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iTunes: 24 Ultra HD Filme mit HDR (Dolby Vision) für je nur 3.99 Euro kaufen

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4K Filme müssen nicht teuer ein. Das beweist die jüngst gestartete Verkaufsaktion im iTunes Store mit 24 Ultra HD Filmen mit HDR (Dolby Vision) zu je nur 3.99 Euro. Zeit die digitale Filmsammlung aufzuwerten!

Bei diesem Angebot müsst ihr euch eigentlich nur überlegen, welche Titel ihr kaufen wollt. Apple senkt den Preis für ausgewählte 4K/HDR Filme auf 3.99 Euro. Rechnen wir einmal nach, bekommen wir für den Preis eines 4K Blu-ray Steelbooks um die 8 bis 10 Filme innerhalb der Aktion. Die erweiterte Auswahl der Aktion stimmt ebenfalls. Blockbuster wie Deadpool 1+2, Hangover 3, King Kong, The Hulk, Batman & Robin oder Paddington 2 für die Kids sind im Angebot enthalten:

Deadpool (4K/HDR)
Deadpool 2 (4K/HDR)
Kingsman: The Secret Service (4K/HDR)
Kingsman: The Golden Circle (4K/HDR
Plötzlich Familie (4K/Dolby Vision)
Hangover 3 (4K/Dolby Vision)
Geostorm (4K/Dolby Vision)
Crazy Rich (4K/Dolby Vision)
Paddington 2 (4K/Dolby Vision)
Pitch Perfect 3 (4K/HDR)
Downsizing (4K/Dolby Vision)
Mamma Mia! (4K/HDR)cra
Breaking In (4K/HDR)
Victoria & Abdul (4K/Dolby Vision)
Daddy’s Home 2 (4K/Dolby Vision)
The Disaster Artist (4K/Dolby Vision)
King Kong (4K/HDR)
Snow White And The Huntsman (4K/HDR)
Annabelle 2 (4K/Dolby Vision)
Der seidene Faden (4K/HDR)
Batman & Robin (4K/Dolby Vision)
Die Wahlkämpferin (4K/Dolby Vision)
Suspiria (4K/HDR)
The Hulk (4K/HDR)
Wonder Woman – Animationsfilm (4K/Dolby Vision)
Keanu (4K/Dolby Vision)

Die Filme können auf allen iOS Geräten und diversen Smart TVs von Samsung und Sony (bald auch LG Electronics) wiedergegeben werden. Auf den Smart TVs werden die Inhalte lediglich in 4K/HDR10 wiedergegeben. Wer die bestmögliche Darstellung mit 4K und Dolby Vision möchte, muss/darf sich einen Apple TV 4K anschaffen. In unseren Augen keinen schlechter Media-Player, der Framerate und Dynamikumfang automatisch anpasst (wenn eingestellt). Lediglich das geschlossene System macht uns etwas zu schaffen.

Mehr Filme in 4K Qualität auf iTunes findest du in unserer iTunes Übersicht!

DAZN: Aussetzer und schlechte Bildqualität beim BVB-Spiel

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Sportstreaming-Anbieter DAZN hat sich bei der Übertragung der Championsleague-Begegnung zwischen dem BVB und Inter Mailand nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ein gutes Beispiel für die Schattenseiten des Streamings. 

Nach einem langen Arbeitstag mit ein paar Snacks und einem Bier gemütlich vor den Fernseher setzen. Und das schönste: heute Abend spielt Borussia Dortmund gegen Inter Mailand! Genau so lief das Szenario gestern sicherlich in einigen deutschen Haushalten ab. Doch für viele Fans kam auch bald die Ernüchterung. In kürzester Zeit häuften sich die Beschwerden über den Live-Stream von DAZN. Auf Facebook und Twitter machtern sich betroffene Luft und hofften auf eine schnelle Lösung durch den Support. Hier ein paar Auszüge:

@paulos7490 schrieb: Moin! Bei mir ist immer wieder kurzzeitig der Ton weg, woran kann das liegen?

@dkukula84 schrieb: Hallo Dazn support. Habt ihr Probleme mit dem stream? Ich hab nur ruckeln und keinen Ton

@SonntagBirka schrieb: Wie kann es sein, dass wir so viel Geld bezahlen und das Bild so schlecht ist. Es flackert oder ist verzerrt, das man Kopfschmerzen bekommt.

Schlechter Videostream und Tonaussetzer

Viele Nutzer beschwerten sich über die Qualität des Videostreams. Uns ist natürlich klar, dass sich bei einem so großen Fußball-Ereignis immer Kunden melden, die Probleme mit ihrem Videostream oder ihrer Hardware haben. Da in kürzester Zeit so extrem viele Anfragen bei DAZN eingegangen sind, können wir jedoch davon ausgehen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Neben der schlechten Videoqualität wird auch von Aussetzern der Tonspur berichtet. Als Abonnent ist es wirklich unschön, wenn der Twitter-Support einen mit solchen Sätzen abgespeist:

Ein Bild-Problem ist aktuell nicht bekannt. Oft hilft es schon, das betroffene Gerät mal neu zu starten. Sofern das wider Erwarten nicht klappt, helfen gern unsere Kollegen vom Support: https://t.co/iip4AIVY0X. (MN)

— DAZN HELP DE (@DAZN_DE_Help) November 5, 2019

Der Lösungsansatz mit dem Neustart des Gerätes hat in diesem speziellen Fall geholfen, viele andere haben nach einem Neustart trotz guter Internetverbindung immer noch ein schlechtes Bild. Die Tonsaussetzer sollen zudem nur in Kombination mit einer Apple-Hardware aufgetreten sein. DAZN bittet darum kurzfristig auf ein „Nicht-Apple-Gerät“ umzusteigen, falls möglich.

Werbung lief ohne Probleme

Ein Indiz, dass es zum Teil wirklich am eingespeisten Live-Stream von DAZN liegt, liefern die Werbeeinblendungen. Diese werden bei vielen Nutzern ohne Ruckeln und in ausreichender Qualität wiedergegeben, das Fußballspiels dagegen präsentiert sich wie eine schlechte VHS-Aufzeichnung.

Dieses Beispiel zeigt erneut, dass Streaming den klassischen Übertragungstechnologien Kabel, Satellit und Antenne in Bezug auf Stabilität und Verfügbarkeit noch nicht das Wasser reichen kann.

Optoma UHD380X: Neuer 4K-Beamer mit HDR und 3D-Unterstützung

Der Hersteller Optoma hat seinen neuen 4K-Projektor UHD380X vorgestellt. Es handelt sich dabei um den direkten Nachfolger des 370X. Mit an Bord ist HDR- und auch 3D-Unterstützung.

Wer die technischen Daten mustert, wird rasch feststellen, dass sie sich im Grunde nicht vom Optoma UHD52ALV unterscheiden, über den wir vor einer Woche berichtet haben. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt offenbar darin, dass der UHD52ALV auch die Sprachsteuerung via Amazon Alexa unterstützt, während diese Option beim 380X fehlt. Der IFTTT-Support ist hingegen genau so an Bord, sodass der 380X für Smart-Home-Besitzer deswegen dennoch eine Option ist.

Ansonsten bietet auch der neue Optoma UHD380X eine Helligkeit von 3.500 Lumen und unterstützt neben 4K (mit Pixel-Shifting) auch HDR und stereoskopisches 3D. Über TapCast lässt sich der Bildschirm spiegeln. Was die weiteren Spezifikationen betrifft, so erwähnt man abermals zwei Ports für HDMI 2.0 mit HDCP 2.2, integrierte Stereo-Lautsprecher, vertikalen Lens-Shift für eine flexiblere Aufstellung und einen integrierten Mediaplayer.

Die Schnittstellen des Optoma UHD380X

Auch die Zwischenbildberechnung, bei Optoma nennt sich das Spielchen PureMotion, beherrscht der UHD380X.

Der neue Optoma UHD380X ist ab sofort für 1.499 Euro zu haben

Im Handel kann man den neuen 4K-Projektor Optoma UHD380X bereits erstehen. Er ist mit 1.499 Euro günstiger als der Optoma UHD52ALV, welcher für 1.784 Euro den Besitzer wechselt. Unten seht ihr noch einmal die technischen Daten des neuen Beamers in der Übersicht.

