bezeichnen möglichst simpel und unmissverständliche Sprache. Beispielsweise bieten manche Behörden ihre Websites oder Formulare auch in jenen Formaten an. Adressaten sind da Nicht-Muttersprachler oder auch Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen.

„Klare Sprache“ hat damit jedoch nichts gemeinsam. Vielmehr übertragen ARD und ZDF seit dem 1. Juni eine alternative, sprachoptimierte Tonspur mit verbesserter Sprachverständlichkeit. Dies ist ein optionales Angebot zur Standard-Stereo-Tonspur. Durch die spezielle, technische Aufbereitungen werden Hintergrundgeräusche und Musik leiser abgemischt, während Dialoge hervorgehoben werden.

„Klare Sprache“ ist bundesweit im Programm Das Erste sowie in den regionalen Fernsehprogrammen des Westdeutschen Rundfunk (WDR), des Norddeutschen Rundfunk (NDR) und des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) verfügbar. Zum 1. September kommen weitere Dritte Programme der ARD hinzu. Die Einführung von „Klare Sprache“ in den Gemeinschaftsprogrammen sowie in den kooperierten Programmen im Herbst 2022 wird geprüft.

Für 4K/UHD-Sender sehen ARD und ZDF keinen Bedarf
„Klare Sprache“ bedient die Zielgruppe der ARD

Laut den Verantwortlichen habe man bisher viele positive Rückmeldungen erhalten. Das ist natürlich naheliegend: Der Altersschnitt der Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist hoch und bei älteren Menschen gibt es deutlich mehr Hörschäden als bei jüngeren Zuschauern bzw. Zuhörern. Somit passt die „Klare Sprache“ gut zur Zielgruppe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, was wir hier wirklich positiv meinen.

„Klare Sprache“ lässt sich leicht aktivieren

Die Zuschauer können „Klare Sprache“ über die Fernbedienung ihres Fernsehgerätes im Audiomenü auswählen. Die gewünschte Audiospur kann darüber hinaus auch über die Einstellungen in der HbbTV-Startleiste der ARD aktiviert werden. Das Signal mit der zusätzlichen Tonspur für „Klare Sprache“ wird in den HD-Programmen über Satellit und teilweise über DVB-T2 HD ausgestrahlt.

Das Erste sowie die Fernsehprogramme des WDR, NDR und rbb bieten die sprachoptimierte Tonspur ebenfalls im Web-Livestream an. Für alle Zuschauer, die über Kabel oder IP-Plattformanbieter fernsehen, kann das Angebot – je nach Entscheidung des jeweiligen Anbieters – verfügbar gemacht werden. Einige Kabelnetzbetreiber senden die Tonspur „Klare Sprache“, sodass teilweise auch Kabelkunden das Angebot nutzen können.

Auro Technologies meldet Insolvenz an: Wie geht es mit Auro-3D weiter?

Auro Technologies aus Belgien hat „vorsorglich“ Insolvenz angemeldet. Wie geht es weiter mit dem Soundformat Auro-3D, welches eigentlich als Konkurrenzformat zu Dolby Atmos und DTS:X durchstarten sollte?

Auro-3D haben viele sicherlich schon einmal „gehört“. Entweder mit einem eigens dafür optimierten Lautsprecher-Setup, oder schriftlich als Features aufgeführt, z.B. für einen AV-Receiver. Wie dem auch sei, das Audioformat hat in den letzten Jahren gegen die etablierten Konkurrenzformate von Dolby und DTS einfach keinen Boden gutmachen können und so kam, was kommen musste. Gründer und Vorstandsvorsitzender von Auro Technologies, Wilfried van Baelen, musste für sein Unternehmen Insolvenz anmelden. Verhandlungen mit Kaufinteressenten verliefen wohl nicht so gut, weshalb man sich letztlich auch für diesen Schritt entschied.