Der Optoma UHD380X von oben gesehen

Technische Daten des Optoma UHD380X

  • Display Technologie: DLP
  • Auflösung: UHD (3840×2160)
  • Helligkeit: 3.500Lumen
  • Kontrastverhältnis: 500.000
  • Bildseitenformat: 16:9
  • Kompatible Bildformate: 4:3
  • Horizontale Scan Rate: 31 ~ 135Khz
  • Vertikale Scan Rate:  24 ~ 120Hz
  • Uniformität: 75%
  • Leinwandgröße: 0.87m ~ 7.68m (34.1″ ~ 302.4″) diagonal
  • Lichtquelle: Lampe mit 240 Watt
  • Lampenlebensdauer (Stunden) bis zu 4000 (Hell), 15000 (Dynamisch), 10000 (Eco)
  • Projektionsverhältnis: 1.21:1 ~ 1.59:1
  • Projektionsabstand (m):  1.2m – 8.1m
  • Zoom: 1.3
  • Zoom Typ: Manuell
  • Brennweite (mm): 12.81 ~ 16.74
  • Lens Shift: Vertikal +10%
  • Native Offset: 105%
  • Anschlüsse: 2 x HDMI 2.0, 1 x VGA (YPbPr/RGB), 1 x Audio 3.5mm; Ausgänge 1 x Audio 3.5mm, 1 x S/PDIF, 1 x USB-A Power 1,5A; Steuerung 1 x USB-A Service, 1 x RS232, 1 x RJ45, 1 x 12V Trigger, 1 x USB-A Reader/Wireless, 1 x USB-A
  • Betriebsgeräusch: 25dB
  • Computer Kompatibilität: UHD, WQHD, WUXGA, FHD, UXGA, SXGA, WXGA, HD, XGA, SVGA, VGA, Mac
  • 2D Kompatibilität: 480i/p, 576i/p, 720p(50/60Hz), 1080i(50/60Hz), 1080p(50/60Hz), 2160p(50/60Hz)
  • 3D Kompatibilität
  • Side-by-Side: 1080i50 / 60, 720p50 / 60 Frame-pack: 1080p24, 720p50 / 60 Over-Under: 1080p24, 720p50 / 60
  • Full 3D
  • Sicherheit: Sicherheitsbefestigung, Kensington Lock, Passwortgeschützte Schnittstelle
  • OSD / Display Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch (vereinfacht), Spanisch
  • Beleuchtete Fernbedienung
  • Lautsprecher: Stereo mit zweimal 5 Watt
  • Standard Zubehör: Objektivabdeckung, AC Netzkabel, Fernbedienung, 2x AAA Batterien, Basis Gebrauchsanleitung, Wireless USB-Adapter – WUSB
  • Stromverbrauch (standby): 0.5W
  • Stromverbrauch (min): 249W
  • Stromverbrauch (max): 305W
  • Netto Gewicht (kg): 5.22 kg
  • Abmessungen (B x T x H) (mm): 392 x 281 x 118
  • Preis: 1.499 Euro

Apple TV+ übertrumpft bei 4K die Bitrates von Amazon Prime und Netflix

Apple TV+ will sich im Bereich 4K zu neuen Höhen aufschwingen. So legt der neue Streaming-Dienst deutlich höhere Bitrates an als etwa Amazon Prime Video und Netflix.

Um einige Messungen hat man sich bei den Kollegen von Flatpanels HD bemüht. Auch wir werden übrigens noch ähnliche Tests durchführen und der Sache mal im Detail auf den Grund gehen. Vorläufig lässt sich sagen, dass Apple TV+ bei 4K-Inhalten in etwa die Hälfte der durchschnittlichen Bitrate einer Ultra HD Blu-ray erreicht und auf ca. das Anderthalbfache einer Blu-ray kommt. Der Vergleich zur Blu-ray ist aber schwer zu ziehen, da die HD-Disks noch mit dem Codec AVC operieren, während Apple TV+, wie die UHD Blu-ray, schon bei HEVC angekommen ist.

Laut Flatpanels HD solle man für Messungen erst den Stream eine Weile laufen lassen, damit sich die Bitrate sozusagen einspiele. Denn für Apple TV+ setzt Apple eine variable Bitrate ein, die sich also auch an die jeweilige Internetverbindung anpassen kann. Dabei gibt es viel Spielraum von den niedrigsten zu den höchsten Werten. Die höchste Bitrate (nur Video) ermittelte man dabei für die Serie „See“ – 28 Mb/s im Schnitt und maximal bis zu 41 Mb/s.

„The Elephant Queen“ kommt bei Apple TV+ in 4K hingegen auf durchschnittlich 26 Mb/s für Video. Für die Zeichentrickserie „Snoopy in Space“ konnte man durchschnittlich ca. 14 Mb/s ermitteln. Animationsfilme brauchen traditionell keine so hohen Bitrates, um die beste Qualität zu erreichen, die Abweichung nach unten ist also normal.

Apple TV+: Höchste Bitrates = Beste Bildqualität?

Auch wenn Apple damit höhere Bitrates als Amazon Prime Video und Netflix einsetzt, erlaubt das allein noch nicht die Schlussfolgerung, dass bei Apple TV+ folglich die beste Bildqualität vorliege. Denn da spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, etwa wie genau bei der Komprimierung vorgegangen wurde und welches Ausgangsmaterial vorgelegen hat. Ohne 1:1 dasselbe Ausgangsmaterial zu vergleichen, kann man also nur spekulieren.

Klar ist, dass Apple seinen Inhalten mit den Bitrates mehr Raum zum Atmen gibt, als die Konkurrenz. Zum Vergleich: Netflix legt für 4K-Inhalte nur bis maximal 16 Mb/s an. Im Bereich Audio weist man bei Flatpanels HD für Apple TV+ im Übrigen 386 Kb/s aus. Allerdings hat man Dolby Atmos bisher nicht getestet, was die Bitrate nochmals nach oben schrauben sollte.

Rundfunkbeitrag: Ab sofort Befreiung für Partner am Zweitwohnsitz

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Der Rundfunkbeitrag bleibt in Deutschland umstritten. Nun gibt es für Partner eine gute Nachricht, die bisher für Zweitwohnsitze separat zahlen mussten. Denn ab sofort ist die Befreiung möglich.

Bisher mussten Ehepartner oder Mitglieder eingetragener Lebensgemeinschaften für Zweitwohnungen separat den Rundfunkbeitrag entrichten – auch dann, wenn der andere Partner bereits für die Hauptwohnung zahlte. Dadurch konnte für Paare eine Doppelbelastung entstehen. Genau das wurde nun korrigiert.

Solche Fälle sind durchaus nicht ungewöhnlich. Sie treten etwa auf, wenn ein Partner aufgrund seiner Arbeit unter der Woche eine Zweitwohnung in einer anderen Stadt unterhält, am Wochenende aber zum Hauptwohnsitz zurückkehrt. In der aktuellen, komplexen Arbeitswelt treten derlei Konstellationen immer häufiger auf.

Ehepartner und eingetragene Lebenspartner können sich nun auch für Zweitwohnungen befreien lassen. Das gilt neuerdings auch dann, wenn sie bereits in ihrem Hauptwohnsitz vom Rundfunkbeitrag befreit sind, weil dort ihr Partner für beide die Zahlung übernimmt. Zuvor war eine Befreiung nur dann möglich, wenn der jeweilige Zahlungspflichtige selbst mit Haupt- und Nebenwohnung angemeldet gewesen ist.

Bundesverfassungsgericht verlangte Änderung

Von alleine wollte der Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten allerdings keine Kulanz zeigen. Stattdessen musste das Bundesverfassungsgericht einschreiten, damit Besitzer von Nebenwohnungen nicht unnötige Doppelbelastungen tragen müssen. Die Veränderung greift ab dem 1. November 2019.

Wer sich befreien lassen möchte, kann nun auf rundfunkbeitrag.de einen entsprechenden Antrag beziehen, um seine Nebenwohnung befreien zu lassen. Wer in der Vergangenheit bereits einen entsprechenden Antrag stellte, aber eine Ablehnung erhielt, muss nun einen neuen Antrag stellen und kann von der angepassten Rechtslage profitieren. Als Nachweis ist ein Bescheid über die Zweitwohnungssteuer oder eine Meldebescheinigung notwendig. Es muss auf dem Meldebescheid hervorgehen, wann Haupt- und Nebenwohnungen angemeldet worden sind und wann das Einzugsdatum liegt.

Pech haben weiterhin Mitbewohnerinnen und Mitbewohner in der Nebenwohnung – ohne Heirat oder eingetragene Lebensgemeinschaft, ist keine Befreiung möglich. Die aktuelle Umstellung geht auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Juli 2018 zurück.

Anmerkung am Rande: Eine weitere Veränderung betrifft Studierende im Zweitstudium, die naturgemäß kein Bafög beziehen können. Sie können sich nun ebenfalls vom Rundfunkbeitrag befreien lassen, wenn sie als Härtefall gelten. Das ist dann der Fall, wenn ihr Einkommen mit dem von Empfängerinnen und Empfängern von Sozialhilfe vergleichbar ist. Diese Entscheidung traf das Bundesverwaltungsgericht (BVG).

Daniel Craig 4K Collection im Test: Noch schärferer Bond

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Inhalt (70-90%)

Zwischen 1995 und 2002 hatte Pierce Brosnan in einer erstaunlich hohen Frequenz von Bond-Filmen dazu geführt, dass die klassische Figur des britischen Geheimagenten in die Neuzeit des Actionkinos überführt wurde. Doch auch der durch Remmington Steele bekannt gewordene Brosnan hatte nach vier Episoden trockenen Wodka-Martinis die Nase vom Doppelagenten voll und so ging die Suche nach einem Darsteller erneut los. Zahlreiche Namen wurden genannt (unter anderem Henry Cavill, Sam Worthington oder Rupert Friend), aber am Ende wurde es doch ein ganz anderer. Als man am 14. Oktober 2005 verkündete, dass der bis dato eher unbekannte Daniel Craig die Rolle übernehmen sollte, waren die Reaktionen nicht verhalten, sondern vielmehr grundnegativ. Es gab kaum jemanden, der in dem damals 37-jährigen Darsteller wirklich den nächsten Bond sah. Nicht wenige Kritiker sahen ihn bereits nach einem Film untergehen wie seinerzeit George Lazenby nach Im Geheimdienst ihrer Majestät.

Auf’s richtige Blatt gesetzt: Daniel Craig als neuer James Bond

Doch es kam anders – und zwar komplett. Der als zu „blond“ und zu „langweilig“ abgecancelte Brite zeigte es allen Kritikern. Und mehr als das. Seine direkten Vorgänger hängte Craig in Sachen Schauspielvermögen, Körpereinsatz und Charisma von der ersten Sekunde an ab. Auch, weil er ernster rüberkam, was gut in die Zeit ab den 2000er Jahren passte, in denen das überheblich-versnobte eines Brosnan nicht mehr funktionierte hätte. Die Tatsache, dass man eine Art Reboot inszenierte und Bond an den Anfang seiner Geheimagent-Tätigkeit stellte, bot überdies die Möglichkeit, mehr Ecken und Kanten zu liefern.

Mit Casino Royale konnte man außerdem endlich die Story in die EON-Reihe integrieren, für den man lange nicht die Rechte hatte. Erstmals konnte man die Story um die Auseinandersetzung mit „Le Chiffre“ so erzählen, wie man es sich immer schon gewünscht hatte. Und das fertige Produkt ist ein wahrhaft furioser Agentenfilm geworden. Angefangen bei der bis heute sensationell anzuschauenden eröffnenden Fußgänger-Verfolgungsjagd im Parcours-Stil über Bonds Diskussionen mit M bis hin zum fesselnden Kartenspiel, das das Finale einläutet. Garniert mit einer SEHR unbequemen Folterszene, in der jeder im Publikum sitzende Mann mehr als einmal die Luft zwischen den Zähnen einzog sowie einer Eva Green, die als charakterstarke Bond-Geliebte den Doppelagenten beinahe auf ewig an sich gebunden hätte, passt hier einfach alles.

Ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus „Casino Royale“

Kein Wunder, dass alle Unkenrufer und Vorabkritiker eine 180°-Drehung vollzogen, um diesem „zu blonden und zu langweiligen“ Darsteller fortan zu Füßen zu liegen. Selbst dann noch, als er vier Jahre später seinen zweiten Auftritt als Geheimagent auf der Leinwand hatte, den der deutsche Regisseur Marc Forster leider etwas vor die Wand fuhr. Ein Quantum Trost eröffnet zwar fulminant, ist aber bis heute der Bond-Film mit Craig in der Hauptrolle, der am wenigsten im Gedächtnis bleibt. Was schade ist, denn eigentlich führt er die Story aus Casino Royale direkt weiter und bleibt auch nicht die Antworten rund um Vespers Verhalten und Vergangenheit schuldig. Vielleicht war es die atemlose Action des (für Bond-Verhältnisse) recht kurz geratenen Films, die einen Teil der Fans irritierte, weil sie sich zu wenig von gängigen US-Actionern unterschied. Was sehr wohl Eindruck hinterließ, ist der eher humorfreie Ton, dessen Ernsthaftigkeit auch daraus resultiert, dass Bond hier so „unbondisch“ handelt wie zuvor noch nie.

Dass Skyfall, der dritte Bond mit Daniel Craig, wieder zu alter Stärke finden würde, konnte man möglicherweise bereits am vorab veröffentlichten Titelsong erahnen. Denn wo Chris Cornells You Know My Name aus Casino Royale sowie das Duett Another Way to Die zu Quantum Trost von Alicia Keys und Jack White kaum Wiedererkennungswert lieferten, beschwörte Adeles Skyfall sämtliche Tugenden der früheren Songs. Skyfall unter der erstmaligen Regie von Sam Mendes war dann auch der erhoffte „Killer“. Denn die Reduktion auf eine sehr persönliche Geschichte, die das Verhältnis von Bond und M in den Mittelpunkt rückt, funktioniert in Kombination mit einem der brillantesten Bösewichte der Bondhistorie (der erblondete Javier Bardem als Ex-Agent und nun Cyberterrorist Raoul Silva) hervorragend. Was allerdings vor allem für fesselnde Spannung sorgte, war der unglaublich intensive Showdown rund um ein schottisches Herrenhaus in den Highlands. Atmosphärisch sensationell gefilmt und aufgrund der akuten Bedrohung unglaublich spannend, avancierte Bond #23 zum erfolgreichsten Film der Reihe überhaupt.

Ein Mann und ein Auto – beides Stil-Ikonen

Nach Skyfall hieß es dann gerüchteweise immer mal wieder, dass auch Craig genug vom Agentendasein hätte. Doch Gerüchte blieben Gerüchte. Denn 2015 war es dann wieder soweit. Mit Spectre stand der vierte Bond mit dem Darsteller in der Hauptrolle in den Startlöchern. Dass der bis dato letzte Auftritt künstlerisch wieder einen Schritt zurück ging, lag dieses Mal aber weder an zu hastiger Action oder blassem Gegenspieler, sondern am kruden Drehbuch. Das Skript versucht eine Brücke zwischen aktueller Angst vor totaler Überwachung hinüber zu den klassischen Elementen und Figuren der Bond-Frühwerke zu schlagen, während er gleichzeitig auch noch die losen Handlungsfäden aus allen drei vorangegangenen Filmen zu einem Ganzen verknüpft. Quantum war demnach nur eine untergeordnete Division von Spectre und Spectre dafür DIE ultimativ böse Vereinigung, für die praktisch alle Gegner gearbeitet haben, mit denen Craigs Bond es in den vorangegangenen Filmen zu tun bekam.

Zwar bekommt Spectre ein bisschen Antrieb durch die Suspendierung Bonds auf Geheiß des neuen M. Doch die Tatsache, dass er sich praktisch vogelfrei und auf eigene Faust (bzw. auf einen Post Mortem erhaltenen „Befehl“ der früheren M) durch den Film bewegt, reißt nicht heraus, was das Drehbuch für Haken schlägt. Als Oberhauser dann auch noch offenbart, in welcher Verbindung er und Bond stehen, wird es grenzwertig albern. Schade um Christoph Waltz, der einen schön durchtriebenen Ober-Bösewicht gibt. Und nicht ganz überraschend, dass Craig sich im Anschluss an seinen vierten Einsatz als Geheimagent mehr als abfällig über die Rolle äußerte und äußerte, dass er keinen n euen Bond mehr machen wolle. Offenbar schien aber das finanzielle Angebot großzügig gewesen zu sein. Denn bevor der nächste Bond möglicherweise eine Frau oder ein dunkelhäutiger Schauspieler sein wird, sehen wir Craig ab April 2020 in Keine Zeit zu Sterben ein letztes Mal wieder.

  • Casino Roayl (85%)
  • Ein Quantum Trost (75%)
  • Skyfall (90%)
  • Spectre (70%)

Bildqualität (80-95%)

Casino Royale (90%)

Bei Casino Royale war die Vorlage selbstverständlich noch analog. Vier unterschiedliche Kameras kamen hier zum Einsatz von der Arricam LT über die ST bis hin zur Arriflex 235 und 435. Allerdings wurde für den UHD-Release ganz offensichtlich kein neuer 4K-Scan angefertigt, denn alle verfügbaren Quellen sprechen von einem 2K-DI. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass es hier um dieselbe Vorlage handelt, die seinerzeit auch für die Blu-ray genutzt wurde. Abgesehen von dem hochskalierten Material gab man der UHD noch einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie die höhere Kontrastdynamik. Letzteres in statischem HDR10 und dynamischem Dolby Vision. Um direkt mal bei Dolby Vision zu bleiben, das hier von Anbieter Fox (ursprünglich eigentlich ja im HDR10+-Lager) erstmalig ausschließlich als dynamisches HDR angeboten wird, muss man leider sagen, dass man sich das bei Casino Royale auch hätte schenken können. Denn die Differenzierungen fallen doch arg überschaubar bis kaum sichtbar aus. Den Vergleich zwischen BD und UHD entscheidet die UHD zwar für sich, doch auch das mit eher knappem Vorsprung. Der Grund liegt darin, dass die grundsätzliche Farbgebung kaum verändert erscheint. Der erweiterte Farbraum tut kaum etwas für den Film und der höhere Kontrastumfang wird hauptsächlich über eine leichte Abdunklung augenscheinlich. Wirklich tolle Spitzlichter gibt es kaum. Glanz in Augen oder der Schein von Laternen ist nicht immens lebhafter.