Aus dieser Asche soll nun der „Phoenix“ (Auro-3D) wieder aufsteigen, so gibt es van Baelen jedenfalls gegenüber dem Magazin c’t an. Man sieht in diesem Umstand Chancen, aber auch Herausforderungen, um das Unternehmen neu zu strukturieren. Fest steht, die Audiotechnologie und die Mitarbeiter des Unternehmens sollen als ganzes erhalten bleiben. Einen Verkauf einzelner Segmente, z.B. nur Auro-3D, kann sich van Baelen nicht vorstellen.

Auro-3D fehlt der „Content für die Massen“

Auro 3D Simulation
Auro-3D funktioniert im Prinzip wie andere 3D Soundformate, nur Kanal- statt Objekt-basiert.

Realistisch gesehen fehlt es Auro-3D eigentlich an allem. Es gibt zu wenig unterstützte Geräte (AV-Receiver, Soundbars, Audiosysteme usw.) und viele Hersteller möchten auch keine Lizenzgebühren für Auro-3D ausgeben, wenn es vom Kunden sowieso in den wenigsten Fällen genutzt wird. Zudem stehen viel zu wenig Inhalte mit einer Abmischung in Auro-3D zur Verfügung. Blockbuster-Titel setzten seit Jahren auf Dolby Atmos und DTS:X, wenn es um die Umsetzung mit immersiven 3D-Sound gibt.

Laut Vorstandsvorsitzenden von Auro Technologies, soll die Corona-Pandemie, der bis heute bestehende Chipmangel und ins Stocken geratene Entwicklungen Richtung Soundbars und AV-Receiver, für die Probleme verantwortlich sein. Klingt für den ein oder anderen Nutzer vielleicht eher wie Ausflüchte. Auro-3D zeigt sich vielleicht durch seinen Kanal-basierten Ansatz (bei Dolby Atmos und DTS:X werden Soundobjekte im dreidimensionalen Raum platziert) auch nicht sonderlich flexibel, wenn es um die Gestaltung eines Heimkinos geht. Da hilft auch der zusätzliche „Voice of God“-Lautsprecher direkt über den Zuschauern nichts.

Auromatic Upmixer

Der kreisbasierte Aufbau eines Auro 3D-Setup mit unterschiedlicher Kanal-Anzahl
Der kreisbasierte Aufbau eines Auro 3D-Setup mit unterschiedlicher Kanal-Anzahl

Eine Audiotechnologie, die über die letzten Jahre immer wieder nur sporadisch in Erscheinung getreten ist, verspricht am Ende einfach keinen Erfolg. Echtes Potenzial hatte laut unserer Auffassung der Auromatic Upmixer. Dieser lieferte zum Teil großartige Ergebnisse und lieferte überzeugende Höheneffekte, selbst wenn nur ein Surround-Sound-Format als Quelle vorlag. Wir werden sehen, wie es mit Auro-3D weitergeht. Aber ohne Unterstützung im Bereich Content kann das ja fast nichts werden.

HEAT mit Robert De Niro und Al Pacino erscheit endlich auf Ultra HD Blu-ray!

2

Disney hat nach unzähligen Verschiebungen die Ultra HD Blu-ray von HEAT endlich für den deutschen Markt bestätigt. Der Klassiker erscheint am 18. August 2022 als 4K Amaray/Keep-Case.

HEAT war bereits mehrere Monate vorbestellbar, bis Onlinehändler den Titel wieder aus ihrem Sortiment genommen haben. Nun ist es aber wirklich soweit, wie Disney über ihre Content-Webseite kommunizieren. Am 18. August 2022 erscheint die restaurierte Fassung mit 4K Scan, HDR10, DTS Digital 5.1 (Englisch DTS-HD MA 5.1) in der Directors Definitive Edition (170 Minuten). Wie so oft fehlt auf der Disc Dolby Vision HDR, was wir von Veröffentlichungen von Disney bereits gewohnt sind. Ebenso ist die deutsche Synchronisierung erneut benachteiligt gegenüber dem englischen Originalton. Wir freuen uns trotzdem auf HEAT!