Das Bild von „Casino Royale“ kommt ausgewogen und feiner Körnung rüber

Nur manchmal, in den wirklich perfekt ausgeleuchteten Szenen wirkt die UHD diesen Ticken brillanter, hat das sattere Schwarz und den höheren Kontrastumfang – besonders bei Bonds abendlicher Begegnung mit Solange lässt sich das beobachten (35’35). Der größte Unterschied ist dann im Umgang mit der Körnung zu suchen. Mal abgesehen von der bewusst groben Eingangssequenz zeigt die UHD das deutlich feinere Korn. Von Beginn an wird das ersichtlich, wenn man die Oberflächen der Wellblechdächer im zweiten Kapitel während des Tierkampfes besser erkennen kann. Sie wirken gleichmäßiger und ohne Farbrauschen wie bei der Blu-ray. Da die BD seinerzeit lange in vielen Tests als Referenz genommen wurde, ist die grundsätzliche Bildqualität natürlich weiterhin hoch. Man hätte sich allerdings noch etwas mehr Punch im Kontrast gewünscht und nicht nur eine dezente Intensivierung der Farben. Immerhin ist das Meer etwas türkiser und Hautfarben haben etwas mehr gesunde Bräune.

Ein Quantum Trost (85%)

Wie Casino Royale auch, wurde Ein Quantum Trost praktisch komplett analog gefilmt. Ein paar wenige Shots entstanden digital. Im analogen Bereich kamen die gleichen Kameras zum Einsatz wie beim Vorgänger, was im Verbund mit dem teils gleichen verwendeten Filmmaterial den sehr ähnlichen Look erklärt. Ausgehend von dem Material wurde für die UHD allerdings kein neuer Scan vorgenommen, sondern auf dem bekannten 2K-DI aufgebaut, das für die BD bereits verwendet wurde. Wie bei allen Filmen der Box wurde ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Kontrastdynamik nach HDR10 und Dolby Vision integriert. Um es auch hier vorweg zu nehmen: Dolby Vision bietet keinerlei echten Mehrwert. Ähnlich wie bei HDR10+ des Anbieters bei früheren Veröffentlichungen wirkt es, als wäre Dolby Vision nur als Marketing-Gag auf der UHD gelandet. Denn man weiß ja, dass es Disks gibt, bei denen Dolby Vision für deutliche Unterschiede sorgte – hier sind es maximal Nuancen. Leider fällt bei der UHD von Ein Quantum Trost außerdem wesentlich stärker ins Gewicht, was bei Casino Royale noch als Positivum herausgestellt werden konnte. Denn wo im Vorgänger das Korn feiner und das Bild deshalb weniger (Farb)Rauschen enthielt, ist für den Nachfolger möglicherweise doch ein Rauschfilter eingesetzt worden. Die Körnung ist vor allem auf Gesichtern fast vollständig getilgt, was zwar zu einem cleaneren, aber subjektiv deutlich weicheren Look führte. Digitalfans mag das freuen, Anhänger eines authentischen Filmlooks ärgern sich über zu softe Oberflächen. Die UHD wirkt deshalb durchweg weniger krisp als die Blu-ray, wenngleich auch hier das Farbrauschen auf Oberflächen geringer ausfällt.

Olga Kurylenko wirkt über die UHD von „Ein Quantum Trost“ zu soft und gefiltert

Die bei der Blu-ray aber teilweise exorbitant scharfen Close-ups sind über die UHD nicht mehr so beeindruckend – auch wenn die reine Detailauflösung bei genauem Hinsehen kaum zu unterscheiden (aber eben auch nicht besser) ist. Zudem wirken Kontraste etwas flacher. Das führt zwar zu einer Reduktion der überstrahlenden Flächen der Blu-ray, aber leider auch zu einem etwas weniger dynamischen Bild. Während Hauttöne etwas wärmer und gleichmäßiger erscheinen, fehlt dieser Wow-Effekt, den HDR eigentlich liefern kann und sollte. Das ist zwar insgesamt kein schlechtes Bild, aber eben nicht im Sinne der analogen Vorlage und deshalb streng genommen schwächer als jenes der Blu-ray.

Skyfall (95%)

Skyfall ist der erste Craig-Bond, der komplett digital gefilmt wurde. Mit einer Mischung aus drei unterschiedlichen ARRI-Alexa-Kameras sowie einer Red Epic gab’s auch am Ausgang unterschiedliche Auflösungen von 2.8K bis 5K. Ausgehend davon wurde ein 4K-DI erstellt, weshalb wir es FAST mit einer nativen 4K-Scheibe zu tun haben. Ebenso wie bei den beiden anderen wurden auch hier ein erweiterter Farbraum sowie HDR10 und Dolby Vision integriert, um dem Bild die entsprechende Dynamik mitzugeben. Auch hier zeigt sich bei Dolby Vision ein maximal hauchfeiner Unterschied. Betrachtet man die reine Datenmenge der UHD (mit etwas über 60GB für einen 145-Minuten-Film eben nicht viel), bestehen darf man durchaus die Frage stellen, ob man seitens 20th Century Fox überhaupt dynamische Metadaten hinterlegt hat. Da die UHD nicht mit analoger Körnung dealen muss, kann sie sich ganz darauf konzentrieren, das bereits fast perfekte Bild der Blu-ray auf ihrem eigenen (fast) 4K-Level noch mal dieses Quäntchen feiner zum Betrachter zu bringen. Zunächst sei gesagt, dass die HDR-Kontrastdynamik hier zuvorderst für intensiveres Schwarz während der nächtlichen Totalen über Shanghai und (zwei Kapitel später) über London sorgt. Das sind dann schon sehr beeindruckend-kontrastreiche Momente. Auch können die Spitzlichter hier nochmal deutlichere Akzente setzen, weil die leuchtenden Schriften und Lichtelemente auf den Wolkenkratzern der chinesischen Millionenstadt noch etwas mehr strahlen und klarer abgegrenzt sind.

Die UHD von „Skyfall“ überzeugt mit dem insgesamt harmonischsten Gesamteindruck

Die BD macht das zwar schon sehr gut, die UHD kann’s aber noch ein bisschen besser. Allerdings ist der über Shanghai noch bessere Schwarzwert bei der Totalen über Macau nach 51’41 eher schwächer – eine Szene, bei der die BD einzelne Gebäude im Hintergrund etwas knackiger schwarz darstellt. Schön hingegen, dass die UHD es nicht mit der Farbintensivierung übertreibt, sodass die sehr rotbräunliche Szene in der Bar zu Beginn von Kapitel 15 nicht überkontrastiert. Probleme dieser Art hat man bei UHDs in solchen Momenten durchaus schon gesehen. Die noch ganz dezent vorhandenen Kompressionsartefakte der Blu-ray (bspw. rund um Big Ben bei 134’49) sind der 4K-Disk dann ohnehin fremd. Von der Farbgebung selbst sind die Unterschiede nur gering. Aufgrund des dunkleren Masterings wirken Hautfarben noch etwas wärmer und neutrale Oberflächen tendieren etwas mehr ins Grünliche – das war’s dann aber auch schon. Vielleicht fehlt am Ende die ganz große Differenz zur Blu-ray, um noch einmal für einen Wow-Effekt zu sorgen, wo die BD einfach schon sensationell gut ist, aber dennoch (und trotz ein paar wenigen schwachen Momenten im Schwarz) dürfte Skyfall zu den besten UHD-Realfilm-Umsetzungen überhaupt gehören.

Spectre (80%)

Spectre wurde mit nicht weniger als sieben Kameras aufgezeichnet. Vier davon waren analog und übernahmen (im Gegensatz zum direkten Vorgänger) wieder die Hauptarbeit. Die drei vorhandenen Digitalkameras lieferten eine Auflösung von 3.4K bis 6.5K, was gemeinsam mit dem in 4K gescannten analogen Material über ein 4K Digital Intermediate auf die Disk gelangte. Wir haben es also mit einer praktisch nativen 4K-Scheibe zu tun. Überdies gab es wie bei allen anderen Teilen HDR10 und Dolby Vision sowie einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. In der Praxis schlägt sich das Bild der UHD des bisher letzten Craig-Bonds tatsächlich im Vergleich zur Blu-ray am besten. Oder andersherum: Es liefert gegenüber der schwachen BD den größten Mehrwert. Zwar kann auch die Ultra-HD nicht zaubern, was vom Look her offensichtlich bewusst so gewählt wurde, aber sie bietet durchweg mehr Kontrast in den trübsten Szenen der Blu-ray. Sie bietet wieder Zeichnung, wo die BD überstrahlte und kann sogar etwas mehr Schwarz(wert) in die kontrastschwachen Momente während Bonds Ausgeliefertheit in Oberhausers Bunker zaubern. Auch die nächtliche Totale nach 124 Minuten bietet knackigere und klarer abgegrenzte Lichter, die hier auch deutlich mehr strahlen als über die Blu-ray. Ganz nebenbei ist der Himmel oben drüber etwas schwärzer und vor allem frei von Körnung.

„Spectre“ hat ein oft eher kontrastarmes und trübes Bild

Praktisch jede der etwas heller ausgeleuchteten Szenen profitiert sichtbar von der UHD – und das setzt sich bei der Auflösung fort. Im Gegensatz zu Quantum Trost wirken Gesichter hier nicht zu soft, die grundsätzliche Körnung des analogen Filmmaterials ist nur feiner und weniger auffällig. Das sieht man sowohl auf Oberflächen als auch bei Close-ups. Dazu ist die Detailauflösung sichtbar besser und frei von (Farb)Rauschen und Randartefakten. Die etwas kräftigeren Farben fallen vor allem bei den Explosionen auf, die kräftiger leuchten und mehr Orange-Anteile haben. Hier zeigt sich dann auch der „deutlichste“ Unterschied zwischen Dolby Vision und HDR10 von allen vier Disks. Ansonsten ist das dynamische Kontraststeigerungs-Format auch hier eher bedeutungslos.

Tonqualität (90-95%)

Casino Royale (90%)

Der Ton von Casino Royale ist dem Bild in der Qualität ebenbürt – und das, wo er immer noch „nur“ in komprimiertem dts vorliegt. Aber davon lässt sich das Sounddesign überhaupt nicht beeindrucken. Schon die Dynamiksprünge zu Beginn, wenn Bond die Szene auf der Toilette vor dem geistigen Auge sieht, sind vehement. Die Surroundkulisse während des Parcours durch und über die Baustelle sorgt für grinsende Gesichter und der typische Bond-Score baut eine beständig breite Bühne auf. Explosionen kommen mit Nachdruck. Dies zwar ohne für Erdbeben im Stile aktueller Produktionen wie Godzilla 2 zu sorgen, aber für einen Agentenfilm ist das ein mehr als ordentlicher Tonsektor ohne echte Schwächen. Der englische dts-HD-Master Sound kann das zwar noch die letzte Spur dynamischer, setzt sich aber nicht weltbewegend von der komprimierten hiesigen Fassung ab. Wie bei allen vier Filmen, gibt es für die UHD keine neuen Tonfassung im Stile einer Dolby-Atmos-Spur oder ähnlichem. Jeder einzelne Bond-Film kommt also mit den bisher schon bekannten Tonspuren.

Die Actionszenen von „Casino Royale“ haben es auch akustisch in sich
  • Deutsch: dts 5.1 (90%)
  • Englisch: dts HD-Master (90%)

Ein Quantum Trost (95%)

Akustisch kommt auch hier nur eine reguläre dts-Spur zum Einsatz, die aber in Sachen Feinzeichnung, Dynamik und Surroundaktivität den ohnehin schon sehr guten Vorgänger noch mal toppt. Innerhalb ihrer komprimierten Kodierung gibt es nur wenig gleichwertige Tonspuren bei anderen Filmen. Angefangen bei den hervorragend verständlichen Dialogen über die lebhafte Geräuschkulisse rund um das anfängliche Reitturnier bis hin zu den vehementen und kreischenden Motor-/Abgasanlagen-Geräuschen des Aston Martin zu Beginn. Die Kugeln der Maschinenpistolen schlagen schön quer und wenn Blech spontan kaltverformt wird, kommt das auch angemessen druckvoll rüber. Einziges Manko hier: Während der heftigeren Actionszenen geht der Score schon mal ein wenig in die Knie – hier merkt mann dann vielleicht doch ein kleines bisschen die stärkere Komprimierung gegenüber der englischen dts-HD-Master-Fassung, die nicht mehr diese massive Vielzahl an Signalen gleichermaßen hochwertig durchschleust.

Einer der effektvollsten und dynamischsten Tonsektoren überhaupt bei einem Bond-Film
  • Deutsch: dts 5.1 (95%)
  • Englisch: dts HD-Master (95%)

Skyfall (95%)

Akustisch, da wiederholt man sich gerne, gibt es bei Skyfall kaum etwas zu meckern. Der zwar auch hier auf reguläres dts runterkomprimierte Sound ist selbst nach heutigen Maßstäben immer noch ein absoluter Genuss. Vielleicht mangelt es hier und da etwas am sattesten Tiefbass und in den ganz hektischen Actionszenen klingen Dialoge schon mal etwas dünner, aber was hier an Direktionalität, Surround-Umgebung und Feinzeichnung geboten wird, ist allererste Sahne. Schon die Eröffnungsszene lässt keine Wünsche offen und beendet das Ganze auch noch mit mustergültiger Stille, nachdem Moneypenny ihren Schuss abgegeben hat. In diesen Momenten wird klar, dass das Sounddesign so clever gestaltet wurde, dass sowohl die immensen Dynamikattacken als auch die leisen Geräusche extrem präzise wiedergegeben werden. Richtig großartig wird es dann nach knapp zwei Stunden, wenn Bond und M auf dem Anwesen von zahlreichen Typen belagert werden und die Schusswaffen minutenlang sprechen. Eins ist klar: Skyfall macht akustisch auch heute noch richtig Spaß – trotz komprimierter Tonspur.

Wo gehobelt wird, fallen Späne. „Skyfall“ liefert ordentlich Druck ins Heimkino
  • Deutsch: dts 5.1 (95%)
  • Englisch: dts HD-Master (95%)

Spectre (90%)

Jep, das macht Spaß! Schon die Eröffnungssequenz legt mit fetten Subwoofer-Sweeps ein, wenn die folkloristischen Instrumente die Festivitäten zum Tag der Toten begleiten. Die reguläre dts-Spur der deutschen Fassung macht das annähernd ebenso gut wie die hoch aufgelöste englische HD-MA-Spur, die vielleicht den unteren Frequenzbereich noch ein bisschen mehr kitzelt. Dennoch muss man sich über die komprimierte Synchro nicht beschweren, denn sie bleibt auf dem gleich hohen Niveau wie jene der drei vorherigen Filme. Spätestens wenn nach sechs Minuten die erste Explosion das Heimkino erschüttert und daraufhin die Fassade auf Bond fällt, gibt’s kein Halten mehr. Der Wechsel zwischen großartigen Surroundeffekten während des Kampfes im Hubschrauber und den kurz davor wieder fein und differenziert klingenden Instrumenten macht Freude und zeigt, wie dynamisch auch komprimierte Tonspuren sein können. Während der Actionszenen wird dieses Niveau beständig gehalten – egal, ob Autoverfolgung durch Rom oder die Flugzeughatz durch den Schnee. Gegenüber Skyfall fehlt vielleicht der allerletzte Punch, doch wenn Oberhausers Anlage in die Luft fliegt, bekommt der Tiefton durchaus satt zu tun.

Die seinerzeit größte Explosion der Filmgeschichte wird druckvoll ins Heimkino transportiert
  • Deutsch: dts 5.1 (90%)
  • Englisch: dts HD-Master (90%)

Bonus (40-90%)

Das Bonusmaterial der UHDs beschränkt sich auf den Audiokommentar der Filmcrew, inklusive Barbara Broccoli und Michael G. Wilson zu Casino Royale sowie die beiden Kommentare von Sam Mendes bzw. Barbara Broccoli, Michael G. Wilson, and Dennis Gassner zu Skyfall. Die restlichen Extras liegen komplett auf den Blu-rays und sind identisch mit dem bisherigen Bonusmaterial der BDs, da es sich um die gleichen Disks handelt. Letzteres fällt mal üppiger (Casino Royale und Skyfall) sowie eher dürftig (Quantum Trost und Spectre) aus. Während der erste Film von sieben, jeweils über 20 Minuten langen Featurettes flankiert wird und der dritte Craig-Bond immerhin noch mehrteiliges und knapp 60-minütiges Making-of besitzt, gibt’s für Teil II und IV neben einem jeweils gut 20-minütigen On-Set-Bericht nur ein paar sehr kurze Ergänzungsfeaturettes.

Gesamtbewertung Daniel Craig Collection  (86%)

Die Filme kennt vermutlich jeder Bond-Fan, sodass an dieser Stelle darüber nicht mehr viele Worte verloren werden müssen. Vielleicht nur so viel: Daniel Craig ist ein sensationeller Bond! Bei der UHD-Box muss allerdings differenziert werden. Der Ton ist zum einen identisch mit dem, den man von den Blu-rays kennt. Das ist zwar nicht tragisch, weil er durchweg hervorragend ist. Aber es ist halt doch schade, dass man hier nicht – zumindest für den O-Ton – eine Atmos-Spur angefertigt hat. Was das Bild der UHD angeht, so bieten die Teile I und III einen sichtbaren Vorteil gegenüber der Blu-ray und perfektionieren das Bild nahezu. Teil IV bietet den größten Vorsprung gegenüber der Blu-ray, bleibt aber noch hinter I und III zurück, weil er einfach mit dem schwächsten Ausgangsmaterial zu kämpfen hat. Teil II, Quantum Trost, erfreut vor allem die Fans von rauschgeminderten Bildern. Der teils aber arg softe Look bei Close-ups kostet ihn Abzüge in der B-Note – vor allem gegenüber der exzellenten Blu-ray.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 25. Oktober 2019 Review am: 02. November 2019
Erscheinungsjahr Film: 2006/’08/’12/’15 Laufzeit: 145/106/143/148 Minuten
Filmstudio: 20th Century Fox FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2,39:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch dts 5.1
Englisch dts HD Master 5.1
Englisch dts HD Master 7.1
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Spectre Trailer:

4K Blu-rays von Deadpool 2 und Braveheart für je nur 12.99 Euro

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So viel sollten 4K Blu-rays kosten! Saturn macht es vor – Amazon macht es nach. Die 4K/HDR Varianten von „Deadpool 2“ und „Braveheart“ werden für kurze Zeit für nur 12.99 Euro angeboten!

Dieses Angebot ist zu verlockend. Für 12.99 Euro sollte man sich diese Titel auf jeden Fall in die heimische Filmsammlung holen. In Braveheart kämpft William Wallace gegen das brutale Regiment der britischen Krone, um Schottland in die Unabhängigkeit zu führen. Deadpool 2 hingegen ist eine Romantik-Komödie, die klassischer nicht sein könnte. Er ist ein Superheld der seine Freundin verliert, ein ödipöses Kind rettet, um letztendlich seine Freundschaft mit einem Cyborg-Supersoldaten zu vertiefen – sooooo romantisch!

Wem diese Auswahl nicht ausreicht, der sollte sich einmal diese Auswahl an 4K Blu-rays unter 20 Euro ansehen. Frische Veröffentlichungen findest du dagegen in unserer Komplettliste.

Günstiger wird es nur digital. Apple hat 24 x 4K/HDR Filme (zum Teil mit Dolby Vision) auf 3.99 Euro (Kaufpreis) reduziert. Darunter befindet sich auch „Deadpool 2“ sowie der erste Teil „Deadpool“.

Ultra HD Blu-ray: Rettung durch PlayStation 5 und Project Scarlett?

Es ist kein Geheimnis, dass die Ultra HD Blu-ray aktuell vielerorts wie Blei in den Regalen liegt. Das eröffnet die Frage: Kann die nächste Konsolengeneration da vielleicht Schwung in die Bude bringen?

Die Ultra HD Blu-ray ist aktuell für die Studios das Stiefkind aller Segmente. Immer noch verkaufen sich sowohl DVDs als auch Blu-rays deutlich besser als das technisch überlegene und neuere physische Medium. Der naheliegendste Grund könnte in den hohen Preisen für UHD Blu-rays zu sehen sein: Während Neuerscheinungen auf Blu-ray in der Regel zwischen 10 bis 15 Euro kosten, sind es bei der UHD Blu-ray zwischen 25 bis 30 Euro. Dieses Gefälle erscheint selbst vielen Besitzer eines 4K-TVs und eines kompatiblen Players zu hoch.

Doch auch wenn viele Anwender mittlerweile einen 4K-TV besitzen, fehlt oft das soeben erwähnte Abspielgerät für die Disks: Meist sind den Verbrauchern die UHD-Player zu teuer, man bleibt bei dem Blu-ray Player für einen Fuffi, statt über 100 Euro für einen UHD Blu-ray Player zu investieren. Das eröffnet die Frage: Könnte da vielleicht die nächste Konsolengeneration Abhilfe schaffen? Denn immerhin sind Player für Ultra HD Blu-rays für sowohl die Sony PlayStation 5 als auch die Microsoft Xbox Project Scarlett bestätigt.

Wir erinnern uns: Als die beiden neuen HD-Medien erschienen, die HD-DVD und die Blu-ray, war es die Sony PlayStation 3, die bei vielen Nutzern als erster Player ins Wohnzimmer wanderte. So trug jene Konsole entscheidend zum Sieg der Blu-ray über die HD-DVD bei und brachte das damals junge, neue HD-Medium entscheidend voran. Kann sich die Geschichte womöglich mit der PlayStation 5 und Project Scarlett wiederholen?

Das Design des Playstation 5 DEV KIT hält sich wie erwartet nah an am Patent
Ein erstes Bild der PS5: Das Design des Playstation 5 DEV KIT hält sich wie erwartet nah an am Patent

Zeiten ändern sich – auch im Heimkino

Leider halten wir das für extrem unwahrscheinlich. Schließlich sind schon zwei Spielekonsolen am Markt verfügbar, die einen UHD Blu-ray Player beinhalten und verhältnismäßig wenig kosten: die Xbox One X und die Xbox One S. Letztere ist in Angeboten teils für weniger als 150 Euro zu haben – und bietet eben nicht nur einen UHD Blu-ray Player, sondern auch eine Konsole zum Zocken. Warum konnte man also das Schema der PS3 nicht wiederholen?

Die Neuauflage Sony 4K Blu-ray Players aus 2017, UBP-X800M2 unterstützt zusätzlich Dolby Vision HDR
Dedizierte UHD-Player stehen nur in wenigen Haushalten

Die Antwort liegt auf der Hand: Streaming. Als 2006 die PS3 erschien, spielten Streaming-Angebote wie Amazon Prime Video oder Netflix noch keine Rolle. Heute sieht das ganz anders aus und die Anbieter haben auch 4K-Inhalte mit HDR, Dolby Vision und Dolby Atmos im Programm. Klar, ein Enthusiast wird immer die Disk bevorzugen, welche dank höherer Bitraten eine verbesserte Bildqualität bietet.

Doch wenn der Laie die Wahl zwischen Qualität und Komfort hat, wird er immer den Komfort vorziehen – das hat gerade die Geschichte des Heimkinos und der Multimedia-Sparte gezeigt. Deswegen setzte sich das technisch durchaus überlegene Betamax nicht gegen VHS durch oder DVD-Audio und Super Audio CD konnten niemals die stinknormale CD verdrängen – erst das qualitativ unterlegene, rein digitale MP3-Format bewerkstelligte jenes.

Ultra HD Blu-ray: Das Ende einer Ära

Wir gehen davon aus, dass die UHD Blu-ray das Ende einer Ära markieren könnte und vielleicht sogar keinen Nachfolger mehr erhält. Die großen Hollywood-Studios haben aktuell deutlich mehr Interesse daran ihre Inhalte exklusiv an eigene Streaming-Plattformen zu binden, man denke da an Disney+, als noch physische Medien an Kunden zu verkaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann über seine Dienste wertvolle Nutzerdaten erheben und für weitere Projekte auswerten und behält zudem wesentlich mehr Kontrolle über seinen Content. Zudem spart man Kosten für Produktion, Logistik und Vertrieb ein.

Oppo UDP-203 UHD Blu-ray Player
Oppo produziert bereits keine UHD Blu-ray Player mehr

In den letzten Jahren haben etliche Studios ihre Heimkino-Abteilungen bereits erheblich eingedampft oder sogar komplett geschlossen – Paramount ist da ein Extrembeispiel. Aber auch bei Universal, Disney, Warner und Co. sucht man das Heil lieber rein digital. Noch veröffentlicht man zwar auch Ultra HD Blu-ray, um den Markt für Enthusiasten zu bedienen, doch selbst da gibt es Ausfälle – siehe etwa die Reihe „Beverly Hills Cop“, welche als Disk nur auf Blu-ray erscheint. Wer die Klassiker in 4K und mit HDR genießen möchte, muss zum Streaming greifen.

Derartige Fälle erwarten wir in Zukunft immer häufiger. Dass die kommende Konsolengeneration daran etwas ändern wird, glauben wir nicht. Zumal sowohl Microsoft als auch Sony bereits bestätigt haben, dass PS5 und Scarlett in erster Linie als Gaming-Plattformen vermarktet werden. Und die UHD Blu-ray-? Die bleibt ein tolles Medium, das aber weiterhin in erster Linie Enthusiasten und Sammler ansprechen dürfte.

Wer sich jetzt verpflichtet fühlt die 4K Blu-ray tatkräftig aus der Nische zu führen, der darf sich gerne aktuelle und kommende Blockbuster in unserer 4K Blu-ray Komplettliste heraussuchen und bestellen.

X-Men: Dark Phoenix 4K Blu-ray im Test: Aufsteigende Formkurve

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Inhalt (75%)

Mittlerweile gibt’s praktisch mehr X-Men-Filme mit den jüngeren Mutanten als mit den ursprünglichen – wenn man im engen Kosmos bleibt und die Wolverine- sowie Deadpool-Ableger außen vor lässt. Der direkte Vorgänger von X-Men: Dark Phoenix war allerdings schwerfällig, zäh, deutlich zu lang und hatte einen Bösewicht ohne Tiefe und Charisma. Viel mehr konnte man kaum falsch machen, wenn man die eigentlichen Tugenden der erfolgreichen Filmreihe kennt. Und so war Apocalypse leider der Tiefpunkt des Neustarts rund um die Mutanten. Kein Wunder, dass man beim Nachfolger auf frisches Blut setzte und Simon Kinberg die Regie anbot. Na ja, halbwegs frisches Blut. Denn Kinberg hatte immerhin die Drehbücher zu drei Filmen der Reihe geschrieben. Ob er deshalb bei seinem Regiedebüt die beste Wahl für eine 200 Mio. Dollar Produktion war?

Jean Grey kommt mit ihren Kräften nicht klar und macht sich mehr und mehr Feinde

Die Zuschauer sahen das nicht so. Mit einem weltweiten Erlös von 252 Mio. Dollar fuhr der aktuellste Film der Reihe knapp an einer Katastrophe vorbei. Der im Nachhinein schwache Apocalypse war sicherlich ein Grund, dass die Kinogänger vom Franchise irgendwie die Nase voll hatten. Welche Geschichte also sollte noch erzählt werden fragten sich viele. Und blieben dem Kino letztlich fern. Zu Unrecht, leider. Denn wo der direkter Vorgänger versagte, landet Dark Phoenix Volltreffer: Der Charakterisierung der Figuren. Wie es der Titel erahnen lässt, geht es im jüngsten Teil um Jean Grey. Darum, wie sie erstmals ihre Fähigkeiten einsetzte und eine Tragödie auslöste. Wie die Erinnerungen an dieses Erlebnis und eine Steigerung ihrer Kraft dazu führt, dass sie den „dunklen Phönix“ entfesselt und sich gegen alles und jeden richtet. Die Szenen, in denen Sophie Turner (Game of Thrones) die Wut und den Schmerz ihres jungen und mit so viel Macht ausgestatteten Wesens entfesselt, sind kraftvoll und werden für den Zuschauer mit nachvollziehbaren Motiven angereichert.

Eine ganz spezielle Frau hat Interesse an Jeans Fähigkeiten

Dass man dafür sogar drastische Momente einfließen lässt, sorgt für ein paar überraschende und ziemlich schockierende Momente. Denn, nicht vergessen: Wir befinden uns in einer alternativen Zeitlinie. Die Ereignisse, die in den ersten drei X-Men-Filmen geschildert werden, werden hier nicht linear aufgebaut. Tatsächlich werden hier aber unterschiedliche Fronten aufgebaut, was wiederum für einen gewissen Reiz und eine interessante Abwechslung sorgt. Dass es in X-Men: Dark Phoenix (zunächst) keinen klassischen Bösewicht gibt, der gemeinschaftlich bekämpft wird, sondern das Konfliktpotenzial aus den inneren Spannungsverhältnissen der Mutanten herrührt, lässt den Film intimer und weniger groß angelegt wirken – ein wohltuender Schritt zurück, wenn man vom globalen Zerstörungsszenario des Vorgängers ausgeht. Was Dark Phoenix dabei etwas kürzer kommen lässt, sind die groß angelegten Actionsequenzen. Meist finden die Fähigkeiten der Mutanten innerhalb der Gruppen selbst Anwendung und es kommt zu häufigem Kräftemessen – sieht man von der eröffnenden Rettungsaktion im Weltall ab, die mit spektakulären Bildern ein echtes Fest (nicht nur) für Fans des Nightcrawlers ist. Und natürlich vom Finale, das nicht mit optischen Reizen geizt und letztlich zeigt, wo ein guter Teil des Budgets geblieben ist.

Mission im Weltall

Es offenbart aber auch die größte Schwäche des Films, womit sich ein wenig die Story von Bryan Singer wiederholt. Hatte der mit Apocalypse das einst von ihm so spektakulär eingeführte Franchise auf einen neuen Tiefpunkt gebracht, wollte Kinberg es besser machen als er es selbst zuvor getan hatte. Denn im Prinzip hatte er die Geschichte von Jean Grey mit seinem Skript zu Der letzte Widerstand ja bereits erzählt. Offenbar aber nicht zu seiner eigenen Zufriedenheit, weshalb er mit Dark Phoenix näher an den Original Comicvorlagen bleiben wollte. Die alternative Zeitlinie erlaubte es ja. Allerdings gerät Jeans Verhalten im Finale dann doch nicht ganz so anders wie im dritten Teil der Reihe. Und damit es überhaupt zu einem Showdown kommt, benötigte man noch diesen Endgegner. Den zauberte man kurzerhand aus dem Hut und schnitt ein paar Sequenzen mit Jessica Chastains Vuk zwischen, damit’s nicht gar so überraschend kommt. Inhaltlich wirkt das aber unglücklich und steht auf wackligen Füßen. Vielleicht hätte man besser so mutig sein sollen, Jeans Geschichte rein innerhalb der Mutanten zu erzählen. Zumal es hier einige interessante Aspekte gibt – wie beispielsweise die ignorante Überheblichkeit, die Charles an den Tag legt, wenn er meint, alles in den Griff bekommen zu können. Und die gleich mehrfach dazu führt, dass er sich sein Versagen eingestehen muss.

Bildqualität (90%)

X-Men: Dark Phoenix volldigital aufgezeichnet. Am Ausgang lagen 2.8K an, was für das Digital Intermediate aber erwartungsgemäß auf 2K runterskaliert und für die UHD entsprechend wieder hochgerechnet wurde. 20th Century Fox gab der Disk überdies natürlich einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum sowie die höhere Kontrastdynamik HDR mit. Letzteres im statischen Format HDR10 sowie im dynamischen HDR10+. Da die bisherigen UHDs des Anbieters, die mit HDR10+ gemastert wurden, praktisch keinen Vorteil gegenüber dem statischen HDR10 brachten, wird spannend sein, ob sich das mit diesem Release geändert hat. Zunächst einmal zur grundsätzlichen Bildqualität der UHD per HDR10: Wunderbar gelingen der Disk die Close-ups, die trotz der nur hochskalierten Disk teils von exorbitant guter Schärfe und Detailtiefe sind. Die Abdunklung des Masters hält sich einigermaßen in Grenzen und gerät im Vergleich zur Blu-ray nicht zu stark. Dazu haben Farben durchweg mehr Punch, übertreiben es nur in ein paar wenigen Gesichts-Szenen (McAvoy kurz vor dem Abspann) mit zu sonnengebranntem Teint. Hier wirkt die Blu-ray an sich etwas stimmiger und weniger übertrieben. Ansonsten kommen Hauttöne in gut ausgeleuchteten Szenen sehr natürlich und kräftig rüber. Schwarzwerte sind zudem knackiger und verflachen nicht, wie zuletzt bei einigen HDR10-Auswertungen wie Hellboy: Call of Darkness.

Die UHD liefert souveräne Farben und einen extrem hohen Detailgrad

Das lässt dann vor allem die All-Szenen viel schwärzer und dynamischer wirken. Sterne und der farbige Energie-Nebel zu Beginn liefern dazu tolle HDR-Highlights. Selbst aus dem X-Men-Flugzeug heraus fotografiert wirkt die unendliche Weite des Weltalls tiefer. Außerdem werden Farben auf den Wiesen besser differenziert. Schauen wir uns nun HDR10+ an. Gibt’s nun endlich mal einen Unterschied zu HDR10? Die Antwort ist: Nein. Leider. Nach wie vor sieht das HDR10+-Bild identisch aus wie das HDR10-Bild. Getestet auf einem Panasonic TX-55GZW954 mit jüngstem Firmware-Update wurden unterschiedlichste Kontrast- und Helligkeits-Situationen visuell miteinander verglichen – mit dem Ergebnis, dass es weder im Kontrastverhalten noch in der Farbdarstellung Unterschiede gibt.

Tonqualität (90%)

Der dts-Ton ist – gegenüber den Tonspuren vom neuen Mutterkonzern Disney – mal wieder ein Musterbeispiel für das, was man aus einem komprimierten Sound herausholen kann. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Es wäre schön, wenn der Anbieter mal verlustfreie deutsche Tonspuren ablegen würde. Aber weil die Chancen gering bleiben, muss man eben nehmen, was man kriegen kann. Und man bekommt einen sehr gut aufgelegten, mit satter Dynamik abgemischten Sound, der schon bei der Kollision der Fahrzeuge nach 2’16 einen Bass-Sweep ins Heimkino jagt, dass Vorspeise und Hauptgericht des Abendessens sich im Magen gut vermischen. Das mag der englische Ton in dts-HD-Master noch mal etwas vehementer produzieren. Aber für sich genommen, ist das bereits ein vorzüglicher Start. Was der Sub dann wiederum beim Start des Space Shuttles oder des X-Men-Fighters abliefert, lässt den Erdboden beben und ist ein echter Endstufen-Killer. Was hier an raspelndem Brutalo-Bass abgeliefert wird, hat man so auch noch nicht gehört. Klasse sind aber auch die feinen und feiner detaillierten Szenen. Wenn Charles in Jeans Kopf unterwegs ist und mentalen Kontakt aufnimmt, wispern Stimmen leise und windartige Geräusche umwehen den Zuschauer. Wenn man Kritik üben möchte, dann vielleicht an einer etwas weniger gut differenzierten Sequenz nach 75 Minuten. Wenn Erik die U-Bahn aus dem Untergrund holt, fehlt’s etwas an Feinheit und an detaillierteren Geräuschen. Es ist aber im Prinzip die einzige Szene, die etwas nachlässig vertont wirkt.

Wenn sich kosmische Türen öffnen, knallt es beim Sound

Die UHD von Dark Phoenix liefert ein Upgrade für den englischen Sound. Dieser liegt nun in Dolby Atmos vor, während die Blu-ray noch mit 7.1-dts-HD-Master für fetzigen Ton sorgte. Der deutsche Ton bleibt, Fox-typisch, bei dts 5.1. Betrachten wir die reguläre Ebene für sich, so klingt die Dolby-Variante der dts-HD-MA-Fassung von der Blu-ray praktisch komplett ebenbürtig. Bassgewalt, Surroundaktivität und Stimmwiedergabe sind gleichermaßen hochwertig. Nehmen wir die Höhen-Ebene hinzu, spielt nach zwei Minuten das Radio mit coolen Signalen verrückt und beim Turnaround des Autos kracht, ächzt und klirrt es rundherum – ein hervorragender Einstand in den Film. Und weiter geht’s nach etwas über zehn Minuten, wenn fest steht, dass der Jet der X-Men eigentlich nicht fürs All gemacht ist. Es quietscht und rappelt rundherum und wandert perfekt ortbar objektbasiert über die vier Deckenlautsprecher – ein klasse Effekt.

Wenn Jean ihre Kräfte anwendet kracht es ordentlich über alle Speaker

Dazu kommen die Momente, in denen Jean entweder Visionen hat oder von ihren Kräften überwältigt wird. In diesen werden die Heights ebenso sehr aktiv mit einbezogen wie in den Momenten, in denen Charles mit Cerebro auf Spurensuche geht. Nach 66 Minuten wird es dann wieder sehr lebhaft, wenn Jean von Vuk eine Lektion in Geschichte erteilt bekommt. Sensationell ist dann das Laufen auf dem Zug sowie (hier dann korrekt) die sägenden Rotor-Blätter des Hubschraubers nach 85 Minuten. Klasse, wenn man das Gefühl hat, die Aliens auf dem Zug wandern direkt auf den eigenen Köpfen herum. Im Kampf, der sich daraufhin entspinnt, gibt es dann auch immer wieder explizite 3D-Sounds. Berstendes Metall, Blitze, den fahrenden Zug selbst – das ist schon ein schönes Komplett-Erlebnis, das man hier präsentiert bekommt. Denn die reguläre Ebene gibt währenddessen ja ebenfalls ordentlich Gas.

  • Deutsch: DTS 5.1 (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (90%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (70%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (85%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (70%)

Das Bonusmaterial liegt, mit Ausnahme des auch auf der UHD zu findenden Audiokommentars von Simon Kinberg und Hutch Parker, komplett auf der Blu-ray. Es beginnt mit fünf wahlweise kommentierten entfernten Szenen und bietet überdies zwei Featurettes. Während in „Beast erklärt, wie man einen Jet in den Weltraum fliegt“ Darsteller Nicholas Hoult ein paar improvisierte Fun Facts zum Raumschiff-Flug gibt, kümmert sich das fünfteilige „Aufstieg des Phönix: Making-of Dark Phoenix“ um den kompletten Prozess der Produktion. In reichhaltigen 80 Minuten gibt es Einblick in die Story an sich. Außerdem erfahren wir, dass Simon Kinberg vor allem von Jennifer Lawrence überredet wurde, endlich mal die Regie zu übernehmen. Natürlich kümmert man sich auch um die Besetzung des Films, konzentriert sich dabei auf die Jean-Darstellerin Sophie Turner. Außerdem erfahren wir mehr über das außergewöhnliche Produktionsdesign über den Schnitt und über die Special Effects. Hier zeigt man auch einmal Respekt vor den Regisseuren, die sich um die Detailszenen kümmern – Second Unit Directors, wie man sie nennt. In Dark Phoenix ist das Guy Norris, der sich um die Special-Effect-Shots kümmert und genau geplant sein mussten.

Gesamtbewertung X-Men: Dark Phoenix  (86%)

Es ist anzunehmen, dass X-Men: Dark Phoenix der letzte Teil des Franchise ist und bleiben wird – was schade ist. Denn nach dem wirklich schwachen Apocalypse zeigt die Formkurve wieder deutlich nach oben. Kinbergs Film findet zurück zur Charaktertiefe der alten Filme und bewegt sich in der Grauzone von Gut und Böse. Fast trumpft Dark Phoenix mit allen alten Tugenden auf und liefert dazu ein paar ziemlich atemberaubende Actionszenen. Im Kino hat er sich damit deutlich unter Wert verkauft und sollte im Heimkino eine weitere Chance bekommen. Was nicht schwer sein sollte, wenn man auch noch das hervorragende Bild der BD und UHD sieht und sich den effekt- und druckvollen Sound anhört. Viel gibt’s an der Technik hier nicht auszusetzen – sieht man davon ab, dass HDR10+ (vor allem im Vergleich zu Dolby Vision) nach wie vor eine Mogelpackung zu sein scheint.

Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 17. Oktober 2019 Review am: 23. Oktober 2019
Erscheinungsjahr Film: 2018 Laufzeit: 114 Minuten
Filmstudio: 20th Century Fox FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
2.35:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch DTS 5.1
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
HDR 10+
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

X-Men: Dark Phoenix Trailer:

Mehr Lust auf den Serien-Marathon: Binge-Watching nimmt weltweit zu

Video-Streaming erfreut sich wachsender Beliebtheit. Eine neue Studie weist dabei allerdings auch aus, dass nicht nur die Inhalte für Kunden den Ausschlag geben, sondern auch die Qualität: z. B. die Verfügbarkeit von 4K und HDR.

So hat Limelight Networks, ein Cloud-Dienstleister aus den USA, einmal den Stand der Dinge zum Video-Streaming unter die Lupe genommen. Dabei konnte man feststellen, dass der Konsum von Streaming-Videos global mit sechs Stunden und 48 Minuten pro Woche ein Allzeithoch erreicht habe. Der „State of Online Video“-Report des Unternehmens spricht zudem davon, dass 82 % der Befragten Fans von Binge-Watching seien.

Sie konsumieren ihre Lieblingsserien also am liebsten in großen Portionen und ziehen sich mehrere Folgen oder sogar ganze Staffeln am Stück rein. Gegenüber 2018 sei das Binge-Watching laut der Studie weltweit um 18 % angestiegen. Zwei Stunden und 40 Minuten streamen die Nutzer dabei mit Vorliebe am Stück. Die Amerikaner lieben es sogar noch etwas länger und schauen auch mal über drei Stunden zu.

70 % der Konsumenten haben dabei laut Limelight mindestens einen Streaming-Dienst abonniert – 2018 waren es nur 59 %. 72 % nutzen zudem dedizierte Streaming-Geräte wie z. B. eine Nvidia Shield TV oder aber einen Amazon Fire TV Stick. Mit dem steigenden Konsum sind parallel aber auch die Ansprüche der Verbraucher an die Dienste gestiegen. Neben einem quantitativ wie qualitativ überzeugenden Angebot an Inhalten erwarten sie auch ausgereifte Technik.

Wartezeiten sind für Nutzer ein Tabu

So verlässt laut der Studie jeder vierte Kunde (27 %) ein Online-Video bereits bei einmaligem Rebuffering. Weitere 40 % steigen nach einer zweiten Rebuffering-Unterbrechung aus. Zugleich geben 31 % an frustriert zu sein, wenn ein Videostream qualitativ nicht die Erwartungen erfülle – etwa durch zu niedrige Auflösung oder zu hohe Kompression. Laut Limelight sei also der technische Aspekt keinesfalls zu unterschätzen.

Zudem konstatiert man, dass das lineare Fernsehen zwar weiter an Zugkraft einbüße, aktuell aber noch beliebter sei als Online-Videos. Etwa sehen die Zuschauer im Schnitt pro Woche immer noch etwas mehr als 7 Stunden fern. Das entspricht aber einem Rückgang um 50 Minuten pro Woche gegenüber 2018. Zudem mahnt man, dass die Anwender nicht jeden Preisanstieg mitmachen würden. Denn zu hohe Preise wurden im Rahmen der Studie als wichtigster Kündigungsgrund genannt.

Werbung? Das finden die Nutzer in Ordnung, wenn sie überspringbar ist oder vor kostenlosen Videos nur als kurze Anzeige beim Start prangt – also im Grunde so, wie es bei YouTube vollzogen wird. Was überrascht: Laut Limelight seien mobile Endgeräte die häufigste Wiedergabe-Hardware für Streaming-Inhalte. Andere Studien kommen da immer noch zu dem Ergebnis, dass am meisten am TV gestreamt werde. Vielleicht hängen die Ergebnisse hier stark davon ab, welche Quellen berücksichtigt werden.

Für seinen „State of Online Video“-Report befragte Limelight 4.500 Verbraucher in Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Singapur, Südkorea, Großbritannien und den USA. Die Teilnehmer der Studie sind 18 Jahre und älter und konsumieren jede Woche eine Stunde oder mehr Online-Videoinhalte. Den vollständigen Bericht haben wir unten verlinkt.